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Premiere bei Vox

"Prince Charming" startet mit durchschnittlichen Quoten

Bei der ersten Folge von "Prince Charming" im Free-TV ist quotenmäßig noch Raum nach oben. In sozialen Netzwerken gab es viele Diskussionen über die schwule Datingshow.


Der "Märchenprinz" hat die Auswahl unter 20 Männern (Bild: TVNOW)

Die erste Folge der Realityserie "Prince Charming" haben nach den offiziellen Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung am Montagabend um 22.10 Uhr insgesamt 780.000 Menschen bei Vox gesehen. Das entspricht einem Marktanteil von 3,7 Prozent (Durchschnitt Vox am Montag: 4,6 Prozent).

In der für die RTL-Sender werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen schalteten 630.000 Leute in Deutschland ihren Fernseher an. Der Marktanteil lag hier bei verbesserungsfähigen 5,7 Prozent. Immerhin: Bei den 14- bis 49-Jährigen konnte die Show mit einem Marktanteil von 7,5 Prozent fast den Vox-Durchschnitt vom Montag erreichen (7,6 Prozent). Das Medienmagazin DWDL bezeichnete den Einstand in der eingeengten Zielgruppe als "grundsolide", da die Show schon seit Monaten im RTL-Streamingportal TVNOW (kostenpflichtig) abgerufen werden kann.

"Prince Charming" war damit am Montag die viertmeistgesehene Sendung im Kölner Privatsender. Erfolgreicher waren die Premierenfolge von "First Dates Hotel" um 20.15 Uhr mit 1,44 Millionen Zuschauer*innen, gefolgt von "Das perfekte Dinner" um 19.00 Uhr mit 1,09 Millionen Zuschauer*innen und die wochentägliche Folge von "First Dates" um 18.00 Uhr, bei der 830.000 Menschen einschalteten.

Twitter / VOXde | Vox bewarb die Show auch auf Twitter

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Vox zeigt "Prince Charming" nur in Zweitauswertung

Alle Folgen des ersten schwule Datingformats in einem Mainstreamsender waren bereits zwischen Oktober und Dezember bei TVNOW veröffentlicht worden. Es gibt allerdings keine offiziellen Zahlen, wie viele Menschen dort eingeschaltet haben.

Während die Show auf Vox lief, diskutierten viele Nutzer*innen in sozialen Netzwerken mit, insbesondere auf Twitter. Kritisiert wurde dabei unter anderem die Auswahl der Kandidaten ("es gibt auch Männer mit Bauch, es gibt auch Männer mit Glatze"), die aber von anderen gelobt wurde ("die Kandidaten wirken insgesamt schon ein Stück weit intelligenter und selbstironischer als die Frauen beim Bachelor"). Auf Kritik stieß unter anderem auch, dass die Show nicht zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird.



Beim vergangenen Sommer gedrehten Datingformat kämpfen 20 attraktive Single-Männer an der Küste Griechenlands um das Herz des 28-jährigen Nicolas Puschmann – ähnlich wie bei den heterosexuellen RTL-Kuppelshows "Der Bachelor" oder "Die Bachelorette". Die Sendung entwickelte sich für TVNOW zum Überraschungsliebling der TV-Kritiker. Sie wurde sogar mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet (queer.de berichtete). Laut der Jury sei die Show "nicht nur tolle, emotionale Fernsehunterhaltung", sondern "auch eine neue Art von Märchen". Angesichts des überschwänglichen Lobes bestellte TVNOW bereits eine zweite Staffel, bevor die erste Staffel überhaupt vollständig gezeigt worden war (queer.de berichtete). (dk)



#1 TimonAnonym
  • 21.04.2020, 10:06h
  • Naja, wer es unbedingt sehen wollte, hat es schon online gesehen. Und jetzt gucken dann oft nur Leute die dabei hängen bleiben. Natürlich ist dann die Quote nicht sensationell.

    Ich hoffe aber dennoch, dass die Quoten noch steigen.
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#2 OlliAnonym
  • 21.04.2020, 10:12h
  • Und? Klischeeschwuppen en mass und irgendwann startet der erwartbare Zickenkrieg, mit Tränen, Ausrastern, Beschuldigungen, Versöhnungsknutschern... , nur dass sich diesmal Kerle in die Wolle bekommen und nicht überkandidelte Tussen. Und sicher gehts dann für den einen oder anderen Typen via Promidinner entweder ins Dschungelcamp oder in den Big Brother Container. Warum sollte ein Format, in dem nur die sexuelle Identität der Teilnehmenden ausgetauscht wird, höhere Quoten bringen, als die extrem unterirdische heterosexuelle Variante?

