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Kommentare zu:
Ottmar Hitzfeld rät schwulen Fußballern vom Coming-out ab


#1 FussballfanAnonym
  • 12.05.2020, 15:14h
  • Es wäre natürlich sehr sinnvoll, wenn der DFB hier entsprechende Hilfsstrukturen bereitstellen könnte. Eine Möglichkeit wäre eine Coming Out Gruppe, betreut von bekannten Trainern, die die sich outen Wollenden im Coming-Out-Prozess unter die Arme greift. Oder ein Fond, falls nach dem Outing die Sponsoren kündigen, um den Spieler finanziell zu unterstützen.
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#2 FliegenAnonym
  • 12.05.2020, 15:22h
  • ...oh je die "alten" sollten einfachmal ruhig sein egal ob der alte Papst oder der Fußballtrainer!!!
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#3 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 12.05.2020, 15:45h
  • Hört, hört. Homosexualität ist also eine "Schwäche", die man dann doch besser nicht zeigt?

    ***

    Ich bin übrigens auch "alt", und zwar 55. Und ich werde mitnichten die Klappe halten, ganz im Gegenteil. Und genau WEIL ich schon so alt bin, tue ich kund, dass ich wünsche, dass sich das noch zu meiner Lebzeit ändert. Wie lange sollen wir denn NOCH warten, bis es endlich "akzeptabel" sein wird, dass Fußballer, andere Sportler und überhaupt alle Männer schwul sein "dürfen" und das auch zeigen "dürfen"?

    Ich bin jetzt seit 30 Jahren in der Community aktiv. Wenn ich sehe, wie rückständig dieses Land immer noch geblieben ist, wird mir übel, und zwar so richtig. Als ich 1990 meine ersten Schritte in der Community unternahm, war ich noch voller Hoffnung, dass sich bezüglich unserer Akzeptanz bald etwas ändern könnte. Und dann musste ich erst mal 27 Jahre warten, bis die rechtliche Gleichstellung bei der Ehe kam.

    Nochmal 27 Jahre habe ich wahrscheinlich nicht. Es geht mir gesundheitlich nicht gut - vielleicht überlebe ich nicht mal Corona -, und mein Vater wurde nach vielen schwersten Krankheiten 80. Selbst wenn ich ihn einholen könnte, hätte ich jetzt noch 25 Jahre.

    Ich werde ungeduldig. SEHR ungeduldig.
    Und deshalb dürfen wir solche Aussagen auch nicht auf sich beruhen lassen, sondern müssen uns permanent und immer und immer wieder dagegen wehren.

    Es ist absurd, dass wir als "schwach" bezeichnet werden - müssen wir doch SO viel stärker sein als die meisten Hetero-Männer, um überhaupt erstmal gleichziehen zu können - und auch das nur, wenn wir Glück haben.

    Diese Gesellschaft verursacht mit solchen Aussagen und solchem Verhalten weiterhin massivsten Minority Stress. Jedes Mal sollen wir uns klein fühlen und bloß nicht aufmucken.

    GENUG DAMIT. ENDLICH GENUG!!!
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#4 ursus
  • 12.05.2020, 16:19h
  • Was mich vor allem stört, ist diese fatalistische Grundhaltung. Wer zur Diskussion nichts weiter beizutragen hat als ein saloppes "da machste nix dran", der soll doch einfach den Mund halten. Was wir brauchen, sind Menschen, die mal einen Meter weiterdenken und sich überlegen, wie man es (nicht nur) queeren Profi-Mannschafts-Sportler_innen erleichtern kann, ihr Leben frei zu leben.
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#5 sgfdgdgdgdgAnonym
  • 12.05.2020, 17:11h
  • Dass die Zeit für ein Coming Out im Profifußball (1. Liga) noch nicht reif sei, sagen viele Sportmanager schon seit mehr als 10 Jahren.

    Die Zeit ist aber reif, überreif sogar.

    Wenn kein Profifußballer den Mumm hat sich zu outen, werden die blöden Sportmanager auch im Jahr 2030 noch sagen "Die Zeit ist noch nicht reif für ein Coming Out".

    Hitzlsperger hat sich 2012 geoutet, vor 8 Jahren. Jetzt immer noch zu sagen die Zeit sei nicht reif, hört sich eher an als wolle da jemand Homophobie im Fußball aufrechterhalten.

    Ich glaube ja, dass viele der Sportmanager homophob sind und nur deswegen Spielern raten sich nicht zu outen.

    Es muss endlich Schluss sein mit dem Versteckspiel. Außerdem wäre es auch für die Psyche der schwulen Fußballprofis besser, wenn sie sich outen würden anstatt die ganze Zeit in irrationaler Angst und Unsicherheit zu leben und sich von homophoben Sportfunktionären verrückt machen zu lassen.
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#6 vielleichtAnonym
  • 12.05.2020, 17:29h
  • warum outen sich (nicht nur) die Profisportler nicht?

    Vielleicht ist ihnen ihre Sexualität nicht so wichtig, dass sie vielleicht irgendwelche Anfeindungen gegnerischer Fans in Kauf nehmen wollen.

    Sie machen "ihren Job" und das war's. Sexualität läuft bei denen "unter ferner liefen"

    www.wortbedeutung.info/unter_ferner_liefen/
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#7 NevermindAnonym
  • 12.05.2020, 17:33h
  • Ob man sich als aktiver schwuler Fußballprofi outen sollte oder nicht, darüber kann man sicher streiten, da gibt es viele Argumente dafür und dagegen. Ich persönlich würde da abraten.

    Was ich aber total nicht verstehe, ist, warum sich nicht mehr Profis nach Karriereende outen. Dann gibt es meiner Meinung kein Argument mehr dagegen und das würde auch riesig viel nützen, siehe Hitzlsperger.
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#8 Ralph
  • 12.05.2020, 17:42h
  • Was Schwule angeht, ist die Zeit nie reif. Die Zeit war nie reif für die Beendigung der NS-Verfolgung. Sie war nie reif für die Abschaffung des Restparagraphen. Sie war nie reif für die Anerkennung als Opfergruppe des Dritten Reiches. Nie für die Ehe. Sie ist nicht reif für die Aufhebung des Blutspendeverbots. Nicht für die Anfnahme der sexuellen Orientierung ins Gleichbehandlungsgebot. Und so weiter und so fort. Wir schreiben 2020, und noch immer finden sich Ewiggestrige, die uns erklären, wofür die Zeit nicht reif sei und weshalb wir am besten alle wieder in den Hinterzimmern verschwinden sollten.
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#9 Patrick SAnonym
  • 12.05.2020, 17:54h
  • Schwulsein ist eine Schwäche???

    Fussballgott lass Hirn regnen. Und wieso bleibt das unwidersprochen? Das zeigt wiedermal eindrucksvoll wie lächerlich Hitzelspergers Einlassungen sind, dass sich alles ja so wunderbar weiterentwickelt hat.
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#10 LorenProfil
  • 12.05.2020, 18:16hGreifswald
  • Antwort auf #4 von ursus
  • Da im Männerfußball der Profis jeder Spieler quasi eine Ich-AG in Konkurrenz zu anderen um mehr oder minder lukrative Verträge (inkl. Werbeverträge) ist, halte ich es für unwahrscheinlich, dass mehrere Spieler gemeinsam an die Öffentichkeit herantreten.

