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Kommentare zu:
LSVD: Bundesregierung will "Homoheiler"-Verbot "offenbar ins Leere laufen" lassen


#1 Carsten ACAnonym
  • 29.04.2020, 12:03h
  • Es war doch von vornherein klar, dass Union und SPD nur Büttel der Kirchen sind. Das haben die immer wieder bewiesen.

    Die wollten unsere Forderungen, die auch unter Heteros immer mehr Anhänger gefunden haben, endlich loswerden, weil es ihnen lästig war, sich immer wieder und vor immer mehr Menschen dafür rechtfertigen zu müssen.

    Also haben sie das gemacht, was sie immer in solchen Fällen tun:
    sie kündigen eine "umfassende Reform" an, damit das Thema aus den Medien und dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet und dann lassen sie das ins Leere laufen oder verwässern es so sehr, dass man es gleich bleiben lassen kann.

    Die wenigen Informierten (wie z.B. Leser von queer.de) wissen es zwar besser, aber das sind zu wenig Leute, um relevant zu sein. Und die breiten Massen denken, das wäre jetzt geregelt.
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#2 InakzeptabelAnonym
  • 29.04.2020, 12:10h
  • Dieser Gesetzentwurf ist inakzeptabel.

    Das Verbot dieser Gehirnwäsche muss für ALLE Altersklassen gelten.

    1. Es ist wissenschaftlich belegt, dass diese Konversions-"Therapien" in ALLEN Altersklassen schwerste psychische Schäden verursachen und bis zum Selbstmord führen können.

    2. Auch Erwachsene machen solche Maßnahmen nicht freiwillig, sondern da geht jahrelanger Druck von Familie, Glaubensgemeinde oder sonstigem Umfeld voraus.

    3. Wenn man nur bis zu einem bestimmten Alter schützt, erreicht man letztlich das genaue Gegenteil des Schutzes. Dann wird der psychische Druck auf Jugendliche noch massiv zunehmen, so dass diese auch ja bei Erreichen der Altersgrenze sofort "freiwillig" zu irgendwelchen Scharlatanen gehen.

    4. Es gibt nichts zu therapieren, weil die sexuelle Orientierung und Identität keine Krankheit ist.

    5. Da wird Betroffenen zuerst Selbsthass und Selbstverachtung eingeredet und dann präsentieren dieselben Leute sich als "Heiler", die einen von Problemen befreien, die man ohne sie gar nicht hätte.
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#3 Nk231Anonym
  • 29.04.2020, 13:44h
  • Es gab doch das Argument, dass man Erwachsenen nicht verbieten könne, die Entscheidung zu treffen, so eine "Heilung" in Anspruch zu nehmen.

    Das fand ich von Beginn an fragwürdig. Welche Personen sollen das denn sein? Mir ist so jemand noch nie begegnet. Und wieviele sind das? Tatsache ist doch, dass manche christliche Eltern ihr homosexuelles Kind, meist schwul, dazu zwingen. Ich kenne von LSBTTIQ niemanden, der/die aus eigener Überzeugung diese "Therapie" möchte.

    Übrigens gibt es Institutionen und Beratungsstellen, die aufklären und genau das Gegenteil erklären, was das Gesetz zum Homo-Heilungsverbot festlegt. Ich kenne keine Beratungsstelle, die sagt: "Ja, Sie sind erwachsen, Sie können sich für die Homo-Heilung entscheiden."

    Aber nun soll es ein Gesetz geben, das im Prinzip das aussagt?
    Damit macht man die gesamte Arbeit von Beratungsstellen und Institutionen kaputt.
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#4 AusredeAnonym
  • 29.04.2020, 15:25h
  • Antwort auf #3 von Nk231
  • Natürlich ist dieses "Argument" Unsinn. Das ist eine reine Ausrede.

    Man macht auch mündigen Erwachsenen immer Vorschriften. Ansonsten wäre es ja auch eine Anarchie. Z.B. dass sie Steuern zahlen müssen. Auch Verbote gehören dazu, z.B. das Verbot von Drogen.

    Wehe, jemand fordert z.B. die Legalisierung von Marihuana. Da hat die Politik kein Problem damit, das zu verbieten und interessiert sich nicht dafür, ob das eine freie Entscheidung eines mündigen Erwachsenen ist.

    Oder bei der Vorschrift, Autobahnen nur in einer Richtung zu nutzen. Auch da steht das Wohl anderer über der individuellen Freiheit "mündiger Erwachsener".

    Aber sobald es um Konversions-"Therapien" geht, ist das plötzlich ein riesiges Problem und dann kommt man mit solchen hanebüchenen Ausreden.
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#5 RetroGayProfil
  • 29.04.2020, 15:34hDortmund
  • Hier offenbart sich der Respekt, den dieser Staat unserer unantastbaren Würde erweist!
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#6 TimonAnonym
  • 29.04.2020, 15:50h
  • Ich werde niemals verstehen, wieso die Regierung nur einen Teil der Opfer schützen will und wieso die anderen Opfer keinen Schutz verdienen.

