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Kommentare zu:
German Mr. Leather 2004 ist jetzt ein "Männerrechtsaktivist"


#1 MGTOWAnonym
  • 22.04.2020, 13:37h
  • Hat er ja völlig Recht. Versuch mal als Mann beim Familiengericht und Jugendamt das gemeinsame Sorgerecht durchzusetzen; die sind immer auf Seite der Kindsmutter. Da spreche ich leider aus Erfahrung
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#2 IrrtumAnonym
  • 22.04.2020, 13:51h
  • Dieser Beitrag ist völlig einseitig. Sind Männerrechtsaktivisten häufig dubiöse Typen? Kann sein. Diskriminierung von Männern ist trotzdem allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Jungs haben schlechtere Noten in der Schule, weil die Unterrichtsmethoden hauptsächlich auf Mädchen zugeschnitten sind. Männer verlieren fast alle Sorgerechtsstreits, sind häufiger obdachlos, häufiger Opfer von Gewaltverbrechen, sterben 7 Jahre früher, begehen häufiger Suizid etc
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#3 BePrideAnonym
#4 GirlygirlProfil
  • 22.04.2020, 14:36hKS
  • Daran sieht man, dass Misogynie nicht nur ein Thema für Hetero Männer ist. Jede/r kann frauenfeindlich sein, sogar Frauen. Ich finde die Argumentation des Mannes an den Haaren herbeigezogen, da werden nicht nur Kausalität und Folgen vertauscht, sondern auch schlicht Falschinformationen verbreitet.
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#5 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 22.04.2020, 15:30h
  • Ich habe Philipp damals als amtierenden German Mr. Leather persönlich kennengelernt und mich länger mit ihm unterhalten. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber er zeigte teils total widersprüchliche Verhaltensweisen und erzählte mir, dass er "nicht von dieser Welt" sei. Ich empfand ihn damals als sehr liebenswürdig und nett, auch sehr sexy, aber auch als, SEHR gelinde gesagt, reichlich "seltsam".

    Dass er nun noch sehr viel weiter in Richtung "für mich nicht mehr wirklich nachvollziehbar" gedriftet ist, wundert mich kein bisschen.

    Ich wünsche ihm persönlich alles Gute. Aber möge er doch bitte alle Feminist_innen in Ruhe lassen.
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#6 NickAnonym
  • 22.04.2020, 16:28h
  • Antwort auf #2 von Irrtum
  • Das ganze auf Diskrimminierung zu schieben ist faktisch aber falsch.
    Erstens zur Obdachlosigkeit: Der erfasste Anteil Männer in der Obdachlosigkeit ist höher, das stimmt. Dennoch sind Frauen die viel stärker gefährdete Gruppe. Ihre Obdachlosigkeit ist einfach unsichbarer. Da es auf der Straße zu gefährlich ist, leben sie viel häufiger bei Bekannten. Hier werden sie oft sexuell und emotional ausgebeutet. Wohnheime und Notschlafstellen sind fast nur auf Männer zugeschnitten. In gemischten Unterkünften werden Frauen oft Opfer sexueller Gewalt oder schnell beklaut. Die Plätze in Unterkünfte für Frauen sind rar, da diese wesentlich kleiner sind.
    Beim Suizid sind Männern wesentlich stärker betroffen als Frauen, das stimmt auch. In manchen Ländern sogar fünf mal mehr als Frauen. Wo liegt hier das Problem? Den meisten Suiziden liegt die Depression als Vorerkrankung zu grunde. Obwohl Männer weit aus häufiger Suizid begehen, sind es Frauen, die eher eine psychologische Therapie und Behandlung einer Depression machen. Männer suchen sich also keine Hilfe. In dem Beispiel würde Diskrimminierung bedeuten, dass Frauen strukturell eher eine Therapie verschrieben bekommen als Männer, dass liegt aber nicht vor. Männer geraten besonders beim Verlust der Frau als emotionale Stütze in Depressionen, beim Verlust des Jobs und das Risiko des Suizids steigt ab dem 65. Lebensjahr. Also wenn man Schwächer wird, nicht mehr arbeitet und auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Hier liegt der Grund ganz einfach im vorherschenden Bild von Männlichkeit, an dem kaum gerüttelt wird. Überigens erst recht nicht von den Männer-Rechtlern. Alleine das In Frage stellen des Frauen-Wahlrechts zeigt, wohin diese Gruppierungen wollen.
    Aus dem gleichen Grund sind Männer auch eher Opfer von Gewaltverbrechen. Der ganze Lebensstil ist einfach Selbstzerstörischer und dazu gehört es, sich in jedem Streit körperlich beweisen zu wollen.
    Haben Mädchen häufig bessere Noten? Ja. Warum? Nicht weil der Unterricht auf Mädchen zugeschnitten ist, sondern weil Mädchen einfach von klein auf angehalten werden sich anzupassen. Dieses Bild der Frau ist in vielen Erziehungsstilen noch enthalten und wird auch in Schulen weiter gelebt. Wer sich den Regeln der Schulen eher anpasst, bekommt auch bessere Noten.
    Die Entscheidungen in Sorgerechtsstreite sind Quantitative Zahlen, die so stimmen. Hier sollte man auf jeden Fall - wie auch gesamtgesellschaftlich - den Glauben verlassen, Frauen wären als einzige fähig ein Kind zu erziehen. Trotzdem ist auch die Urteilsbegründung wichtig. Da Männer häufiger in Vollzeitarbeiten und weniger Kontakt zum Kind haben als Frauen, macht es Sinn das Sorgerecht der Person zuzuschreiben, die auch die Versorgung übernimmt. Dennoch ist das der Punkt, der am ehesten eine strukturelle Benachteiligung begründet.

