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Kommentare zu:
Völkische Lesben im "Tatort"


#1 Still_IthProfil
  • 26.04.2020, 11:27hHessen
  • Das ist so eine coole Idee, den rechtskonservativen Verfassugsrichterposten mit einer *täterä* FRAU! besetzen zu wollen, um darüber eine Diskussion aufmachen zu können.

    Also, wenn das jetzt ein Mann wäre, dann würden Parteien quer durch die Bank ja einfach zustimmen.

    www.queer.de/detail.php?article_id=32407

    Aber wenn die Nazi-Position und Nazitum-Akzeptanz von Frauen vertreten wird, und ausnahmsweise mal so gar keine männlichen Nazis vorkommen, dann könnte sogar CDU/CSU-Wähler*innen der Gedanke kommen, dass Feinde von Menschenrechten im Verfassungsgericht vielleicht gar nicht nur kuschelig und eigentlich echt in Ordnung sind. Dann kann man darüber endlich mal so diskutieren, dass die Leute GEGEN eine solche Besetzung sind.
    Das ist einfach so genial.
    Und hat glücklicherweise auch gar nichts, absolut GAR nichts mit Misogynie zu tun.

    Dabei ist sowas zu Frauen-Sichtbarkeits-Anlässen natürlich ganz besonders cool und wichtig. In Zeiten, in denen sich Meldezahlen zu an Frauen begangener häuslicher Gewalt (ausgeübt von Männern sämtlicher Hautfarben, oft mit demselben Herkunftshintergrund wie der Misshandelten) international so ungefähr verdoppeln, ist es wichtig, den Feminismus von seiner wahren Seite zu zeigen:
    Als im Zweifelsfalle ziemlich kritische Bedrohung für den Rechtsstaat und die Verfassung.

    Hachja, der öffentlich-rechtliche Rundfunk - stets geschickt darin, Schwerpunktthemen und Gedenkanlässe sinnvoll zu nutzen.
    Zu "Hart aber Fair" könnte man auch echt mal wieder Gauland einladen, btw. Und ihn fragen, was er von der Folge hält. Über das Stadium, dass er dort von ihm selbst getätigte menschenfeindliche Parolen rechtfertigen müsste, sind wir inzwischen doch hoffentlich hinaus. Immerhin ist er keine Frau. Und von Männern kann man schließlich erwarten, klare Kante zu zeigen. Das MUSS man ja auch gar nicht sympathisch finden. Meinungen darf sich immerhin jede*r vollkommen für sich selbst bilden.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 26.04.2020, 12:11h
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • Sehr guter ironischer Kommentar!

    Sehe ich exakt genauso!

    Das ist wohl der Fluch der Alice Weidel!

    Oeller ist mir mit 'Die Getriebenen' zuletzt als merkelistisch-kitschiger Propaganda-Fabrikant aufgefallen.

    Passt auch ins Bild eines pseudokritischen Konformismus.
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#3 Nk231Anonym
  • 26.04.2020, 13:16h
  • Rechtspopulismus und Rechtsextremismus ist gefährlich, egal ob das von Männern oder von Frauen kommt, oder von wem auch immer.
    Auch eine Frau Höchst, eine Frau Weidel, ein Herr Gauland, ein Herr Höcke sind far away from Demokratie.
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#4 Nk231Anonym
  • 26.04.2020, 13:22h
  • P.S.: Grenell ist republikanisch, also auch woanders muss man die Augen offen halten und vorsichtig sein, wem man Vertrauen schenkt.
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#5 goddamn liberalAnonym
#6 antosProfil
  • 26.04.2020, 22:00hBonn
  • Sehenswert. - Weder wird in diesem Tatort Feminismus denunziert, noch lassen sich eine misogyne und/oder homophobe Haltung herauslesen.
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#7 tollerTatortAnonym
  • 26.04.2020, 22:12h
  • Das war mal ein klasse Tatort, und die Homosexualität war zwar Thema, aber nicht allgegenwärtig und nicht klischeehaft dargestellt.
    Wäre schon wenn zukünftig homosexuelle Charaktere ähnlich dargestellt, nicht einfach als lesbisch/schwules Abziehbild.
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#8 goddamn liberalAnonym
#9 qwertzuiopüAnonym
  • 27.04.2020, 11:46h
  • Ich fand den Tatort von der Idee her gut, die Umsetzung dann aber recht zäh und vorhersehbar.
    Wenn man sich für mehrere sensible Themen gleichzeitig entscheidet, muss man halt schon aufpassen, und dieses FIngerspitzengefühl war dem Tatort deutlich anzumerken.
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#10 justanotherbigirlAnonym
  • 27.04.2020, 12:05h
  • Cool wäre gewesen, wenn die Bisexualität der jungen Bloggerin erwähnt worden wäre.
    Lg
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#11 Nk231Anonym
  • 27.04.2020, 17:42h
  • Antwort auf #5 von goddamn liberal
  • Weißt du, es gibt ein reales Beispiel:

