Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36116

Hasskommentare

Frankreich: Facebook & Co. drohen Strafgelder von bis zu 1,25 Millionen Euro

Online-Plattformen werden in Frankreich verpflichtet, homophobe, rassistische, sexistische oder antisemitische Hasskommentare innerhalb von 24 Stunden nach einer Nutzer-Meldung zu entfernen.


Im Kampf gegen Hasskommentare in sozialen Medien hat Frankreich seine nationale Gesetzgebung verschärft. Große Online-Plattformen werden verpflichtet, Hasskommentare innerhalb von 24 Stunden nach einer Nutzer-Meldung zu entfernen. Bei Nichtbeachtung der Regeln drohen Strafgelder von bis zu 1,25 Millionen Euro. Die Nationalversammlung – dies ist das Unterhaus des Parlaments – beschloss laut einer Mitteilung vom Mittwoch mehrheitlich ein entsprechendes Gesetz.

Regierungschef Édouard Philippe hatte das neue Gesetz bereits vor zwei Jahren angekündigt. Justizministerin Nicole Belloubet sagte nun, die Regulierung von großen Internetanbietern sei eine "nationale Herausforderung". Einige Augenblicke auf Twitter, YouTube oder Facebook reichten aus, um homophoben, rassistischen, sexistischen oder antisemitischen Beschimpfungen zu begegnen.

Linke und Rechte befürchten Beschränkung der Meinungsfreiheit

Die neuen Regeln sind in der Volksvertretung umstritten, denn von Vertretern der linken und rechten Opposition wird eine Beschränkung der Meinungsfreiheit befürchtet. Die Präsidentenpartei LREM hat in der Volksvertretung eine breite Mehrheit.

Die Anti-Diskriminierungsorganisation SOS-Racisme und zwei weitere französische Organisationen hatten erst am Dienstag mitgeteilt, rechtlich gegen den Internetkonzern Twitter vorzugehen (queer.de berichtete). Hasskommentare in dem sozialen Netzwerk seien während der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen im Land um 43 Prozent angestiegen, man habe Anzeige erstattet, hatte SOS-Racisme erklärt. (cw/dpa)



#1 56James35Anonym
  • 14.05.2020, 12:55h
  • Als Franzose fürchte ich, queer-de hat nicht richtig verstanden, worum es geht und die Abgeordnete, die dem Parlament ein Gesetz vorgelegt hat, nicht kennt.
    Dieser Frau wird vorgeworfen, ihre jungen Mitarbeiter*innen verspottet, beschimpft und gedemütigt zu haben. Dafür gibt es genug Beweismaterial. Unter ihren Mitarbeitern gibt junge Schwule, die unter ihrer Rücksichtslosigkeit und vor allem unter ihrer ungeschminkten Homophobie zu leiden hatten.
    Wie kann eine solche Frau die Rechte der Schwulen und Lesben verteidigen ?
    Erstaunlich und beschämend ist, dass dieses umstrittene Gesetz, das gestern verabschiedet wurde, von SOS Homophobie unterstützt wird. Ist SOS Homophobie denn blind ?
    Quellen : TETU + MEDIAPART + LE MONDE + LE NOUVEL OBS + MARIANNE u.a.
  • Antworten » | Direktlink »