    Damit stellt die Regierung sich wieder mal gegen die ausdrücklichen Forderungen aller unabhängigen Experten.
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#7 Nk231Anonym
  • 29.04.2020, 16:00h
  • Antwort auf #4 von Ausrede
  • Ja, es ist eine Ausrede. Und es kann auch noch zu mehr werden: manche können sich in diesem Firlefanz-Gesetz bestätigt sehen und ihre mündigen, volljährig gewordenen Kinder extra zu einer "Heilung" zwingen, so nach dem Motto: "Verboten ist das ja nicht, also machen wir das."
    Es gibt einige Familien, die keinen üblichen Lebensalltag haben: manche Kinder, die gerade erst volljährig geworden sind, leben meist noch bei ihren Eltern aus unterschiedlichen Gründen. In manchen Familien findet Gewalt statt und die Eltern erlauben den Auszug des Kindes nicht, in manchen christlichen Familien gibt es mehrere Generationen und ein Auszug ist nicht erwünscht, es gibt Patchwork-Familien, es gibt Kinder die zwischen Vater und Mutter hin und her pendeln und wo die Erziehungsfragen nicht eindeutig oder einheitlich abgestimmt sind.

    Es gibt so viele unterschiedliche Konstellationen, dass das Gesetz, was hoffentlich so wie es ist nicht in Kraft treten wird, nur auf die wenigsten zutrifft und deshalb nur wenige wirklich schützt.

    Da kann ich aus meinem ursprünglichen Beruf sprechen - es gibt einfach zu viele unterschiedliche Familienentwürfe, dass das Gesetz zur Homo-Heilung unbedingt überarbeitet werden- und viel mehr Schutz gewährleistet werden muss. Natürlich in Bezug auf Alter muss es überarbeitet werden, aber auch noch in manch anderer Hinsicht.
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#8 GerritAnonym
  • 29.04.2020, 16:56h
  • Antwort auf #6 von Timon
  • Im ursprünglichen Gesetzentwurf der SPD, der damals von Karl-Heinz Brunner vorgestellt wurde, war diese Gehirnwäsche generell und für alle Altersgruppen verboten. So wie es auch sein muss und wie alle neutralen Mediziner und Psychologen das fordern.

    Aber die SPD ist wieder mal auf ganzer Linie vor der Union eingeknickt.

    Dabei geht es hier um die Gesundheit und oft sogar das Leben von Menschen. Wo sonst will die SPD denn mal hart bleiben, wenn nicht bei Menschenleben?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#9 GerritAnonym
  • 29.04.2020, 17:00h
  • "Eltern sollen Kinder weiter zu "Homo-Heilern" schicken dürfen"

    Mit anderen Worten:
    mittlerweile ist dieser Gesetzentwurf schon so weit abgeschwächt, dass es de facto für niemanden mehr verboten ist.

    Damit macht dieses Gesetz das genaue Gegenteil dessen, was es ursprünglich mal sollte: es verbietet nicht diese Gehirnwäsche religiöser Fanatiker, sondern erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik werden diese Machenschaften gesetzlich erlaubt.

    Dieses Gesetz muss verhindert werden !!!

    Es ist nicht mal ein kleiner Fortschritt oder gar kein Fortschritt, sondern es wäre sogar eine Verschlechterung des status quo.

    Ich wüsste gerne, womit diese Radikalen die Regierung in der Hand haben...
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#10 WeseraalProfil
  • 29.04.2020, 17:01hBremen
  • sogenannte "Homo-Heilung" ist nichts weiter als gefährliche Quacksalberei - und die kann man sehr wohl ohne jede Ausnahme verbieten. So einfach kann das sein!
  • Antworten » | Direktlink »
#11 YannickAnonym
  • 29.04.2020, 17:19h
  • Dieses Gesetz muss komplett gestoppt werden.

    Denn es macht nichts besser, sondern nur noch schlechter, weil es diesen Fanatikern erstmalig eine gesetzliche Erlaubnis für 99% ihrer menschenverachtenden Tätigkeiten bringt.

    Das ist ein Gesetz, was Fanatiker wollten und die Regierung springt. Und dann wollen sie uns auch noch weismachen, das sei ein Gesetz für uns.

    Für wie dumm halten und CDU/CSU und SPD eigentlich?
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#12 Homonklin_NZAnonym
  • 29.04.2020, 17:22h
  • Dass man da eine Art Zoll an die religioten Spinner abtreten will, steht eigentlich außer Zweifel. Wenn doch klar ist, das eine natürliche Eigenschaft der Person keiner Art "Heilungsversuch" bedarf, und etwa ähnlich, wie die Hautfarbe oder vielleicht mathematische Begabung keinen Anlass dazu gibt, warum man das trotzdem ändern soll, beschreibt das doch bereits, was Menschenwürde mit beinhaltet.
    Und was nicht antastbar, nicht verhandelbar sein soll.

    Also muss doch klar sein, dass jedes Belassen solcher Möglichkeiten die Würde der Menschen, die da immer noch bearbeitet werden mögen, massiv antastet und den Sinn so eines Schutzgesetzes aus dem Hinterhalt erdolcht.
    Man muss sich schon fragen, wie diese ganzen "Experten" denken, oder opb die überhaupt viel denken. Ich meine, da haben sich Ethiker und andere vielleicht hoch Gebildete dran beteiligt, von denen man erwarten kann, dass die halbwegs klar denken.

    Das muss man bei dem Entwurf in Frage stellen, wie der bisher vermittelt wird. Denn die Mängel und Fehler, die da dran auffällig wurden, machen das Ganze zu einem Arbeitspapier für einen Anfang - im bestmöglich betrachteten Licht.

