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Vandalismus

Berlin: Steine auf das Schwule Museum

Das Schwule Museum wurde Opfer eines Aktes von Vandalismus. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig offen.


Eine Scheibe des Museums wurde stark beschädigt (Bild: Schwules Museum Berlin)

Unbekannte haben am vergangenen Wochenende offenbar Steine auf das Schwule Museum in Berlin-Tiergarten geworfen. Wie Museumssprecher Daniel Sander am Mittwoch mitteilte, wurde dabei eine Fensterscheibe massiv beschädigt. Der genaue Zeitpunkt des Angriffs sei bislang unklar – das Museum ist wie alle anderen Berliner Kulturinstitutionen derzeit geschlossen, so dass am Wochenende niemand vor Ort war. Mitarbeiter*innen hätten den Schaden am Montag bemerkt und umgehend die Polizei alarmiert. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt.

Eine Tatwaffe oder Werkzeuge seien nicht gefunden worden. Die zwei Einschlaglöcher deuteten darauf hin, dass größere Steine benutzt und mit Wucht gegen die Scheibe geworfen wurden. Die Polizei geht von Vandalismus aus, ein Einbruchsversuch gelte als unwahrscheinlich. Ob es sich um einen gezielten oder zufälligen Angriff auf das Museum handelte, ist bislang unklar. Es gebe kein Bekennerschreiben, im Vorfeld habe es keine entsprechenden Drohungen gegeben.

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Letzter Übergriff 2016

Zuletzt kam es im Jahr 2016 zu einem ähnlichen Vorfall. Damals haben Unbekannte mit Metallkugeln auf ein Fenster des Museums geschossen (queer.de berichtete). Insgesamt sechs Einschusslöcher wurden damals festgestellt. Später wurden an der nahegelegenen französischen Schule École Voltaire ähnliche Spuren entdeckt.

Das Schwule Museum wurde 1984 gegründet und gilt als eines der größten queeren Museen der Welt. Seit Mai 2013 befindet es sich in Tiergarten. Allein die Sammlung umfasst etwa 1,5 Millionen Archivalien, auf einer Ausstellungsfläche von knapp 700 Metern in Berlin-Tiergarten werden normalerweise bis zu vier Ausstellungen gleichzeitig gezeigt. Es wird vom Land Berlin gefördert und ist im Moment wegen der Corona-Krise geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für kommenden Monat geplant. (pm/cw)



#1 GerritAnonym
  • 22.04.2020, 15:45h
  • Zuerst fliegen Steine auf Fensterscheiben. Dann auf Menschen...

    Traurig, dass man nichts aus Geschichte lernt...
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#2 FliegenAnonym
  • 22.04.2020, 16:13h
  • ...es wird höchste Zeit das solche Übergriffe auch auf LGBT...usw. Menschen bundesweit gesammelt und verfolgt werden so wie in Berlin!!!
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#3 Groko blocktAnonym
  • 22.04.2020, 16:39h
  • Antwort auf #2 von Fliegen
  • Ja, genau das wird ja immer wieder gefordert. Damit man überhaupt mal weiß, wie groß das Problem überhaupt ist, ob es bestimmte regionale Häufungen oder bestimmte Täterstrukturen gibt, etc.

    Gerade in einem Land, wo sonst wirklich alles statistisch erfasst wird, sollte gerade sowas doch erfasst werden.

    Aber bisher ist das immer am Widerstand von Union und SPD gescheitert.

    Warum die Öffentlichkeit nicht das wahre Ausmaß erfahren darf, konnte bisher aber niemand von Union und SPD erklären.
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#4 Homonklin_NZAnonym
  • 22.04.2020, 18:36h
  • Antwort auf #3 von Groko blockt
  • Das hat in d immer den Eindruck erweckt, als wäre man in der politischen Ebene überhaupt wenig daran interessiert, bzw. suchte eher nioch, das zu versrängen. Die eine "Partei" findet so immer wieder die Erklärung, es gäbe in D doch gar keine Diskriminierung gegenüber LGBTIQ* und schion gar nicht gegen Schwule.
    Solange die Fakten nur in Berlin überhaupt bekannt werden, bzw. sexuelle Identität/Orientierung keine verfassungsrechtlich geschützte Eigenschaft sind, wird das wohl nur die bewegen, die direkt betroffen sind.

    Da möchten sich die sonst so Vielfalt begrüßenden Größen mal einsetzen. Dass die Extremisten um das Geburtstagsdatum des deutschen Schandestifters herum Randale machen, sieht man an dieser Pegida-Demo trotz Corona-Situation in Dresden bzw. Bombendrohungen, die da, war, wenn ich mich nicht irre, auch eine Meldung über Berlin, vorgefallen sind.

    Diese Ideologen sind gut vernetzt, auch wenn es zumeist psychiatrisch erheblich gestörte Gemüter sein mögen. Leider ist das in D sehr sehr lange Zeit vernachlässigt worden, wahrscheinlich hatten die auch Staatsorgane unterwandert und sitzen zumn Teil an wichtigen Positionen.
    Und wenn es einem in D deswegen mulmig in der Magengrube wurde, wurde man verlacht oder als paranoid betrachtet.
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