    Die Aktivitäten des DFB erscheinen bestenfalls halbherzig (angeblich ist Schwulsein immer noch kein Thema in der Trainerausbildung und die Landesverbände handhaben die Thematik nicht einheitlich, sondern meistens überhaupt nicht).

    "'Niemand will der erste sein', so Amal Fashanu."
    Das trifft offensichtlich nicht nur auf schwule Spieler in Großbritannien zu. Wer ab und an mal im Sportteil blättert, weiß, wie nicht weiße Spieler unter rassistischen Anfeindungen leiden, die von so genannten "Fans" der gegnerischen Mannschaften in den Stadien gebrüllt werden. Da kann ich schon nachvollziehen, wenn schwule Spieler sich nicht in die Karten schauen lassen wollen.
    Vielleicht macht es mal ein Spieler im letzten Jahr seiner Karriere um den Weg zu ebnen. Schön wärs schon.
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#11 Nk231Anonym
  • 12.05.2020, 18:23h
  • Unglaublich, welche Meinungen da noch vorherrschen. Von wegen die Zeit sei noch nicht reif. Wie lange wird das schon gesagt? Hat nicht schon Herr Lahm ein Buch geschrieben, wo er ebenfalls rät, sich nicht zu outen? Wenigstens wurde er von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes kritisiert.
    Wenn es nach Konservativen ginge, wären wir eh noch in der eingetragenen Partnerschaft, oder gar noch weiter in der Vergangenheit.
    Allerdings ist das nicht nur im Fußball so, sondern in vielen anderen ebenfalls: Leichtathletik, Radrennen, Schwimmen, etc. Selbst im Tennis.

    Natürlich ist das nicht einfach, wenn man sich sozusagen als erste/r outet, aber das muss jede/r für sich selbst entscheiden. Jedes Outing ist quasi ein Gang durch die Natur ohne Weg und ohne Pfad. Den Pfad muss man sich selbst gestalten. Und dann kommt es darauf an, ob jemand die Kraft hat, diesen Weg zu gehen. Das hat nicht jede/r und das muss auch respektiert werden. Als erste/r leistet man da Pionierarbeit und das ist sehr belastend.
    Wer aber diese Kraft hat, den sollte man unterstützen und motivieren.
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#12 AnonymAnonym
  • 12.05.2020, 18:51h
  • Es zeigt sich wieder einmal, wie Rückständig man im Königreich Fußball ist. Es wird noch viel Wasser talabwärts fließen, ehe es ein Outing eines aktiven Sportlers geben wird.

    Eine Teilschuld gebe ich hier aber auch den Medien. Was wird denn passieren, wenn sich ein Sportler outet? Richtig, die Presse wird sich darauf werfen und mit Fragen wie "Wie ist es als erster schwuler/ erste lesbische ... aktiv zu sein?"

    Sportler gehen ihrem Sport nach wie jeder heterosexuelle. Das hat rein gar nichts mit der sexuellen Orientierung gemein.
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#13 CJKFAnonym
  • 12.05.2020, 19:36h
  • Angesichts dieser offenbar breiten Homophobie im Profi-Fußball muss die Förderung dieser Sportart aus Steuermitteln infrage gestellt werden. Ebenso sollten zumindest die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Übertragung von Spielen einstellen. Motto: Keine Staatsknete für Homophobie!
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#14 trans naysayerAnonym
  • 12.05.2020, 20:06h
  • Dingstrainer: "Die Zeit ist einfach noch nicht reif..."

    Bei einem Mann, der laut Text 71 Jahre alt ist, sollte es eigentlich einen Denkprozess auslösen, wenn er so was sagt. Offensichtlich "stolpert" er aber kein bisschen darüber...

    Ich "liebe" ja diese hohlen Phrasen bzw. Codes im Deutschen, mit denen man seine Verweigerungshaltungen zum Ausdruck bringen kann, ohne vermeintlich offen dazu stehen zu müssen. Ich höre diese Phrase in Deutschland immer wieder in unterschiedlichsten Zusammenhängen. Diese Phrase wird in allen möglichen Situationen benutzt, auch wenn es z.B. darum geht, Arbeitsabläufe oder Management-Strategien umzustellen - oder auch dann endlich auch Frauen einzustellen.

    "Die Zeit dafür ist noch nicht reif" hört sich an, als wenn man "daran arbeitet". Als wenn irgendetwas "in progress" wäre.

    Mit zunehmender Erfahrung mit Deutschen bin ich dazu übergegangen, mir diese Phrase mit "sowas wollen wir hier nicht" vom Deutschen ins Deutsche zu übersetzen.

    Ich weigere mich dann immer "zu verstehen" was man damit "zum Ausdruck bringen will" und frage in solchen Situationen dann immer mit der grössten provokanten Selbstverständlichkeit nach, welche "work in progress" denn aktuell gerade dazu stattfindet, ob es bereits Zwischenergebnisse gibt und zu welchem Datum mit den endgültigen Ergebnissen zu rechnen ist. -
    Das tue ich schon alleine deshalb, weil die leeren, stumpfen Augen, in die ich dann blicke ein purer Genuss sind, der es mir einfach persönlich wert ist. (lol)

    Fällt eigentlich irgend jemanden hier auf, dass ausser der Verweigerungshaltung die Phrase "die Zeit ist dafür noch nicht reif" auch eine klare Stigmatisierung ausdrückt-? Just asking...

    #9, Patrick S:
    "Schwulsein ist eine Schwäche???

    Fussballgott lass Hirn regnen. Und wieso bleibt das unwidersprochen?"

    Das ist die viel wichtigere Frage. Wieso bleibt das eigentlich unwidersprochen-? Vor allem von WEM bleibt das unwidersprochen-?

    Ich versuche mir gerade vorzustellen, ANDERE reden ÜBER MICH - "problematisieren" und stigmatisieren mich - und ich würde dazu still schweigen...es gelingt mir nicht. - Undenkbar.

    Das Schweigen der Schwulen im Spitzensport. Spätestens in diesem Moment wird Stigmatisierung zur internalisierten Selbst-Stigmatisierung. Lauter als durch Schweigen kann man gar nicht seine eigene Scham hinaus schreien.

    #3, @RuferInDerWueste:
    "Wenn ich sehe, wie rückständig dieses Land immer noch geblieben ist, wird mir übel, und zwar so richtig."

    Offensichtlich nicht nur die so called "Mehrheitsgesellschaft". Könnte es sein, dass die Rückständigkeit auf beiden Seiten in diesem Drama sich sogar gegenseitig bedingt-?

    It's 2020...and still no Gay Pride in sports...