    Doch scheint das Ganze typisch deutsch abgehandelt zu werden. Deutschland nennt sich säkular, beschließt seine Lebensregeln aber nicht so. Hier wird man schon von Grund auf verarscht, was soll man vom Aufbau darüber halten können?
    Man hat gesehen, wie das Entschädigungsgesetz für die nach dem Krieg weiter verfolgten Schwulen und Lesben (wurden die da überhaupt mit gedacht? ) abgehandelt wurde, und wie man da mit den Geldern geizt.
    Hätte es eine ähnliche Entschädigung für verfolgte Christen geben sollen, hätte das sicher sehr anders ausgesehen.

    Also was erwartet man sich von diesem Gesetz? Ginge es nach den religioten Spinnern, würden die auch eine Erlaubnis für Exorzismen fordern, für Inquisition und Sterilisierung von Klosterschwestern und noch anderen ausgemachten Mumpitz, mit dem man Menschen das Leben verleiten kann.
    Das Anti-Homoheilungs-Gesetz wird also so lange frisiert und zurecht gebogen, bis es zu einem Homoheilungs-Erweiterungsgesetz wird. Das lässt sich erkennen, weil man in der fraglichen Entscheider-Ebene anscheinend IMMER NOCH NICHT begriffen hat, dass es gar nichts zu heilen gibt!

    Mit der ganzen Herumrednerei um das freie Auswählen von selbstschädigendem Verhalten durch Anleitung von Dritten, wenn man Menschen nur lange genug bearbeitet oder gar nicht erst aufklärt, wirken noch viel mehr Dinge bedrohlich unpassend auf die Befürworter, wenn man das da mal genauer beleuchtet. Das ist schon klar. Dann müsste man etwa auch die religiöse Indoktrinierung eindämmen, und junge Menschen im volljährigen Alter sich entscheiden lassen, ob oder welche Religion sie für sich aussuchen möchten. Ein Eingemeinden durch Taufe ist dann nämlich auch übergriffiges Verhalten.
    Vermutlich haben die Psychiater davor Schiss, dass sie dann auf ein Mal Trans*-Persönlichkeiten wie richtige, mündige Menschen annehmen müssen, wenn man Eigenschaften der Person nicht mehr bearbeiten und zurecht zwirbeln darf. Dann wankt auch das sowieso verfassungswidrige Beschneidungsgesetz wieder, wo man religiote Spinnerei aus tradierter Körperverletzung vor das Recht auf Unversehrtheit rückte.
    Mit demselben psychisch problematischen Argumentieren müssten Dinge wie Harakiri oder Schädelbohrungen ohne Narkose ähnlich gestattet sein, ist nur eine andere Tradition.

    Also so erschreckend logisch oder von tatsächlicher Experten-Inbrunst durchsetzt scheint daganz viel nicht zu laufen, und man führt die Leute mehr oder weniger offenbar an der Nase herum. Som wie dieses Gesetz jetzt dasteht, muss man Bedenken haben, ob man da nicht Inkompetenz in Stein meißelt, und sich dem Pseudo-Säkularstaat noch beim Lecken seiner gepflegten Hämmorhoiden andient,

    Auch wenn die Metapher etwas bitter rumkommt. Wenn man sich betreffs dieser "Heilung" oder "Therapie" linken lässt, stellt es den so genannten Rechtsstaat weiter in Frage. Die Glaubwürdigkeit ist da schon durch anderes fragwürdig geworden.

    Also, den Nasenring einfach mal wieder einstecken, man hat das durchschaut.
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#13 FennekAnonym
  • 29.04.2020, 17:25h
  • Wenn Union und SPD ihre Bürger nicht vor solchen skrupellosen Fundamentalisten schützen können oder wollen, muss eine andere Regierung her.

    Die Union regiert seit 15 Jahren ohne Pause. Die SPD regiert sogar seit 22 Jahren nur mit einer Unterbrechung von 4 Jahren. Was die in dieser Zeit geschafft haben, wurde entweder vom Bundesverfassungsgericht erzwungen (und dann machen sie auch nicht mehr als das geforderte Minimum) oder wurde durch den Druck anderer Parteien erreicht (wie die Eheöffnung, die nur durch die Wahlkampaussagen der Grünen und den Versprecher Merkels ermöglicht wurde).

    Es wird wirklich Zeit für einen Wechsel.
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#14 Nk231Anonym
  • 29.04.2020, 17:26h
  • Antwort auf #8 von Gerrit
  • Moment, der Gesetzentwurf von Brunner schloss, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, das Verbot der Trans-Heilung aus, weshalb das dann zu Recht kritisiert wurde. Also auch die SPD hatte schon was falsch gemacht.
    Danach waren zu viele zu optimistisch, als Spahn mit einem Gesetzentwurf begann. Dass er christliche Vertreter dabei hatte, war sicherlich nicht nützlich, ehrlich gesagt.
    Also darf auch Kritik gegenüber Spahn ausgesprochen werden.
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#15 FaktischAnonym
  • 29.04.2020, 17:32h
  • "große Mängel, die nur schwer zu erklären seien"

    Schwer erklärbar vielleicht für den religionsergebenen LSVD, jedoch nicht für klar denkende Menschen. Der deutsche Bundestag ist eine große Ansammlung christlicher Lobbyisten, die den Ihren selbstverständlich nicht das Handwerk legen wollen.
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#16 TheDadProfil
  • 29.04.2020, 19:32hHannover
  • Antwort auf #3 von Nk231
  • ""Es gab doch das Argument, dass man Erwachsenen nicht verbieten könne, die Entscheidung zu treffen, so eine "Heilung" in Anspruch zu nehmen.

