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Maneo-Statistik
Mehr homo- und transphobe Übergriffe in Berlin gemeldet
Fast 50 Prozent mehr Fälle LGBTI-feindlicher Gewalt sind in der Bundeshauptstadt registriert worden.

Immer mehr LGBTI-feindliche Übergriffe aus Berlin werden publik (Bild: pixabay)
- 15. Mai 2020, 10:00h 2 Min.
In Berlin sind im vergangenen Jahr deutlich mehr homo- und transfeindliche Angriffe erfasst worden. Die Zahl registrierter Fälle stieg um 177 auf 559 im Jahr 2019, wie das Antigewaltprojekt Maneo am Freitag zur Vorstellung seines Jahresberichts mitteilte. Damit erhöhte sich die Zahl um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Davon richteten sich den Angaben zufolge 395 Taten gegen Schwule und männliche Bisexuelle. Hier betrug der Anstieg 38 Prozent. 83 Delikte hätten sich gegen trans Personen gerichtet und 47 gegen Lesben oder weibliche Bisexuelle, erklärte Maneo weiter.
Trotz Statistik möglicherweise in Realität nicht mehr Gewalt
Das Projekt erläuterte, dass die erhöhten Fallzahlen nicht bedeuten müssen, dass es mehr Übergriffe in der Hauptstadt gab. Denkbar sei auch, dass "mehr Fälle aus dem als sehr hoch einzuschätzenden Dunkelfeld ins Hellfeld" geführt worden seien. Auch die aktuellen Zahlen sind laut Bastian Finke nur ein Bruchteil der tatsächlichen Übergriffe. Er gehe nach wie vor "von einem Dunkelfeld von 80 bis 90 Prozent" aus, sagte Finke.
Bei den meisten Taten handelte es sich laut Maneo mit 176 Fällen um Beleidigungen. Zugleich wurden auch 153 homo- beziehungsweise transfeindliche Körperverletzungen gemeldet. 2018 waren es noch 90 Fälle gewesen. Der Bericht wurde anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie am Sonntag veröffentlicht.
Trotz Corona – wir sind weiter für Euch da und erreichbar. Und vor allem – bleibt gesund und gebt aufeinander acht.
Gepostet von MANEO am Freitag, 27. März 2020
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Bereits im letzten Jahr hatte Maneo einen Anstieg der gemeldeten LGBTI-feindlichen Angriffe erfasst – damals um 18 Prozent (queer.de berichtete).
Auch Polizei meldet Anstieg
Die Berliner Polizei führt eine eigene Statistik, die mit anderer Definition von Hasskriminalität auf weniger angezeigte Fälle kommt. Aktualisierten Zahlen zufolge registrierte sie 2019 insgesamt 344 Fälle von Hasskriminalität gegen die sexuelle und geschlechtliche Identität. Gegenüber 2017 verdoppelte sich damit die Zahl. Das Bündnis gegen Homophobie startete deshalb eine Kampagne, um Opfer LGBTI-feindlicher Gewalt dazu zu bewegen, Anzeige zu erstatten (queer.de berichtete).
Im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie (17. Mai) hat das BÜNDNIS GEGEN…
Gepostet von Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg ( LSVD ) am Mittwoch, 13. Mai 2020
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"Auch in Zeiten von Corona stellt Gewalt im öffentlichen Raum als auch im häuslichen und familiären Kontext ein großes Problem dar", erklärte dazu Jörg Steinert, der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg: "Wir ermutigen zu Anzeigen bei der Internetwache der Polizei oder zum Anruf bei der 110 in akuten Fällen. Menschen die von Zwangsverheiratung betroffen sind, können sich unter direkt an uns wenden."
Deutschlandweit meldete die Bundesregierung vergangenen Herbst einen Anstieg der registrierten Fälle LGBTI-feindlicher Straftaten um 46 Prozent im Jahresvergleich (queer.de berichtete). (AFP/dk)















Sowas ist doch in diesem Land nur eine Randnotiz. Aber auch nur für die Politiker - nicht für die Opfer.
Aber hey, wie sagte schon Angela Merkel:
"Ein Land in dem wir gut und gerne leben."
Nur oft genug wiederholen - vielleicht glaubt es dann jemand.