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Diskriminierung

Trans Menschen in Panama willkürlich festgenommen

Die geschlechtsspezifischen Ausgangsbeschränkungen in Panama haben laut Human Rights Watch zu einer Zunahme von Übergriffen durch staatliche und private Sicherheitskräfte auf trans Menschen geführt.


Nicht wirklich ein Regenbogenparadies: "Panama"-Schriftzug des Tourismusbüros in Panama-Stadt
  • 24. April 2020, 11:12h, noch kein Kommentar

Menschenrechtsorganisationen haben die geschlechtsspezifischen Ausgangsbeschränkungen in Panama wegen der Corona-Krise kritisiert und die Diskriminierung von trans Personen angeprangert. Transgeschlechliche Menschen hätten im Zuge der Einschränkungen Missbrauch erlebt oder seien "festgenommen, mit Bußgeldern belegt oder vom Kaufen wesentlicher Produkte abgehalten" worden, kritisierte der für Nord- und Südamerika zuständige Human-Rights-Watch-Direktor José Miguel Vivanco am Donnerstag in einem Brief an den Präsidenten Panamas, Laurentio Cortizo.

Vivanco erklärte seine "Besorgnis" angesichts der Diskriminierung von trans Menschen "durch die Polizei und private Sicherheitskräfte". Laut HRW gab es in Panama im Zusammenhang mit der Ausgangssperre rund ein Dutzend Fälle mutmaßlichen Missbrauchs von trans Personen. So habe etwa eine trans Frau namens Monica angegeben, dass sie von Polizisten begrapscht worden sei. Vivanco rief den Staatschef dazu auf, bei den Ausgangsbeschränkungen die Rechte von trans Menschen zu achten.

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Dienstags, donnerstags und samstags dürfen nur Männer raus

Die Regierung Panamas hatte Anfang April per Dekret verfügt, dass Männer und Frauen ihre Wohnungen wegen der Pandemie nur noch zu getrennten Zeitpunkten verlassen dürfen. Männer dürfen demnach ihre Wohnungen nur noch dienstags, donnerstags und samstags zum Einkaufen verlassen, Frauen montags, mittwochs und freitags. An Sonntagen müssen alle zu Hause bleiben. In dem Land gibt es nach offiziellen Angaben etwa 5.000 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus, 144 Menschen starben.

Auch in Peru haben sich Anfang des Monats trans Aktivist*innen besorgt über dort ebenfalls geltenden geschlechtsspezifischen Ausgangsbeschränkungen geäußert (queer.de berichtete). (cw/AFP)