    Das fand ich von Beginn an fragwürdig. Welche Personen sollen das denn sein? Mir ist so jemand noch nie begegnet. Und wieviele sind das?""..

    Wie viele das sind, und ob Du persönlich mal Jemanden kennengelernt hast ist für diese Frage irrelevant..

    Der Gesetzgeber steht aus gutem Grund zu der Auffassung, man könne Erwachsenen nicht einfach alles verbieten, denn das widerspräche dem Artikel 2 GG..

    Um hier gleich klar zu stellen :

    Ich bin grundsätzlich für das Verbot jeglicher Scharlatanerie die sich das Kleid einer "Therapie" überzieht..

    Das löst aber das bestehende Problem nicht, denn wenn man etwas verbieten will, dann muß man es auch sehr gut begründen können..
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#17 Miguel53deProfil
  • 29.04.2020, 19:44hOttawa
  • Antwort auf #8 von Gerrit
  • Genau das sehe ich als das größte Übel an, nämlich dass die SPD eingeknickt ist.

    Natürlich sind es vor allem Spahn und seine CDU, die die Verantwortung für ein Gesetz tragen, das in Wirklichkeit gar keines ist. Es ist nur ein Stück Papier ohne Wert. Doch das durfte man bei dieser Partei erwarten. Ebenso bei Spahn, der so verzweifelt nach Anerkennung in einer christlichen Partei sucht, obwohl oder weil er doch schwul ist.

    Doch das die SPD hier einmal mehr derartig versagt, das hätte man nicht erwarten wollen, sollen, mögen. Leider hat sie es wieder getan. Und so sehr es in der Politik Kompromisse geben muss. Es gibt Grenzen. Es gibt Bereiche, wo es nur klare Entscheidungen geben kann, ganz kompromisslos. Eben da, wo Menschen beschützt werden müssen.

    Hier zeigt die SPD einmal mehr, wie schwach sie inzwischen geworden ist.

    Ein Trauerspiel.
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#18 Nk231Anonym
#19 Nk231Anonym
  • 29.04.2020, 19:58h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Was ich schreibe, bleibt immer noch meine Entscheidung, deshalb bleibt es auch meine Sache, was ich für relevant halte oder nicht.
    Und zum anderen kann man das Verbot der Homo- und Trans-Heilung in allen Altersgruppen SEHR GUT begründen.

    Also was ist jetzt dein Punkt? Dass unsere Gesetze nun im Weg stehen?
    So ist es nicht. Begründen kann man diese Altersgruppen im Verbot, nur die CDU stolpert halt gerne über ihre christlichen Füße.
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#20 DamienAnonym
  • 29.04.2020, 20:06h
  • naja, ich muss ja keinem erwachsenen Menschen verbieten, eine schwachsinnstherapie zu machen. soll doch jeder seines peches schmied sein. ich kann aber erwachsenen menschen verbieten, solche schwachsinnstherapien anzubieten und durchzuführen. das macht der staat ja auch z. b. bei drogendealern. der ansatz ist also nicht bei denen, die sowas über sich ergehen lassen wollen und das nicht dürften, sondern bei denen, die schädliche therapien (und das ist ja wohl belegt) verabreichen wollen. ich sehe da kein problem. das problem ist der der kirche völllig ergebene spahn, der sich ja auch sonst (z. b. bei sterbehilfe) mit hinweis auf seinen gott selbst über höchste gerichtsenscheidungen hinwegsetzt und leute lieber qualvoll verrecken lässt. wenn er schon dazu fähig ist, sollte es einen nicht wundern, wenn ihm therapieopfer am arsch vorbeigehen.
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#21 WeseraalProfil
#22 TheDadProfil
  • 30.04.2020, 08:07hHannover
  • Antwort auf #19 von Nk231
  • ""Was ich schreibe, bleibt immer noch meine Entscheidung, deshalb bleibt es auch meine Sache, was ich für relevant halte oder nicht.""..

    Das steht gar nicht zur Debatte..
    Du kannst schreiben was Du willst..

    Aber es ist kein Argument für die Debatte ob Du Jemanden persönlich kennst, und daraus Informationen ziehen könntest die dazu beitragen die Lage anders zu verstehen..

    Auch die Frage nach einer Anzahl von Betroffenen ist kein Argument wenn es um die Einschränkung oder Ausweitung von Grundrechten geht, denn schon EIN MENSCH ist das Maß für die Gewährung eines Grundrechtes..

    ""Und zum anderen kann man das Verbot der Homo- und Trans-Heilung in allen Altersgruppen SEHR GUT begründen.""..

    Auch das steht außer Frage..
    Doch man muß es dann auch tun, und nicht mit irgendwelchen Allgemeinplätzen oder gar Absurditäten herumlabern..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#23 TheDadProfil
  • 30.04.2020, 08:20hHannover
  • Antwort auf #21 von Weseraal
  • ""Ach, wird eventuell lebensbedrohliche Quacksalberei durch das Grundgesetzt geschützt??? Das war mir neu""..

    Kommt ganz darauf an WER diese Quacksalberei betreibt, und wie sie begründet wird, denn Therapiefreiheit ist Teil jeder Behandlungsstrategie, die zwischen Arzt und Patient vereinbart werden kann..

    Wenn der Gesetzgeber also eine bestimmte "Therapie" als Verboten erklären will, dann muß er begründen wo der Schaden dieser Therapie liegt..

    Für Kinder und Jugendliche hat man das getan, und sich dann dazu verbogen diese bekannten Schädigungen für Menschen ab dem 18.Lebensjahr als "nicht so wichtig" zu markieren..

