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Las Vegas

Roy von "Siegfried & Roy" an Covid-19-Erkrankung gestorben

Siegfried Fischbacher beklagt den Tod seines ehemaligen Dompteur- und Lebenspartners Roy Horn: "Roy war sein ganzes Leben lang ein Kämpfer, auch in diesen letzten Tagen." Er wurde 75 Jahre alt.


Ein Bild aus den erfolgreichen Tagen in Las Vegas: Roy Horn mit einem weißen Löwen in eigenen Apartment im "Mirage"-Hotel (Bild: Carol Highsmith / Library of Congress)

"Siegfried & Roy"-Magier Roy Horn ist tot. Er sei am Freitag (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Las Vegas an den Folgen von Covid-19 gestorben, sagte Sprecher Dave Kirvin der Deutschen Presse-Agentur. Horn wurde 75 Jahre alt. Der in Nordenham bei Bremen geborene schwule Dompteur und sein Partner Siegfried Fischbacher waren für ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt.

"Heute hat die Welt einen der Großen der Magie verloren, aber ich habe meinen besten Freund verloren", sagte der 80-jährige Fischbacher in einer Mitteilung. "Schon bei unserer ersten Begegnung wusste ich, dass Roy und ich zusammen die Welt verändern würden. Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben." Horns Corona-Infektion war Ende April bekanntgeworden (queer.de berichtete).

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Eine Tigerattacke beendete seine Karriere

Die Karriere des Paares in Las Vegas endete im Oktober 2003, als ein Tiger Roy Horn bei einer Vorstellung schwer verletzte. Von dem schweren Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte sich Horn nie mehr vollständig erholen.

"Roy war sein ganzes Leben lang ein Kämpfer, auch in diesen letzten Tagen", erklärte Fischbacher. Er dankte den Ärzten und Krankenschwestern im Mountain View Hospital. Sie hätten "heldenhaft gegen das heimtückische Virus" gekämpft, "das am Ende Roy das Leben nahm".


Siegfried & Roy 2012 bei einem Auftritt in München (Bild: Usien / wikipedia)

Kennengelernt auf einem Kreuzfahrtschiff

Schon als Kind im Nachkriegsdeutschland hatte Horn seine Liebe zu exotischen Tiere entdeckt, darunter ein Gepard namens "Chico" im Bremer Zoo. Er heuerte als Steward auf einem Kreuzfahrtschiff an, wo er Fischbacher traf. Mit Zauber- und Tiertricks arbeitete sich das Duo nach oben. 1967 kamen die beiden nach Las Vegas, gut zwei Jahrzehnte später handelten die "Meister der Illusion" mit dem "Mirage"-Hotel in der Casinostadt einen Millionen-Deal aus. Mit spektakulären Illusionen und exotischen Tieren, darunter die seltenen weißen Tiger, begeisterten die deutschen Entertainer Fans aus aller Welt.

Trotz ihrer Popularität machte die beiden Magier – für Las Vegas eher ungewöhnlich – aus ihrer Homosexualität lange ein Geheimnis. Erst in ihrer Autobiografie "Magier des Jahrhunderts" sprachen die beiden Deutsch-Amerikaner 2007 erstmals offen über ihre Beziehung (queer.de berichtete). Demnach waren Siegfried und Roy lange Jahre liiert, trennten sich aber 1998. Sie seien jedoch Freunde geblieben. (cw/dpa)



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Hat Roy Horn Angestellte begrapscht?

Roy Horn ("Siegfried & Roy") muss sich nun offenbar gegen Vorwürfe wehren, er habe Angestellte sexuell belästigt.
#1 traurigAnonym
  • 09.05.2020, 16:39h
  • Das ist sehr traurig, hab früher Ihre Auftritte und Sendungen sehr gern gesehen.
    Habt ein schönes Bild ausgesucht.
    Herzliches Beileid für Siegfried und den Rest seiner Familie.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Pink FlamingoAnonym
#3 Patroklos
  • 09.05.2020, 17:03h
  • Ich bin schockiert! Mein aufrichtiges Beileid allen Angehörigen von Roy Horn!

    Die internationale Musikwelt trauert um einen der ganz großen Künstler, der in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgreich war, und zwar Little Richard:

    www.tagesschau.de/kultur/little-richard-101.html

    Richard Wayne Penniman, so sein bürgerlicher Name, wurde 87 Jahre alt. Sein bekanntester Hit hieß "Tutti Frutti" und wurde zum Evergreen. Ruhe in Frieden!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 goddamn liberalAnonym
#5 FinnAnonym
  • 09.05.2020, 18:01h
  • Sehr traurig.

    Die beiden haben ohne Zweifel im Showbiz Geschichte geschrieben und waren auf der ganzen Welt bekannt.

    Es gab zu ihren Glanzzeiten kaum bekanntere Menschen.

    Mein Beileid an Siegfried Fischbacher und alle weiteren Angehörigen und Freunde.

