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Kommentare zu:
75 Jahre Tag der Befreiung: Gedenken an queere Opfer des Naziregimes


#1 Miguel53deProfil
  • 07.05.2020, 18:27hOttawa
  • Im Artikel wird es angesprochen, wenn auch nicht vertieft. Der 8. Mai war in der Tat ein Tag der Befreiung von der faschistisch, nazistischen Tyrannei.

    Doch für die LGBT war es lediglich das Ende der der Gefahr, in einem KZ zu landen. Gefängnis drohte für weitere 25 Jahre. Und die gesellschaftliche Ächtung ging viele Jahrzehnte weiter.

    Die nur begrenzte Freiheit ist aber auch jetzt immer nur dünnes Eis, das jederzeit brechen kann. Das lässt sich vor allem in Polen in aller Deutlichkeit ablesen. Doch auch jüngste Anmerkungen einer jungen Union als ein Beispiel von vielen lassen das ahnen.

    Dennoch, der 8. Mai ist zu feiern und ich bin dafür, den Tag der Arbeit am 1. Mai gegen den Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai als Feiertag auszutauschen.

    Nicht, dass ich den Arbeiter-Feiertag grundsätzlich für falsch halte. Doch eingeführt wurde er bei uns vom Nazi-Regime. Missbraucht später ebenso vom Regime der DDR.

    Ein Tag der Befreiung als ein wichtiges Zeichen gleichermaßen gegen Faschismus, Nationalismus, Rassismus, Anti-Semitismus und Homophobie. Für Frieden und gleiche Rechte jedes Individuums. Das hätte doch was.
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#2 Pink FlamingoAnonym
  • 07.05.2020, 20:11h
  • Antwort auf #1 von Miguel53de
  • Hatte heute bei einen Zahnarzttermin mit meiner ansonsten sehr sympathischen und unorthodoxen Ärztin, die ihre Praxis ganz alleine führt, wiedereinmal ein Gespräch über mein Schwulsein, da wir zuvor über den 8.Mai und seine Bedeutung sprachen. Dabei kam heraus, dass sie nicht einmal davon gewusst hat, das außer Juden, Sinti und Roma auch Homosexuelle ins KZ gesperrt und ermordet wurden. Sie war erst richtiggehend sprachlos, als ich sie darüber informierte, dass dieser unsägliche Paragraph 175 bis Anfang der 90er Jahre existierte. Aufklärung ist weiterhin sehr wichtig.
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#3 Nk231Anonym
  • 07.05.2020, 20:24h
  • Ich freue mich, dass wir mittlerweile schin so weit gekommen sind zu wissen, dass Lesben unsichtbar gemacht, in eine Hetero-Rolle gezwungen, und viele Frauen für medizinische Versuche herhalten mussten. Die Ermordeten Lesben, Frauen, sprechen eine stille Sprache, die endlich Gehör gefunden hat.
    Es gibt viele Opfer, und diese müssen benannt werden. Bisexuelle, Trans, Queer, non-binary, alle litten sie.
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#4 Ralph
  • 08.05.2020, 11:36h
  • Die Qualifizierung des 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung hier bei uns in Deutschland halte ich für grundfalsch, weil sie die Täter zu Opfern adelt. Mit Ausnahme einer Minderheit von wirklichen Opfern des Nationalsozialismus und mit Ausnahme einer Minderheit von Regimegegnern bestand das deutsche Volk aus Tätern verschiedener Stufen und aus Mitläufern. Von der Mär, fast niemand habe was gewusst, niemand sei den Nazis hinterhergelaufen und wenn man mal was Schlimmes mitbekommen habe, dann sei man dagegen gewesen, sollten wir uns endlich frei machen - von der Räuberpistole, die Deutschen seien ein unterdrücktes Volk gewesen wie andere im von Hitler unterjochten Europa, gleich gar. Im Übrigen: Mich verdutzt, dass neuerdings auch für Schwule die Befreiung auf den Mai 1945 vorverlegt wird, die doch tatsächlich erst im Herbst 1969 (und auch damals nicht vollständig) stattgefunden hat. Der 8. Mai 1945 war für die Schwulen nur insoweit von Bedeutung, dass das KZ wegfiel. Alles andere lief nahtlos weiter, nur hießen die Täter jetzt nicht mehr Hitler, Himmler und das deutsche Volk, sondern Adenauer, Dehler und das deutsche Volk.
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#5 TheDadProfil
  • 08.05.2020, 18:33hHannover
  • Antwort auf #1 von Miguel53de
  • ""Dennoch, der 8. Mai ist zu feiern und ich bin dafür, den Tag der Arbeit am 1. Mai gegen den Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai als Feiertag auszutauschen.""..