    Es wird nicht der letzte Akt in diesem nur noch peinlichen Drama sein. Es kann nur noch schlimmer werden, je länger es dauert. Das einzige, was noch peinlicher werden wird, werden dann die coming outs sein. Je später, je "betreuter", je choreografierter - umso peinlicher.
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#15 TrapattoniAnonym
  • 12.05.2020, 21:10h
  • Antwort auf #3 von RuferInDerWueste
  • Man sollte den Text lesen -UND verstehen!
    Herr Hitzfeld schrieb, er wollte damals keine Schwäche zeigen...Hierbei handelt es sich um eine deutsche Redensart, er hat Homosexualität als solches nicht als schwäche bezeichnet.
    Was den Rest angeht, um es mit Trapattoni zu sagen: In diese Text, deine Argumente waren schwach wie eine Flasche leer! Wer Veränderungen nicht sehen will, sieht sie auch nicht...
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#16 DerAlteAnonym
  • 12.05.2020, 21:12h
  • Antwort auf #2 von Fliegen
  • Und die Jungen sollten sich endlich Respekt zeigen und akzeptieren, dass Menschenrechte, Meinungen, Grundsätze und die freie Rede ein Privileg für alle Menschen sind, aus denen man die alten ausschließt.
    Ich höre lieber einem erfahrenen alten Mann zu, als einem jungen, unerfahrenen Schwätzer
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#17 trans naysayerAnonym
  • 12.05.2020, 21:49h
  • Antwort auf #14 von trans naysayer
  • "#3, @RuferInDerWueste:
    "Wenn ich sehe, wie rückständig dieses Land immer noch geblieben ist, wird mir übel, und zwar so richtig."

    Offensichtlich nicht nur die so called "Mehrheitsgesellschaft". Könnte es sein, dass die Rückständigkeit auf beiden Seiten in diesem Drama sich sogar gegenseitig bedingt-?

    It's 2020...and still no Gay Pride in sports..."

    Das "die Zeit ist dafür noch nicht reif" der so called "Mehrheitsgesellschaft" vereint sich mit einem schweigenden "wir sind noch nicht soweit" der Schwulen im Spitzensport.

    Die Schwulen sind im Sport die Letzten. LBTI sind im Spitzensport schon seit Jahren(!) open, out and proud.

    Das sind LBTI nicht, weil in der "Mehrheitsgesellschaft" bei LBTI bereits "die Zeit reif ist". Sondern weil LBTI bereits "soweit sind".

    Diese Sportler:innen sind teilweise brutaler L-spezifischer, T-spezifischer und I-spezifischer Diskriminierung ausgesetzt.

    Allerdings war die "Zeit dafür reif"! Und zwar schon sehr, sehr lange.

    Das gilt auch für das G! Es ist spät dran.

    Selbstverständlich werden auch sie G-spezifischer Diskriminierung ausgesetzt sein. Selbstverständlich.

    Wann ist das G im Spitzensport - dass sich vor Diskriminierung fürchtet - "soweit"-? Wenn es keine Diskriminierung mehr befürchten muss-? Wann soll das sein-?

    Dann werden wir uns wohl alle noch etwas länger gedulden müssen.

    Gay Pride im Spitzensport-?...Es ist zum Fremdschämen. Einfach nur peinlich. Es ist 2020.
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#18 Patrick SAnonym
  • 12.05.2020, 21:59h
  • Antwort auf #15 von Trapattoni
  • Ganz offensichtlich hast du den Text nicht verstanden, sonst würdest du dich nicht an der Interpretation von RuferinderWüste aufhängen, sondern an der Dummdreistigkeit Hitzfelds.

    "Er vergleicht seinen Burnout mit der Situation homosexueller Spieler."

    Also Erschöpfung, Energiemangel, andauernde Müdigkeit, Schlafstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Entscheidungsunfähigkeit, verringerte Initiative und Phantasie durch den psychischen Druck, ungeoutet Profifussball zu spielen.

    Und sein Rat ist allen Ernstes, statt sich davon zu befreien, sich nicht zu outen und in dieser krankmachenden Situation zu verharren, mit der sinnentkernten Begründung, die gegnerischen Fans würden das Ausnutzen.

    Also lieber im Schrank bleiben und krank werden ist besser, als die Homphobie im Fussball und der Fansszene zu bekämpfen???

    Vll klugscheißt du mal darüber. Wie wärs?
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#19 qrwftegsdAnonym
  • 12.05.2020, 22:26h
  • "There is no wrong time to do the right thing."

    Die dunkelhäutige Rosa Parks hatte sich damals geweigert ihren für Menschen mit weißer Hautfarbe vorgesehenen Sitzplatz im Bus zu räumen, weil sie wusste, dass es richtig war diesen Platz für sich als gleichwertigen Menschen zu beanspruchen.

    Ein schwuler Jugendlicher, hatte sich in meiner Schule damals vor versammelten homophoben Klassenkameraden geoutet. Er hatte mehr Eier als homosexuelle Fußballprofis heute. Und er wurde dafür respektiert. Kein Mucks kam mehr von denen, die dauernd "Schwuchtel" riefen. Eben weil es eine so mutige Sache war.

    Welch Lichtgestalt doch ein schwuler Fußballprofi, der sich outet, für homosexuelle Jugendliche in Schulen sein könnte, welch Vorbild! Am Ende des Tages kann man Geld nicht essen. Man kann die Lebensqualität für sich und Millionen andere Menschen jedoch nachhaltig verbessern, wenn man nur ein bisschen mutig wäre. Das wäre tausend Mal mehr wert als eine Billion Euro.

    In der Nazizeit gab es Menschen, die ihr eigenes Leben riskiert haben, für das Richtige...

    Wenn ein schwuler Fußballprofi sich heute outen würde, riskiert er weder sein Leben noch sonst irgendwas. Im Gegenteil, und darauf verwette ich meinen Allerwertesten!
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#20 DerAlteAnonym
  • 12.05.2020, 22:27h
  • Antwort auf #18 von Patrick S
  • Er vergleicht seinen Burnout mit der Situation homosexueller Spieler."

    Also Erschöpfung, Energiemangel, andauernde Müdigkeit, Schlafstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Entscheidungsunfähigkeit, verringerte Initiative und Phantasie durch den psychischen Druck, ungeoutet Profifussball zu spielen.

    Allein dass Herr Hitzfeld derart empathisch mit den schwulen Fußballern mitfühlt und ihr Leid wie ein Burnout einordnet,, zeigt dass jede hier geäußerte Kritik an ihm absolut haltlos ist, denn er ist für mich viel mehr ein Freund der Schwulen!

    hinzu kommt, dass dieses Leid nur vermutet werden kann, denn anscheinend leben viele Homosexuelle Spieler mit der Entscheidung, sich auf den Sport zu Konzentrieren und die eigene Sexualität dabei unberücksichtigt zu lassen, besser als andersherum.

    Zuletzt: ich schätze die Ratschläge ältere Menschen sehr, und daher kann ich in diesem Fall nur sagen: Chapeau, Herr Hitzfeld! Danke für Ihre Toleranz gegenüber der community und für Ihre guten Ratschläge, mit denen Sie sicherlich vor allem die betroffenen Menschen schützen wollen vor denen, die nicht so tolerant sind. Ja, man muss abwägen, und auf gute Berater auch mal hören...
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#21 Homonklin_NZAnonym
  • 12.05.2020, 22:46h
  • """Gegnerische Fans nutzen so etwas aus. Die Zeit ist einfach noch nicht reif für so viel Ehrlichkeit", erklärte der 71-Jährige.""

