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Philipp Tanzer alias Logan McCree

German Mr. Leather 2004 ist jetzt ein "Männerrechtsaktivist"

Der frühere Pornostar setzt sich heutzutage für eine seiner Meinung nach besonders unterdrückte Gruppe ein: den gemeinen Mann. Philipp Tanzer ist nun Star einer neuen BBC-Dokumentation.


In der Welt von Philipp Tanzer unterdrücken starke Frauen arme wehrlose Männer (Bild: BBC)

Philipp Tanzer war einmal ein gefeierter Aktivist und schwuler Pornostar – heute treibt er sich lieber unter Anti-Feministen herum. In einer neuen, teilweise etwas unkritischen Dokumentation der britischen BBC wird dem reaktionären Aktivisten viel Platz für seine Thesen eingeräumt.

Alleine die sechsminütige Vorschau reicht für eine Riesenladung Fremdschämgefühle aus. Kurz zusammenfasst behauptet der seit acht Jahren in Großbritannien lebende Tanzer, dass die Gesellschaft bei "Männerfragen" weghören würde und das "starke Geschlecht" diskriminiere. "Als Mann fühlt es sich im Moment so an, dass alles, was wir tun, nicht ausreicht oder falsch ist", klagt der 42-Jährige.


Als Logan McCree verzauberte Tanzer vor einem Jahrzehnt viele pornoaffine Schwule (Bild: Raging Stallion)

Als Beispiel für seine Behauptung sagt er, dass "fast alle" seiner Bundeswehr-Kameraden ihre Kinder im Sorgerechtsstreit gegen ihre Frauen verloren hätten. Er stellt auch das Frauenwahlrecht infrage, schließlich leiste das weibliche Geschlecht oft keinen Wehrdienst ab.

Tanzer unter Frauenhassern in Chicago

Die Doku-Macher begleiten Tanzer auch beim Besuch der "International Conference on Men's Issues", die im Herbst 2019 in Chicago stattfand. Dort wird etwa verbreitet, dass Männer eher Opfer von häuslicher Gewalt seien als Frauen. Tanzer stellt auf Nachfrage offenbar aus Prinzip die offiziellen Statistiken zur Gewalt gegen Frauen ebenfalls in Frage.

Die Konferenz war eine sehr dubiose Veranstaltung. Sie wurde etwa von der Organisation "A Voice For Men" mitorganisiert, die von der US-Bürgerrechtsorganisation SPLC als "Hassgruppe" eingestuft wird. Einer der "A Voice for Men"-Anführer behauptet laut SPLC, Männer seien heutzutage "Schuldknechte in einem bösartigen Matriarchat".


Auf Twitter provoziert Tanzer gerne mit den in sozialen Netzwerken üblichen Methoden


LGBT-Aufklärung an Schulen ist für Tanzer "Indoktrinierung" – bei diesem und anderen Themen nutzt der 42-Jährige gerne die Sprache und Argumente von Rechtspopulisten

Tanzer war einst sehr populär in der schwulen Community: Der gebürtige Pforzheimer gewann 2004 als damals 26-Jähriger den Titel Mr. German Leather (queer.de berichtete). Später legte er als DJ Krieger Platten auf und landete beim US-Pornolabel "Raging Stallion". Unter dem Pornonamen Logan McCree wirkte in insgesamt mehr als zwei Dutzend einschlägigen Filmen mit.

Er feierte in dieser Branche große Erfolge: So erhielt der Darsteller 2009 bei den "GayVN Awards" Preise als "Best Performer of the Year" sowie für die beste Sexszene und den besten Dreier. Ein Jahr später konnte er für seine Rolle in "The Visitor" den Preis als bester Darsteller gewinnen. Er wurde zudem mit mehreren "Grabby Awards" und einem "XBiz Award" ausgezeichnet.

Heute wohnt Tanzer im Dorf Durness in den nordwestlichen Highlands von Schottland und arbeitet als Friseur und Masseur.