    Ein Gutes hat es jedoch: offensichtlich taugt Homosexualität nicht mehr zum Voyeurismus. Soll heißen, es interessiert niemanden mehr, wie Du liebst. Und das ist gut so. Der Boulevard bekommt sein Futter und wir haben unsere Ruhe und können dahin gehen, wo die richtigen Kerle sind ;)
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#3 remixbeb
  • 21.04.2020, 11:40h
  • Antwort auf #2 von Olli
  • Ich habe es mir gestern (zum ersten Mal) eine zeitlang gegeben. Aber ich muss auch sagen: Sicherlich gibt es unterschieldiche Typen, aber im Grunde scheinen sie mir doch alle aus dem selben Holz geschnitzt. Interessant finde ich davon niemanden, wirken für mich alle wie Plastik-Abziehbilder dessen, was man sich als "schwul" vorstellt. Dann wiederum ist es ja klar. Jemand, der nicht einen gewissen Darstellungsdrang hat, wird bei so einem Format sicher nicht mit machen..
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#4 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 21.04.2020, 13:33h
  • Bemerkenswert bleibt dann doch, dass vergleichbare Hetero-Formate um 20:15 Uhr laufen, währenddessen dieses Format um 22:10 Uhr läuft, offenbar, um die FSK-16-Kriterien zu erfüllen.

    Müssen wir da jetzt noch froh sein, dass das Ganze nicht mit FSK18 eingestuft wurde - denn dann wäre es erst nach 23 Uhr zu sehen?

    Offenbar herrscht nach wie vor im deutschen Fernsehen die Ansicht, man müsse die Jugend vor dem Großteil aller LGBTIQ-Inhalte schützen. Solange man so etwas nicht auch zur Prime Time sendet, braucht man sich bitte auch nicht über "nur durchschnittliche" Quoten zu beschweren.
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#5 FredericAnonym
#6 NordZuckerAnonym
  • 21.04.2020, 15:49h
  • Ich habe nach 20 Minuten abgeschaltet, irgendwie alles nur vollkommen aufgesetzt und peinlich! Das TV schafft es immer wieder uns lächerlich zu machen und die Schwulen spielen das Theater noch mit! Selbst eine Freundin die Hetero ist und sonst absolut offen fand es peinlich.Das schöne ist das es kein Quotenrenner wird und es vielen wohl langsam alles überdrüssig wird...
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#7 WindheimerAnonym
  • 21.04.2020, 17:15h
  • Antwort auf #6 von NordZucker
  • Ja...mir ging es ähnlich.....ich finde da keinen Unterschied zu Bacholor u.ä.
    Und es sind halt eher Typen dabei, die wie in einem anderen Kommentar oben bereits erwähnt, es eh aus anderen Gründen machen.
    Was ja auch dann mit dem "Sieger" zu Tage kommt.
    Aber letztendlich interessiert,das am Ende in 5 Monaten eh Niemanden mehr ,ausser RTL oder Sat1 für Ihre anderen Sendeformate.
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#8 PascaleAnonym
#9 seb1983
  • 21.04.2020, 19:06h
  • Antwort auf #7 von Windheimer
  • Es ist doch zu vermuten dass bei den ganzen "scripted reality" Formaten das immer gleiche Autorenteam dahinter steckt. Daher dürften sich die Ergebnisse ähneln, egal ob man nun auf der Alm, einer einsamen Insel oder einem Bauernhof gedreht wird, egal ob die Kandidaten etwas anhaben oder nicht, irgendwie einmal prominent waren oder nicht, oder eben schwul sind oder nicht.

    Nebenbei vermute ich bei den Einschaltquoten inzwischen eine gigantische Lücke zwischen Realität und angegebenen Werten. Man versucht zwar Youtube und zeitversetztes Fernsehen mit einzubeziehen, aber die großen Streaming Anbietet wie Netflix, Amazon und Maxdome werden NICHT erfasst.
    Bei älteren Zuschauern fällt das eher weniger stark ins Gewicht, bei jüngeren dürfte es große Verzerrungen geben.

    Jüngstes Beispiel: der Netflix Hit "Haus des Geldes".
    Kennt bei meinen Freunden zumindest jeder auch wenn er es nicht guckt, meine Eltern haben noch nie davon gehört.
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#10 WindheimerAnonym