    Damit könnte er Recht behalten, aber das kommt eventuell zur hauptsächlichen Problematik damit, dass man sich so in der gegenwärtig gefahrenen, Sport typischen Systematik die Karriere an die Wand fährt, nur noch oben drauf.

    Der Rest ist Quatsch, weil sich Burnout als Form einer somatisch tendenziellen Depression mit Homosexualität überhaupt nicht vergleichen lässt. Das wäre dann so, als wenn er den Umstand, eine Frau zu sein, mit einer angeborenen Herzschwäche gleich setzte, und das wäre ebenfalls grober Unsinn!

    Die "Schwäche" gibt es aber wohl im ganzen System Fußball, wo dafür gesorgt wird, dass nicht Heterosexuelle als ungleichwertige Sportkolleg*innen wahrgenommen und so in den Ansichten der Spieler-Umgebung unter Druck gebracht werden, dass das Zusammenspiel dieser Umstände für die Zustände sorgt, wie sie seit so langer Zeit auch noch weiter gehegt werden.
    Spieler mögen sich outen wollen oder auch nicht. Aber tun sie es während des Aufbaus ihrer Karriere, oder während sie aktiv sind, geht die Zukunft zu 99% baden.

    Solange sich also das nicht supportive Sportumfeld nicht ändert, ist ein Coming-Out als lesbisch, schwul, trans, ja sogar als intersexuell, so ähnlich, wie ein beruflicher Suizidversuch. Darum lassen das klar denkende Spieler auch sein. Und viele andere Sportler*innen
    Erst müssen sich die Bedingungen ändern.
    Heißt, Funktionäre, Trainer, Scouts und alle Einfluss nehmenden Positionen in der Sportwelt müssen geschlossen zusammen stehen und sich dazu verpflichten, dass Orientierung und Identität kein Problem ist, und auch die Zuschauer ihre Karten/Stammpklätze verlieren, wenn die während Spielen rassistische, sexistische, trans- und homophobe Sprech-Chöre, Banner und so ne Scheiße zeigen.
    Fußball lebt auch von den Fans, klar. Aber man kann von denen erwarten, sich fair zu benehmen!

    Wenn man so weit ist, dann können sich Spieler*innen outen. Die, welche das möchten. In D dauert das sicher noch mal 25 Jahre, denn da ist man gern laaaaangsaaam mit den jungen Pferden.
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#22 trans naysayerAnonym
  • 12.05.2020, 22:54h
  • Antwort auf #19 von qrwftegsd
  • "Die dunkelhäutige Rosa Parks hatte sich damals geweigert ihren für Menschen mit weißer Hautfarbe vorgesehenen Sitzplatz im Bus zu räumen, weil sie wusste, dass es richtig war diesen Platz für sich als gleichwertigen Menschen zu beanspruchen."
    (...)
    "Ein schwuler Jugendlicher, hatte sich in meiner Schule damals vor versammelten homophoben Klassenkameraden geoutet. Er hatte mehr Eier als homosexuelle Fußballprofis heute."
    (...)
    "In der Nazizeit gab es Menschen, die ihr eigenes Leben riskiert haben, für das Richtige..."
    (...)
    "Wenn ein schwuler Fußballprofi sich heute outen würde, riskiert er weder sein Leben noch sonst irgendwas."

    Yeah! Damn skippy!

    Ich wollte nur einfach nicht so "direkt" sein - ich stelle dann lieber meine bissigen "Rhetorischen Fragen".
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#23 Homonklin_NZAnonym
  • 12.05.2020, 23:03h
  • Antwort auf #6 von vielleicht
  • Ja, die gibt es durchaus auch, Die etwa gar nicht verstehen, was das Thema mit dem Sport zu tun haben soll und das mehr so mit sich und eventuell Partner*in im Privatleben ausmachen.

    Das gefällt nun aber gerade all denen wieder nicht, die meinen, Queersein müsse unbedingt in jedem nur denkbaren Lebensbereich immer ganz vorn stehen, und nur so sei das korrekt und erstrebenswert. Und von denen gibt es dann auch eine ganze Menge.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#24 trans naysayerAnonym
  • 12.05.2020, 23:30h
  • Antwort auf #21 von Homonklin_NZ
  • "Erst müssen sich die Bedingungen ändern."

    Was wäre (nicht) geschehen, wenn Rosa Parks ("the first lady of civil rights" and "the mother of the freedom movement"), Harvey Bernard Milk, Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera, Laverne Cox und Megan Anna Rapinoe - the list goes on - sich solchen irrationalen Tagträumereien hingegeben hätten-?

    Sweet Dreams!

    (...)

    "I am no longer accepting the things I cannot change.
    I am changing the things I cannot accept"
    (Angela Davis)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#25 trans naysayerAnonym
  • 13.05.2020, 00:58h
  • Antwort auf #20 von DerAlte
  • "Allein dass Herr Hitzfeld derart empathisch mit den schwulen Fußballern mitfühlt und ihr Leid wie ein Burnout einordnet,, zeigt dass jede hier geäußerte Kritik an ihm absolut haltlos ist, denn er ist für mich viel mehr ein Freund der Schwulen!"

    Warum erinnert mich dieser Satz nur an Aussagen der mit der deutschen Sexualmedizin psycho-pathologisch verstrickten deutschen trans Menschen, wenn sie eben diese Verstrickung versuchen zu "verteidigen"-?

    Ist es nicht eine überaus bigotte und ignorante Verweigerungshaltung, mit der hohlen Phrase "die Zeit ist noch nicht reif dafür" die Verantwortung für Stigmatisierung und Diskriminierung an eine mysteriöse "Höhere Macht" - in diesem Fall "Die Zeit" - zu delegieren, um sich auf diese Art selber aus der Verantwortung zu nehmen und seine eigenen Hände in hingebungsvoll-bornierter Selbstgerechtigkeit in Unschuld zu waschen-?

    Ist dieser Trainer ein Mann, der in seiner langen Karriere auf kontinuierliche, persönliche Anti-Diskriminierungsarbeit von LGBTIQ im Sport zurück blicken kann-? Oder hat er auf diesem Gebiet ausser dem Verweis auf eine mysteriöse "Die Zeit", die schon seit Jahrzehnten immer "schuld ist", womöglich gar nichts vorzuweisen-? Könnte man das vielleicht sogar "Heuchelei" nennen-?

    Und was hat sein eigener burn-out mit Homophobie im Spitzensport zu tun-? Wie war das noch mit Äpfeln und Birnen-?

    So viele Fragen...Fragen über Fragen...
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#26 ZuversichtAnonym
  • 13.05.2020, 01:13h
  • Wohlmeinender Tipp von einer freundlichen Begegnung:

    "Es ist manchmal gut, nicht alles zu wissen".