Direktlink | Die gesamte Doku über Tanzer ansehen (auf Englisch)



#1 MGTOWAnonym
  • 22.04.2020, 13:37h
  • Hat er ja völlig Recht. Versuch mal als Mann beim Familiengericht und Jugendamt das gemeinsame Sorgerecht durchzusetzen; die sind immer auf Seite der Kindsmutter. Da spreche ich leider aus Erfahrung
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#2 IrrtumAnonym
  • 22.04.2020, 13:51h
  • Dieser Beitrag ist völlig einseitig. Sind Männerrechtsaktivisten häufig dubiöse Typen? Kann sein. Diskriminierung von Männern ist trotzdem allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Jungs haben schlechtere Noten in der Schule, weil die Unterrichtsmethoden hauptsächlich auf Mädchen zugeschnitten sind. Männer verlieren fast alle Sorgerechtsstreits, sind häufiger obdachlos, häufiger Opfer von Gewaltverbrechen, sterben 7 Jahre früher, begehen häufiger Suizid etc
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#3 BePrideAnonym
#4 GirlygirlProfil
  • 22.04.2020, 14:36hKS
  • Daran sieht man, dass Misogynie nicht nur ein Thema für Hetero Männer ist. Jede/r kann frauenfeindlich sein, sogar Frauen. Ich finde die Argumentation des Mannes an den Haaren herbeigezogen, da werden nicht nur Kausalität und Folgen vertauscht, sondern auch schlicht Falschinformationen verbreitet.
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#5 RuferInDerWueste
  • 22.04.2020, 15:30h
  • Ich habe Philipp damals als amtierenden German Mr. Leather persönlich kennengelernt und mich länger mit ihm unterhalten. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber er zeigte teils total widersprüchliche Verhaltensweisen und erzählte mir, dass er "nicht von dieser Welt" sei. Ich empfand ihn damals als sehr liebenswürdig und nett, auch sehr sexy, aber auch als, SEHR gelinde gesagt, reichlich "seltsam".

    Dass er nun noch sehr viel weiter in Richtung "für mich nicht mehr wirklich nachvollziehbar" gedriftet ist, wundert mich kein bisschen.

    Ich wünsche ihm persönlich alles Gute. Aber möge er doch bitte alle Feminist_innen in Ruhe lassen.
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#6 NickAnonym
  • 22.04.2020, 16:28h
  • Antwort auf #2 von Irrtum
  • Das ganze auf Diskrimminierung zu schieben ist faktisch aber falsch.
    Erstens zur Obdachlosigkeit: Der erfasste Anteil Männer in der Obdachlosigkeit ist höher, das stimmt. Dennoch sind Frauen die viel stärker gefährdete Gruppe. Ihre Obdachlosigkeit ist einfach unsichbarer. Da es auf der Straße zu gefährlich ist, leben sie viel häufiger bei Bekannten. Hier werden sie oft sexuell und emotional ausgebeutet. Wohnheime und Notschlafstellen sind fast nur auf Männer zugeschnitten. In gemischten Unterkünften werden Frauen oft Opfer sexueller Gewalt oder schnell beklaut. Die Plätze in Unterkünfte für Frauen sind rar, da diese wesentlich kleiner sind.
    Beim Suizid sind Männern wesentlich stärker betroffen als Frauen, das stimmt auch. In manchen Ländern sogar fünf mal mehr als Frauen. Wo liegt hier das Problem? Den meisten Suiziden liegt die Depression als Vorerkrankung zu grunde. Obwohl Männer weit aus häufiger Suizid begehen, sind es Frauen, die eher eine psychologische Therapie und Behandlung einer Depression machen. Männer suchen sich also keine Hilfe. In dem Beispiel würde Diskrimminierung bedeuten, dass Frauen strukturell eher eine Therapie verschrieben bekommen als Männer, dass liegt aber nicht vor. Männer geraten besonders beim Verlust der Frau als emotionale Stütze in Depressionen, beim Verlust des Jobs und das Risiko des Suizids steigt ab dem 65. Lebensjahr. Also wenn man Schwächer wird, nicht mehr arbeitet und auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Hier liegt der Grund ganz einfach im vorherschenden Bild von Männlichkeit, an dem kaum gerüttelt wird. Überigens erst recht nicht von den Männer-Rechtlern. Alleine das In Frage stellen des Frauen-Wahlrechts zeigt, wohin diese Gruppierungen wollen.
    Aus dem gleichen Grund sind Männer auch eher Opfer von Gewaltverbrechen. Der ganze Lebensstil ist einfach Selbstzerstörischer und dazu gehört es, sich in jedem Streit körperlich beweisen zu wollen.
    Haben Mädchen häufig bessere Noten? Ja. Warum? Nicht weil der Unterricht auf Mädchen zugeschnitten ist, sondern weil Mädchen einfach von klein auf angehalten werden sich anzupassen. Dieses Bild der Frau ist in vielen Erziehungsstilen noch enthalten und wird auch in Schulen weiter gelebt. Wer sich den Regeln der Schulen eher anpasst, bekommt auch bessere Noten.
    Die Entscheidungen in Sorgerechtsstreite sind Quantitative Zahlen, die so stimmen. Hier sollte man auf jeden Fall - wie auch gesamtgesellschaftlich - den Glauben verlassen, Frauen wären als einzige fähig ein Kind zu erziehen. Trotzdem ist auch die Urteilsbegründung wichtig. Da Männer häufiger in Vollzeitarbeiten und weniger Kontakt zum Kind haben als Frauen, macht es Sinn das Sorgerecht der Person zuzuschreiben, die auch die Versorgung übernimmt. Dennoch ist das der Punkt, der am ehesten eine strukturelle Benachteiligung begründet.

