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Einzelkommentar zu:
Kein Sex mit Männern, die "keine Fetten" wollen!


#28 Homonklin_NZAnonym
  • 17.04.2020, 16:06h
  • Oh, das ist ja herrlich provokant und auch etwas einseitig blind geschrieben. Als ehemals Schwergewicht in jungen, sehr beschissenen Jahren könnte man sich zum ein oder anderen auslassen.

    Erstmal gefällt einem das als jungem Mann natürlich nicht, wenn man deswegen Hänselei und Ablehnung period erfährt. Es stellt einen Teil der Existenz in Frage, zumindest, solange man dem Glauben verfallen ist, das mit dem Gewicht sei Teil von einem selbst. Wenn man dann langsam merkt, das ist die Auswirkung eines krankhaften Zusammenspiels aus diversen Faktoren - Genetik spielt nur zum teil eine Rolle - kann man sich erst dem eröffnen, was an Veränderung möglich ist. Das ist auch ohne Fitnessstudio möglich, also dass man in der Hausquarantäne unweigerlich fett-er-ish zu werden hätte, ist ausgemachter Quatsch! Das ist vielleicht so, wenn einer eh zu krank ist, um sich viel zu bewegen, oder anstatt gesund und teuer zu essen, dann eben entsprechend Kaloiie4nverbrauch zu essen, und praktisch FDH zu praktizieren, damit das nicht in Fett abgespeichert wird, was man nicht verbraucht. Der Grundgedanke ist nicht Angst, sondern eine Frage davon, was hat man mit seinem Körper vor zu erreichen?
    Ohne das Bewusstsein darüber, dass das zunächst eine Art Krankheit und Einschränkung darstellt, eiert man dann munter weiter hinab in die Spirale, die mit der Zeit ernstjhafte metabolische Veränderungen hervor bringt- Oft Solche, die man nicht möchte.

    """Ich habe Angst davor dick zu sein. Angst, deswegen nicht mehr geliebt zu werden. Kann mir nicht vorstellen, mit so einem Körper begehrt zu werden oder guten Sex zu haben.""

    Von der andere Perspektive herab auf Jemand, der so denkt, weil er 5 Kilo zunimmt, kann man ihm dann mit der Lebenserfahrung, dass sich das durchaus so verhält, wenn man nicht gerade wahllos tickt und Jeden ran lässt, und eben nicht grade als Stomping- oder Anpiss-Sklave leben will, der grade noch tauglich genug ist, um Stiefel zu lecken, und dafür eben noch sop Verwendung findet, schon sagen, dann mach halt Sport zuhause, Workout, Aerobics, dann wirst du weiterhin begehrt sein.
    Ansonsten bleiben eben wenige Fett-Fetischisten übrig, und wenn das nicht dein Fall ist, Pech gehabt.

    Interessant ist doch, wie schnell sich die ganze Wahrnehmung durch Männer - durch Menschen generell ändert, wenn man die Pfunde nach und nach abbaut, und mehr Muckis kriegt, weil extensiv Sport zu betreiben, den ganzen Körper umbauen kann. Kurzatmigkeit, hoher Blutdruck, Arthrose bis zu einem gewissen Grad, man fühlt sich mehr ich und weniger fette Sau, und wird auch bald viel weniger oft so genannt.

    der Genpool gibt nur in ganz bestimmten Fällen ein unausweichliches Dicken-Schicksal vor, ansonsten geht es um Anfälligkeit dafür, wenn man sich gehen lässt, überangereicherte Lebensmittel konsumiert und Bewegung meidet, oder bereits die metabolischen Folgen sich manifestieren.

    Zum Begehrt werden gehört dann eben wiederum Attraktion, da spielen schon evolutionär bedingte Faktoren mit rein. Bei den meisten Leuten sind das Wahrnehmungen davon, wer gesund, vital, viril, agil und rundum symmetrisch bzw. ausbalanciert wirkt. Anzeichen von Krankheiten, Handicap, Unförmigkeit, Mängel und Minuseigenschaften sortieren viele schon unbewusst weg, bevor sie überhaupt richtig wahrgenommen haben, ob der Mensch attraktiv sein kann oder sie nicht auf den Plan zieht.
    Das lässt sich auch nicht erzwingen oder irgendwie willkürlich beeinflussen.
    Das muss man als Mensch mit mehreren solchen Mangeleigenschaften dann erst mal begreifen.

    Und man kann ja was dafür tun, um eher in die Zone des Begehrten zu rücken. Zum Beiospiel einfach mal abnehmen. Warum beharren so viele Dicke darauf, das einfach so zu lassen? Und heulen dann rum boohooo ich kriege keinen Partner oder vernebeln sich noch die Sinne mit diesen albernen Sprüchen aus dem Kleinen Prinz.

