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Dennis Del Valle

Schweiz: Erstliga-Volleyballer outet sich als schwul

Der Puertoricaner Dennis Del Valle ist der erste Spitzensportler einer Mannschaft der schweizerischen Topligen, der über seine Homosexualität spricht.


Dennis Del Valle an einem Strand in San Juan, der Hauptstadt seines Heimatlandes Puerto Rico (Bild: Facebook / Dennis Del Valle)

Volleyballer Dennis Del Valle hat sich in einem Interview mit der französischsprachigen Schweizer Tageszeitung "24 Heures" als schwul geoutet. Der 31-jährige Profi aus Puerto Rico spielt seit drei Jahren in der Romandie für die Erstliga-Mannschaft Lausanne UC, mit der in den letzten beiden Jahren die Landesmeisterschaft gewinnen konnte.

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview erklärte Del Valle, er wolle mit seinem Coming-out Nachwuchssportlern Mut machen, zu sich zu stehen. "Es muss viele junge Athleten in der Schweiz und anderswo geben, die ein Leben im Geheimen führen", so Del Valle. "Vielleicht kann ich damit das Lebens eines Sportlers verändern. Vielleicht kann ich jemandem mehr Selbstbewusstsein schenken." Niemand solle im Sport versteckt leben müssen, weil er Angst habe, zurückgewiesen zu werden.

Del Valle, der auch bereits für die puertoricanische Volleyballnationalmannschaft gespielt hatte, sagte ferner, dass er zu den Glücklichen gehöre, die nie wegen des Versteckspiels mit Selbstmordgedanken gespielt hätten. Er habe sich aber manchmal geschämt.

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Offen sprach der Sportler auch über seine Ängste, sich in seinem Team zu outen, obwohl er bereits lange zuvor einigen Mannschaftskollegen von seiner Homosexualität erzählt hatte. So habe er die Befürchtung gehabt, dass sich das Verhältnis im Team verändern werde. "Manche könnten es in den Umkleidekabinen komisch finden", so der Sportler. Der 31-Jährige erklärte jedoch, dass alle Ängste unbegründet gewesen seien. Er komme schließlich wie alle anderen Mitspieler nicht zum Flirten in die Arena, sondern um Volleyball zu spielen.

Laut "24 Heures" handle es sich um das erste Coming-out im schweizerischen Mannschaftssport. Immerhin hatte sich mit Pascal Erlachner bereits 2017 ein Fußballschiedsrichter geoutet (queer.de berichtete). Zudem sprach im März Schwinger Curdin Orlik aus Rubingen im Kanton Bern erstmals über seine Homosexualität (queer.de berichtete). (cw)



#1 FliegenAnonym
  • 06.05.2020, 15:44h
  • ...SUPERTOLL!!! KOMMT GENAU ZUR RICHTIGEN ZEIT, DA WO SOVIEL GEGENWIND DIE LSBTTIQ* TRIFFT!!! DANKE UND DASS NOCH VIELE STARS FOLGEN!!!
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#2 YannickAnonym
  • 06.05.2020, 18:14h
  • Besser als Selbstverleugnung und ewiges Versteckspiel mit ständiger Angst vor Enttarnung.

    Jetzt ist er wirklich frei.

    Und wie immer: alle negativen Befürchtungen sind ausgeblieben.
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#3 heutzutageAnonym
  • 06.05.2020, 21:47h
  • Antwort auf #2 von Yannick
  • "Und wie immer: alle negativen Befürchtungen sind ausgeblieben."

    Ja, war aber bis vor nicht allzu langer Zeit keineswegs immer und garantiert so! Und selbst heute ist es je nach "gesellschaftlicher Gruppe" und Stand keinesweg selbstverstaendlich.
    Und je nachdem, wie lange man so etwas in sich behaelt (aus Unsicherheit, oder/und extern induzierter Scham, was auch immer), wird's zum einen "irgendwie" zum "Normalzustand", dann stellt man irgendwann fest, dass die besten Zeiten vorbei sind, und am Ende ist man frustriert bis depressiv (zumindest war's/ist's bei mir so (wobei es bei mir noch so zwei oder drei :-/ andere Probleme gab/gibt)).
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