    Männerrechtlern geht es aber nicht um eine "Gleichberechtigung der Männer". Es geht um eine bevorzugung Heterosexueller Männer gegenüber Frauen. Das merkt man sofort an den Aussagen von Herrn Tanzer.
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#7 qwertzuiopüAnonym
  • 22.04.2020, 16:53h
  • Antwort auf #2 von Irrtum
  • Würde mich jetzt echt mal interessieren, was das für Unterrichtsmethoden sind, die auf Mädchen zugeschnitten sind! :D
    Soweit ich das gelernt habe, ist erwiesen, dass Mädchen von Lehrern häufiger für ihren Fleiß gelobt werden als für Klugheit, eben weil Lehrer Mädchen oft nicht so viel zutrauen wie Jungs. Und weil das Loben von Klugheit im Gegensatz zum ersteren wesentlich weniger positive Folgen für die Arbeitsweise hat, könnte es sein, dass Mädchen einfach fleißiger aus der Schule kommen als Jungs.

    Dass Kinder in Sorgerechtsverfahren meist den Müttern zugesprochen werden, ist natürlich heikel. Da gibt es wsh noch einiges zu verbessern in Richtung Abwechslungsmodelle usw. Wenn das Gericht allerdings gezwungen ist, sich für eins der beiden Elternteile zu entscheiden, kann ich das schon nachvollziehen, Kinder haben zu ihren Müttern in der Regel eine engere Bindung.

    Prinzipiell kann ich durchaus verstehen, dass es auch Männerrechtsaktivisten gibt, Männer werden mit Sicherheit auch auf irgendeine Weise, auf andere als Frauen, strukturell benachteiligt, aber das ist doch auch oft gerade die Folge einer von Heteronormativität geprägten Welt. Hier dürfte wohl irgendwo der Grund liegen für die höhere Suizidrate von Männern, falls es nicht die Biologie ist. Wer also "Queerideologie" verdammt, schießt sich damit vermutlich ins eigene Bein.
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#8 audeasAnonym
  • 22.04.2020, 19:14h
  • Danke für den Einsatz für die diskriminierteste Gruppe auf der Welt: weiße cis Männer. /sarcasmoff
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#9 Still_IthProfil
  • 22.04.2020, 21:29hGießen
  • Wie jetzt, ein Kerl, der stolz und befreit aufatmet, wenn er
    ""Rederechte" und Zugang zu Ressourcen auch für weiße schwule Cis-Männer neuerlich möglich gemacht (falls sie jemals ganz verschlossen waren)"?

