Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35996

Studie

Coronavirus wird nicht von Sperma übertragen

Covid-19 ist laut vorläufigen Ergebnissen keine sexuell übertragbare Krankheit. Da Sex mit sozialer Distanz aber ohne ausgeklügelte Hilfsmittel so gut wie unmöglich ist, hilft diese Erkenntnis gegenwärtig nur beschränkt weiter.


Spermien können das Coronavirus offenbar nicht an andere weitergeben (Bild: Matt Brown / flickr)

Laut einer amerikanischen Studie ist das Coronavirus Sars-CoV-2 wohl nicht sexuell übertragbar. Forscher der staatlichen University of Utah in Salt Lake City hatten dafür 34 chinesische Männer untersucht, die mit dem Coronavirus infiziert waren und leichte bis mittlere Covid-19-Symptome hatten. Im Sperma nicht eines einzigen Probanden konnte das Labor den Virus nachweisen.

Allerdings seien diese Ergebnisse nur vorläufig, heißt es in dem Papier. Schließlich seien in dieser Studie nur eine kleine Anzahl von Probanden getestet worden. Zudem habe kein einziger Proband starke Symptome von Covid-19 gehabt. Dennoch sei die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Sars-CoV-2 in Hodenzellen eindringt. Es seien aber noch weitere Untersuchungen notwendig, um dieses vorläufige Ergebnis zu bestätigen.

"Wichtige Entdeckung"

Co-Autor Dr. James M. Hotaling bezeichnete die Ergebnisse als "wichtige Entdeckung". "Wenn eine Krankheit wie Covid-19 sexuell übertragbar wäre, hätte das große Auswirkungen auf die Prävention und auf die Fortpflanzungsgesundheit von Männern." Der Spezialist für Männergesundheit und männliche Unfruchtbarkeit warnte etwa davor, dass das Virus in diesem Fall Langzeitschaden auf die Qualität oder Produktion von Sperma haben könne. Andere Virenerkrankungen – etwa Ebola oder Zika – sind sexuell übertragbar.

Hotaling warnte allerdings, die Ergebnisse als Freibrief für sexuelle Begegnungen zu interpretieren. Beispielsweise durch Küssen könne das Virus sehr schnell auch beim sexuellen Kontakt übertragen werden, ebenso wie durch Husten oder Niesen. Er empfahl daher, weiter soziale Distanz einzuhalten. Wie man mit zwei Meter Abstand Sex haben kann, verriet der Wissenschaftler freilich nicht. (cw)



#1 CarstenFfm
#2 KerzmanProfil
  • 28.04.2020, 21:09hPrinceton
  • >>> Da Sex mit sozialer Distanz aber ohne ausgeklügelte Hilfsmittel so gut wie unmöglich ist, hilft diese Erkenntnis gegenwärtig nur beschränkt weiter. <<<

    Endlich mal eine hoffnungsfrohe Botschaft aus Utah, >erection: yes, infection: no< (hat Dr. Dre bei deser >Studie< mitgemacht?). Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, LDS) hat bekanntlich nicht nur das Konzept der Immaculata conceptio (der fleckfreien Empfängnis) übernommen (und im gleichen Abwasch den Zweitauftritt ihres Heilands in U.S.A. als Kerndogma begründet), sondern auch das Prinzip >Abstandhalten in der Missionarsstellung< (aka Ficken in gebührlicher Entfernung) verfeinert. Früher habe ich mich mal gewundert, warum sich so viele per Persil und K2R blütenweißbehemdete missionaries-in-training auf freien Kinderspielplätzen in Salt Lake City auf der Wippe amüsieren (>Jetzt bin ich oben und Du bist unten!<). In Deutschland nennt man das wohl, >öffentlicher Fernverkehr<. Jetzt wundere ich mich auch über diese >wissenschaftliche Studie< aus Utah nicht mehr.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GummmibaerAnonym
  • 30.04.2020, 14:18h
  • Social distancing ist mit sozialer Distanz falsch übersetzt. Es muss physische Distanz heißen.
  • Antworten » | Direktlink »