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Folge der Corona-Krise

Köln-Besuch von Homo-Hasser Franklin Graham auf Frühjahr 2021 verschoben

Franklin Graham will seine Abneigung gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten wegen des Corona-Virus erst im kommenden Jahr nach Deutschland bringen.


Franklin Graham macht seit Jahren Stimmung gegen Homo­sexuelle, die er als Feinde der Christen beschimpft (Bild: Matt Johnson / flickr)

  • 17. April 2020, 06:38h 14 2 Min.

Die euphemistisch genannte Evangelisationsveranstaltung "Festival of Hope" mit dem LGBTI-feindlichen Prediger Franklin Graham soll erst im Frühjahr 2021 in Köln stattfinden. Das gaben die Organisatoren am Donnerstagabend bekannt. Eigentlich war die Veranstaltung für den 20. Juni diesen Jahres in der Lanxess Arena geplant, in Deutschlands größter Multifunktionshalle. LGBTI-Aktivisten hatten bislang erfolglos an die Arena-Leitung appelliert, das Event abzusagen (queer.de berichtete).

"Aufgrund der Corona-Maßnahmen sind alle Großveranstaltungen zunächst einmal bis zum 31. August untersagt", erklärten die Veranstalter auf Facebook. Graham wird mit den Worten zitiert: "Nach viel Gebet und Austausch, haben wir auf Grund der globalen Coronavirus-Pandemie beschlossen, das Festival of Hope in Köln zu verschieben. Wir wollen nicht in Furcht leben, aber wir sind aufgefordert weise zu handeln, deswegen haben wir das evangelistische Event auf Frühling 2021 verschoben. Sobald die Details feststehen, wird ein offizielles Datum bekanntgegeben."

? Festival of Hope Köln | verschoben Aufgrund der Corona-Maßnahmen sind alle Großveranstaltungen zunächst einmal bis…

Gepostet von Festival of Hope Köln am Donnerstag, 16. April 2020
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Graham: "Ich bin nicht homophob", aber Leute sind Sünder

Unterdessen behauptete Graham unwidersprochen im konservativen Meinungskanal "Fox News Channel", dass er nichts gegen Schwule und Lesben habe: "Ich bin nicht homophob, und ich gehe mit Sicherheit nicht durch die Welt, um auf Menschen einzuschlagen, die homosexuell sein könnten. Ich glaube, dass Gott uns alle liebt. Er hat uns alle erschaffen, aber wir sind auch Sünder und unsere Sünden trennen uns von Gott", so der evangelikale 67-Jährige am Dienstag. "Ich will, dass Homosexuelle die Wahrheit kennen, nämlich dass Gott sie liebt."


Der Fox News Channel macht in seiner Einblendung deutlich, dass man Graham als Opfer sieht: "Die Linke attackiert christliche Gruppe, die ein Feld-Hospital in New York City betreibt"

In den letzten Jahren hatte Graham aus seiner Missbilligung gegenüber queeren Menschen indes nie ein Geheimnis gemacht. So warb er wiederholt für Homo-"Heilung" und lobte unter anderem das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda". Homosexuelle sind seiner Meinung nach so lange "Feinde" von Christen, solange sie ihre sexuelle Orientierung nicht "bereuen". Erst vor wenigen Tagen verglich er Schwule und Lesben mit Junkies (queer.de berichtete).

Zuletzt wurde kritisiert, dass Graham sich während der Corona-Krise zwar als Helfer aufspielt, indem er ein Zelt-Krankenhaus im vom Virus besonders betroffenen New York City errichtet, aber gleichzeitig nur Ärzte und Krankenpfleger akzeptiert, die ihm schriftlich ihre Abneigung gegen die Akzeptanz von Homo- und Transsexuellen bestätigen (queer.de berichtete). LGBTI-Aktivisten fürchten, dass in der mit 68 Betten ausgestattetenen Einrichtung im Central Park homosexuelle Patienten benachteiligt werden, was im Extremfall zu ihrem Tod führen könne. Am Dienstag fand dazu eine Protestveranstaltung von der LGBTI-Organisation "Reclaim Pride Coalition" in der Nähe des Feld-Hospitals statt. (dk)

New York City, April 14, 2020 #HealthNotHate ? The COVID-19 Response Working Group of the Reclaim Pride Coalition (RPC),…

Gepostet von Reclaim Pride Coalition am Mittwoch, 15. April 2020
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#1 FliegenAnonym
  • 17.04.2020, 08:56h
  • ...wäre geil wenn die Kölner gleichzeitig den CSD abhalten und feiern würden :-)
  • Direktlink »
#2 YannickAnonym
  • 17.04.2020, 11:14h
  • Wieso hat man diese Gelegenheit nicht genutzt, das endgültig abzusagen und mit Verweis auf Terminschwierigkeiten keinen neuen Termin anzubieten?

    Stattdessen verschiebt man das nur.

    Wenn der Lanxess-Arena das bisschen zusätzlicher Profit wichtiger ist als bei Hass und Hetze eine Grenze zu setzen, dann sollten wir denen vielleicht zeigen, dass sowas ganz schnell nach hinten losgeht. Wir sollten die Lanxess-Arena und alle dort stattfindenden Veranstaltungen boykottieren.

    Was bei Barilla funktioniert hat, kann auch da funktionieren.
  • Direktlink »
#3 ErsoyAnonym