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TV-Kult

"Queer as Folk": Wiedervereinigung dank Corona

Am 1. Mai treffen sich alle wichtigen Darsteller*innen der Kultserie für eine virtuelle Reunion-Show auf Youtube. Das Ziel: Geld sammeln, um LGBTI-Risikogruppen während der Covid-19-Pandemie zu unterstützen.


Am 1. Mai gibt es ein Wiedersehen mit den "Queer as Folk"-Stars

Es gibt auch gute Nachrichten in der Corona-Krise: Wer geglaubt hat, das 20-jährige Jubiläum der erfolgreichsten queeren Fernsehserie der Welt, der amerikanischen Version von "Queer as Folk", würde wegen der Pandemie ausfallen, hat sich getäuscht. Denn auch 15 Jahre nach Ende der Dreharbeiten sind die Produzenten und die Darsteller*innen eine verschworene Gemeinschaft. Und haben nach wie vor Millionen von Fans rund um den Planeten.

Die können sich jetzt freuen, denn am 1. Mai gibt es eine virtuelle Reunion fast des gesamten Ensembles, mit der alle Beteiligten nicht nur den Fans eine Freude machen, sondern auch Geld für die Organisation "CenterLink" sammeln wollen. CenterLink ist ein Zusammenschluss von 250 LGBTI-Zentren in den gesamten USA, die Leistungen anbieten, die während der Krise dringend gebraucht werden. Sie kümmern sich um obdachlose queere Jugendliche, LGBTI im Alter und Queers, die unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden.

Das sind alles Risikogruppen für Covid-19. Die Organisation nimmt normalerweise die meisten ihrer Spendengelder über Veranstaltungen ein, die jetzt nicht stattfinden können, obwohl der Bedarf für ihre Arbeit in den USA während der Corona-Krise so groß ist wie nie zuvor.

Alle wichtigen Stars haben schon zugesagt

Scott Lowell, der in "Queer as Folk" Ted spielte, wird die Veranstaltung moderieren. Zugesagt haben bislang die Schauspieler*innen Sharon Gless, Peter Paige, Michelle Clunie, Hal Sparks, Randy Harrison und Robert Gant sowie die beiden Erfinder der Serie Ron Cowen und Dan Lipman. Die Veranstaltung findet am 1. Mai um 20 Uhr deutscher Zeit auf Youtube statt.

Direktlink | Der Link zum Youtube-Event wurde bereits veröffentlicht

Neben Chats und speziellen Gesprächen mit den Darsteller*innen über die bahnbrechende Showtime-Show haben Fans während der Online-Reunion auch die Chance, "Queer as Folk"-Erinnerungsstücke zu ersteigern, um Geld für CenterLink zu spenden.

Eine queere Fernsehrevolution vor 20 Jahren

"Queer as Folk" basiert auf der gleichnamigen britischen Serie und wurde im Dezember 2000 erstmals auf dem amerikanischen Pay-TV-Kanal Showtime ausgestrahlt. Die Show war in den nächsten sechs Jahren ein weltweiter Erfolg. Die Geschichten aus dem Leben einer Gruppe schwuler Männer und lesbischer Frauen in Pittsburgh beschäftigten sich mit Coming-out, Drogensucht, queeren Familienmodellen und HIV.

Die Serie wurde von der Community für ihre offene Darstellung von queerem Sex, Drogen, LGBTI-Politik und Aktivismus gefeiert. All das war vor 20 Jahren alles andere als selbstverständlich und "Queer as Folk" deswegen eine Fernsehrevolution, an der heute noch jedes andere queere Format gemessen wird. Es hat in den letzten 15 Jahren nur wenige weitere Formate gegeben, die ihren erzählerischen Schwerpunkt so eindeutig auf queeres Leben legten.

Die letzte Reunion ist noch nicht allzu lange her: 2018 trafen sich alle Darsteller*innen für einen langen Beitrag des US-Unterhaltungsmagazins "Entertainment Weekly".

Direktlink | So sah "Queer as Folk Reunion" 2018 aus



#1 NikiAnonym
  • 26.04.2020, 15:59h
  • Das ist eine wirklich gute Serie..
    Sie hat mich als Hete, neugierig gemacht
    und mich mehr recherchieren lassen, was und wo die Probleme der gesamten Community liegen...
    Ich bin jetzt 60, habe aber schon mit 14 Jahren damals gegen den Paragraphen 175 Politik gemacht...Insofern.....für mich passte das jedenfalls gut.
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#2 YannickAnonym
  • 26.04.2020, 16:31h
  • Sehr schön. Und toll auch, dass das einem guten Zweck dient.