    Männerrechtlern geht es aber nicht um eine "Gleichberechtigung der Männer". Es geht um eine bevorzugung Heterosexueller Männer gegenüber Frauen. Das merkt man sofort an den Aussagen von Herrn Tanzer.
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#7 qwertzuiopüAnonym
  • 22.04.2020, 16:53h
  • Antwort auf #2 von Irrtum
  • Würde mich jetzt echt mal interessieren, was das für Unterrichtsmethoden sind, die auf Mädchen zugeschnitten sind! :D
    Soweit ich das gelernt habe, ist erwiesen, dass Mädchen von Lehrern häufiger für ihren Fleiß gelobt werden als für Klugheit, eben weil Lehrer Mädchen oft nicht so viel zutrauen wie Jungs. Und weil das Loben von Klugheit im Gegensatz zum ersteren wesentlich weniger positive Folgen für die Arbeitsweise hat, könnte es sein, dass Mädchen einfach fleißiger aus der Schule kommen als Jungs.

    Dass Kinder in Sorgerechtsverfahren meist den Müttern zugesprochen werden, ist natürlich heikel. Da gibt es wsh noch einiges zu verbessern in Richtung Abwechslungsmodelle usw. Wenn das Gericht allerdings gezwungen ist, sich für eins der beiden Elternteile zu entscheiden, kann ich das schon nachvollziehen, Kinder haben zu ihren Müttern in der Regel eine engere Bindung.

    Prinzipiell kann ich durchaus verstehen, dass es auch Männerrechtsaktivisten gibt, Männer werden mit Sicherheit auch auf irgendeine Weise, auf andere als Frauen, strukturell benachteiligt, aber das ist doch auch oft gerade die Folge einer von Heteronormativität geprägten Welt. Hier dürfte wohl irgendwo der Grund liegen für die höhere Suizidrate von Männern, falls es nicht die Biologie ist. Wer also "Queerideologie" verdammt, schießt sich damit vermutlich ins eigene Bein.
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#8 audeasAnonym
  • 22.04.2020, 19:14h
  • Danke für den Einsatz für die diskriminierteste Gruppe auf der Welt: weiße cis Männer. /sarcasmoff
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#9 Still_IthProfil
  • 22.04.2020, 21:29hHessen
  • Wie jetzt, ein Kerl, der stolz und befreit aufatmet, wenn er
    ""Rederechte" und Zugang zu Ressourcen auch für weiße schwule Cis-Männer neuerlich möglich gemacht (falls sie jemals ganz verschlossen waren)"?

    In anderen Worten, seine Antwort auf rhetorische Fragen wie diese hier:

    "Sieht so wirklich die Zukunft aus: dass schwule weiße Cis-Männer nur noch dann öffentlich sprechen "dürfen", wenn sie "poverty class"-Aktivisten sind und/oder vergewaltigt wurden, von einem Mann aus dem arabischen/islamischen Kulturkreis? Sind ihre Geschichten nur dann "vollwertig", wenn sie mit Nahtoderfahrungen verbunden sind?"

    lautet "lol, natürlich nicht"?

    Seltsam. Ich hab ja echt sowas von keine Ahnung, wie ein weißer, schwuler Cis-Mann auf die Idee kommen könnte, sich über derart anti-intersektionale Ansätze zu freuen. Und das so vollkommen aus dem Nichts. Sind schon erstaunliche Zeiten, in denen wir leben.

    www.queer.de/detail.php?article_id=31589
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#10 KurobaAnonym
  • 22.04.2020, 21:33h
  • Also ich gehe nicht in allen Punkten und (das ist nur eine Vermutung) nicht mit der politischen Anschauung von ihm mit, doch sehe ich durchaus, dass es Diskriminierungen oder Ungleichheiten oder wie man es auch "politisch Korrekt" ausdrücken will, gibt, die sich gegen Männer richten.

    Es ist ein Fakt, dass Männer durchaus in der Ökonomie und vorallem in den gut bezahlten Jobs wesentlich häufiger Vertreten sind als Frauen, auch in der Politik findet man verstärkt Männer, was sich zumindest im linkeren Spektrum der Politik, langsam angleicht.
    Doch erfahren Männer durchaus Missachtung und Ungerechtigkeit in Care-Arbeit. Männer über 30 müssen sich nicht selten Pädophilievorwürfe gefallen lassen, wenn diese in Kindertagesstätte arbeiten. Männer in Pflegeberufen werden nicht selten schief angesehen, weil es ja ein "weiblicher" Beruf ist. Das ist zum einen ein Problem von Frauen - weil ihnen eine bestimmte Rolle zugesprochen wird, aber eben auch ein Problem der Männer, weil ihnen eine bestimmte Rolle verwehrt wird. Männer die zurückstecken und für ihre Familie da sein wollen, also in Teilzeit gehen, verlieren sehr schnell die Karrierestiefel. Männer die in Elternzeit gehen und dies bekunden wollen, werden ausgelacht mit den Worten "Haben sie keine Frau? Sowas kann doch kein Mann." Auch Männer wollen ihre Kinder aufwachsen sehen und Zeit mit ihnen verbringen ... doch die Ökonomie will das nicht.

