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Premiere

"Men's Health Dad": Titelstory mit Regenbogenfamilie

Das Vätermagazin zeigt erstmals in seiner Geschichte ein Titelbild, auf dem ein schwules Paar mit Kind abgebildet ist.


Das Titelfoto des Magazins, das am Dienstag im Handel sein wird

"Men's Health Dad" porträtiert in seiner am Dienstag (5. Mai) erscheinenden Ausgabe eine Regebogenfamilie als Titelstory – für das seit Oktober 2015 erscheinende Magazin ist das ein Novum. Auf der Titelseite wird der Bericht mit einem Bild, in dem sich sowohl Kinder als auch Eltern einen Schmatz geben, sowie den Worten "Männlich, schwul, zwei Kids, na klar!" angekündigt.

"Auch international ist das eine Seltenheit", erklärte Redaktionsleiter Marco Krahl am Montag. "Ich freue mich sehr, dass wir Kevin und René Silvergieter Hoogstad und ihre beiden Kinder für das Cover unseres Magazins gewinnen konnten. Sie repräsentieren sehr gut die moderne Familienvielfalt in Deutschland, zu der neben Regenbogenfamilien natürlich auch alleinerziehende Mütter und Väter sowie Patchwork-Familien gehören." Kevin Silvergieter Hoogstad ist auch als Schauspieler bekannt, er war etwa in einer Gastrolle in "Soko Wismar" zu sehen und spielte in mehreren Theaterstücken mit.

Begleitet wird das Titelbild von einem Bericht über diese Regenbogenfamilie. Im Abstand von drei Jahren haben die beiden miteinander verheirateten Väter zwei Pflegekinder aufgenommen, erst einen Jungen, dann ein Mädchen. Sie berichten von alltäglichen Dingen wie Windeln, aufgeschürften Knien und der Musikschule. Thema sind auch besondere Herausforderungen, die sowohl eine Pflegschaft als auch ihre besondere "Papa-Papi"-Konstellation mit sich bringen.

Da der Silvergieter-Hoogstad-Familie immer wieder die gleichen Fragen begegneten, hätten sie sich entschlossen, von ihrem Familienleben zu erzählen. "In ihrer kleinen Stadt haben sie viel Zuspruch erfahren, im Netz dagegen auch üble Anfeindungen", erzählt Krahl. Doch auch dort sind die meisten Reaktionen positiv; ihr Instagram-Profil hat inzwischen 70.000 Fans. Im Juni erscheint ihr Buch "Papa, Papi, Kind".

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In der Natur, bei Tieren kommt das sehr oft vor, dass as zwei männliche Tiere, die sich lieben, Kinder aufnehmen, deren Eltern sie verstoßen haben oder nicht mehr da sind. Bei Pinguinen zum Beispiel. Pinguine paaren sich auf Lebenszeit. Zum Eier legen und brüten ziehen die Pinguine zu einem bestimmten Ort. Dort legt das weibliche Tier ein Ei. Danach braucht sie Futter und macht sich auf die Suche. Ihr Partner brütet das Ei, mit allen anderen Vätern aus. Doch kommt eine Mutter nicht zurück, da sie auf ihrer Futtersuche gefressen wird, ist das männliche brütenden Tier irgendwann gezwungen selbst losziehen und Essen zu finden, um nicht zu verhungern. Jetzt liegt das Ei auf dem Eis und würde erfrieren. Und hier findet das Wunder statt. Zwei männliche Pinguine, auf Lebzeiten vereint, nehmen sich dem Ei an und brüten es aus. Kümmern sich gemeinsam und zeihen das Kind,wie ihr Eigenes, groß. So übrigens auch im New Yorker Zoo geschehen. Dort stieß eine Mutter ein Ei ab und die Tierpfleger gaben das Ei dem männlichen Pinguinpaar. Diese wundervolle wahre Geschichte wurde übrigens in ein ganz zauberhaftes Kinderbuch verwandelt: Zwei Papas für Tango. Und so ist es auch bei uns Menschen. Immer mal wieder kommt es vor, dass Mütter sich nicht kümmern können. Und hier sind wir und nehmen zwei solcher Kinder an, wie unsere Eigenen. Es hat einen ganz tiefen und wundervollen Sinn, warum Gott uns schuf #weilgottessowollte @cindyu.kayfotografie

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Zudem erzählt die aktuelle Ausgabe des Vätermagazins die Geschichten von drei Vätern mit Behinderung, berichtet über die Erfahrung der Sterilisation nach abgeschlossener Familienplanung (Vasektomie), bietet Inspirationen und Infos zu familienkompatiblen Jobmodellen und thematisiert, wo sich Väter mehr einmischen und Mitspracherecht fordern müssen.

Das unregelmäßig erscheinende Magazin "Dad's Health" hat laut IVW eine Auflage von knapp 100.000 Exemplaren und knapp eine Million Leser*innen. Es gilt als erstes deutsches Männermagazin, das sich ausschließlich an Väter richtet. (pm/dk)

Gepostet von Men's Health Dad am Sonntag, 3. Mai 2020
Facebook / Men's Health Dad | Das Vätermagazin erscheint seit Oktober 2015



#1 FinnAnonym
  • 04.05.2020, 21:22h
  • Vollkommen richtig, die Vielfalt der realen Welt zu zeigen. Denn Medien haben nun mal die Aufgabe, die Realität zu zeigen.

    Regenbogenfamilien machen nun mal einen bestimmten Anteil aus, also sollte man sie auch diesem Anteil entsprechend zeigen.

    Vorbildlich!

    Davon können sich manch andere Medien eine Scheibe abschneiden.
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