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Einzelkommentar zu:
Vorwürfe gegen Berliner Arzt: Die Stille nach dem Sturm


#1 Still_IthProfil
  • 06.05.2020, 13:47hHessen
  • Ein Anwalt mit "ungesunder Härte", dem als "Gegner" traumatisierte Opfer entgegengesetzt werden, die genau deswegen Opfer geworden sind, weil sie schon zuvor in exponierter Lage waren.
    Ja lol.

    Es bleibt einfach bei dem, was auch Frauen immer wieder begreifen müssen, wenn sie die mindestens 10-fache Rufschädigung in Kauf nehmen, die Überlebende sexueller Gewalt erleben, gegenüber der vergleichweise wirklich geringen Rufschädigung für Verdächtigte:
    Sexuelle Übergriffe allein sind in Deutschland de facto einfach nicht strafbar.

    Selbst bei so prominenten Fällen wie den Übergriffen zu Silvester gab's die einzigen paar (extrem wenigen) Verurteilungen wegen Diebstahls, weil "wir haben das Handy bei Ihnen gefunden" eine Straftat ist, die sich gegen objektiven Besitz richtet. Und Geld hat in unserem Rechtssystem nunmal wert, das Wohlergehen von Menschen nicht.

    Aus psychopathischer Sicht kann man dem betreffenden Arzt bloß ebenso gratulieren wie seinem Anwalt. Sie haben einfach beide sehr gut begriffen, wie unsere Gesellschaft und unser Rechtssystem funktionieren.
    Und wer darin so weit unten steht, dass Menschen auf ihrer Stufe mit den Leuten machen können, was sie wollen.
    Corona reißt dem Krieg der Reichen gegen die Armen das letzte Stück Maske an Zivilisation herunter. Was es an Justiz momentan überhaupt noch gibt, geht immer zugunsten derselben Seite. Und was leider nicht bearbeitet werden kann und deswegen nicht bloß verjährt, sondern wo dann einfach mal der Prozess beendet wird, geht immer zulasten derselben.

    Aber klar, einige Teile der schwulen Community stehen eben durchaus auch auf der Seite der Gewinner. Muss man mal klar so sagen. Und da ist Hofieren und Grüßen und das Abwinken über ein paar gesellschaftlich weniger wertige Leute dann halt auch kein Verstoß gegen den Anstand. Sondern einfach die Erfüllung des Anstands innerhalb der eigenen Klasse.

    Wenn eure Bars und sonstigen Szene-Locations mal wieder geöffnet haben, und ihr dabei irgendwen beobachtet, könntet ihr ja der Schande Ausdruck verleihen, indem die Leute dann z.B. mal Hausverbot bekommen oder so, ne? Um ihre Werte zu überdenken. Szene-Erziehung, wo es einen Rechtsstaat für Minderheiten noch nie gab, das wäre das.
    Das wär was, das man tun könnte, wenn die Gesellschaft für sowas schon nicht taugt - und das tut sie eben nicht, wenn du HIV-positiv, schwul, PoC und arm oder sonstwie "unten" bist. Auch eine queere Community tut das nicht. Weil sie auf solche Angriffsziele genauso herabblickt wie alle anderen auch.

    Da weiß man eben auch,
    auf welche Seite man sich zu schlagen hat.

    Und das seh ich für meinen Teil als den Aspekt der ganzen Sache, der mit nix anderem als "Schande" einigermaßen passend beschrieben ist.

    Als ob man so jemandem nicht die Einnahmegrundlage und damit die Übergriffsgelegenheit entziehen könnte, indem man sich in der Szene drauf einigt, dass da einfach keiner mehr hingeht.
    Kann man ihm aber bestimmt nicht antun, bloß wegen so einem bisschen...

    Aus der Reihe: Deutschlands bedauernswerte Täter. Einfach nur zum Kotzen.
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