    Es gab hier mal ein Artikel über Grenell, der sich in Deutschland aufhielt. Jemand vom LSVD ließ sich mit ihm ablichten. Und die Kommentare fielen entsprechend nicht so toll aus, weil eben kritisiert wird, wenn man sich mit den Reps scheinbar anfreundet und meint, es sei alles supi.

    Ich denke schon, dass du mich verstanden hast. Es ist egal, von wem das rechtsgedrehte kommt, es sollte nicht zugestimmt oder gar noch gefeiert werden. Ob das eine Frau Höchst ist, ein Herr Höcke, oder eben Grenell, das ist piepegal.
    Wer von denen homo oder nicht homo ist, wer von denen Trans* ist oder nicht, das interessiert mich reichlich wenig, denn sobald es um rechtsgedrehtes geht, sollte man sachlich bleiben und sehen, welche Einstellung dahinter steckt, anstatt zu denken: "Ach, der/die ist ja homosexuell, der/die wird schon ok sein." So ist es nicht.

    Es gibt Leute, die sagen, Weidel sei ja noch milde im Vergleich zu ihren Kollegen. Das sehe ich überhaupt nicht so. Sie ist von ihrer Partei überzeugt und so wie sie Reden hält, ist sie genauso antidemokratisch wie ihre Kollegen. Ich mache bei der AfD keine Unterschiede zwischen milde und stark ausgeprägt, sondern die sind allesamt ein Problem für die Demokratie und für unsere Politik. Wer weiß wie die sogenannten milden sich verhalten, wenn sie in der Regierung wären? Deswegen denke ich, milde muss bei der AfD überhaupt nichts bedeuten.

    Und wenn man dann in die USA blickt, stellt man fest, dass die Reps auch ziemlich undemokratisch handeln und reden. Und auch da mache ich keine Unterschiede zwischen angeblich milde und stark ausgeprägt. Und wer von denen Rep ist, ist ebenfalls piepegal. Beispiel Grenell: er ist Rep und hat sich keinen Millimeter um Chelsea bemüht. Sollen wir ihn nun als ein Zugehöriger der LSBTTIQ feiern, oder sollten wir kritisch bleiben?

    Ob jetzt Weidel und Grenell homosexuell sind, das interessiert mich gar nicht. Ihre Einstellungen sind fragwürdig und sie haben sich der rechten Seite eingeordnet. Ende - das war's, meine Freunde sind das nicht. Deine hoffentlich auch nicht??
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#12 TheDadProfil
  • 27.04.2020, 19:56hHannover
  • Antwort auf #8 von goddamn liberal
  • ""Antifaschismus geht auch ohne homophobe Unter- und Obertöne.""..

    Wo liegt hier eigentlich Dein Problem ?

    Weil die Richterin Frau und lesbisch, aber ebenso Nazi ist, darf man sie nicht an der Karriere hindern ?

    Der Hinderungsgrund, und hier insbesondere in Bezug auf den Posten einer Verfassungsrichterin ist die Rechte Gesinnung !

    Da ist nichts "anti-frau", nichts "anti-lebisch" oder gar Homophob..

    Oder müßte man bei er nächsten Wahl eines Mitgliedes im Kuratorium der Magnus-Hirschfeld-Stiftung etwa bloß deshalb zustimmen weil sich die "AFD" darauf geeinigt hätte als Kandidatin Alice Weidel ins Rennen zu schicken ?

    Die hat dort genauso wenig zu suchen wie ihre anderen Fraktions-Kolleg*innen..
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