    Siegfried & Roy werden niemals vergessen werden...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 sanscapote
  • 09.05.2020, 18:05h
  • Lieber Roy!
    Du hast in Deinem Leben viele Menschen Mut gegeben, indem Du mit Siegfried etwas gezeigt hast, was für viele vorher unvorstellbar war. Ich habe mit meinem Mann an einer Eurer Auftritte teilgenommen und kann heute noch sagen: Es war wunderschön! Möge Deine Seele Ruhe finden.
    Lieber Siegfried!
    Es ist immer schlimm einen nahen Menschen zu verlieren. Und noch schlimmer, wenn es der Geliebte war. Das was bleibt, sind neben Dingen die wertvollen Erinnerungen. Aber sei sicher, es wird irgendwo und irgendwann ein Wiedersehen geben. Das ist etwas, auf das wir bauen können und was uns hilft weiterzuleben.
    Allen weiteren Angehörigen und Freunden Mut und Kraft.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SarmotiAnonym
  • 09.05.2020, 19:36h
  • Sarmoti.

    Das war nicht nur die Abkürzung von "Siegfried and Roy, Masters of the impossible", sondern auch ihr eigener Zauberspruch.

    Und das waren sie wirklich: Masters of the Impossible.

    Nicht nur, dass sie Zauberkunst in höchster Perfektion und spektakulärster Ausstattung zeigten und ihre Zuschauer immer wieder mit offenem Mund zurückließen, weil man keine Ahnung hatte, wie sie das gemacht haben.

    Sondern alleine schon ihre Lebensgeschichte ist unglaublich:
    zwei junge Männer aus der deutschen Provinz, Siegfried aus dem bayerischen Rosenheim und Roy aus dem niedersächsischen Nordenham, wurden zu den größten Magiern des Planeten und dem bekanntesten Act von Las Vegas, der quasi das Synonym für Las Vegas war. Und das über Jahrzehnte.

    Alleine in ihren Las-Vegas-Shows im New Frontier und im Mirage haben sie in 20 Jahren in über 9.000 Vorstellungen ihre Zuschauer begeistert. Das muss man alleine schon körperlich schaffen.

    Heutzutage redet man schnell von "Stars", wo dies eigentlich nicht der treffende Ausdruck ist. Aber bei Siegfried & Roy kann man von echten Superstars sprechen. Und dabei sind sie doch stets die sympathischen Menschen geblieben, die nie vergessen haben, wo sie herkamen und dass diese traumhafte Karriere nicht selbstverständlich war.

    Das was sie geschafft haben, hat niemand sonst geschafft und wird auch so schnell niemand mehr schaffen. Sie haben für ihren Beruf und ihr Publikum gelebt und alles andere untergeordnet.

    Siegfried & Roy werden unvergessen sein und noch in Zukunft für viele Menschen ein Vorbild sein.

    Leb wohl Roy.
    Alles Gute Siegfried.

    Und auf ewig:
    SARMOTI
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#8 GerritAnonym
  • 09.05.2020, 19:55h
  • Siegfried & Roy haben eine unfassbare Welt-Karriere hinter sich.

    Sie haben Las Vegas verändert, das zuvor eher für verruchte Shows mit barbusigen Damen bekannt waren und durch die beiden zur Metropole guten Entertainments wurde.

    Sie haben alles erreicht, was man im Showgeschäft erreichen kann.

    Ihre Show war immer die größte, spektakulärste und bestbesuchte Show in Las Vegas, vermutlich sogar weltweit.

    Die beiden haben wirklich Geschichte geschrieben. Und ohne diesen tragischen Unfall wäre ihre Karriere wohl noch eine ganze Weile weiter gegangen.

    Aber auch wenn das jetzt schon 17 Jahre her ist, beweisen die weltweiten Berichte, dass sie bis heute Megastars sind und nicht vergessen sind. Und jeder, der sie live erleben durfte, wird das nie vergessen.

    Die Magie lebt weiter...
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#9 TraurigAnonym
  • 10.05.2020, 08:54h
  • Als Kind waren die beiden die Größten für mich. Es war als Kind mein größter Traum, ihre spektakuläre Show mal live sehen zu können.

    Leider ist da nichts draus geworden und diese Hoffnung hatte sich ja bereits vor 17 Jahren bei Roys Unfall zerschlagen.

    Aber jetzt mit seinem Tod ist auch ein Stück meiner Kindheit gestorben.

    Ruhe in Frieden Roy.
    Er konnte auf ein erfülltes und spektakuläres Leben zurückblicken.

    Alles Gute für Siegfried.
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#10 BlaublubbAnonym
  • 10.05.2020, 10:15h
  • Antwort auf #4 von goddamn liberal
  • Mit 75 Jahren, schwer krank bzw. gezeichnet von einem Horrorunfall mit den Tigern, teilweise gelähmt, mehrere Schlaganfälle, kaum in der Lage zu sprechen oder gar das Haus allein zu verlassen, war der Verstorbene bereits seit Jahren nur noch ein Schatten seiner selbst und ein Paradebeispiel für einen Menschen mit multiplen Vorerkrankungen - und verbunden damit einem Sehr viel höheren Risiko im Falle von weiteren Erkrankungen dahingerafft zu werden.

    Es redet niemand ein Virus herunter, aber Herr Roy taugt nicht als Argumentation für die Gefahr durch Corona.
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