    Geschlechterrollen herrschen seit Jahrtausenden vor und erst seit einem Jahrhundert wird an diesen gerüttelt. Während die Frauen langsam aber stetig aus dieser Ausbrechen und empowered werden, ist das bei Männern nicht der Fall. Männer sind immernoch gefangen in dieser destruktiven Rolle und es wird Zeit, dass Menschen aufstehen und auch für die Sorgen für Männer einstehen. Damit meine ich NICHT, dass wir gegen liberalfeministinnen hetzen und Frauen minderwertig behandeln, sondern dass wir uns mal sehr sehr kritisch mit Geschlecht aussetzen.
    (Hier ist anzumerken, dass es durchaus verständlich ist, wenn Menschen und vorallem Männer gegen Radikalfeminismus wettern, da diese sehr Männerfeindlichen sind und ihnen die Schuld an allem Übel der Welt geben wollen... zwischen radikal und liberalfeminismus liegen Welten. Radikalfeministen sind das äquivalent zu Maskulinisten, wie es wohl der Herr in dem Video zu sein scheint).

    Männer werden öfter Opfer von Suizid, weil ihre Geschlechterrolle sie "zwingt", Hilfe abzulehnen. Hilfe ist Schwach, Schwach ist weiblich, weiblich ist nicht männlich. Aber Hilfe ist nicht Schwach und schwäche ist nicht weiblich. Es ist an der Zeit, dass Männer ihr Leiden und ihre Ängste ansprechen ohne als "Weichei" "Versager" oder sogar "Mysogen" beschimpft zu werden, weil ja das Viktimisieren von Männern zu einer Relativierung von Frauenproblemen führen würde. (Alles schon erlebt).

    Es wird an der Zeit, dass Männerhäuser entstehen, die Männer, welche nicht weiter wissen beraten, die ihnen Hilfe anbieten. Die sie aus emotionaler und körperlicher Misshandlung rausholen (und das passiert auch in Hetero Partnerschaften).

    Es ist verdammt schwer, die Probleme von Männern anzusprechen ohne dass es in Relativierung zur Frau gezogen wird. Wieso dürfen Männer nicht auch leiden, denn das tun sie. Von Geburt an wird uns eingetrichtert "Sei ein echter Mann, sei ein starker Mann" "Männer weinen nicht" ... Männer müssen Gefühle abspalten, dürfen keine Angst empfinden und bauen emotionen demnach nicht nach innen ab sondern nach außen, komplett gegensätzlich zum weiblichen Handlungsmodell. (Beschreibt Böhmisch sehr gut in seinen Werken über Männlichkeit). Das sorgt dafür, dass Männer eher zu Risiko und aggression neigen. Das sie nicht wissen, wie sie ab dem 35~ und 65~ Lebensjahr mit der "Midlifecrisis" umgehen müssen. Meines Wissens sind das die Jahre, in dennen die Suizidrate am höchsten ist.

    Alles in allem läuft im Geschlechtsmodell "Mann" einiges schief und es ist an der Zeit dieses Modell abzulegen. Männer und Frauen reproduzieren dieses Modell permanent, in Erziehung, in Haltung, in Anspruch (ich will einen echten Mann, keinen Softi), in Rollenbilder (vorallem Medial) und so weiter. Doch wir können nicht ausbrechen, wenn wir das nicht aussprechen können ohne gleich als "rechts" oder "Maskulinist" diskreditiert zu werden.

    Ich studiere Soziale Arbeit und spreche das in meinem Studium so oft es geht an und je öfter ich das anspreche merke ich wie sehr mir die Menschen in meinem Umfeld das Gefühl geben, ich sei ein schlechter Mensch, weil ich mich ja nicht für die Rechte der Frau sondern des Mannes einsetze... Aber ist das nicht der Sinn von Gleichberechtigung?

    Ich muss ganz ehrlich sagen, je öfter diese Themen aufploppen und je mehr ich diese relativierende Haltung gegenüber Männerprobleme erfahre, diese ablehnung dass Männer auch Opfer sein können und dass man Probleme runterspielen und mit dennen der Frau vergleicht, desto egaler werden mir die Probleme der Frau... Denn es fühlt sich einfach absolut ungerecht an, wenn man gesagt bekommt "Männer und Frauen müssen gleichberechtigt werden" aber nur die Frauen ihre Probleme aussprechen dürfen. Wir haben alle Probleme, lasst uns doch gemeinsam und gleichwertig die Probleme beider Geschlechter auflösen und nicht so mit Abwertung arbeiten.