    Äh ?
    Wieso ?

    Den 8.Mai zu einem "Feiertag" zu machen halte ich für Unfug..
    Und bevor wir einen Tag wie den 8.Mai zu einem Feiertag deklarieren gäbe es noch andere Tage angemessen zu würdigen, den 27.Januar z.B. als Tag der Befreiung von Auschwitz..

    Ein Gedenktag ist sehr angemessen..

    Einen "Austausch" gegen den 1.Mai als Tag der Arbeit lehne ich dagegen strikt ab..
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#6 TheDadProfil
  • 08.05.2020, 18:43hHannover
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • ""Die Qualifizierung des 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung hier bei uns in Deutschland halte ich für grundfalsch, weil sie die Täter zu Opfern adelt.""..

    Man hat nicht nur die Opfer befreit, sondern auch die Mit-Täter*innen..

    Das macht sie in meinen Augen noch nicht zu weiteren Opfern, denn zwischen den Opfern und den Täter*innen gibt es noch eine weitere Gruppe der Bevölkerung, die der vermeintlich "Unbeteiligten", der hilflosen, derjenigen die Geschehen ließen was geschah, weil sie sich, zumeist aus großer Angst heraus außerstande sahen aktiven Widerstand zu leisten..

    ""Alles andere lief nahtlos weiter, nur hießen die Täter jetzt nicht mehr Hitler, Himmler und das deutsche Volk, sondern Adenauer, Dehler und das deutsche Volk.""..

    Exakt..
    Und auch das ist ein Grund an diesem Tag die Bevölkerung daran zu erinnern..
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#7 zundermxeAnonym
  • 10.05.2020, 09:57h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Hallo Ralph,

    das ist Deine, wie ich finde sehr subjektive, Sichtweise.

    Der 8. Mai als Feiertag würde nicht aus Täter*innen Opfer machen.
    Niemals!
    Zumal für diese Sichtweise die schwer bis nie aufzulösende Aufarbeitung stattfinden müsste, wer Opfer war und wer nicht. Alles eine Frage von sehr unterschiedlichen Maßstäben und Betrachtungsebenen.

    Keine Spur von Relativierung oder Vermenschlichung von mörderischen Täter*innen. Jedoch glaube ich nicht, dass wir eine tatsächliche Aufarbeitung, wenn überhaupt möglich, mit einfachsten Kategorien wie Täter*in und Opfer sinnvoll ermöglichen könnten.

    Wäre nicht vllt ein Ansatz, sich einzugestehen, dass auch heute die meisten von uns (Queers) sich unter ähnlichen Bedingungen genauso verhalten würden wie die Menschen zu jener Zeit?!
    Bleibe erstmal mal bei den Schwulen weil ich selbst einer bin.
    Würden nicht auch heute mit sehr, sehr wenigen Ausnahmen die meisten von uns zu allem nach außen hin schweigen damit sie selbst nicht früher als später verfolgt werden würden?!
    Die schwulen Überlebenden haben nicht selten genauso agiert.
    Ihre Motivation alles geschehen zu lassen und zu schweigen war die eigene reale Gefährdung.
    Dieses Verhalten will ich pauschal nicht in moralische Kategorien werten.
    Es war eine Überlebenschance im realen Irrsinn.
    Andere Opfergruppen, wie bspw die jüdische Familie, die aus ihrer Wohnung geholt wurde, konnten in ihrer Situation mehr als zu Recht aber nur feststellen, dass der Nachbar wegschaute und schwieg.

    Auch die junge Mutter nebenan schwieg. Bei der Gestapo oder im KZ zu landen weil sie sich mit allen Mitteln gegen die Verhaftung der jüdischen Nachbarn gewehrt hätte, wäre sicherlich sehr Heldinnenhaft gewesen. Doch was war mit ihrer Verantwortung für ihre Kinder? Die wären dann ggf. in einem staatlichen NS-Heim gelandet.

    Wie sieht es mit der Täter*innen-Rolle der Kinder aus, die neben Schule im BDM oder HJ erzogen und indoktriniert wurden? Konnten und mussten sie als Jugendliche oder junge Erwachsene wirklich erkennen können was wir heute in fast allen Details in Geschichtsbüchern lesen können?

    Waren alle Täter*innen, die durch den Bombenkrieg umkamen?