    Auch eine Ausweitung auf eine gesetzliche Grenze von 26 oder 27 Lebensjahren ist einfach willkürlich gewählt, und hier muß eine vernünftige Erklärung her, wieso man junge Menschen mehr schützen müßte als Menschen in mittleren Alters-Spektrum oder im Senioren-Alter..

    Und dann muß man sich auch im Klarem darüber sein, was man eigentlich verbieten, und was man damit schützen will, denn die Tatsache das es dann "Therapeuten" geben wird, die sich damit herausreden werden
    "aber ich habe ihm doch nur im Auftrag der Eltern ins gewissen geredet"
    frei nach dem Motto
    "was sollen denn die Nachbarn sagen"
    läßt sich nicht vom Tisch wischen..

    Wir brauchen hier also mit dem Verbot von solchen Konversions-Angeboten AUCH die Änderung des Artikel 3 GG mit der Erweiterung um die Sexuelle UND Geschlechtliche Identität, und zusätzlich endlich die Ergänzung des GG um die seit Jahren in der Diskussion befindlichen Kinder-und Jugend-Grundrechte, mit der Möglichkeit für diese sich auch GEGEN den Willen ihrer Eltern unter kostenloser Rechtsvertretung wehren zu können..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#24 PfuiAnonym
#26 PeerAnonym
  • 30.04.2020, 11:28h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Es ist richtig, dass man Verbote gut begründen muss.

    Aber die Begründungen für ein Verbot dieser "Therapien" sind ja nun wirklich stichhaltig und wissenschaftlicher Common Sense.

    Da sind die Begründungen für das Verbot von Marihuana weit weniger stichhaltig. Und da geht es auch. Aber bei diesen "Therapien" wird das dann als Ausrede genommen.
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#27 PeerAnonym
  • 30.04.2020, 11:30h
  • Antwort auf #20 von Damien
  • Ja, aber genau das macht die Regierung ja nicht.

    Natürlich kann man niemandem verbieten, sich auch vom nächsten Hochhaus zu stürzen. Aber es geht ja nicht darum, die Opfer solcher "Therapien" auch noch zu bestrafen, denn sie sind eh nicht Herr ihres Willens.

    Sondern es geht (wie Du richtig sagst) darum, den Anbietern solcher Maßnahmen ihr Tun zu verbieten.

    Und genau das verweigert die Bundesregierung.
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#28 FehlerhaftAnonym
  • 30.04.2020, 12:20h
  • Antwort auf #14 von Nk231
  • Ja, auch der SPD-Gesetzentwurf war bereits lückenhaft, weil er solche Maßnahmen an Trans-Personen erlaubte.

    Aber nachdem die SPD wieder mal vor der Union gekrochen hat, wurde es ja immer schlimmer.

    Und jetzt ist ja für Erwachsene alles explizit erlaubt und für Minderjährige unter bestimmten Umständen auch.

    Der Gesetzentwurf wird mit jeder Überarbeitung schlimmer.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#29 Ach jaAnonym
  • 30.04.2020, 12:54h
  • Antwort auf #28 von Fehlerhaft
  • Damit eines von vornherein klar gesagt ist:
    Der Gesetzentwurf ist aufgrund all der hier zu Recht erwähnten Auslassungen, Ausnahmen und Relativerungen einfach mangelhaft, sogar ungenügend.
    Aber eins ist er nicht.
    Er ist kein Rückschritt zur bisherigen Gesetzeslage.
    Allein durch die Existenz eines solchen Gesetzes wird ein Statement gesetzt.
    Analog zu den widerwärtigen Statements die in Polen oder Russland oder auch teilweise in den USA von der Politik gesetzt werden, entfaltet Gesetzgebung allein durch Existenz schon Wirkung auf die gesellschaftliche Meinung.
    Im Guten wie im Schlechten
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#30 Nk231Anonym
#31 WeseraalProfil
  • 30.04.2020, 14:54hBremen
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • Ich habe da eine völlig andere Sichtweise:

    Diese Quacksalber behaupten, wir wären krank und sie könnten uns heilen. Die Krankheit gibt es natürlich gar nicht, das wissen wir alle. Ich denke jetzt einmal einen Moment wie diese Leute. Und da interessiert mich dann ein ganz anderes Gesetz, nämlich das Arzneimittelgesetz.

    Wenn ich ein Mittel zur Behandlung einer Erkrankung auf den Markt bringen will, dann bekomme ich eine Zulassung nur dann, wenn die erwünschte Wirkung die Nebenwirkungen überwiegt, sonst wird das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung verweigern.

    Hier ist es so, dass die entsprechenden sogenannten "Therapien" ja bereits angeboten werden. Das entspricht dann etwa einem Medikament, das schon auf dem Markt ist.

    Hier habe ich nun also Mittel auf dem Markt, die keinerlei erwünschte Wirkung haben, sondern ausschließlich unerwünschte, möglicherweise sogar lebensgefährliche Nebenwirkungen. Bei einem Arzneimittel würde das zu einem Widerruf der Zulassung führen. Und der Hersteller könnte sich natürlich nicht darauf berufen, dass es aber erwachsene Menschen gibt, die so ein gefährliches Gebräu freiwillig schlucken möchten. Der Arzt oder Heilpraktiker, der ein solches nicht mehr zugelassenes Mittel verwendet, ist für die Folgen haftbar.

