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TV-Reality

Matthias Mangiapane wird Zweiter bei Skandalshow "Promis unter Palmen"

Der offen schwule Dauergast in den Realityshows der Privatsender war am Ende dem Sieg sehr nahe. In Erinnerung bleiben wird aber wohl eher eine üble Mobbing-Attacke auf eine Mitkandidatin.


Matthias Mangiapane war aus queerer Sicht zwar "unser Mann unter Palmen", aber wollte man sich wirklich mit ihm identifizieren? (Bild: Sat.1 / Richard Hübner)

Der 36-jährige Entertainer Matthias Mangiapane hat es im am Mittwochabend ausgestrahlten Finale der Sat.1-Realityshow "Promis unter Palmen" auf den zweiten Platz geschafft. Gewinner der ersten Staffel wurde Unternehmer und Realitydarsteller Bastian Yotta. Die Sendung war bereits vor der Corona-Pandemie im Herbst 2019 im Süden Thailands aufgezeichnet worden.

Mangiapane, ein gelernter Friseur, hatte seine Realitykarriere vor knapp zehn Jahren gemeinsam mit seinem Lebenspartner Hubert Fella begonnen. Die beiden waren unter anderem in den Vox-Formaten "Ab ins Beet!" und "Hot oder Schrott – Die Allestester" zu sehen. 2017 belegten sie gemeinsam den dritten Platz bei der zweiten Staffel der RTL-Realityshow "Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare". Ein Jahr später schaffte Mangiapane alleine den fünften Platz bei der Königin aller Realityshows, dem RTL-Format "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" (queer.de berichtete). Nach dem Dschungelintermezzo heirateten die beiden in Neuwied – natürlich vor Kameras. Vox machte daraus die sechsteilige Serie "Hubert und Matthias – die Hochzeit".


Alle Kandidat*innen von "Promis unter Palmen" mit Matthias Mangiapane (2.v.r) und dem Sieger Bastian Yotta (5.v.l.) – (Bild: Sat.1 / Richard Hübner)

"Promis unter Palmen" war Ende März gestartet und sorgte im Sorgensender Sat.1 zwar für gute Quoten, wurde aber bei ihrer Premierenstaffel von einem Mobbingskandal überschattet, der auch das Image von Mangiapane beschädigte. In Folge fünf ist zu sehen, wie Mangiapane gemeinsam mit dem späteren Sieger Yotta sowie Carina Spack ihre Konkurrentin Claudia Obert so lange mobbte, bis sie weinte und die Show schließlich freiwillig verließ. Wegen der Folge ermittelt bereits die Berliner Staatsanwaltschaft gegen die Produktionsfirma Endemol Shine Germany. Anzeige erstattet hatte unter anderem die Berliner Initiative "Liebe wen du willst". Den Produzenten wird "Förderung und Ausstrahlung von massivsten menschenverachtenden Verhaltensweisen" vorgeworfen.

Unterstützt uns, CAMP STAHL und die vielen Opfer von Mobbing, damit solche menschenverachtenden Szenen im Fernsehen nicht mehr gezeigt werden!

Gepostet von Liebe wen Du willst am Montag, 27. April 2020
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@stoppt_mobbing_carsten_stahl und @liebewenduwillst erstatten Strafanzeige gegen @sat.1 und @endemolshinegermany bei der Staatsanwaltschaft Berlin. Die Strafanzeige bezieht sich auf die Ausstrahlung von Promis unter Palmen vom 22.04.2020, in der eine Gruppe eine Teilnehmerin derart gemobbt, beleidigt, erniedrigt und diffamiert hat, dass sie die TV-Show unter Tränen verlassen hat. Wie kann ein TV-Sender zulassen, dass solche Inhalte ausgestrahlt werden. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Davon haben wir jedoch nichts gemerkt und stellen uns klar gegen die Ausstrahlung dieser Sendung von SAT.1 und die Produktionsfirma der Unterhaltungssendung. Gehen hier Einschaltquoten über die Würde des Menschen? Richtigerweise müsste Sat.1 die Reissleine ziehen, das Finale nicht ausstrahlen, Yotta den Sieg aberkennen und ihn einer der wenigen Kandidaten geben, die sich gegen dieses Mobbing stellen oder gestellt haben. Wir und unser Kooperationspartner Carsten Stahl kämpfen seit Jahren gegen Mobbing und Gewalt. Diese Sendung ist für uns sowie viele Opfer ein Schlag ins Gesicht. Es darf nicht geduldet werden, dass beeinflussbare Menschen solche Verhaltensweisen als normal ansehen. Die Verantwortlichen dieser Sendung müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Habt wenigstens ein Gewissen und stoppt die Ausstrahlung der kommenden Finalshow! Auch im Namen von @stoppt_mobbing_carsten_stahl, das Liebe wen Du willst-Team #liebewenduwillst #wirsindmehralsdudenkst #stopptmobbing