    Der 8. Mai als Feiertag könnte genau das bedeuten, was bis heute fehlt.
    Die Feier des endgültigen Endes des staatlichen Faschismus.
    Die Befreiung aller Menschen in- und außerhalb Deutschlands.
    Eine Feier, die nicht den Krieg und die Gewalt gegen Menschen feiert, sondern die bedingungslose Kapitulation und das Ende des faschistischen deutschen Staates.
    Ein Gedenktag, dass tatsächliche und historische Schuld nie relativiert und vergessen werden darf.
    Auch heute würden sich alle rechten Kräfte bis ins Mark aufregen, wenn wir dieses klarste aller Signale setzen würden.

    Doch wir feiern lieber weiter Hitlers ersten Mai.
    War ja doch nicht alles so schlecht, was die Nazis gemacht haben, gell?!
    Auch wenn wir (zumindest nicht wenige von uns Queers) das bei der Kirchensteuer lustigerweise ganz anders sehen...

    Meine letzte Anmerkung zur Kollektivschuld (aller deutschen Menschen), die zwangsläufig bei einer simplifizierenden Betrachtungsweise das Ergebnis ist, ist, dass genau dies eins der zentralen Ziele und eine zentrale Botschaft der Nazis gewesen ist.
    Wir.
    Die Deutschen (ohne Ausnahme und bedingungslos).
    Der deutsche Volkskörper.
    Göbbels und die NS-Propaganda hat alles dafür getan, dass wir genau so denken und ticken.
    Keine Differenzierung.
    Alle sind eins und alle gehen in einem auf.
    Was wir getan haben, hat im Namen des deutschen Volkes stattgefunden.
    Die totale Verallgemeinerung.
    Nur so konnte bis zum letzten Moment gemordet und gekämpft werden.
    Wenn wir heute ähnlich einfach argumentieren ist es genau dieses Strickmuster.
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#8 ursus
  • 10.05.2020, 13:30h
  • Antwort auf #7 von zundermxe
  • "Doch wir feiern lieber weiter Hitlers ersten Mai. War ja doch nicht alles so schlecht, was die Nazis gemacht haben, gell?!"

    Hat Hitler den ersten Mai auch in Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Slowenien, der Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Kuba, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Peru, Paraguay, Uruguay, Venezuela, Angola, China, Kap Verde, Madagaskar, Mosambik, den Philippinen, Osttimor, der Türkei, Kenia, Marokko, Namibia, Nigeria, Tansania, Tunesien, Uganda, Zimbabwe und Südafrika als Feiertag eingeführt?

    Sorry, dein Argument gegen den Tag der Arbeit ist vielleicht doch ein wenig unterkomplex. Seien wir froh, dass es überhaupt Feiertage gibt, die sich auf nichtreligiöse Werte beziehen statt auf irgendwelchen religiösen Firlefanz.
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#9 TheDadProfil
  • 11.05.2020, 08:24hHannover
  • Antwort auf #7 von zundermxe
  • ""Doch wir feiern lieber weiter Hitlers ersten Mai.""..

    Nur weil die Nazis den 1.Mai zu einem "Reichsweitem Feiertag" erhoben haben sollen, an dem die Massen dann gar nicht wirklich "arbeitsfrei" hatten, sondern organisiert auch über die Betriebe an Kundgebungen teilnahmen, und hier sind dann auch Parallelen zu den Mai-Kundgebungen in der DDR zu sehen, ist die Bedeutung des "Tages der Arbeit" keine die man marginalisieren könnte..

    Es hält sich hier ein Mythos, ebenso wie um den Bau der Autobahnen, denn die Nazis haben den 1.Mai genutzt, und damit auch missbraucht, nicht zuletzt durch die Gleichschaltung der Gewerkschaften, um die Massen hinter sich zu scharen, und der Bevölkerung zu suggerieren "das Volk" würde vollständig hinter ihnen stehen..

    www.dgb.de/themen/++co++d199d80c-1291-11df-40df-00093d10fae2

    de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai#Geschichte:_Haymarket_Affai
    r


    Wie auch bei anderen Dingen bin ich strikt dagegen einen Feier-oder Gedenktag Zugunsten eines anderen Tages gegeneinander auszuspielen..

    Es spricht nichts dagegen den 8. Mai als zusätzlichen Gedenktag, oder wenn die Politische Mehrheit das zuläßt, als zusätzlichen Feiertag einzuführen, aber eben nicht um den (kapitalismus-hörigen) Preis dafür einen "anderen Feiertag" abzuschaffen..
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#10 zundermxeAnonym
  • 11.05.2020, 08:28h
  • Antwort auf #8 von ursus
  • So kann das natürlich auch locker gesehen werden.

