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Corona-Bestimmungen

Deutsche Polizei wollte Conchita Wurst nicht einreisen lassen

Am Dienstagabend verstärkte die österreichische ESC-Siegerin das Rateteam der ProSieben-Show "The Masked Singer". Beinahe hätte sie das Engagement in Köln jedoch verpasst.


Gezielte Schikane oder Unwissenheit? Conchita Wurst wurde am Flughafen Düsseldorf über fünf Stunden festgehalten (Bild: ProSieben / Martin Ehleben)

Peinlicher Zwischenfall am Flughafen Düsseldorf: Die Bundespolizei wollte am Montagabend die österreichische Künstlerin Conchita Wurst nicht nach Deutschland einreisen lassen und hielt sie über fünf Stunden lang im Transitbereich des Airports fest. Die ESC-Siegerin war aus Wien nach Düsseldorf geflogen, weil sie am Dienstag als Rategast in der ProSieben-Liveshow "The Masked Singer" auftreten sollte (queer.de berichtete).

Die Beamten begründeten die Einreiseverweigerung laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung mit den neuen Corona-Bestimmungen, die aus ihrer Sicht nur Berufspendler*innen einen Grenzübertritt erlaubten. Den Vertrag mit ProSieben, den Conchita als Beweis für ihr Engagement vorlegte, wollten sie demnach nicht akzeptieren. Der queeren Künstlerin und ihrem Begleiter drohten die Übernachtung in Polizeigewahrsam und die Abschiebung nach Wien am nächsten Tag.

Die Polizisten kannten die Rechtslage nicht


Conchita Wurst trug zu Beginn von "The Masked Singer" selbst eine Maske (Bild: Screenshot ProSieben)

Erst kurz vor Mitternacht kam die Wende: Nach heftigem Protest von Conchita Wurst wurden die Beamten am Flughafen vom Bundespolizeipräsidium über die Rechtslage aufgeklärt. "Grenzüberschreitendes Reisen aus berufsbedingten Gründen oder zur Ausübung einer Berufstätigkeit zur Durchführung von Vertragsleistungen bleibt – unabhängig von der Staatsangehörigkeit – zulässig", heißt es eindeutig auf der Homepage des Bundesinnenministeriums. Die 31-Jährige durfte schließlich doch noch einreisen.

Vom Flughafen Düsseldorf fuhr Conchita Wurst direkt in ihr Hotel in Köln. Eine Stellungnahme zum Vorfall wollte sie nicht abgeben. Zum Halbfinale von "The Masked Singer" am Dienstagabend kam sie pünktlich.

Wurst ist derzeit häufiger auf ProSieben zu sehen: Nachdem sie in der umstrittenen "Drag Race"-Kopie "Queen of Drags" als Dauerjurorin zu sehen war, soll sie am 16. Mai neben Steven Gätjen den "Free Eurovision Song Contest" moderieren (queer.de berichtete). Die aus Köln übertragene Show ist eine Konkurrenzveranstaltung zur parallel ausgestrahlten Corona-Ersatzsendung der Europäischen Rundfunkunion für den Eurovision Song Contest (queer.de berichtete). (cw)



#1 LollipopAnonym
#2 Ralph
  • 22.04.2020, 09:46h
  • Antwort auf #1 von Lollipop
  • Wahrscheinlich wurde untergeordneten Beamten vorgegeben, Berufspendler sind Leute, die z.B. in Linz wohnen und täglich nach Passau fahren zur Arbeit. Peinlicher Vorfall, aber man sollte das jetzt in der Krise, wo viel schlimmere Fehler gemacht wurden und werden, auch nicht allzu hoch aufkochen.
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#3 remixbeb
#4 KnuffelAnonym
  • 22.04.2020, 11:03h
  • Warum musste Conchita eigentlich nicht direkt nach der Einreise 2 Wochen in Quarantäne?
    Wo gelten die Regeln nicht für jeden?
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#5 PendlerAnonym
#6 Readers DigestAnonym
  • 22.04.2020, 17:38h
  • Antwort auf #4 von Knuffel
  • Es hat sich allgemein bewährt, einen Artikel zu lesen, bevor man ihn "kommentiert".

    Im Artikel heißt es eindeutig:

    >>"Grenzüberschreitendes Reisen aus berufsbedingten Gründen oder zur Ausübung einer Berufstätigkeit zur Durchführung von Vertragsleistungen bleibt unabhängig von der Staatsangehörigkeit zulässig", heißt es eindeutig auf der Homepage des Bundesinnenministeriums.<<
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#7 TuckDavisProfil
  • 23.04.2020, 08:36hMainz
  • Das ist wirklich ärgerlich gewesen für Conchita - bei dem aktuellen Rechtslage-Chaos ist allerdings das einzige was mich wundert, der Nebensatz, mit dem Hotel.

    Bislang waren alle Hotels, an denen ich vorbei komme geschlossen.
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#8 FredericAnonym