    Ich weiß nicht, ob man es direkt Diskriminierung nennen kann, denn das wurde irgendwann mit Machtstrukturen definiert und so angepasst, dass eben Männer, weiße und Heterosexuelle nicht "Opfer von Diskriminierung" "Opfer von Rassismus" und "Opfer von Sexismus" sein können. Die Machtstrukturen spielen einfach "für sie" ... aber diese Machtstrukturen spielen halt genauso gegen sie, wenn sie nicht dem Stereotyp entsprechen... Es fehlt hierfür einfach ein Begriff, welcher eine gleiche Gewichtung wie Diskriminierung hat.
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#11 lindener1966Profil
  • 22.04.2020, 22:11hHannover
  • Wenn diese Aktivisten behaupten, dass Männer unterdrückt seien, bedeutet das eigentlich, dass Sie die Privilegien eines Patriarchats zurück wollen. Privilegien, die ihnen ihrer Meinung nach nach einem vermeintlichen Naturgesetz unbedingt zustehen. Dazu kommt ein Männerbild, das Gemeinschaft unter Männern als Kampfgemeinschaft versteht. Die anderen Männer dagegen sind Konkurrenten, Feinde, Gegner. Dieses Männerbild muss individuell gegenüber anderen ständig aktiv aufgebaut, bewiesen und erhalten werden. Frauen- und LGBTQ+- Gleichstellung stören da nur, weil es dieses Männerbild wertlos macht. Männer, die diesem Image folgen, haben in den liberalen Gesellschaften des Westens heutzutage Probleme, weil diese auf Gleichberechtigung und Teilhabe beruhen und (mentale) Flexibilität erfordern, was bei diesen Männern eben als "unmännlich" gilt.
    Mir fallen da immer Berichte aus Afrika ein, wo Frauen in Notlagen flexibel und erfinderisch sind, sich oft ein kleines "business" aufbauen mit Dingen, die sie können. Die Männer sitzen nur rum, sind arbeitslos, weil ihre bäuerliche Tätigkeit aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich ist (Dürre etc.) und Tätigkeiten wie die der Frauen "unmännlich" seien. Die eigentlich gute Luft und die Einsamkeit Schottlands scheint ihm nicht gut bekommen zu sein.
    In übrigen ist er Bi und hatte mal in einem Interview verkündet, dass er nach seinem Rückzug nach Schottland nur noch mit Frauen Sex haben will, was einige böse "Schwuppen" wohl nicht so gut aufgenommen haben sollen. Vielleicht ist das ja der Grund?

    p.s. muss ich jetzt meine pornoclips mit dem Typen von meinem Rechner verbannen? ;-)
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#12 Still_IthProfil
  • 22.04.2020, 22:17hHessen
  • Antwort auf #10 von Kuroba
  • "Alles in allem läuft im Geschlechtsmodell "Mann" einiges schief und es ist an der Zeit dieses Modell abzulegen."

    Ah, stimmt. Und jemand, der Argumentationen führt wie z.B. das Frauenwahlrecht abzuschaffen, wenn/weil weniger Frauen als Männer Wehrdienst ableisten

    "Er stellt auch das Frauenwahlrecht infrage, schließlich leiste das weibliche Geschlecht oft keinen Wehrdienst ab."

    wird da sicherlich ein idealer Verbündeter sein.

    Ist ja nicht so, dass die Geringschätzung für Pflegeberufe, die oft die bezahlte Version der unbezahlten Standardarbeit von Frauen sind, ihre geringe Wertschätzung aufgrund ebendieses Rufs als "Frauenberufe" hätten, aka aufgrund von Misogynie.

    Und ist ja nicht so, dass Typen wie der da vielleicht zu Misogynie beitragen, statt Geschlechtergrenzen abzubauen, wenn sie Rechte wie z.B. das Wahlrecht daran knüpfen, dass die betreffende Person gefälligst Dienstleistungen für den Staat erbringt, der mit "männlichen" Stereotypen verbunden werden.
    Ich mein, Corona hin oder her - der Staat ruht nicht auf der Pflegekraft, sondern stets auf dem Militär. Nicht wahr?

    Ich sehe schon, wenn es um das Prinzip "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" geht, bist du offenkundig äußerst wählerisch. Vielleicht gehst du einfach mal lernen, wie Misogynie funktioniert.

    Hab ja auch ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass du die Situation mit der Kombi "weißer, deutscher Mann" + "Pflege" so direkt aus allererster Hand kennst. Im Berufsumfeld selbst liegt die Praxis doch eher im zügigen Wegbefördern. Es gibt einfach Arbeiten, für die Cis-Männer nicht wertlos genug sind.
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#13 KurobaAnonym
  • 22.04.2020, 23:18h
  • Antwort auf #12 von Ith_
  • Du hast mich wohl missverstanden.

    "Ah, stimmt. Und jemand, der Argumentationen führt wie z.B. das Frauenwahlrecht abzuschaffen, wenn/weil weniger Frauen als Männer Wehrdienst ableisten

    "Er stellt auch das Frauenwahlrecht infrage, schließlich leiste das weibliche Geschlecht oft keinen Wehrdienst ab."

    wird da sicherlich ein idealer Verbündeter sein."