    Aber denke selbst gerade weil sich die Nazis diesen Tag einverleibt haben und er somit eben in Deutschland auch ein Tag des Faschismus ist, wäre das Zeichen umso stärker (gewesen) ihn als Feiertag wieder abzuschaffen.

    Meine erste Ausbildung habe ich seinerzeit im Handwerk gemacht und war bundesweit auf vielen Baustellen und in Industriewerken im Einsatz.
    Irgendwann kamen von einigen immer die Sprüche mit dem Tenor: ... war ja nicht alles so schlecht damals. Niemand hat mehr für die Arbeiter getan als Hitler. In diesem Zusammenhang wurde dann quasi als Beweis auch immer der 1. Mai aufgeführt...
    Die neue Rechte inner- und außerhalb der Parlamente wird, derzeit noch meist hinter vorgehaltener Hand, dies heute und bis in alle Ewigkeit weiter als Argument nutzen.
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#11 TheDadProfil
  • 11.05.2020, 08:36hHannover
  • Antwort auf #7 von zundermxe
  • Nachtrag..

    ""Wir.
    Die Deutschen (ohne Ausnahme und bedingungslos).
    Der deutsche Volkskörper.
    Göbbels und die NS-Propaganda hat alles dafür getan, dass wir genau so denken und ticken.
    Keine Differenzierung.
    Alle sind eins und alle gehen in einem auf.
    Was wir getan haben, hat im Namen des deutschen Volkes stattgefunden.""..

    Diese Sichtweise schießt dann auch alle Opfer mit ein, alle Roma&Sinti, alle Juden, alle Politisch Oppositionellen wie Sozialdemokraten und Kommunisten, alle Homosexuellen und Lesben die in den KZ's umgebracht wurden, obwohl sie sich selbst als "Deutsch" im Sinne des von den Nazis eingeführten "Volks-Begriffes" empfunden haben..

    So kann man den Begriff der "Kollektivschuld" mMn nicht beschreiben..
    Denn kollektiv mit-schuld sind alle diejenigen gewesen, die entweder aktiv mitgemacht haben, oder alles widerstandslos haben geschehen lassen..

    Ein generelles "Wir" gibt es dort aber nicht..

    Im Gegenteil..
    Ich würde dort zum Beispiel alle diejenigen von der Kollektivschuld generell ausnehmen die zum Zeitpunkt des 8.Mai 1945 noch nicht 14 Jahre alt waren, und damit nach heutiger Auffassung noch nicht im Sinne der Justiz strafmündig..
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#12 Ralph
  • 11.05.2020, 11:45h
  • Zugegeben, meine hier geäußerte Ansicht ist subjektiv. Ich fürchte aber, im Rahmen der Diskussion um einen Gedenktag lässt sich Objektivität kaum erreichen. Immerhin glaube ich, dass ich der historischen Wahrheit recht nahe komme. Was ich an Gedenktagen um das Dritte reich schon immer vermisse, ist eine Abbildung der Verantwortung. Da gibt es den 8. Mai, der das (unvollständige) Ende der Katastrophe markiert und zwischen den Extremen Befreiung (der besetzten Länder, der überlebenden Opfer), Niederlage (der Deutschen - man ersetze diese Bezeichnung bitte nicht durch das Wort "Nazis", als wären die Deutschen unbeteiligt gewesen) und Untergang (der deutschen Kultur im Osten, verbunden mit Vertreibung und Flucht) schwebt. Da ist der 30. Januar, der einen simplen verfassungsrechtlichen Akt (Ernennung Hitlers zum Reichskanzler) wahlweise zum Höhepunkt einer vermeintlichen Revolution oder zum Tiefpunkt der Staatskrise verklärt. Da ist der 20. Juli, der im Ergebnis nicht den gesamten Widerstand, sondern einen dilettantischen Putschversuch von Militärs und Monarchisten ehrt, die meinten, angesichts der sich abzeichnenden Kriegsniederlage noch die Notbremse ziehen zu können. Da ist der Jahrestag der Befreiung der letzten Überlebenden in Auschwitz, den man zum Nationalen Gedenktag gemacht hat, obwohl er den Blick auf "nur" einen Aspekt des Dritten Reiches verengt. Wie aber sieht es mit dem 24. März aus? Der ist aus meiner Anschauung der eigentlich gebotene Gedenktag. Der Tag, an dem der letzte Reichstag Hitler die Macht ausliefrerte und die Republik beendete. Tja, das vollkommene Versagen der demokratischen Parteien und Politiker, das letztlich die Katastrophe erst ermöglicht hat, möchte die politische Kaste von heute offenbar nicht jedes Jahr ans Licht der Öffentlichkeit zerren.
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#13 Ach jaAnonym

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