    Nur schade, dass mit Gale Harold und Thea Gill zwei Hauptdarsteller fehlen. Und Jack Wetherall war ja auch bis zu seinem Serientod einer der Hauptdarsteller.
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#3 bitteMehrAnonym
  • 26.04.2020, 22:19h
  • immer etwas, dass es da ne reunion gibt. Noch heute denke ich an die aufregenden Stunden vorm TV, im Nachtprogramm von Pro7.
    Tolle Themen und Darsteller, ein echtes Schwulotopia, für schwule Zuschauer und nicht so mainstream-gewaschen wie Will & Grace ( hat der Hauptsteller in den ersten Staffeln überhaupt n Kerl mal geküsst?).
    Leider gibt ausser QAF noch Tales of the City bei Netflix, mehr von solchen Produktionen.
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#4 ulfberlinAnonym
  • 26.04.2020, 23:07h
  • Diese Serie ist immer noch das Beste, was man an schwulem/lesbischem/queerem Leben so sehen kann. Wann wird "Queer as Folk" endlich mal im öffentlich-rechtlichen gesendet? Wo bleibt die Quote?
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#5 GayChurchProfil
  • 26.04.2020, 23:36hBerlin
  • Diese Serie ist beispielgebend für echt emanzipiertes und emanzipierendes TV. Ein echter Beitrag gegen die sexuelle Apartheid in den Medien. Ich bin dafür, dass wir vom deutschen Fernsehen fordern diese Serie wieder auszustrahlen und zwar nicht erst um Mitternacht, dafür zahlen wir schließlich GEZ. Das wäre ein sinnvolles Vorhaben für den diesjährigen CSD: eine Petition für diese Seria ans öffentliche rechtliche TV!
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#6 hrrghAnonym
  • 27.04.2020, 09:42h
  • Antwort auf #5 von GayChurch
  • aber dann mit neuer professioneller Übersetzung und Synchronisation (oder im Original). Die letzte traf an vielen Stellen weder den Spirit noch die einzelnen Typen der Geschichte. Wär auch nicht das erste Mal, dass die ÖR eine Serie neu synchronisieren. Wär wirklich schön.
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#7 FinnAnonym
  • 27.04.2020, 10:59h
  • Antwort auf #5 von GayChurch
  • Ich habe die Serie auch sehr gemocht und fand sei einen Meilenstein.

    Aber eine CSD-Forderung nur bezogen auf diese eine Serie fände ich nun wirklich übertrieben und verengend. Dann lieber als CSD-Forderung, dass es generell mehr LGBTI-Sichtbarkeit in den Medien gibt (wozu dann auch gerne diese Serie gehören darf). Aber nicht nur wie irgendein Fan-Kiddie nur diese eine Serie fordern.
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#8 FinnAnonym
  • 27.04.2020, 11:04h
  • Antwort auf #6 von hrrgh
  • Ich fand die Synchronisation jetzt nicht so schlimm. Das einzige, was ich wirklich ätzend fand, war dass die Stimme von Jack Wetherall als Vic Grassi mitten in der Serie wechselte. Noch dazu zu einer Stimme, die komplett anders war als die alte. Das war nicht nur ungewohnt, sondern sogar störend.

    Zumal da auch schon bekannt war, dass diese Rolle in der Serie bald an AIDS sterben würde.

    Ich finde, dass Synchronstudios sowas in Verträgen regeln sollten, dass die Sprecher dann auch bis zum Ende der Serie zur Verfügung stehen müssen und nicht mittendrin aussteigen dürfen, wenn sie lukrativere Jobs bekommen und dann keine Zeit mehr haben. Vertrag ist Vertrag.
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#9 GayChurchProfil
  • 28.04.2020, 00:04hBerlin
  • Ich meinte natürlich nicht, dass das die EINZIGE Forderung sein für den CSD soll. Aber es wäre eine sehr konkret Möglichkeit, um ein Beispiel zu geben, meinetwegen bei einer von mehreren Mahnwachen - und diese eine mit 20-50 Personen (mit Masken und aller abständigen Korrektheit) vor dem ARD Hauptstadt-Studio (z.B.). Himmle nochmal!!!! Fangt an euch Gedanken zu machen. Wir brauchen viele kleine Gruppen! Und da wäre jeweils schlagkräftige und plausible Argumente wichtig!
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#10 Still_IthProfil
  • 02.05.2020, 16:34hGießen
  • Wie ich mich einfach in den frühen 2000ern spätabends regelmäßig ins Wohnzimmer geschlichen habe, um das heimlich zu gucken (vorausgesetzt, der Rest der Familie war im Bett) ^^

    War eine der ganz wenigen Serien, bei der ich versucht habe, Folgen möglichst nicht zu verpassen.
    Es kam bei mir halt immer so an, dass Leute in der dort gezeigten Welt okay sind bzw. wären. Dass das sowas wie mich nicht mit einschließt, hätt ich damals nie erwartet. Besser so, wahrscheinlich.

    Ob ich's mir heute noch anschauen würde, irgendwas in der Richtung oder was damit zu tun hätte - ich weiß nicht. Inzwischen hängt über allem halt immer diese Gewissheit, was ich mir von den betreffenden cis-schwulen Charakteren als Trans*-Kerl alles anhören müsste, würde man sich im realen Leben begegnen. Und das wär ja nix Gutes, und wenn bloß das systematische Schweigen und Hängenlassen bei Angriffen durch Dritte. Ist ein Teil an Fantasie, den mir die Realität da ganz schön hart zerschossen hat seit meinem Trans*-Outing.

    Aber im Rückblick isses schön, trotzdem. Jung, naiv und unwissend zu sein, war in der Hinsicht wirklich ein Segen. Und auf dieser Basis... kam's bei mir als Lichtblick an. Immerhin waren Brian und Justin so ungefähr das einzige Pärchen in Filmen oder Serien EVER, das ich als Liebespaar ernstnehmen konnte. Bei Hetero-Beziehungen fehlen mir für sowas einfach die Identifikationsfiguren. Insofern bin ich schon echt dankbar, dass das lief. Und vor allem auch: Spät genug, ums gucken zu können.
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