    Und für alle Mittel und Methoden, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung zu verändern, gar umzukehren, gilt das im vorherigen Absatz gesagte ohne Wenn und Aber. Es gibt da keine Altersgrenze, die beachtet werden müsste . Sie sind zu verbieten!
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#32 Ach jaAnonym
#33 mmmmAnonym
  • 30.04.2020, 15:06h
  • wer cdu wählt, wählt homophobie, wählt tot für lgbt flüchtlinge, wählt mobbing für lgbt kinder. diese partei hat immer alles unternomen um lgbt schwerer zu machen.
  • Antworten » | Direktlink »
#34 Nk231Anonym
  • 30.04.2020, 15:15h
  • Antwort auf #32 von Ach ja
  • Wahrscheinlich wird am Ende das Bundesverfassungsgericht einschreiten müssen, weil mal wieder gegen geltendes Recht verstoßen wurde.

    Ich bin dafür, dass Leute bei der nächsten Bundestagswahl klug wählen und dann der Gesetzentwurf von der besseren Regierung so verfasst wird, dass man das Gesetz erlassen kann.

    Es ist so wie bereits geschrieben wurde: Diskriminierung und Homophobie kann man ein für alle mal ein Ende setzen, und das Gesetz für das Trans- und Homo- Heilungsverbot für alle Altersgruppen festlegen - so einfach ist das.
    Wer das nicht ohne wenn und aber als Gesetz erlassen kann, der hat es dann auch mal verwirkt, regieren zu können.
    Und das können Wähler/innen mit ihrer klugen Wahl wahr machen.
    Es ist schlicht ein Unding, die Wissenschaft so dermaßen lange und stur zu ignorieren oder zu umschiffen.
    Irgendwann muss man eine Schlusslinie ziehen.
    Ich habe für mich schon seit vielen Jahren diese Schlusslinie gezogen. Nun frage ich mich wie lange es dauert bis andere das auch so machen und endlich klug wählen - ? :-(
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#35 FinnAnonym
  • 30.04.2020, 15:46h
  • Antwort auf #29 von Ach ja
  • Doch, er ist sehr wohl ein Rückschritt.

    1. Bisher waren diese Machenschaften etwas, was immer in einer Grauzone stattfand. Mit diesem Gesetz wird das (dadurch, dass es nur in ganz wenigen Fällen illegal wird) für alle anderen Fälle explizit legal.

    Damit haben die also sogar den Segen des Staates.

    2. Durch die Festsetzung eines Alters kann der Druck auf Minderjährige sogar noch größer werden als bisher. Nach dem Motto: man muss denen jetzt noch mehr Selbsthass eintrichtern, damit sie auch wirklich bei Erreichen der Altersgrenze "freiwillig" zu solchen Leuten rennen.

    Fazit:

    Das sind für mich sehr wohl zwei wichtige Punkte, wo die Situation durch dieses mangelhafte Gesetz schlechter wird als sie vorher ohne Gesetz war.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#36 FinnAnonym
  • 30.04.2020, 16:02h
  • Antwort auf #33 von mmmm
  • "wer cdu wählt, wählt homophobie, wählt tot für lgbt flüchtlinge, wählt mobbing für lgbt kinder. diese partei hat immer alles unternomen um lgbt schwerer zu machen."

    Da muss ich zustimmen.

    ABER:
    dasselbe gilt auch für die SPD.

    Denn was bringt es mir, eine Partei zu wählen, die zwar vor Wahlen das Blaue vom Himmel verspricht, erneute Grokos kategorisch ausschließt, etc.

    Die dann aber nach der Wahl all das bricht, und der Union dann brav die Mehrheiten für deren homophobe und transphobe Politik sichert.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#37 Nk231Anonym
  • 30.04.2020, 16:34h
  • Antwort auf #36 von Finn
  • Das stimmt zwar, aber das Bundesbildungsministerium ist nach wie vor ein Ministerium der CDU. Dem unterliegt auch die Forschung.
    Wenn dann eine Karlicczek behauptet, es gäbe keinen Handlungsbedarf, obwohl es europaweite Richtlinien gibt - mein lieber Schwan, da weißte dann bescheid (*augenroll*).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 Falsches RessortAnonym
  • 30.04.2020, 20:10h
  • Antwort auf #37 von Nk231
  • Es geht hier aber nicht um das Forschungsministerium, sondern um das Justizministerium. Und das ist SPD-geführt (von Christine Lambrecht).

    Aber selbst, wenn das nicht so wäre, wäre das irrelevant. Denn die SPD ist Teil dieser Regierung, die das beschließt. Welches Ressort das jetzt am Ende umsetzt ist egal. Die Regierung wird insgesamt von allen beteiligten Parteien getragen. Und es hat auch jede Partei, der der Kurs einer Regierung nicht passt, das Recht, jederzeit eine Koalition zu beenden.

    Erst recht wenn es um Menschenleben geht oder um andere Fragen, die die tiefsten ethischen Überzeugungen betreffen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 Nk231Anonym
  • 30.04.2020, 21:03h
  • Antwort auf #38 von Falsches Ressort
  • Ja, klar, ich dachte weiter und schrieb es nicht - ok, mach ich jetzt.

    Das Justizministerium kann auch nur mit dem arbeiten, was an Gesetzen vorhanden ist und was auf den Weg gebracht werden soll.
    Wenn also vom Bildungsministerium aus keine Forschungsergebnisse vorgelegt werden und was es an Wissen zu LSBTTIQ gibt, kann auch das Justizministerium nicht viel machen.