    Ist er nicht. Ich habe auch im ersten Satz gesagt, dass ich ihm in vielen Punkten - man könnte sogar allen Punkten, wiederspreche. Das einzige was mich mit ihm verbindet ist die Tatsache, dass ich ebenfalls der Meinung bin, dass Männer Opfer von Ungerechtigkeiten, ja man könnte es sogar Diskriminierungen nennen, wenn der Begriff nicht mit "Machtstrukturen" verknüpft wäre, nennen.
    Der Typ ist ein Maskulinist ... für die hab ich genausowenig übrig wie für radikal Feminist*innen.

    "Ist ja nicht so, dass die Geringschätzung für Pflegeberufe, die oft die bezahlte Version der unbezahlten Standardarbeit von Frauen sind, ihre geringe Wertschätzung aufgrund ebendieses Rufs als "Frauenberufe" hätten, aka aufgrund von Misogynie."

    Entweder liegt es daran oder eben daran, dass Ökonomie sich nur auf Effizienz fokussiert. In der Ökonomie wird alles "wertgeschätzt" was in irgendeinerweise das Kapital verbessert. Jeder Soziale Beruf wird da entwertet so z.B. auch die Philosophie - welche auch mit vielen Männern besetzt ist hat einen schlechten Ruf und wird unterbezahlt bzw. man kann mit Geistes- und Kulturwissenschaften im Gegensatz zu den MINT Fächern weniger verdienen. Ob das daran liegt weil sie "weiblich" oder "männlich" sind oder weil sie einfach für den Kapitalismus unzureichend sind, bleibt Ansichtssache. Soziale Berufe sind in der breiten Bevölkerung geschätzt. Krankenschwester und Kindergärtner bekommen im Alltag durchaus Respekt gezollt, nur in der Bezahlung lässt sich das nicht nieder. Kapitalismus eben.

    "Und ist ja nicht so, dass Typen wie der da vielleicht zu Misogynie beitragen, statt Geschlechtergrenzen abzubauen, wenn sie Rechte wie z.B. das Wahlrecht daran knüpfen, dass die betreffende Person gefälligst Dienstleistungen für den Staat erbringt, der mit "männlichen" Stereotypen verbunden werden.
    Ich mein, Corona hin oder her - der Staat ruht nicht auf der Pflegekraft, sondern stets auf dem Militär. Nicht wahr?"

    Dieses Argument des Typen ist absolut nicht nachvollziehbar und unterschreibt hier keiner, hier stehen wir auf der selben Seite.

    "Ich sehe schon, wenn es um das Prinzip "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" geht, bist du offenkundig äußerst wählerisch. Vielleicht gehst du einfach mal lernen, wie Misogynie funktioniert."

    Vill. schaust du dir nochmal meine Intention an, bevor du mir unterstellst ich sei Misogyn. Aber das war ja wieder klar, wer nicht dem Diskurs folgt muss entweder Nazi, Rassist oder ein Frauenhasser sein. Andere Meinung wird ... nein, muss abgewertet werden.

    Meiner Meinung nach muss angefangen werden, Menschen nicht gleichberechtigt, sondern gleichwertig zu behandeln. Gleichwertigkeit ist fundamentaler als Gleichberechtigung.

    Ich weiß nicht ob es durchgedrungen ist. Ich bin auf der Seite einer jeden liberalfeministin. Ich bin für mehr Frauen in jedem gutbezahlten ökonomischen Beruf und für die Auflösung der Geschlechterrollen im generellen. Ich sehe nur einfach zu häufig - vorallem im Sozialen Bereich - dass Probleme von Männern eben nicht gleichwertig wie Probleme von Frauen benannt werden. Das halte ich für schlecht. Wenn du oder sonst wer, dies als Frauenfeindlich definieren wollt, gut, macht das. Ich weiß nur, dass es mir um wahre Gleichwertigkeit geht. Es ist zum Glück irrelevant ob ich nun auch lauthals mitschreind für die Frauenrechte kämpfe oder diese im stillen unterstütze. Ihr habt Millionen von Anhängerinnen und Kämpferinnen die das übernehmen ... doch sehe ich auf der Seite der Männer irgendwie noch aufholbedarf. Leider gibt es keine richtige "Männerbewegung". Die "Männerrechtsbewegung" und "Maskulinisten" sind absolute Ideologisten mit zweifelhaften Absichten. Schade dass das "Mens liberation movement" seit Jahren ausgestorben ist und entweder im liberalfeminismus oder im Maskulinismus untergegangen ist.
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#14 GüntherAnonym
  • 23.04.2020, 09:04h
  • Vor vielen Jahren hat er noch Video veröffentlich, wo er mehr oder weniger bekannt gab, dass er nicht mehr schwul wäre, eher bisexuell und sich nun für Frauen und Vaginalverkehr begeistere, was ihm irgendwie besser gefiele. Es war wohl eine langsame Verwandlung zu dem, was er jetzt vertritt.
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#15 AnimalblackAnonym
  • 23.04.2020, 13:50h
  • Antwort auf #2 von Irrtum
  • Moment mal:

    Schulnoten:
    Es gibt zahlreiche Studien, die das feststellen, allerdings allesamt auch darauf hinweisen, dass ein großer Teil der schulischen Unterschiede dadurch erklärt werden kann, dass z.B. schulförderliches Verhalten, wie lesen, als typisch weiblich gilt bei Schülern. Deswegen lesen viele Jungs weniger und haben dann entsprechende Nachteile. Schauen sie sich die entsprechenden Studien von IGLU, PISA und vielen anderen mehr an!