    ""Und hört auf, mit Männern zu schlafen, die "keine Fetten" in ihrem Profil stehen haben! Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das miese Liebhaber sind, deren Vorstellungskraft zum Thema Sexualität nicht ausreicht, um sich Sex mit jemandem auch nur vorzustellen, der anders gebaut ist als sie selbst. ""

    Das ist dann aber genau die gleiche mit Vorurteilen beladene Sauce, die man versicht, jenen zurück ins Gesicht zu speien, weil die zu ihrer Anziehung stehen, und ins Profil schreiben, wen sie nicht suchen und nicht attraktiv finden!
    Klar tut das weh, wenn man immerzu lesen muss, dass man mit dem Körper für Liebe und Sex nicht in Frage kommt. Deswegen aber zu verleugnen, welche Art Leute man anziehend, interessant, hübsch, geil oder was alles findet, fordert doch heraus, dass man etwas vorlügen soll, das man nicht so findet. Wie nützlich soll das dann sein?

    Es gibt ja auch gern den Hinweis, dass Dicke sich doch andere Dicke suchen können, für Sex usw. Warum ist das dann nicht verkehrt? Behinderte sollen mit anderen Behinderten rum ziehen, Trans-Männer sollen nur Trans-Männer lieben ...gefälligst, aber zackig!

    Da geht es ja nicht darum, sich Sex mit anders Gebauten vorzustellen, sondern Sex mit Leuten zu suchen, die man attraktiv findet.
    Ich habe das Gefühl, dass das von dieser sonderbaren Sprechdiktierpolizei oder Wunsch-Diktatoren-Bewegung nicht im Ansatz verstanden oder überhaupt mit einbedacht wurde, dass Zuneigung nicht auf Geheiß oder Kommando funktioniert.
    Die Idee, sich dann vorstellen zu sollen, wie es wohl sein mag, mit anders Gebauten Sex zu haben, kann man postwendend in der anderen Variante zurück geben, denn wo stellt sich der, wem es nicht passt, wen andere lieben, denn mal vor, wie es wäre, mit einer "anders gebauten" Person, zum Beispiel einer Frau. Sex zu haben, vor?
    Würde man Schwulen empfehlen, sich sollen Frauen bei Sex und Liebe doch nicht diskriminieren, wäre doch sofor der Zinnober am Rotieren.

    ""Sind fünf Kilo mehr oder weniger wirklich ein Problem? Oder zehn? Würdest du dich oder deinen festen Partner weniger lieben, wenn mehr von ihm oder dir da wäre? Wenn ja, warum ist das so?""

    Also hätte ich einen, würde ich versuchen, ihm zu helfen, bevor das so weit kommt. Alternativen für Sport draußen gibt es jede Menge. Man kann rausfinden, ob das evtl. an Cortisol oder was anderem liegt, und mit dem Artzt die Medikamentengabe anders abstimmen.

    Warum ist das so? Weil er sich dann aus dem Center der Attraktivität heraus bewegt. Wohl bliebe die Liebe erhalten, denn der Mensch ändert sich wenig - außer dass er wahrscheinlich unzufrieden mit sich selbst wäre, hibbeliger oder leicht depremiert - so jetzt mal vom eigenen Ausgehen. Also der Rudertrainer, das Trimmdichgerät , Tischtennis oder Trampolin und die Skateboards würden das möglichst zu verhindern wissen.

    Gut, das muss letztlich jeder selbst wissen. Jedenfalls habe ich all die Typen, die mich je mit "Nicht mein Typ" oder "Fette Sau" bzw. "unästhetisch" haben abblitzen lassen, erst da richtig verstanden, als ich mit 25 dann doch mal in einen Spiegel sah. den Kampf gegen das Fett hasbe ich nie aufgegeben, und das mit teils radikalen Methoden auch halbwegs hin bekommen, dem Fettgefängnis, wie das ein Kollege bezeichnet, zu entrinnen.

    Seither gehöre ich auch zu denen, die Abnehm- und Sport-Empfehlungen geben, und mit der Einsicht in die Krankheitsfaktorebn nicht verstehen, wioe man so bleiben, oder sich so selbst gern haben kann. Heute kann man so viel da machen, sogar mit der Magenbypass / Magenband-OP, wo es extrem ist.
    Man muss nicht erst damit anfangen, sich die Welt weiter zu verkünsteln und Leute dazu überreden zu wollen, lieber unehrlich zu sein.
    Das wäre der garantierte Weg in den Selbstbetrug.

    ""
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