    Barley hatte es ja als damalige Justizministerin schon erwähnt:
    Zitat: "Es ist peinlich, vom Bundesverfassungsgericht vorgeführt zu werden."

    Da steckt Wahrheit drinn. Barley selbst hatte schon am Bundesverfassungsgericht gearbeitet und später dann als Justizministerin. Wenn sie das also selbst geäußert hat, dann kannst du definitiv darauf vertrauen, dass die Blockade von der CDU ausgeht.
    Denn eines ist auch klar: es gibt in der SPD durchaus auch Leute, die gerne mehr tun würden als ihnen erlaubt wird.
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#40 Nk231Anonym
#41 WahrheitIstRelativAnonym
  • 30.04.2020, 21:40h
  • Kurz :
    Es sind diejenigen Kinder geschützt, deren Eltern GEGEN Konversionstherapien sind.

    Das war ja schon vorher so...
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#42 TheDadProfil
  • 01.05.2020, 10:30hHannover
  • Antwort auf #26 von Peer
  • ""Aber bei diesen "Therapien" wird das dann als Ausrede genommen.""..

    Soweit, so bekannt..
    An dem Punkt kommen "wir" dann ins Spiel, wenn wir bestenfalls als gehörte "Experten-Gruppe" eine beratende Funktion inne haben, und vortragen könnten wieso eine Altersgrenze Unfug ist..

    Diesen Unfug dann mit einem
    "aber das weiß doch jeder"
    begründen zu wollen setzt die Ausrede des Gesetzgebers nicht außer Kraft, der sich hinsetzt und vermeintlich willkürlich eine Entscheidung getroffen hat..

    Doch die Entscheidung des Gesetzgebers folgt den "Beratungen" anderer "Experten", und damit deren Forderungen, die sie als "Bedürfnisse" deklariert haben..

    Und hier gilt es dann dahinter zukommen, welche "Berater" dies waren, und welche "Quer-Verbindungen" zu den Gesetzgebern bestehen..
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#43 TheDadProfil
  • 01.05.2020, 11:06hHannover
  • Antwort auf #31 von Weseraal
  • ""Diese Quacksalber behaupten, wir wären krank und sie könnten uns heilen.""..

    So anders ist die Sichtweise gar nicht..
    Doch die Behauptung ist ja nicht (jedenfalls nicht öffentlich) das wir "krank" wären, sondern das "wir" nicht "in Gottes Plan" stünden, und damit erreicht das Ganze eine völlig andere Dimension, denn dort stellt sich dann die generelle Frage, wieso eigentlich Religioten das "Recht" eingeräumt bekommen sollten "Therapien" anzubieten und anzuwenden, und dann am Ende dazu führen irgendeinem behauptetem "Gottesplan" zu genügen ?

    Mit dem Fakt das der Gesetzgeber hier einer Maßgabe von Religioten folgt solchen Unfug an Erwachsenen anzuwenden biedert sich der Staat an die "Religion" an, und viel weiter noch, er erhebt diese damit zur "Staatsreligion", denn er "erlaubt" denen dann per Therapie die Menschen nach ihrem Bild zu formen..

    ""Hier habe ich nun also Mittel auf dem Markt""..

    Sehr interessante Frage..
    Die sich aber leicht beantworten läßt :
    Die Therapie bringt ja nicht ALLE um..
    Insofern ließe hier dann der Vergleich mit dem Arzneimittelgesetz sogar die Zulassung der Therapie zu, denn tatsächlich zugelassen sind auch Medikamente die Menschen nachweislich umbringen, aber eben nicht alle..

    Und es ist nicht wirklich in jedem Fall tatsächlich nachgewiesen ob denn ein solches Medikament irgendeinen echten Nutzen für die Patienten hätte, oder sich der Nutzen auf den Geldbeutel für die Ärzte, die Apotheker und die Pharma-Industrie beschränkt..

    ""Und der Hersteller könnte sich natürlich nicht darauf berufen, dass es aber erwachsene Menschen gibt, die so ein gefährliches Gebräu freiwillig schlucken möchten.""..

    Das ist leider anders..
    Ein Beispiel :
    Thalidomit als Wirkstoff, besser bekannt als "Contergan" wurde nach dem Skandal in den 60'er Jahren zuerst vom französischem, und dann vom deutschen Markt genommen..
    Aber in vielen anderen Ländern weiter verkauft, und das bis Heute..

    Inzwischen hat der Wirkstoff eine Zulassung in der Behandlung von
    Lepra, Multiples Myelom, Myelodysplastisches Syndrom und Morbus Crohn erhalten..

    de.wikipedia.org/wiki/Thalidomid#Neue_Indikationen

    Man schreibt ja drauf :
    Bitte nicht vögeln..
    Was durch ein verwendetes Piktogramm eines Kindes welches durchgestrichen ist im analphabetischen Teil der brasilianischen Bevölkerung dazu geführt hat das Medikament mit der Antibabypille zu verwechseln, wodurch es wieder zu Kindern mit Fehlbildungen kam..

    ""Und für alle Mittel und Methoden, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung zu verändern, gar umzukehren, gilt das im vorherigen Absatz gesagte ohne Wenn und Aber. Es gibt da keine Altersgrenze, die beachtet werden müsste . Sie sind zu verbieten!""..