    Aber Methoden auf Mädchen zugeschnitten? Sowas kann nur von jemandem kommen, der wohl die Schule beim letzten als Schüler von Innen gesehen hat. Ich arbeite als Lehrer und weder bei uns noch bei irgendeiner anderen Schule, in der ich schon gearbeitet habe, gab es auf Mädchen zugeschnittene Methoden im allgemeinen Unterricht...selten so einen Blödsinn gelesen!

    Und zu den anderen Behauptungen hätte ich gerne irgendeinen Link, einen Namen oder sonst etwas, womit man di Behauptungen überprüfen kann. Ansonsten sehe ich das als den gleichen unfundierten Mist an, den ich schon in Ihrem Beitrag beim Thema Schule durch meinen Beruf erkennen konnte.
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#16 AnimalblackAnonym
  • 23.04.2020, 14:14h
  • Antwort auf #10 von Kuroba
  • Auch wenn vieles von dem beschriebenen wahr ist und es auch gesellschaftliche stereotype gibt, die Männern das Leben schwer machen, so empfinde ich daraus die Konsequenz Frauenprobleme werden mir immer egaler, weil Männer mich als weichei ansehen, wenn ich über Probleme und Gefühle rede als ziemlich perfide und seltsam.

    Diesen gesellschaftlichen Druck, sich wie ein halbirrer Idiot zu verhalten (Männlich sein im traditionellen Sinne) habe ich bisher hauptsächlich von Männern an Männern sagen hören. Und weil also Männer dich und andere Männer diskriminieren, weil sie nicht den archaischen Männlichkeitsbild entsprechen, findest du es also legitim Frauen zu diskriminieren und ihre Anliegen abzuwerten? Was ist das denn für eine Logik???

    Und du hast kritisiert, dass Männern oft die Schuld für die Übel der Welt bekommen? Nun, welches Geschlecht hatte nahezu überall auf der Welt nahezu ununterbrochen die gesellschaftliche Macht in den letzten Jahrtausenden? Wer war für die Kreuzzüge verantwortlich, wer entschied über Kriege und kämpfte in ihnen? Wer hat in den letzten Jahrtausenden Gesetze gemacht und fast alle machtvollen und gutbezahlten Stellen besetzt? Richtig, alles Männer. Dann sollte auch klar sein, warum vor allem Männern (zurecht) das Vorgehen ihrer männlichen Vorgänger und die Folgen daraus vorgeworfen werden!
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#17 TheDadProfil
  • 23.04.2020, 15:02hHannover
  • Antwort auf #11 von lindener1966
  • ""Wenn diese Aktivisten behaupten, dass Männer unterdrückt seien, bedeutet das eigentlich, dass Sie die Privilegien eines Patriarchats zurück wollen. Privilegien, die ihnen ihrer Meinung nach nach einem vermeintlichen Naturgesetz unbedingt zustehen.""..

    Das mag vielleicht für den Einen oder Anderen selbst-ernannten Aktivisten so sein..

    Doch das bedeutet eben nicht, das es keine Diskriminierung gäbe..
    Und deshalb führt eine Beendigung der Diskriminierung auch nicht zwangsläufig zurück an den vermeintlichen Trog der Privilegien..

    Denn es gibt genügend Männer innerhalb von Gesellschaften die diese Privilegien niemals erlangt haben, und sie deshalb erst gar nicht verlieren brauchten um diskriminiert zu werden..

    Schwule Männer zum Beispiel..
    Oder auch Angehörige aus dem "Prekariat"..

    Die immer angeführte Schicht der Privilegierten, die so genannten "Old white Men" ist deutlich kleiner als sie immer mal wieder dargestellt wird..

    Aber der Kampf eines "radikalen Feminismus" macht hier keine Unterschiede in Herkunft und Zugang zu Ressourcen..
    Sie setz mit ihren Schlagworten der "Old, white Men" den Fokus auf Schwanzträger, da ist es egal ob man im Schloss wohnt, oder auf der Parkbank schläft..

    Es klang hier ja auch schon an..
    Frauen sind ja nur deshalb "seltener Obdachlos", weil sie dann dann bei "Bekannten" unterkriechen würden..

    Wer bei "Bekannten" unterkommt ist nicht obdachlos, da ist die Statistik gnadenlos..
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#18 TheDadProfil
#19 AnimalblackAnonym
  • 23.04.2020, 15:40h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • Aber der Umstand, dass Mädchen anders lernen, heißt ja nicht, dass die Methodik in der Schule auf Mädchen ausgerichtet ist.