    Und ich freue mich auf den Tag, an dem auch in mein Leben die neue Normalität eintritt. Ein Tag, an dem ich wieder ein Mensch sein darf. Und genauso leben und lieben darf, wie die anderen auch.
  • Antworten » | Direktlink »
#27 ColonelAnonym
  • 13.05.2020, 02:43h
  • Antwort auf #9 von Patrick S
  • Also bitte... das ist ja schon eine beinahe böswillige Interpretation der Hitzfeld-Aussage. Der Mann hat weder Homosexualität als Schwäche bezeichnet, noch hat er Homosexualität mit Schwäche (oder auch nur mir seiner eigenen Burnout-Erkrankung) gleichgesetzt. Er hat sich lediglich um einen Vergleich (Vergleich ungleich Gleichsetzung!) bemüht, um die Problematik, die mit einem Outing verbunden sein könnte, mit seinen eigenen Erfahrungen in Verbindung zu setzen. Wie aus dem Kontext ersichtlich, ist das in keiner Weise verächtlich oder negativ gemeint. Vielmehr ehrt es Hitzfeld, eine differenzierte Position einzunehmen und bestehende Schwierigkeiten ohne rosagetönte Brille aufzuzeigen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#28 Ralph
  • 13.05.2020, 09:51h
  • Antwort auf #27 von Colonel
  • Wenn Herr Hitzfeld Homosexualität nicht als Schwäche ansieht, dann verdutzt doch der Vergleich mit seinem Burnout. (Übrigens ist es m.E. auch bei einem Burnout nicht ein Zeichen von Schwäche, ihn öffentlich zu machen, sondern ein Zeichen von Stärke. Dass Herr Hitzfeld eine sexuelle Orientierung nebenbei auch noch mit einer Erkrankung gleichsetzt, ist noch mal was, das Anstoß erregen sollte.) Er meint zudem, "so viel" Ehrlichkeit sei zu viel Ehrlichkeit. Also besser lügen, aha. Und er fürchtet negative Reaktionen von "Fans". Nimmt man die als Maßstab, dann muss Herr Hitzfeld schwarze Spieler auffordern, ihren Sport an den Nagel zu hängen, denn sie sind oft das Ziel rassistischer Beschimpfungen durch Leute, die völlig zu Unrecht Fans genannt werden. Hitzfelds ganze Äußerung zum Thema ist eine peinliche Entgleisung, die nur deutlich macht, dass er geistig in den Fünfzigern steckengeblieben ist und sich unter dem Deckmantel der Sorge um gefährdete Schwächlinge dem gesellschaftlichen Fortschritt entgegenstemmt. Mich erinnert das an die Aussage des damaligen bayerischen Innenministers (Beckstein, glaub ich), der die Verbannung der verpartnerungswilligen Schwulen aus dem Standesamt hin zu den Notaren damit zu rechtfertigen versuchte, dass man den Schwulen und Lesben damit den Gang an die Öffentlichkeit erspare und ihnen ermögliche, sich und ihre Partnerschaft zu verstecken. Auch da war "die Zeit noch nicht reif" - fast 20 Jahre ist es her.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#29 zundermxeAnonym
  • 13.05.2020, 10:08h
  • Wir regen uns regelmäßig über das auf, was leider als er- und gelebte Normalität erfahren wird.
    Natürlich zu recht.
    Und natürlich ist das alles andere als normal iSv fair oder richtig.

    Jedoch sollten wir mMn schon einen Unterschied erkennen wollen oder zumindest für möglich halten, wer was sagt und mit welcher Absicht.
    Hitzfeld ist mit Sicherheit kein Trainer gewesen, der seinen Spielern etwas Böses wollte oder der sie ausschließlich unter dem Kriterium der Leistung behandelt hat. Er denkt über den Schutz von Spielern nach.
    Selbst hat er auch schwule Spieler erlebt, die daran ein Stück weit zerbrochen sind.

    Persönlich halte ich seine Aussage in ihrer Generalität für eindeutig falsch und auch missverständlich.
    Andere, aktuelle, Buli-Trainer haben sich da in jüngster Vergangenheit deutlich klarer und emanzipierter geäußert.
    DFB, DFL und die Clubs sind und wären in der Verantwortung hier Stärke und Bewusstsein zu zeigen, öffentlich zu kommunizieren und für Profis angemessene Strukturen zu schaffen.
    Der letzte, der sich glaubhaft nach seinen Kräften bemüht hat, war Theo Zwanziger.
    Viel zu lange her.

    Generell würde ich keinem Profi dazu raten oder davon abraten sich zu outen. Sie leben zwar in ihrer Blase, sind aber dennoch Teil dieser immer noch homophoben und darüber natürlich hinaus queerphoben Gesellschaft.
    Es ist, wenn die Verantwortung für individuelles Leben kein Lippenbekenntnis sein soll, ein Frage der individuellen Persönlichkeit von Menschen.
    Von Märtyrern und persönlichem Leid hätte keine*r was.
    Die ersten männlichen Fußball-Profis, die sich outen, müssten schon eine gewisse innere Stärke haben.
    Danach wäre es ein Stück weit einfacher.

    Der Vergleich mit anderen Sportler*innen, Sportarten oder auch Künstler*innen hinkt idR gewaltig da sich kaum wer von Beginn an geoutet hat. So manche Karriere hätte so oder gar nicht stattgefunden, wenn bei Start des öffentlichen Auftretens bereits ein öffentliches Outing vollzogen wurden wäre.

    Ja, ich wünsche mir sehnlichst ein und dann vor allem mehrere Outings.
    In vielerlei Hinsicht wünschenswert und absolut notwendig und überfällig. Jedoch niemals um den Preis, den andere auch schon dafür zahlten.
    Wer im Umfeld über die Jahre die Erfahrungen noch nicht machen musste, dass ein Outing im Suizid endete, wird das vllt nicht verstehen (wollen).
    Niemand kann eine andere Person so gut verstehen, unterstützen und helfen um das zu verhindern.
    Das individuelle Leben kommt immer vor vermeintlich höher gestellten Interessen von Gruppen oder Zielen.
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#30 roisolei85Profil
  • 13.05.2020, 10:43hBiedenkopf
  • Hallo

    Ich wollte dazu was schreiben.....

    Ja es ist immer noch furchtbar daß es anscheinend, Bereiche gibt im Leben wie hier im Profifußball wo die Zeit immer noch nicht reif sein soll...

    Ich denke schon das es für einen Spieler schon eine gewisse Geschichte ist, den Druck im Stadion usw dann auszuhalten.
    Aber natürlich wenn keiner den Schritt wagt wird man nie wissen wie wirklich die Reaktionen aussehen werden, oder andere dadurch ermutigt werden sich auch zu outen...

    Nur was ich denke, oder beobachte ist....
    In unserer Community ist es immer mehr ja auch so das, viele schwul sein wollen aber bitte Heterolike, also schwul ja aber alles äußerliche Hetero damit man quasi so wenig aneckt wie möglich und "normal" durchs Leben kommt.

    Keine Ahnung das ist finde ich, ein Rückschritt für unser aller Verständnis als Schwule Männer.
    Klar kann man dieses Heterolike auf attraktives Aussehen definieren welches bestimmte Merkmale haben soll...