    In anderen Worten, seine Antwort auf rhetorische Fragen wie diese hier:

    "Sieht so wirklich die Zukunft aus: dass schwule weiße Cis-Männer nur noch dann öffentlich sprechen "dürfen", wenn sie "poverty class"-Aktivisten sind und/oder vergewaltigt wurden, von einem Mann aus dem arabischen/islamischen Kulturkreis? Sind ihre Geschichten nur dann "vollwertig", wenn sie mit Nahtoderfahrungen verbunden sind?"

    lautet "lol, natürlich nicht"?

    Seltsam. Ich hab ja echt sowas von keine Ahnung, wie ein weißer, schwuler Cis-Mann auf die Idee kommen könnte, sich über derart anti-intersektionale Ansätze zu freuen. Und das so vollkommen aus dem Nichts. Sind schon erstaunliche Zeiten, in denen wir leben.

    www.queer.de/detail.php?article_id=31589
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#10 KurobaAnonym
  • 22.04.2020, 21:33h
  • Also ich gehe nicht in allen Punkten und (das ist nur eine Vermutung) nicht mit der politischen Anschauung von ihm mit, doch sehe ich durchaus, dass es Diskriminierungen oder Ungleichheiten oder wie man es auch "politisch Korrekt" ausdrücken will, gibt, die sich gegen Männer richten.

    Es ist ein Fakt, dass Männer durchaus in der Ökonomie und vorallem in den gut bezahlten Jobs wesentlich häufiger Vertreten sind als Frauen, auch in der Politik findet man verstärkt Männer, was sich zumindest im linkeren Spektrum der Politik, langsam angleicht.
    Doch erfahren Männer durchaus Missachtung und Ungerechtigkeit in Care-Arbeit. Männer über 30 müssen sich nicht selten Pädophilievorwürfe gefallen lassen, wenn diese in Kindertagesstätte arbeiten. Männer in Pflegeberufen werden nicht selten schief angesehen, weil es ja ein "weiblicher" Beruf ist. Das ist zum einen ein Problem von Frauen - weil ihnen eine bestimmte Rolle zugesprochen wird, aber eben auch ein Problem der Männer, weil ihnen eine bestimmte Rolle verwehrt wird. Männer die zurückstecken und für ihre Familie da sein wollen, also in Teilzeit gehen, verlieren sehr schnell die Karrierestiefel. Männer die in Elternzeit gehen und dies bekunden wollen, werden ausgelacht mit den Worten "Haben sie keine Frau? Sowas kann doch kein Mann." Auch Männer wollen ihre Kinder aufwachsen sehen und Zeit mit ihnen verbringen ... doch die Ökonomie will das nicht.

    Geschlechterrollen herrschen seit Jahrtausenden vor und erst seit einem Jahrhundert wird an diesen gerüttelt. Während die Frauen langsam aber stetig aus dieser Ausbrechen und empowered werden, ist das bei Männern nicht der Fall. Männer sind immernoch gefangen in dieser destruktiven Rolle und es wird Zeit, dass Menschen aufstehen und auch für die Sorgen für Männer einstehen. Damit meine ich NICHT, dass wir gegen liberalfeministinnen hetzen und Frauen minderwertig behandeln, sondern dass wir uns mal sehr sehr kritisch mit Geschlecht aussetzen.
    (Hier ist anzumerken, dass es durchaus verständlich ist, wenn Menschen und vorallem Männer gegen Radikalfeminismus wettern, da diese sehr Männerfeindlichen sind und ihnen die Schuld an allem Übel der Welt geben wollen... zwischen radikal und liberalfeminismus liegen Welten. Radikalfeministen sind das äquivalent zu Maskulinisten, wie es wohl der Herr in dem Video zu sein scheint).

