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Einzelkommentar zu:
Kein Sex mit Männern, die "keine Fetten" wollen!


#51 Still_IthProfil
  • 19.04.2020, 01:37hHessen
  • Antwort auf #36 von Jaschon
  • Ja, das war auch ein klein wenig ironisch gemeint... selbst von ihm war das schon ne extrem blödsinnige Aussage, devoter Maso, der er gewesen ist.

    Zu #48 @ursus, jo, ne? Wobei, okay, theoretisch könnten Training und Körpergefühl ja schon miteinander zu tun haben.
    Als wer, der*die selbst einigermaßen körperbezogen diskriminiert wird, interessierte mich von daher auch eher so der Gedanke an Sexqualität, Körperwahrnehmung, Gefühl füreinander (gegenseitig). Ich hab ja meine Nische gefunden, mit meiner Schreiberei, in der Sexualität so vorkommt, wie ich mir die vorstelle. In der Realität mit anderen Menschen generell undenkbar, weil viel zu wenig mit rein-raus-Sportaktivitäten verbunden, und auch den Heten gilt ja im Wesentlichen das als "richtiger" Sex, im Gegensatz zu kinky Kram oder, sagen wir mal, bewusstem Körper-Erleben. Ich mein, wir leben in einer Welt, in der es bei Lesben erst als Sex zählt, wenn mindestens ein Dildo im Spiel ist, alles andere wird dir beigebracht als "Vorspiel", diese Geschichte, die möglichst zügig abzuarbeiten und hinter sich zu bringen sei, weil so richtig zähle eh erst das, was danach kommt.
    Wer da Spaß dran hat, das so zu praktizierem, dem*der sei das unbenommen. Aber mir persönlich erscheint das so als einigermaßen, na, sagen wir, unbefriedigend.

    Speziell bei der schwulen Szene hab ich den Eindruck, dass alles, was irgendwie mit Feinsinnigkeit verbunden wäre, oder mit Einfühlungsvermögen, und das dann evtl. noch ohne Drogen, aus Prinzip nicht erwünscht ist und keinen Platz hat. Wenn ich ne M/M-Kuschelszene schreibe, wär das insofern zwar nun schon schwul, aber für szenetauglich würd ich das niemals befinden. Erscheint mir einfach nicht als Bestandteil davon. Eher als dieses "ja, das ist so bei diesen Anfängern, oder für alles Ungeoutete außerhalb der Toilettenkabine". So heimliches Verliebtsein in den Lehrer oder Mitschüler, wo's hochgradig aufgeladen ist, wenn sich bloß die Finger mal berühren.
    Und dann hast du da diese, ich sag mal, szenetaugliche Idee von Sex, stilecht szeneschwul halt, wo du von der anderen beteiligten Person idealerweise bloß ein Körperteil durch ne Wand zu sehen bekommst, entsprechend auch gar keinen Menschen darin siehst, sondern bloß sonne Art Erfüllungsautomaten, bei dem du dir das Design gefälligst so aussuchen willst, dass es die Funktion erfüllt.
    Mehr ist das auch gar nicht, mEn, was da gesucht wird: Funktion halt.

    Auf die Spitze getrieben könnte man sagen: Wie szenetauglich ist eigentlich Sex mit dem eigenen Ehemann? Der Stilbruch fängt ja schon da an, wo man dem anderen beteiligten Menschen mehr als einmal im Leben begegnet.

    Ja, gut, vielleicht bin ich ein klein wenig sehr desillusioniert. Wenn Männer mit Männern halt genauso bescheiden umgehen, wie Hetero-Kerle es sonst hauptsächlich mit Frauen tun - nicht schön! Irgendwo hat's alles was mit der Bereitschaft zu tun, ein Gegenüber überhaupt als Mensch zu begreifen.
    Gut, schätze, das findet bei Sportlern und Twinks jetzt nun auch nicht statt - aber die taugen halt als Produkte, da isses schwierig, das so zu reflektieren bzw. wahrzunehmen. Eine Form von Wertschätzung ist in den Fällen ja da.
    Mir würd das nicht reichen.
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