    Nur mittlerweile, ist das schon fast wie muss. Man soll als Schwuler dieser Hetero Norm entsprechen, wenn nicht wird man ausgegrenzt.
    Quasi die Vielfältigkeit für die schwules leben immer stand in der Vergangenheit, wird durch diese neue Norm ad absurdum geführt.
    Wir sie eben hier in Bezug auf Fussball und die Fans usw Toleranz und Akzeptanz für schwule Spieler einfordern, sind in uns selbst ja immer mehr intolerant und Grenzen Menschen in unserer Community aus, die halt dem neuen klassischen Schwulen eben " Heterolike" nicht entsprechen.

    Aber wie soll man dann von sage ich Mal den anderen, Toleranz einfordern wenn unsere eigene Gesellschaft also die Community immer unfreier und weniger vielfältig wird oder ist.....

    Ich hoffe ihr versteht mich, auch möchte ich niemanden direkt hier angreifen.....das ist eine generelle Ansicht was ich so in den letzten Jahren beobachtet habe....

    Gruss
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#31 Dr P EnisAnonym
  • 13.05.2020, 11:11h
  • Antwort auf #30 von roisolei85
  • "In unserer Community ist es immer mehr ja auch so das, viele schwul sein wollen aber bitte Heterolike, also schwul ja aber alles äußerliche Hetero damit man quasi so wenig aneckt wie möglich und "normal" durchs Leben kommt."

    Das hat einen sehr nachvollziehbaren Grund: es lebt sich einfacher! Kleidest du dich möglichst heterolike, wirst du in der Öffentlichkeit in Ruhe gelassen. Benimmst oder kleidest du dich auf eine Weise, die die Mehrheitsbevölkerung inoffiziell als schwul deklariert hat, musst mit einer Reaktion rechnen, die zwischen neugierigen Blicken, blöden Sprüchen bis hin zu körperlichen Angriffen reicht.
    Ein anderer Grund ist, dass sich auch viele Schwule insgeheim wünschen, von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert und angenommen zu werden und das funktioniert am Besten, wenn man das, was die Mehrheitsgesellschaft als normal definiert, kopiert. Das ist folgende Rechnung: mit schwulen Atttitüden eckst du meistens an oder provozierst du sogar die Heteros, mit heteroliker Anpassung wirst du hingegen eher angenommen und respektierst.
    Das Ganze schleppt sich dann natürlich auch auf unbewußter Ebene in die Szene hinein.
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#32 VilafrancaAnonym
  • 13.05.2020, 11:15h
  • Schon wieder jemand aus der Steinzeit und der denkt dass es im Fussball keine Homosexualität gibt.
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#33 trans naysayerAnonym
  • 13.05.2020, 13:47h
  • Antwort auf #28 von Ralph
  • "Wenn Herr Hitzfeld Homosexualität nicht als Schwäche ansieht, dann verdutzt doch der Vergleich mit seinem Burnout."

    Die Äusserungen dieses Mannes sind in jedweder Hinsicht eine Katastrophe.

    Seine unselige Verknüpfung von "Burn Out" und "Homosexualität" und seinem "Rat", den er daraus ableitet, ist nichts anderes, als der Rat an Männer keine Dinge über sich als Mann zu äussern, die von einer so called "Mehrheitsgesellschaft" für das "Rollenbild Mann" als "Schwäche" ausgelegt werden.

    Bedauerlicherweise hat er aus seiner persönlichen Erfahrung mit einer Gesellschaft und den Rollenerwartungen im männlichen Spitzensport, die ihm aufgrund seines burn out abwertend begegneten, nichts gelernt.

    Dieser alte, weise (sic) Mann propagiert hier ein vollkommen antiquiertes, patriarchales Männerbild, dass für ALLE - auch die betroffenen Männer - in seinen Auswirkungen nur toxisch ist. Wäre das alleine nicht schon schlimm genug, maskiert er das auch noch als "gutgemeinten Rat" an andere Männer.
    Und das im Jahr 2020.

    Bravo! Das nenne ich einen "Weisen Elder". (irony off)

    Damit haben wir hier einen alten weisen (sic) Mann, der das Gegenteil eines guten Role Model für andere Männer - aber vor allem heranwachsende Jungs ist.

    Und damit sind wir wieder bei den Schwulen im Spitzensport, auf deren coming out die Welt wartet.

    People of Color stellen sich im Spitzensport Rassismus. LBTI stellen sich den Diskriminierungen im Spitzensport seit Jahren(!). Sie alle sind open, out and proud und positive Role Models, die jungen Menschen Wege aufzeigen. Es sind Trail Blazer.

    Schwule Männer stehen nicht ausserhalb der Gesellschaft - auch nicht im Spitzensport. Sie stehen nicht ausserhalb von Verantwortung. Ihnen kommt die Aufgabe positiver Role Models genauso zu, wie allen anderen.

    Wie ich in einem älteren thread zum Thema vor vielen Monaten bereits geschrieben habe:
    Offensichtlich sind "Schwule im Spitzensport" nicht bereit, sich dieser Verantwortung bewusst zu werden und ihre Verantwortung zu übernehmen, zu tragen und ihr gerecht zu werden. -

    Stattdessen wird gejammert, dass sie womöglich Diskriminierung zu befürchten haben. Das ist Mimimi. - Vielleicht möchten sie ja lieber mit schwarzen Fussballern oder Caster Semenya oder trans Menschen im Sport tauschen-? Die haben es ja so viel einfacher-?.

    Dem "die Zeit ist noch nicht reif" dieses Trainers steht ein "wir sind noch nicht soweit" der Schwulen im Spitzensport gegenüber. Das sind nur Varianten ein und derselben Verweigerungshaltung und das von-sich-weisen der Verantwortung.

    Das Drama hält damit bis auf Weiteres an. Dabei ist der Weg längst klar. Es gibt nur einen. Dieses beschämende und schamvolle Drama kann nur auf eine Art und nur von schwulen Sportlern selbst beendet werden. Jeder weitere Tag, der die Haltung vertritt, dass Männer ihr Schwul-Sein verbergen sollten, ist nicht nur beschämend, sondern re-produziert toxische Männerbilder für nachwachsende Generationen - insbesondere junge Männer und Jungs.

    Stattdessen stecken sie den Kopf wie ein Strauss in den Sand und machen sich selbst unsichtbar.

    Das "Schweigen der Schwulen" im Spitzensport. Es hat bereits Schaden angerichtet. Es richtet mit jedem weiteren Tag, den es anhält, noch grösseren Schaden an.

    Ich warte darauf, dass Schwule im Spitzensport - die damit zu den Privilegierten(!) gehören - ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Ich warte auf das coming out der Schwulen im Spitzensport.
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#35 ManagerAnonym
  • 13.05.2020, 18:35h
  • Antwort auf #5 von sgfdgdgdgdg
  • "Ich glaube ja, dass viele der Sportmanager homophob sind und nur deswegen Spielern raten sich nicht zu outen."

