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Folge der Corona-Krise

Köln-Besuch von Homo-Hasser Franklin Graham auf Frühjahr 2021 verschoben

Franklin Graham will seine Abneigung gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten wegen des Corona-Virus erst im kommenden Jahr nach Deutschland bringen.


Franklin Graham macht seit Jahren Stimmung gegen Homosexuelle, die er als Feinde der Christen beschimpft (Bild: Matt Johnson / flickr)

Die euphemistisch genannte Evangelisationsveranstaltung "Festival of Hope" mit dem LGBTI-feindlichen Prediger Franklin Graham soll erst im Frühjahr 2021 in Köln stattfinden. Das gaben die Organisatoren am Donnerstagabend bekannt. Eigentlich war die Veranstaltung für den 20. Juni diesen Jahres in der Lanxess Arena geplant, in Deutschlands größter Multifunktionshalle. LGBTI-Aktivisten hatten bislang erfolglos an die Arena-Leitung appelliert, das Event abzusagen (queer.de berichtete).

"Aufgrund der Corona-Maßnahmen sind alle Großveranstaltungen zunächst einmal bis zum 31. August untersagt", erklärten die Veranstalter auf Facebook. Graham wird mit den Worten zitiert: "Nach viel Gebet und Austausch, haben wir auf Grund der globalen Coronavirus-Pandemie beschlossen, das Festival of Hope in Köln zu verschieben. Wir wollen nicht in Furcht leben, aber wir sind aufgefordert weise zu handeln, deswegen haben wir das evangelistische Event auf Frühling 2021 verschoben. Sobald die Details feststehen, wird ein offizielles Datum bekanntgegeben."

? Festival of Hope Köln | verschoben Aufgrund der Corona-Maßnahmen sind alle Großveranstaltungen zunächst einmal bis…

Gepostet von Festival of Hope Köln am Donnerstag, 16. April 2020
Facebook / Festival of Hope Köln

Graham: "Ich bin nicht homophob", aber Leute sind Sünder

Unterdessen behauptete Graham unwidersprochen im konservativen Meinungskanal "Fox News Channel", dass er nichts gegen Schwule und Lesben habe: "Ich bin nicht homophob, und ich gehe mit Sicherheit nicht durch die Welt, um auf Menschen einzuschlagen, die homosexuell sein könnten. Ich glaube, dass Gott uns alle liebt. Er hat uns alle erschaffen, aber wir sind auch Sünder und unsere Sünden trennen uns von Gott", so der evangelikale 67-Jährige am Dienstag. "Ich will, dass Homosexuelle die Wahrheit kennen, nämlich dass Gott sie liebt."


Der Fox News Channel macht in seiner Einblendung deutlich, dass man Graham als Opfer sieht: "Die Linke attackiert christliche Gruppe, die ein Feld-Hospital in New York City betreibt"

In den letzten Jahren hatte Graham aus seiner Missbilligung gegenüber queeren Menschen indes nie ein Geheimnis gemacht. So warb er wiederholt für Homo-"Heilung" und lobte unter anderem das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda". Homosexuelle sind seiner Meinung nach so lange "Feinde" von Christen, solange sie ihre sexuelle Orientierung nicht "bereuen". Erst vor wenigen Tagen verglich er Schwule und Lesben mit Junkies (queer.de berichtete).

Zuletzt wurde kritisiert, dass Graham sich während der Corona-Krise zwar als Helfer aufspielt, indem er ein Zelt-Krankenhaus im vom Virus besonders betroffenen New York City errichtet, aber gleichzeitig nur Ärzte und Krankenpfleger akzeptiert, die ihm schriftlich ihre Abneigung gegen die Akzeptanz von Homo- und Transsexuellen bestätigen (queer.de berichtete). LGBTI-Aktivisten fürchten, dass in der mit 68 Betten ausgestattetenen Einrichtung im Central Park homosexuelle Patienten benachteiligt werden, was im Extremfall zu ihrem Tod führen könne. Am Dienstag fand dazu eine Protestveranstaltung von der LGBTI-Organisation "Reclaim Pride Coalition" in der Nähe des Feld-Hospitals statt. (dk)

New York City, April 14, 2020 #HealthNotHate ? The COVID-19 Response Working Group of the Reclaim Pride Coalition (RPC),…

Gepostet von Reclaim Pride Coalition am Mittwoch, 15. April 2020
Facebook / Reclaim Pride Coalition



#1 FliegenAnonym
  • 17.04.2020, 08:56h
  • ...wäre geil wenn die Kölner gleichzeitig den CSD abhalten und feiern würden :-)
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#2 YannickAnonym
  • 17.04.2020, 11:14h
  • Wieso hat man diese Gelegenheit nicht genutzt, das endgültig abzusagen und mit Verweis auf Terminschwierigkeiten keinen neuen Termin anzubieten?

    Stattdessen verschiebt man das nur.

    Wenn der Lanxess-Arena das bisschen zusätzlicher Profit wichtiger ist als bei Hass und Hetze eine Grenze zu setzen, dann sollten wir denen vielleicht zeigen, dass sowas ganz schnell nach hinten losgeht. Wir sollten die Lanxess-Arena und alle dort stattfindenden Veranstaltungen boykottieren.

