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Kölsche Gallierinnen

Hella von Sinnen und Cornelia Scheel übersetzen Asterix

"Asterix als Legionär" wird im Herbst auf Kölsch erscheinen: Zum Übersetzerinnen-Team gehören Entertainerin Hella von Sinnen und ihre Ex-Lebenspartnerin, die Präsidententochter Cornelia Scheel.


Cornelia Scheel, Vera Kettenbach und Hella von Sinnen arbeiten gemeinsam an "Asterix kütt nohm Kommiss" (Bild: Egmont Comic Collection)

Der Mundartband "Asterix kütt nohm Kommiss", die Kölsche Version von "Asterix als Legionär", wird am 5. November in einer Übersetzung von Hella von Sinnen, Cornelia Scheel und der Journalistin Vera Kettenbach erscheinen. Das gab der Verlag Egmont Ehapa Media am Freitag bekannt – und verspricht: "Nach der Lektüre von 'Asterix kütt nohm Kommiss' bleibt kein Auge trocken! Dat darf nit wohr sin!"

Bereits seit Jahrzehnten wurden Asterix-Bände in verschiedenen deutschen Mundarten veröffentlicht. Auf Kölsch ist etwa bereits "Däm Asterix singe Jung" ("Der Sohn des Asterix") und "Asterix un dat Kleo" ("Asterix und Kleopatra") erschienen.

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Der neue Band soll Anfang November erscheinen (Bild: Les Editions Albert Rene / Gosciny – Uderzo)

Mit dem Band arbeitet Hella von Sinnen, die unter anderem in der Sat.1-Show "Genial daneben" zu sehen ist, erneut mit ihrer früheren Lebensgefährtin Cornelia Scheel zusammen. Die Entertainerin, die sich als Asterix-Fan der ersten Stunde bezeichnet, war jahrelang mit der Tochter von Bundespräsident Walter Scheel (FDP) liiert.

Von Sinnen und Scheel engagierten sich auch jahrelang für LGBTI-Rechte – so waren sie die prominentesten Teilneherinnen der "Aktion Standesamt", bei der 250 lesbische und schwule Paare im August 1992 die Standesämter stürmten, um ihr Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe durchzusetzen. Es sollte aber noch neun Jahre dauern, bis endlich das Lebenspartnerschaftsgesetz zumindest eine Ehe zweiter Klasse verankerte – und bis zur Ehe-Öffnung vergingen insgesamt mehr als 25 Jahre.

Ende 2015 gaben von Sinnen und Scheel bekannt, dass sie ihre private Beziehung beendet hätten (queer.de berichtete). Damals erklärten sie aber auch, sie seien nach wie vor befreundet und würden auch weiterhin beruflich zusammenarbeiten.

Mitübersetzerin Kettenbach ist seit 2002 als freie Mitarbeiterin beim Westdeutschen Rundfunk tätig. Dazu war sie unter anderem für eine PR-Agentur und für die Kölner Kultband "Höhner" tätig. (pm/cw)

"Asterix kütt nohm Kommiss"

ISBN: 978-3-7704-4115-0, 14,00 Euro. Erscheint ab dem 5. November im Handel


#1 YannickAnonym
  • 17.04.2020, 11:45h
  • Alles, was die Vielfalt regionaler Mundarten fördert und sie nicht in Vergessenheit geraten lässt, ist gut.

    Ich frage mich nur, ob Hella von Sinnen und Cornelia Scheel wirklich wegen ihrer Expertise beim Übersetzen ins Kölsche genommen wurden oder eher wegen des Werbeeffekts. Es gibt doch sicher bei Mundartvereinen noch Leute, die noch Ausdrücke kennen, die diese beiden gar nicht kennen. Oder die auch mal einen treffenderen Ausdruck finden.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 17.04.2020, 12:08h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • Hella kommt aus Gummersbach, da kann frau/man skeptisch sein.

    Witzig ist ja, dass die Ubier als Ur-Kölsche genau das Gegenteil gemacht haben wie Asterix und sein Dorf.

    Die haben sich bereitwillig für die Römer und gegen die anderen Germanen entschieden.

    Zivilisation statt identitäre Ideologie.

    Immer gut.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 17.04.2020, 13:08h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • Ich muss gestehen, dass auch mein erster Gedanke war, ob das nicht eher eine Marketing-Aktion als eine Sachentscheidung ist.

    Ich will gar nicht ausschließen, dass die beiden auch mal was vom Kölschen Dialekt mitbekommen. Aber ob die wirklich damit aufgewachsen sind (Scheel als Tochter des Bundespräsidenten, von Sinnen aus dem Bergischen, an der Grenze zum Sauerland) wage ich mal zu bezweifeln. Und ob die das auch noch regelmäßig aktiv sprechen, wage ich noch viel mehr zu bezweifeln. Denn die beiden sind bisher nicht gerade durch aktive Dialket-Pflege bekannt geworden.

    Ich habe in meiner Kindheit und Jugend auch einiges vom Aachener Dialekt "Öcher Platt" mitbekommen und kann vieles verstehen. Aber rezeptive Sprachkompetenz ist halt keine aktive Sprachkompetenz und ich würde mir nie zutrauen, etwas professionell zu übersetzen. Da hätte ich immer Angst, dass die Worte doch nicht treffend wären oder die grammatischen Strukturen bemüht oder gar falsch klingen würden.
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#4 Nk231Anonym