    Ein Kommentator vor mir schrieb schon sehr treffend, dass es nach wie vor gesellschaftlich weit verbreitet ist, Mädchen zur Anpassung zu erziehen und Jungen eher weniger.
    Aber angepasstes Verhalten bringt eben mit sich, dass die Kinder mehr aufpassen, fleißiger sind etc.
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#20 KurobaAnonym
  • 23.04.2020, 15:53h
  • Antwort auf #16 von Animalblack
  • "Auch wenn vieles von dem beschriebenen wahr ist und es auch gesellschaftliche stereotype gibt, die Männern das Leben schwer machen, so empfinde ich daraus die Konsequenz Frauenprobleme werden mir immer egaler, weil Männer mich als weichei ansehen, wenn ich über Probleme und Gefühle rede als ziemlich perfide und seltsam."

    Das ist nicht das Ergebnis, auch wenn es so rüberkam. Diese Einstellung entwickelt sich etwas komplexer als mal eben runtergebrochen "weil andere Männer mich als weichei ansehen".
    Hier mal meine Erfahrung zu diesem Thema: Ich studiere Sozialpädagogik, habe 95-97% weiblichen Anteil in allen meinen Seminaren und Vorlesungen. Die Seminare fokussieren sich in 90% auf Frauenprobleme und Frauenempowerment. Am Rande und auch nur wenn die Komiliton*innen sich darauf fokussieren geht es mal um das Geschlecht "Mann" in einem ausgearbeiteten Referat.
    Demnach ist es nicht selten, dass ich in bestimmten Debatten gerne mal die Sichtweise auf Männer lenke. Die Reaktion daraufhin ist meistens ablehnend, obwohl ich es so neutral und sachlich wie möglich äußere. Doch hier mal eine Erfahrung, welche bei mir den Tropfen zum überlaufen brachte und mich wirklich sehr kritisch werden lies:

    Wir hatten ein Seminar über Geschlecht und Migration. Im laufe des Seminars ging es um Rassismus. Daraufhin stellte ich die Frage, ob es möglich ist, als weißer auch Rassismus zu erfahren mit dem Beispiel: Wenn in einer Schule ein 80%iger Migrationsanteil herrscht, sind die weißen durchaus in der Minderheit. Das selbe gilt für Gefängnissen. (Das allein auf einer bestimmten Schulform zumeist Hauptschulen, und in Gefängnissen so ein hoher Migrationsanteil vorherrscht ist ein Beweis für Rassismus in Makro- und Meso-ebene) Nun können Weiße in dieser Mikro-eben ja durchaus Opfer von Rassismen werden, da sie aufgrund ihrer Nationalität oder Hautfarbe anders behandelt werden würde. Das selbe würde für Männer in Care-Arbeit gelten, denn wenn sie mit Kindern arbeiten, müssen sie sich Erniedrigung und Kompetenzabspruch erdulden.

    Darauf wurde mir von meinen Komilliton*innen und meiner Dozentin ganz klar gesagt, dass dies eben nicht der Fall sein kann, denn Diskriminierung benötigt immer Machtstrukturen (aber anscheinend nur die Machtstrukturen in der Makro und mesoebene, denn die Machtstrukturen in der Mikro-ebene wurden vollkommen ignoriert) benötigt, somit können weiße nicht opfer von Rassismus und Männer nicht Opfer von Sexismus sein. ... Es wäre vill möglich dass sie Opfer von Mobbing sind oder von irgendwas anderem, aber nicht von Diskriminierung. Auf meine Frage, wieso man sich so dagegen streubt, den Diskriminierungsbegriff zu weiten und die Opfer von diesen Erfahrungen nicht so im Regen stehen zu lassen wurde mir gesagt, dass dies zu einer Relativierung der "richtigen" Probleme führen würde.

    Ab da war der Zug abgefahren. Wenn also die Probleme von Männern und Probleme von Weißen nur "relativierend" auf die "richtigen" Probleme wirken würden, hab ich keine Lust, dieser "Gleichberechtigung" zu folgen, denn da ist anscheinend etwas vollkommen falsch gefahren. Es mag sein, dass dies eine Einzelerfahrung ist, aber das war durchaus prägend. Und deswegen halte ich mich dem Feminismus absofort kritisch gegenüber.
    Ich hoffe, du verstehst nun eher, was ich meinte.

    "Diesen gesellschaftlichen Druck, sich wie ein halbirrer Idiot zu verhalten (Männlich sein im traditionellen Sinne) habe ich bisher hauptsächlich von Männern an Männern sagen hören. Und weil also Männer dich und andere Männer diskriminieren, weil sie nicht den archaischen Männlichkeitsbild entsprechen, findest du es also legitim Frauen zu diskriminieren und ihre Anliegen abzuwerten? Was ist das denn für eine Logik???"

    Ja und nein. Männlichkeitsideale (stark, ökonomisch sicher, Beschützer, Risikobereit etc.) werden von Männern sowie von Frauen reproduziert. Das fängt in der "Horde", wenn Männer untereinander sind an, da hier klare Hierachien gebildet werden und sich diese durch "Männlichkeit" abzeichnet und hört bei der Partnerfindung (was bevorzugt die Frau, was erwartet die Frau, was muss der Mann mitbringen) auf. Reflektierte Männer, welche rücksichtsvoll, liebevoll, verletzlich und sensibel sind, haben es in der Partnerwahl wesentlich schwerer, als "männliche Männer". Das sorgt dafür, dass eben dieses "Ideal" des "sensibelen Mannes" schnell verworfen wird. Dazu kommt, dass offene und sensible Männer wesentlich größere Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, als "traditionelle Männer". Der Kapitalismus ist ein sehr stark verwobenes System mit traditionellen Geschlechterrollen und nur schwer zu durchbrechen. Da Männer sich zum einen durch materiellen Besitz definieren, ist eben der Verlust der Karrieremöglichkeit ein weiteres Problem, dass Männer haben. Unsere Gesellschaft ist noch nicht ausgelegt für den "sensiblen Mann", verlangt aber permanent, dass Männer sich doch so verhalten sollen, da sie sonst Mittäter des Patriachats und somit böse böse sind.
    Man(n) kann hier nicht gewinnen.