    Was bei Barilla funktioniert hat, kann auch da funktionieren.
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#3 ErsoyAnonym
#4 Carsten ACAnonym
  • 17.04.2020, 13:10h
  • Es wird höchste Zeit, dass es in Deutschland endlich Gesetze gibt, die Hetze unter Strafe stellen, um solche Auftritte, aber auch Auftritte von Hass-Sängern, etc. wirksam verhindern zu können.

    Mir wäre es auch lieber, wenn nicht immer alles der Staat regeln müsste. Aber wenn es nun mal auch immer Veranstalter gibt, die skrupellos mit allem Kohle machen wollen und keinerlei Ethik erkennen lassen, dann muss man das halt gesetzlich regeln.
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#5 Julian SAnonym
  • 17.04.2020, 16:19h
  • " [...] in der Lanxess Arena geplant, in Deutschlands größter Multifunktionshalle. LGBTI-Aktivisten hatten bislang erfolglos an die Arena-Leitung appelliert, das Event abzusagen"

    Damit hat die Lanxess Arena ganz deutlich klar gemacht, auf welcher Seite sie stehen. Man kann nicht so tun, als würde man nur die Location vermieten und hätte nichts mit den Inhalten zu tun, denen man ein Forum bietet.

    Jetzt sollte sich aber auch der namengebende Konzern Lanxess überlegen, ob sie weiterhin Sponsor so einer Location sein wollen. Oder stecken die gar dahinter?

    Ich will auf jeden Fall nicht noch mal für irgendeine Veranstaltung in eine Location gehen, wo solchen Positionen ein Forum geboten wird.
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#6 Julian SAnonym
  • 17.04.2020, 16:21h
  • Antwort auf #4 von Carsten AC
  • Ja, wenn in Deutschland immer wieder die Geldgier größer ist als das Gewissen (wie man ja auch immer wieder bei diesen jamaikanischen Hass-Sängern sieht), dann muss eben der Staat aktiv werden.

    Freiheitsrechte wie die Redefreiheit finden ihre Grenzen immer dort, wo die Freiheitsrechte anderer eingeschränkt werden. Ansonsten wäre es Anarchie mit dem Recht des Stärkeren. Und genau das ist hier der Fall.
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#7 Homonklin_NZAnonym
  • 17.04.2020, 17:03h
  • Ich verstehe ja nicht mal, dass man den Hoschi mit dem Hintergrund an menschenfeindlichen Äußerungen überhaupt einreisen lässt. Da gab es doch diesen anderen Knilch, über den hier auch irgendwo berichtet wurde, der etwa nach UK gar nicht erst rein kam, weil er irgend so einer Radikalenreligiotie angehört.

    Eigentlich müssten da Unterschriften gesammelt werden, damit die von der Stadt einen Ton dazu machen.

    Lustig ist ja, dass er vor Corona anscheinend doch Muffe hat. Hat sicheer mit seinem "Gott" telefoniert, und der meinte, wenn er sich ein Coronavirus einfängt, wird er schwul. Das würde ihn in eine andere Sünderkategorie stellen. Scheint ja weitaus schlimmer zu sein, als wenn man Klamotten aus Mischgewebe trägt oder öffentlich keinen Stier verkokeln lassen will.
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#8 GerritAnonym
  • 17.04.2020, 17:19h
  • Antwort auf #7 von Homonklin_NZ
  • " Da gab es doch diesen anderen Knilch, [...] der etwa nach UK gar nicht erst rein kam, weil er irgend so einer Radikalenreligiotie angehört."

    Tja, in England achtet man halt darauf, solche Hetzer erst gar nicht ins Land zu lassen. In Deutschland ist das der Politik egal, wer hier seinen Hass verbreitet. Das sieht man ja immer wieder.
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#9 TimonAnonym
  • 17.04.2020, 19:12h
  • Ich finde es unerträglich, dass solchen Leuten in Deutschland ein Forum geboten wird. Ausgerechnet Deutschland sollte doch aus der Geschichte lernen und keiner Form von Hass und Demagogie eine Bühne bieten.

    Aber sobald es um Religion geht (oder das, was manche Leute daraus machen) kuscht man in Deutschland.
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#10 kuesschen11Profil
  • 17.04.2020, 21:39hFrankfurt
  • Jede Veranstaltung, die in der Öffentlichkeit darauf abzielt, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufzubauen und Hass zu streuen, sollte hier in Deutschland unterbunden und boykottiert werden.

    Diese Events stören den Weltfrieden.

    Es ist unglaublich, was Evangelikale sich durch ihre Religion erlauben.

    Dieser Religions-zerfressene Typ heuchelt vor, er sei nicht homophob. Er ist es aber mit seinem totalitären Weltbild, in dem er Menschen diskriminiert und öffentlich diffamiert.

    Deutschland braucht ein LGBTTIQ-Schutzgesetz. Dringend.

    Warum hat Religion da ein Vorrecht für menschenunwürdige Hetze?!
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