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Mobbing-Folge aus Streamingplattform entfernt

ProSiebenSat.1 hat außerdem reagiert und Szenen der fünfte Folge der Show aus seinen Plattformen entfernt, darunter auch aus dem Streamingportal Joyn. Hier sind lediglich Folge eins bis vier sowie Folge sechs abrufbar. Hintergrund ist, dass die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), der Aufsichtsverein der privaten TV-Sender, eine Prüfung der Folge eingeleitet hat.


Folge 5 fehlt im Streamingportal von ProSiebenSat.1 (Bild: joyn.de)

Bei Sieger Yotta kam noch ein weiterer Zwischenfall hinzu: Während die Show lief, sind vom 43-Jährigen Videos mit frauenverachtenden Aussagen aufgetaucht ("Ich finde, eine Frau hat drei Öffnungen, und wir Männer haben das Recht, alle drei zu benutzen"). Ihm wurde außerdem Tierquälerei vorgeworfen.

Sat.1 hat daraus Konsequenzen gezogen und jegliche weitere Zusammenarbeit mit Yotta ausgeschlossen. Der "Promis unter Palmen"-Sieger werde auch nicht bei einer Talkshow der Ex-Kandidaten nächste Woche dabei sein, teilte der Unterföhringer Privatsender mit. Selbst der sonst nicht gerade zimperliche Sender RTL kündigte bereits an, nicht mehr mit dem ehemaligen Dschungelkandidaten zusammenarbeiten zu werden.

Twitter / sat1

Twitter / sat1

Mangiapane auch durch Zickereien mit Désirée Nick aufgefallen

Mangiapane sorgte auch mit seinem Streit mit Mitkandidatin Désirée Nick für Schlagzeilen. Zunächst gingen die beiden freundlich miteinander um, danach kippte das Verhältnis – was die ehemalige Dschungelkönigin dazu veranlasste, Mangiapane als "Schuhcremeschwuppe, welche Schande über die ganze LGBTQ-Community bringt und auf jedem CSD angespuckt werden würde" zu bezeichnen.

Zu seiner Mobbingattacke sagte Mangiapane gegenüber RTL, dass er über sich selbst "sehr entsetzt" sei, nachdem er die Folge gesehen habe. Er schränkte aber ein, dass die Szenen gut geschnitten seien und nicht das wirkliche Geschehen wiedergeben würden – er sehe sein Verhalten nicht als Mobbing an. In einem weiteren Interview gegenüber klatsch-tratsch.de machte er das Mobbingopfer für die Attacke mitverantwortlich: "Ich habe bei Frau Obert zwar überreagiert, was mir leid tut, dennoch ist Frau Obert keine Unschuldige." Das ganze Haus sei gegen sie gewesen. Genau wie Nick schaffe sie es nur durch Bosheit, Aufmerksamkeit zu bekommen. (cw)



