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Franklin Grahams "Hilfsorganisation"

Feldhospital der Homo-Hasser verlässt New York

Das Corona-Behelfskrankenhaus von Prediger Franklin Graham war ein großer PR-Erfolg. in dem Hospital durften nur Helfer arbeiten, die schriftlich ihre Abneigung gegenüber Homo- und Transsexuellen garantierten.


Franklin Graham teilt in Nachrichtensendern gerne gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten aus und wirbt für die Politik von US-Präsident Donald Trump (Bild: Screenshot Fox News Channel)

Die evangelikale Organisation Samaritan's Purse will laut Medienberichten ihr Feldhospital im New Yorker Central Park am Freitag schließen. Grund sei, dass sich die Corona-Notlage in den letzten Tagen in der bevölkerungsreichsten US-Stadt entspannt habe. Laut einem Sprecher habe man in den letzten gut vier Wochen 191 Patienten behandelt.

Die Errichtung des aus 14 Zelten bestehenden Behelfskrankenhauses war auf Widerstand gestoßen, da die Organisation straff von Franklin Graham geführt wird, der sexuelle und geschlechtliche Minderheiten immer wieder mit Verweis auf die Bibel attackiert – 2016 erklärte er etwa Homosexuelle pauschal zu "Feinden" von Christen, sofern sie ihre sexuelle Orientierung nicht "bereuen". Erst vergangenen Monat verglich er Homo- und Transsexuelle mit Junkies oder Alkoholikern (queer.de berichtete).

Besonders kritisiert wurde, dass alle Helfer des Feldkrankenhauses in New York ein Glaubensbekenntnis (Statement of Faith) unterzeichnen mussten, in dem sie garantieren, Transpersonen und verheiratete Homosexuelle nicht anzuerkennen (queer.de berichtete). Insgesamt hätten laut Samaritan's Purse 244 Helfer gearbeitet, darunter 70 Ärzte und Krankenpfleger – alle mussten das Papier unterzeichnen.

Direktlink | Mehrfach haben LGBTI-Aktivisten gegen das homophobe Hospital protestiert, so auch am Wochenende

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Homo-Hasser wollen weiter in öffentlichen Krankenhäusern arbeiten

Der Einfluss der Homo-Hasser wird auch nach dem Ende des Feldhospitals in New York bestehen bleiben: Samaritan's Purse kündigte an, dass seine Mitarbeiter künftig die öffentlichen Krankenhäuser Mount Sinai Hospital und Mount Sinai Beth Israel unterstützen würden. Graham spielt sich hierbei als Retter in der Not auf, der keine Hintergedanken habe: "Alle Mediziner in New York arbeiten am Limit", so der 67-Jährige. "Indem wir bleiben, können wir ein paar Nachtschichten oder Stationen übernehmen, um den anderen etwas Ruhe zu geben. Wir tun das gerne."

Der schwule Kommunalpolitiker Corey Johnson, der Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, appellierte bereits am Freitag via Facebook an die öffentlichen Hospitäler, ihre Zusammenarbeit mit Samaritan's Purse einzustellen. "Hass hat keinen Platz in unserer schönen Stadt", so die Begründung des 38-jährigen Demokraten. New York habe die Hilfe des "hassspeienden" Graham zu einer Zeit angenommen, als man "Hilfe nicht mit gutem Gewissen ablehnen" konnte. "Diese Zeit ist vorbei", so Johnson, der vor seiner kommunalpolitischen Karriere Politikchef beim beliebten LGBTI-Blog Towleroad gewesen war.

My statement on Samaritan's Purse: It is time for Samaritan's Purse to leave New York City. This group, which is led by…

Gepostet von Speaker Corey Johnson am Freitag, 1. Mai 2020
Facebook / Speaker Corey Johnson

Für Samaritan's Purse war das Feldkrankenhaus ein großer PR-Erfolg. Viele TV-Nachrichtensendungen oder Zeitungsartikel lobten die Organisation für ihren Einsatz in der Corona-Krise und erwähnten die homo- und transphobe Grundhaltung nicht. In der Boulevardzeitung "New York Post" wurde etwa am Montag ein Artikel veröffentlicht, in dem Gegner von Franklin Graham als "Fanatiker" beschimpft wurden.

Eigentlich wollte Franklin Graham seine homo- und transphoben Überzeugungen dieses Jahr auch nach Deutschland tragen: Ausgerechnet während der CSD-Saison war im Juni eine Veranstaltung in der Lanxess-Arena in Köln geplant. Wegen Corona mussten die Evangelikalen aber das Event auf Frühjahr 2021 verschieben (queer.de berichtete). (dk)



#1 FinnAnonym
  • 05.05.2020, 19:24h
  • "Homo-Hasser wollen weiter in öffentlichen Krankenhäusern arbeiten"

    Die gehen über Leichen...
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#2 Homonklin_NZAnonym
  • 06.05.2020, 08:53h
  • Na da bleibt zu hoffen, dass die LGBTIQ* Patient*Innen in den Krankenhäusern, wo die Homohasser mithelfen wollen, nicht geouted sind.

    Da müsste man um sein Wohlergehen bangen. Wenn einer von denen seinen religioten Rappel kriegt, und lässt bloß merhr Luft in eine Infusionskanüle als bedenkenlos, oder irgend sowas. Und die würden nich davon kommen, wenn sie sagten, tja, das Leben lag in "Gottes" Hand, oder irgend so ein Brunz erzählen.
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