    "Und du hast kritisiert, dass Männern oft die Schuld für die Übel der Welt bekommen? Nun, welches Geschlecht hatte nahezu überall auf der Welt nahezu ununterbrochen die gesellschaftliche Macht in den letzten Jahrtausenden? Wer war für die Kreuzzüge verantwortlich, wer entschied über Kriege und kämpfte in ihnen? Wer hat in den letzten Jahrtausenden Gesetze gemacht und fast alle machtvollen und gutbezahlten Stellen besetzt? Richtig, alles Männer. Dann sollte auch klar sein, warum vor allem Männern (zurecht) das Vorgehen ihrer männlichen Vorgänger und die Folgen daraus vorgeworfen werden!"

    Also die Männer die in den Krieg geschickt wurden, weil sie gezwungen wurden ihrem Land zu dienen sind nun schuld an allem Übel der Welt? Ich glaube du verwechselst gerade Korrelation und Kausalität.

    Ja, die Mächtigen wahren fast immer Männer. Aber auch nur 0,001%. Du überschattest das vergehen der oberen 1% die alle Männer waren und machst den Rest der 99% zu mittätern. Die obdachlosen und armen Männer waren bestimmt Mitschuld an der ökonomischen Ungerechtigkeit. Die Sklaven und Zwangsarbeiter waren bestimmt mitschuld am Krieg. Schön wenn man so generalisierend über ein Geschlecht reden kann und man sich selbst nicht damit identifizieren muss, weil man A) entweder weiblich ist oder B) so "aufgeklärt" und "progressiv" dass man aus dem "Patriachat" herausfällt.
    Muss echt schön sein, wenn die Feinde bekannt sind.
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#21 TheDadProfil
  • 24.04.2020, 12:11hHannover
  • Antwort auf #19 von Animalblack
  • ""Aber der Umstand, dass Mädchen anders lernen, heißt ja nicht, dass die Methodik in der Schule auf Mädchen ausgerichtet ist.""..

    Vordergründig vielleicht nicht..
    Doch wenn Mädchen tatsächlich anders lernen, und sie deshalb mit der vorhanden Methodik leichter zu besseren Ergebnissen gelangen, dann ist die Bezeichnung "auf Mädchen zugeschnitten" nicht vollständig falsch..

    Man kann daraus sowohl den Vorteil für Mädchen als auch den Nachteil für Jungen konstatieren, wobei zu klären ist, ob die Nachteile für Jungen wirklich in der Methodik, oder der familiären Sozialisation zu suchen sind..

    ""Aber angepasstes Verhalten bringt eben mit sich, dass die Kinder mehr aufpassen, fleißiger sind etc.""..

    Jepp..
    Interessante Lerninhalte erreichen den gleichen Effekt..
    Da muß dann wohl mehr Ausgleich zwischen interessanten Lerninhalten und "angepasstheit" her, die man früher mal "Schul-Eignung" nannte..

    Zwischenzeitlich werden hier in Nds. die Kinder mit 5 Jahren eingeschult um die Ausweitung der Hauptschule auf 10 Klassen zu kompensieren, und damit dem Handwerk entsprechende Auszubildende zur Verfügung stellen zu können..
    Das Scheitern dieser Idee ändert daran wenig..

    Um dann auch gleich mal den Eindruck von "Kuroba" in Nr.#20 zu bestätigen, respektive zu erweitern :

    ""Hier mal meine Erfahrung zu diesem Thema: Ich studiere Sozialpädagogik, habe 95-97% weiblichen Anteil in allen meinen Seminaren und Vorlesungen. Die Seminare fokussieren sich in 90% auf Frauenprobleme und Frauenempowerment. Am Rande und auch nur wenn die Komiliton*innen sich darauf fokussieren geht es mal um das Geschlecht "Mann" in einem ausgearbeiteten Referat. ""..

    Gender-Arbeit findet weder in der Kita noch in der Grundschule vernünftig statt..
    Kita-Personal ist ebenfalls zu etwa 90 Prozent weiblich, ebenso die Grundschul-Lehrenden..

    Doch immer noch sind etwa 49 Prozent der Zielgruppe männliche Kinder, und dort fehlt es nicht nur an männlichen Ansprechpersonen (die ja schon in alleinerziehenden Familien oft fehlen, immerhin ein Drittel des Klientels lebt in solchen Familien), sondern auch die angebotenen Spiele und Lerninhalte sind inzwischen wahrnehmbar "weiblich gefärbt"..
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#22 RyluriAnonym

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