    Nicht unbedingt (will aber auch nicht abstreiten, dass es solche gibt!); ich denke eher, dass diese den Verein im Vordergrund sehen, und dass, wenn sich ein Spieler outet, sich "Fans" und/oder Sponsoren zurueckziehen, wodurch dem Verein dann Einnahmeverluste entstehen.
    Und dass sich anscheinend immer noch/mehr Leute an COs "stoeren", kann man aktuell an dem nau-Artikel ueber Olivier Borer sehen:
    "Warum werde ich mit deren Sexualitaet belaestigt?", "Ich stelle mich ja auch nicht in der Oeffentlichkeit hin, und schreie heraus, dass ich Hetero bin!", Mir geht so langsam dieser ganze Aufstand um deren Homosexualitaet auf den Nerv!", "Warum koennen die nicht einfach ihr Leben leben, sondern muessen immer auffallen wollen!", usw. usf.
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#36 Schein-EhefrauAnonym
  • 13.05.2020, 18:45h
  • Antwort auf #6 von vielleicht
  • "Vielleicht ist ihnen ihre Sexualität nicht so wichtig, dass sie vielleicht irgendwelche Anfeindungen gegnerischer Fans in Kauf nehmen wollen."

    Mag es auch geben, wie bei den (Computer-/Mathematik-)Nerds, aber irgendwann (oder auch irgendwie) werden die sicherlich das Gefuehl bekommen, etwas verpasst zu haben, oder (falls rechtzeitig erkannt) etwas zu verpassen, bevor sie alt sind; danach aber ist es zu spaet, und sitzen u. U. allein zuhause 'rum

    Anscheinend ist aber den VERANTWORTLICHEN ("Spieler-Berater", Vereins-Vorstaende..) die Sexualitaet dann aber wieder doch SO wichtig, dass die Spieler Schein-Ehen eingehen sollen, oder es tun, damit ja nicht der Verdacht aufkommt, sie koennten ja...
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#37 keine_ZeitAnonym
  • 13.05.2020, 18:50h
  • Antwort auf #8 von Ralph
  • Ja, stimmt; kann man "wunderbar" sehen, an den Kommentaren zu dem Artikel ueber Olivier Borer bei nau.ch (Ich schrieb's gerade vorher - am besten einfach mal selber die Kommentare auf nau.ch dazu lesen. Haarstraeubend (sofern man noch welche auf'm Kopf hat ;-) ))
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#38 SchwachAnonym
  • 13.05.2020, 19:02h
  • Antwort auf #9 von Patrick S
  • "Schwulsein ist eine Schwäche???"

    Schwulsein direkt vielleicht nicht - wahrscheinlich wird damit aber auf die vielzitierte Sensibilitaet bei Schwulen hingedeutet. Trifft natuerlich nicht auf alle zu; aber bei Schwulen wird es oefter nicht verheimlicht, bzw. "offen ausgelebt".
    Es gibt zwar auch jene, die sensibel sind, das aber gut verstecken, und dann still leiden.
    Und damit bin ich beim eigentlichen Punkt: "Sensibilitaet" wird gerne als soo toll und sogar vllt. als erstrebenswert betrachtet - ich kann Dir versichern: das ist keineswegs soo toll und erstrebenswert (ausser man hat vielleicht die sog. "Resilienz", um mit den einhergehenden Schwierigkeiten zurechtzukommen)
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#39 Nk231Anonym
  • 13.05.2020, 19:54h
  • Antwort auf #38 von Schwach
  • Du verortest Sensibilität in eine Abhängigkeit. Und das ist eine Schublade.
    Menschen sind vielfältig und genauso vielfältig fällt die Sensibilität aus. Manche sind sensibel und trotzdem körperlich stark. Stärke ist nicht nur körperliche Stärke, sondern auch Sensibilität (die Gefühlswelt =Mitgefühl, Empathie) ist Stärke.
    Empathie hat keine negativen Konsequenzen.

    Wie bei allem kommt es darauf an, ob man sich in seinen Gefühlen verliert oder ob man es positiv nutzt.
    Bevor ich im Alter von einer eiskalten Person gepflegt werde, würde ich eine empathische Person bevorzugen, mit der man reden und lachen kann.

    Und so ist es auch beim comming-out: seine Gefühlswelt zu zeigen, ist vollkommen normal, das machen Heteros täglich. Das bedeutet aber nicht, dass man automatisch in jede Pfütze treten soll. Eine gewisse Vorsicht ist grundsätzlich ratsam, denn man kann eben nicht allen Menschen gleichermaßen trauen. Da hilft das Bauchgefühl - die Intuition, die sich mit der Empathie in Gang setzt. Das hat nämlich auch was mit Sensibilität zu tun - mit der Sensibilität sich selbst gegenüber.
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#40 TheDadProfil
  • 13.05.2020, 20:03hHannover
  • Antwort auf #35 von Manager
  • ""Nicht unbedingt (will aber auch nicht abstreiten, dass es solche gibt!); ich denke eher, dass diese den Verein im Vordergrund sehen, und dass, wenn sich ein Spieler outet, sich "Fans" und/oder Sponsoren zurueckziehen, wodurch dem Verein dann Einnahmeverluste entstehen.""..

    Das läßt sich nicht nachweisen..
    Vor allem :

    Genau das ist dann die Homophobie um die es geht, denn allein aus der Vermutung heraus, Sponsoren könnten sich AUS HOMOPHOBIE dann zurückziehen oder sogar "Fans" nicht mehr zu den Spielen kommen ist Teil des Systems zur Unterdrückung von Schwulen Spielern !

    Frei nach dem Motto
    "was sollen denn die nachbarn dazu sagen ?"..
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#42 Nk231Anonym
  • 13.05.2020, 20:46h
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • Oh je, dass ein Mensch ethische Grundwerte besitzt, davon gehe ich aus. Ich denke nicht gleich an das schlimmste abwegige. Außer Hass, Krieg, und Gewalt, gibt es auch noch gutmütige Menschen mit Empathie.
    Aber es ist sehr bezeichnend, dass du gleich negatives in Gedanken hast, wenn du das Wort Empathie liest.
    Das sagt nun mehr über dich aus.
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#43 Nk231Anonym
  • 13.05.2020, 22:21h
  • Antwort auf #42 von Nk231
  • P.S.:
    Um positive Empathie zeigen zu können, braucht es ein gewisses Urvertrauen. Wenn das Urvertrauen verletzt wurde, lässt sich das trotzdem schrittweise aufbauen - braucht dann nur Geduld und Zeit und natürlich auch positive Erfahrungen.

    Wenn man aber grundsätzlich vom positiven ausgeht, erkennt man das negative schneller.
    Ich merke es sofort, wenn jemand Befindlichkeiten bezüglich Homosexuelle hat: egal ob in der verbalen Kommunikation oder ob ich es an der Körpersprache erkenne. Da sind meine Antennen sehr fein. Meine Antennen sind grundsätzlich sehr fein - von Geburt an und zusätzlich durch meine Ausbildung fein geschult.

    Aber das kann man auch ohne berufliche Ausbildung lernen. Dafür gibt es Kurse und einige Angebote.

    Manchen Menschen ist das in die "Wiege gelegt worden" und manche können es erlernen, wenn sie es wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#44 WahrheitIstRelativAnonym
#45 TheDadProfil
  • 14.05.2020, 08:32hHannover
  • Antwort auf #42 von Nk231
  • ""Oh je, dass ein Mensch ethische Grundwerte besitzt, davon gehe ich aus.""..

