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Revival

Der Kult geht weiter: "The L Word" ist zurück!

Fünf Monate nach der US-Premiere läuft "The L Word: Generation Q" ab heute in Deutschland – in Doppelfolgen auf Sky Atlantic HD. Mit vielen alten Bekannten und spannenden Neuzugängen.


"The L Word" läuft ab 15. April immer mittwochs um 20.15 Uhr in Doppelfolgen u.a. auf Sky Atlantic HD, wahlweise auf Deutsch oder in der Originalfassung (Bild: Showtime)
  • 15. April 2020, 16:41h, noch kein Kommentar

Es hat nur zehn Jahre gedauert, bis "The L Word" nun endlich wieder da ist – und zwar aufgehübscht und in queerem Sinne generalüberholt. Ilene Chaiken, Erfinderin der Originalserie und auch bei "The L Word – Generation Q" wieder als Produzentin dabei, hatte seit Jahren mit der Idee gespielt und schon 2017 erklärt, warum ein Revival nicht nur wahrscheinlich, sondern auch nötig ist: "Als wir 2009 aufgehört hatten, dachten wohl viele Leute: 'Ok, der Kampf ist gewonnen, es wird ab jetzt viele Shows über lesbisches Leben geben.' Aber die Wahrheit war und ist: Es gab und gibt nichts Vergleichbares, auch zehn Jahre später nicht."

Dazu kommt: "The L Word" war ein Phänomen, ohne die Serie gäbe es weder Deutschlands inzwischen wichtigstes Magazin mit der Zielgruppe lesbische Frauen, "L Mag", noch "L Beach" und eine ganze Reihe anderer Veranstaltungen und Namen, die sich des Ls als klarem lesbischen Erkennungsmerkmal bedienen.

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Wird das neue "L Word" so erfolgreich wie das Original?

Ob das neue "L Word: Generation Q" so erfolg- und einflussreich wird wie das Original, bleibt abzuwarten. Aber eines ist gewiss: Natürlich gibt es inzwischen eine ganze Armada lesbischer Charaktere und Serien mit Kultpotenzial, in denen es auch lesbische Figuren gibt. Aber eine Serie, in der es nur um lesbische Frauen in ihrem ganz eigenen Universum geht? Fehlanzeige. Bis jetzt. Denn ab Mittwoch um 20.15 Uhr ändert sich das wieder. In Doppelfolgen auf Sky Atlantic HD sowie auf Abruf über Sky Ticket, Sky Go und Sky Q.


Sie sind zurück! (Bild: Hilary Bronwyn Gayle / Showtime)

In den vergangenen zehn Jahren ist viel passiert: Bette Porter (Jennifer Beals) hat ihre große Liebe Tina (Laurel Holloman) geheiratet – und ist inzwischen schon wieder geschieden. Ihre gemeinsame Tochter Angelica (Jordan Hull) ist inzwischen ein Teenager und lebt bei Bette. Jetzt will Bette die erste lesbische Bürgermeisterin von L. A. werden. Und muss sich dabei auch im Jahr 2020 mit homophoben Anfeindungen auseinandersetzen. Dabei kann sie auf die Unterstützung von Alice Pieszecki (Leisha Hailey) zählen, die als Ellen-artige Moderatorin einer Talkshow ebenfalls im Rampenlicht steht, obwohl sie bei ihren Senderchefs nicht sonderlich beliebt ist.

Shane McCutcheon (Katherine Moennig) kehrt nach Los Angeles zurück und eröffnet eine lesbische Bar. Auch sie hat geheiratet, kämpft aber um ihre Ehe mit Quiara (Lex Scott Davis). Shane bleibt Shane. Erkennbarer Trend unter den wiederkehrenden Charakteren: Offenbar ist es keine gute Idee, die Frau der Träume zu heiraten. Oder wären glückliche Beziehungen im TV bloß langweilig?

Eine ganze Reihe neuer, spannender Charaktere

Wie dem auch sei, Bette, Alice und Shane werden eine ganze Reihe neuer, spannender Charaktere an die Seite gestellt: Dani (Arienne Mandi) ist eine ehrgeizige PR-Managerin, Sophie (Rosanny Zayas), Danis Lebensgefährtin, arbeitet als Redakteurin bei Alices Talk-Show. Und hat neben ihrer Gattin auch eine beste Freundin, Finley (Jacqueline Tobini), chaotisch, sexy und ständig abgebrannt. Oder wie sie unter US-Zuschauerinnen inzwischen heißt: Shane 2.0. Dazu kommt Micah (Leo Sheng), ein schüchterner trans Mann und Danis Ex, der sich Hals über Kopf in einen anderen Kerl verliebt.

Und jetzt wird es spannend: Bei der Premiere der Serie in den USA im letzten November empfanden nicht alle Zuschauer*innen das Aufeinanderprallen der alten und neuen Charaktere als vollständig gelungen. Und dafür gibt es auch Gründe. Begrüßt wurde, dass die neuen im Cast die POC-Quote deutlich anheben und nicht alle cis sind. Das entspricht dem aktuellen Lebensgefühl von L.A. und vieler anderer Szene-Orte.

Allerdings spielt auch "The L Word: Generation Q" in einer Wohlstandsblase, in der alle queeren Frauen und trans Männer nie ernsthafte Geldsorgen und immer das Budget für die neuesten Trendklamotten haben. Es wird spannend sein zu beobachten, wie das deutsche Publikum auf die Wiederbegegnung mit alten Heldinnen und neuen Freund*innen reagiert. (cw)

Direktlink | Englischsprachiger Original-Trailer zum neuen "L Word"