#1 ElfolfProfil
  • 30.04.2020, 12:28hHamburg
  • Es gibt nur eins, was schlimmer ist, als Mobbing. Das sind Weltverbesserer, die glauben, wenn man sowas nicht zeigt, gibt es auch kein Mobbing mehr. Hiermit hatten wir ein Beispiel, wie eine Situation eskaliert, sich einige Teilnehmer der Show völlig daneben benommen haben und dafür dann die Reaktion im Netz ertragen müssen. Der beste Kommentar kam von Desiree Nick zum Schluss. Warum wollten Claudia und ich nicht befreundet sein, die Show ist ja schließlich vorbei. Claudia, Desiree und Mathias haben lediglich ihre Rolle gespielt, Nur der Yotta und die Spack haben das Konzept nicht begriffen und ihren inneren Trieben freien Lauf gelassen. Ernsthaft zu Schaden ist keiner dort gekommen. Nur der Ruf ist ruiniert.
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#2 OlliAnonym
  • 30.04.2020, 13:59h
  • Wie kann man diesem Schachsinn auch hier noch ein Forum geben? Trash Tv hat es immer gegeben, aber diese Formate sind derart niveaulos, dass man laufend kotzen könnte.

    Alleine die Witzfigur, die den zweiten Platz gemacht hat. Was bitte ist an dem prominent? Was haben der Mann, genau wie diese ätzende Schreieule Desiree Nick (das soll eine Kabarettistin sein??) denn großartiges geleistet, außer dass sie permanent in irgendwelchen Formaten rumlaufen, die so oder so verzichtbar sind oder gleich nicht gegen den guten Geschmack verstoßen, sondern gegen alles, was man unter Menschenwürde versteht.

    Das "Hetenvolk" bekommt dann nebenbei wieder den Schwulen zu sehen, sie sehen wollen: affektiert, tuntig, überkandidelt, zickig. Das ist so durchschaubar, wie erbärmlich. Daher ist eine Erwähnung dieses Formates auf diesen Seiten vollkommen überflüssig.
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#3 JarJarProfil
  • 30.04.2020, 17:24hKiel
  • Hat der 10 Jahre seines Lebens vergessen? Wenn der 36 ist fress ich nen Besen.
    Sat.1 hat wieder gezeigt dass sie nicht fähig sind eine Show erfolgreich zu stemmen. Sie haben Big Brother gegen die Wand gefahren und der anfängliche Erfolg von Promis unter Palmen ist durch das Mobbing nun auch verpufft. Es ist halt auch ein Problem wenn die Zuschauer bei so einer vorproduzierten Sendung nicht mitbestimmen können. So gewinnt dann Obermobber-Dreiloch-Yotta den Kram und kriegt für sein tolles Verhalten noch 100.000 Euro oben drauf. Man sollte weder Yotta, noch Spack oder Mangiapane noch Raum im Fernsehen oder sonstigen Medien geben, solche Leute sind nicht mal fürs Trash TV gut genug.
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#4 queergayProfil
  • 30.04.2020, 23:04hNürnberg
  • Primitiv-banales TV-Gezänk für bildungsfernes Glotzervolk - gemanagt durch geldgeile Endemol-Verblödung. Weg damit.
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#5 TheDadProfil
  • 01.05.2020, 21:41hHannover
  • Antwort auf #3 von JarJar
  • ""Hat der 10 Jahre seines Lebens vergessen? Wenn der 36 ist fress ich nen Besen.""..

    Guten Appetit..
    Laut seiner Vita bei Wiki ist der Mann im September 1983 geboren, und offenbar dem Motto verfallen
    "lebe schnell und sterbe jung",
    wobei er letzteres dabei schon vergessen hat..

    ""solche Leute sind nicht mal fürs Trash TV gut genug.""..

    Gutes Trash-TV ist auch schwer zu gestalten..
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#6 TheDadProfil
  • 01.05.2020, 21:43hHannover
  • Antwort auf #4 von queergay
  • ""Primitiv-banales TV-Gezänk für bildungsfernes Glotzervolk""..

    Wieso denken eigentlich alle die das nicht schauen, diejenigen die das schauen seien per se doof ?

    Ich habe das auch nicht angeschaut, würde aber diejenigen die ihren Spaß daran hatten niemals pauschal als "bildungsferne Idioten" bezeichnen..
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