    Männer werden öfter Opfer von Suizid, weil ihre Geschlechterrolle sie "zwingt", Hilfe abzulehnen. Hilfe ist Schwach, Schwach ist weiblich, weiblich ist nicht männlich. Aber Hilfe ist nicht Schwach und schwäche ist nicht weiblich. Es ist an der Zeit, dass Männer ihr Leiden und ihre Ängste ansprechen ohne als "Weichei" "Versager" oder sogar "Mysogen" beschimpft zu werden, weil ja das Viktimisieren von Männern zu einer Relativierung von Frauenproblemen führen würde. (Alles schon erlebt).

    Es wird an der Zeit, dass Männerhäuser entstehen, die Männer, welche nicht weiter wissen beraten, die ihnen Hilfe anbieten. Die sie aus emotionaler und körperlicher Misshandlung rausholen (und das passiert auch in Hetero Partnerschaften).

    Es ist verdammt schwer, die Probleme von Männern anzusprechen ohne dass es in Relativierung zur Frau gezogen wird. Wieso dürfen Männer nicht auch leiden, denn das tun sie. Von Geburt an wird uns eingetrichtert "Sei ein echter Mann, sei ein starker Mann" "Männer weinen nicht" ... Männer müssen Gefühle abspalten, dürfen keine Angst empfinden und bauen emotionen demnach nicht nach innen ab sondern nach außen, komplett gegensätzlich zum weiblichen Handlungsmodell. (Beschreibt Böhmisch sehr gut in seinen Werken über Männlichkeit). Das sorgt dafür, dass Männer eher zu Risiko und aggression neigen. Das sie nicht wissen, wie sie ab dem 35~ und 65~ Lebensjahr mit der "Midlifecrisis" umgehen müssen. Meines Wissens sind das die Jahre, in dennen die Suizidrate am höchsten ist.

    Alles in allem läuft im Geschlechtsmodell "Mann" einiges schief und es ist an der Zeit dieses Modell abzulegen. Männer und Frauen reproduzieren dieses Modell permanent, in Erziehung, in Haltung, in Anspruch (ich will einen echten Mann, keinen Softi), in Rollenbilder (vorallem Medial) und so weiter. Doch wir können nicht ausbrechen, wenn wir das nicht aussprechen können ohne gleich als "rechts" oder "Maskulinist" diskreditiert zu werden.

    Ich studiere Soziale Arbeit und spreche das in meinem Studium so oft es geht an und je öfter ich das anspreche merke ich wie sehr mir die Menschen in meinem Umfeld das Gefühl geben, ich sei ein schlechter Mensch, weil ich mich ja nicht für die Rechte der Frau sondern des Mannes einsetze... Aber ist das nicht der Sinn von Gleichberechtigung?

    Ich muss ganz ehrlich sagen, je öfter diese Themen aufploppen und je mehr ich diese relativierende Haltung gegenüber Männerprobleme erfahre, diese ablehnung dass Männer auch Opfer sein können und dass man Probleme runterspielen und mit dennen der Frau vergleicht, desto egaler werden mir die Probleme der Frau... Denn es fühlt sich einfach absolut ungerecht an, wenn man gesagt bekommt "Männer und Frauen müssen gleichberechtigt werden" aber nur die Frauen ihre Probleme aussprechen dürfen. Wir haben alle Probleme, lasst uns doch gemeinsam und gleichwertig die Probleme beider Geschlechter auflösen und nicht so mit Abwertung arbeiten.

    Ich weiß nicht, ob man es direkt Diskriminierung nennen kann, denn das wurde irgendwann mit Machtstrukturen definiert und so angepasst, dass eben Männer, weiße und Heterosexuelle nicht "Opfer von Diskriminierung" "Opfer von Rassismus" und "Opfer von Sexismus" sein können. Die Machtstrukturen spielen einfach "für sie" ... aber diese Machtstrukturen spielen halt genauso gegen sie, wenn sie nicht dem Stereotyp entsprechen... Es fehlt hierfür einfach ein Begriff, welcher eine gleiche Gewichtung wie Diskriminierung hat.
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