    Damit beschreitet man den Weg zum Irrtum hin..
    Menschen zu unterstellen grundsätzlich nur Gutes zu tun widerspricht allen Erfahrungswerten die man in der Gesellschaft machen kann..

    ""Aber es ist sehr bezeichnend, dass du gleich negatives in Gedanken hast, wenn du das Wort Empathie liest.""..

    Das fand gar nicht statt, denn der Auslöser war die Schlußfolgerung
    "hat keine negativen Konsequenzen."..

    Das ist einfach falsch, und das muß man wissen wenn man sich dazu bereit findet anderen Menschen empathisch zu begegnen..

    Erlernte Hilflosigkeit ist nur eine der negativen Konsequenzen von negativer Empathie..
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#46 zundermxeAnonym
  • 14.05.2020, 09:26h
  • Antwort auf #30 von roisolei85
  • Hallo,

    für mich erzählst Du von einem sehr entscheidenen Punkt, der mMn unter uns Queers gerne unter den Teppich gekehrt oder sogar negiert wird.
    Die Intoleranz und der damit verbundene Verhaltensdruck untereinander.
    Dies bezieht sich auf viele Ebenen.

    Im Zusammenhang mit diesem Artikel und dem Thema Outing wird bspw erwartet, dass sich ein Schwuler zu outen hat. Lesen wir die meisten Kommentare hier, die dies generell fordern, fällt auf, dass dabei nicht mit dem Wohl des individuellen Lebens, sondern mit der Verantwortung für andere oder der queeren Sache an sich, argumentiert wird.
    Schwule, oder auch queere Menschen allgemein, gelten unter uns als nicht vollwertig bis schädlich für uns, wenn sie sich nicht outen.
    Dieser Druck kann tödlich sein.
    Dieser Druck ist idR auch geprägt von Egoismus, fehlender Empathie für andere, Gleichmacherei und ein Stück weit auch von Gefühlskälte und Gleichgültigkeit gegenüber anderen.
    Dieser Druck ist das genaue Gegenteil von bunter Vielfalt in Freiheit.
    Dabei verrät uns die simple Logik, wie falsch solche generellen Einstellungen und Erwartungen sind.
    Würde es kein individuell hohes Risiko geben, würde mit einem Outing immer alles gut laufen, würde jede*r akzeptiert werden und wäre es immer zum Besten für die betreffende Person, dann wäre Outing an sich schon längst überflüssig.

    Eigentlich sollten queere Menschen sich gegenseitig zu allererst einen Hafen bieten, wo alle akzeptiert werden, wie sie sind - ohne Wertungen und fordernden Erwartungen - bedingungslos.
    Das nennt sich Solidarität und eigentlich auch ganz einfach Mitmenschlichkeit.
    Wer die Sache über den Menschen stellt, verrät die Sache mehr als alle, die sich, aus welchen persönlichen Gründen auch immer, dazu entschieden haben nicht öffentlich zu leben.

    Leider scheint dies gefühlt queerer Mainstream auf den unterschiedlichsten Ebenen geworden zu sein.
    Wir haben somit die Erwartungshaltung der sogenannten Mehrheitsgesellschaft auf unsere Art adaptiert und uns ihr auf unsere Weise angeglichen.

    Nicht-normatives Verhalten abzustrafen ist also kein Alleinstellungsmerkmal der sogenannten Mehrheitsgesellschaft mehr - leider.

    So ist es auch unter uns Queers vielfach zum Makel geworden sehr feminin, sehr schrill, sehr introvertiert oder auch einfach nach außen empfunden schwach zu sein.
    Das queere Wunschbild des besseren Menschen, der aktiv, gebildet, selbstbewusst, offen und eloquent ist, wird erwartet und gefordert. Auch wenn die meisten von uns es selbst nicht erfüllen können.
    Dies hat mMn sehr viel mit fehlendem Selbstbewusstsein, fehlender Selbstverständlichkeit des eigenen Lebens und dem Wunsch nach Anerkennung zu tun. Insbesondere bei denen unter uns, die am lautesten fordern und bellen.

    Ob die Zeit reif ist, wofür auch immer, entscheidet jede*r für sich -
    nicht für andere oder durch andere.
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#47 Homonklin_NZAnonym
  • 14.05.2020, 13:26h
  • Antwort auf #24 von trans naysayer
  • Ja, dann ändere mal. Schau mal, wie weit Du als Pro-Sportler dann kommst.

    Zumindest dürfte Rosa Parks und auch die anderen da unterschieden haben, dass es schon eine relative Community von Unterstützern gab, auch wenn die sich nicht selbst äußerten oder weiter vor dem System kuschten, dennoch wussten, dass das weichen wird. Der über Martin Luther King zustande gebrachte Bus-Boycott etwa, sowas in den Fußball und die heutige Zeit zu übertragen, da wird man höchstens ausgelacht.

    Eine sie unterstützende Menge haben die Pro-Sportler überwiegend nicht. Die Leute, die Dampf machen, wenn ein PoC-Spieler mit Affenlauten fertig gemacht wird, die Menge, die dann aufbegehrt und dem Spieler Mut zuspricht, sich fremdschämt und ggf. rechtliche Schritte unterstützt, damit solche "Fans" beim nächsten Spiel au0en vor bleiben.

    Wegen einem schwulen Spieler, der dann seine Karriere an den Nagel hängen kann, weg gemobbt und mit gefundenem Grund dann halt doch nicht mehr gut genug für die erste Liga ist, müht sich keine Rückendeckung. Der kann dann in der Kreisliga herum krebsen oder sucht sich einen Gay Sportverein oder kann halt, wie andere Arbeitslose, mit Sozialgeld am Wurststand weiter kämpfen.

    Dann ggf, noch analog zu Rosa Parks, mit Drohungen und Repressalien umgehen zu haben,.
    Da läuft es im Fußball einfacher, wenn man eine Alibi-Ische hat und wenigstens so tut, als wäre man ebensohetero, wie die anderen.

    Habe nun im Bereich Wassersport miterlebt, was da passiert. Bei der Frau im Rudererteam kostete es die Chance auf die Olympiade, und der Surfer hat sich das Leben genommen, kam mit dem Monning nicht klar.

    Die Doku "Out in the line-up" zeigt die ausgesuchte Seite der Wirklichkeit.

    outinthelineup.com/

    Sweet dreams are made of ... tears.
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#48 trans naysayerAnonym
#49 Ralph
  • 14.05.2020, 15:26h
  • Schon wie der Mann das Thema überhaupt aufgreift, ist selbstentlarvend. Man könnte ja sagen: "Leider besteht offenbar immer noch eine unüberwindliche Hemmschwelle, sich zu outen. Da herrscht nach wie vor Angst. Da bestehen in der Fanszene alte Vorurteile fort. Da gibt es Unsicherheit, ob aus den Mannschaften, Vereinen und vom DFB Unterstützung käme und wie die Sportpresse reagieren würde. Ich bin ratlos, was da getan werden kann." Das sagt er aber nicht. Er nimmt den negativen Zustand hin und ruft zu dessen Verewigung auf.
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