    Ja UND Nein..
    Denn zu verbieten sind nach derzeitiger Auffassung nur die Angebote, die sich "gegen den Willen" der Kinder und Jugendlichen richten, respektive mangels fehlender "Einwilligungsfähigkeit" dieser Kinder und Jugendlichen, und sich damit der "Wille der Eltern" durchsetzten würde..
    Und diese Eltern nimmt man dann schon mal aus der Gruppe der zu bestrafenden heraus..
    Welch Unfug..

    Bei Erwachsenen sieht der Gesetzgeber das nicht mehr als gegeben an, und sieht daher nicht die Möglichkeit eines Verbotes..

    Und da kommen dann wieder "wir" ins Spiel, und müssen nachvollziehbar erklären warum "Gehirnwäsche" ein Grund für ein generelles Verbot darstellt..

    Vor dem Hintergrund des Einknickens des Gesetzgebers vor den "Bedürfnissen" der Religioten ist das aber eben keine einfache Sache die sich mit dem Argument
    "aber das weiß doch jeder"
    bewerkstelligen läßt..

    Hier muß dann die Erklärung her, warum die Artikel 1 und 2 und 3 des GG über der "Religionsfreiheit" stehen..
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#44 TheDadProfil
  • 01.05.2020, 11:08hHannover
  • Antwort auf #32 von Ach ja
  • ""Wer soll ihn den sonst überarbeiten?
    Die Oppositionsparteien?""..

    Warum nicht ?

    Gesetzgebung ist NICHT die alleinige Aufgabe der Regierung und ihrer Minister*innen, sondern eine originäre Aufgabe des Bundestages und seiner Abgeordneten*, und die originäre Aufgabe des Bundesrates !
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#45 stromboliProfil
  • 01.05.2020, 11:20hberlin
  • Antwort auf #42 von TheDad
  • "Und hier gilt es dann dahinter zukommen, welche "Berater" dies waren, und welche "Quer-Verbindungen" zu den Gesetzgebern bestehen.."

    jau.. das konversions-findungskomitee könnte ja mal seine sitzungsprotokolle leaken...
    Also all jene, die ihr auf seite eines verbots der "therapien" positionioert wart, ran und raus an die öffentlichkeit .
    Übt euch in whistleblowertum und zivilcourage!
    Wir haben ein recht darauf, zu wissen wer uns terrorisiert.
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#46 Carsten ACAnonym
  • 01.05.2020, 12:19h
  • Antwort auf #39 von Nk231
  • Du verwechselst da ein paar Dinge.

    1. Das Justizministerium ist nicht eine Art Dienstleister für andere Ministerien, das diesen die Gesetze macht. Es kann auch initiativ tätig werden.

    2. Das Forschungsministerium hat nicht die Aufgabe andere Ministerien mit wissenschaftlichen Studien zu füttern. Es soll eher die Forschung in Deutschland fördern und steuern. Das was Du meinst ist der wissenschaftliche Dienst des Bundestags und der ist (aus guten Gründen) parteipolitisch neutral und unabhängig.

    3. Unabhängig davon, wer in einer Regierung wofür zuständig ist, handelt die Regierung als Ganzes. Die SPD trägt die gemeinsame Politik genauso mit wie die Union. Das würde auch anders gehen, wenn die SPD auch mal auf etwas bestehen würde. Aber die SPD hängt sich zwar gerne irgendwo ran, wenn es gerade passt (und versucht das dann auch noch als ihren Erfolg zu verkaufen). Aber wenn es sich nicht gerade eh ergibt, unterstützt die SPD genauso das genaue Gegenteil und schafft solch homophoben Gesetzen die Mehrheiten. Völlige Beliebigkeit halt.
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#47 Carsten ACAnonym
  • 01.05.2020, 12:24h
  • Antwort auf #41 von WahrheitIstRelativ
  • Das ist leider richtig so.

    Es gibt keinen Unterschied zu vorher, außer dass die "Homoheiler" jetzt auch noch den Segen des Gesetzgebers haben und nicht mehr in einer rechtlichen Grauzone agieren.

    Einer der größten Betrugsfälle der letzten Zeit: man macht ein Gesetz, das den Homohassern dient, verkauft es aber so, als schütze es deren Opfer.

    Ich hoffe nur, dass das niemand vergisst und dass sich alle immer daran erinnern waren, dass es CDU, CSU und SPD waren, die das gemacht haben.
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#48 TheDadProfil
#49 WeseraalProfil
  • 07.05.2020, 21:04hBremen
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • das Contergan-Beispiel spricht nicht gegen meine Argumentation denn:
    CONTERGAN war ursprünglich als Schlaf- und Beruhigungsmittel zugelassen. Und diese Wirkung hat der Wirkstoff Thalidomid ja tatsächlich. Die behauptete und erwünschte Wirkung war also vorhanden. Die Missbildungen stellten sich ja erst später als schwere Nebenwirkungen heraus, worauf das Mittel vom Markt genommen wurde.

    Bei den sogenannten "Therapien" um die es uns hier geht, kann die behauptete Wirkung ja gar nicht eintreten, denn erstens ist Homosexualität keine Krankheit, die behandelt werden müsste und zweitens ist die sexuelle Orientierung nicht umkehrbar.
    Also gibt es nur schwere bis tödliche Nebenwirkungen dieser Methoden. Und wenn diese Irren das nicht mit Religion begründen würden, wären sie wahrscheinlich schon von der Bildfläche verschwunden. Ach ja... und in der Bibel (vor Allem im Alten Testament) steht so Manches, das, wenn man es heute täte, den Staatsanwalt auf den Plan rufen würde
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