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Neue Studie

Bayern: Die Hälfte der queeren Menschen erlebt Diskriminierung

Laut einer neuen Studie der Grünen berichtet unter LGBTI fast jede zweite Person über Diskriminierungserfahrungen in den letzten drei Jahren.


Tessa Ganserer (Mitte) zeigt die Studie – neben ihr stehen die Autorinnen Alis Wagner (li.) und Prof. Dr. Barbara Thiessen (Bild: Grüne Fraktion Bayern)
  • 15. Mai 2020, 12:56h 7 2 Min.

Tessa Ganserer, die queerpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion in München, hat am Freitag eine Studie über queeres Leben im Freistaat vorgestellt (PDF). Projektleiterin Prof. Dr. Barbara Thiessen von der Hochschule Landshut und Autorin Alis Wagner hatten für das Papier Daten einer Umfrage unter 900 queeren Teilnehmer*­innen aus dem Freistaat ausgewertet. Mit der Studie liege "erstmals ein differenziertes und aussagekräftiges Bild über die Lebensssituation queerer Menschen in Bayern ab 16 Jahre vor".

Das Papier zeigt unter anderem auf, wie weit verbreitet Diskriminierungserfahrungen unter LGBTI in Bayern sind. Demnach gaben 48 Prozent der Befragten an, in den letzten drei Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechts­identität diskriminiert worden zu sein. Besonders betroffen seien Transmenschen (82 Prozent der trans Frauen und 61 Prozent der trans Männer). Teilnehmer*­innen mit geringen Einkommen oder mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen berichteten von mehr Diskriminierungserfahrungen als andere Personen. Die Studie zeigte auch auf, dass Menschen in der Stadt eher geoutet seien als auf dem Land.


"In der Gesamtschau zeigt sich, dass Handlungsbedarf im Hinblick auf Akzeptanz queerer Menschen im ländlichen Raum besteht", so Thiessen und Wagner. "Zudem müssen Unterstützungsstrukturen stärker besonders vulnerable Gruppen in den Blick nehmen. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf."

Ganserer: "Die Studienergebnisse zeigen, wo wir politisch endlich handeln müssen"

Tessa Ganserer machte deutlich, dass es für die Landesregierung nun keine Ausreden mehr gebe, in diesem Bereich nichts zu tun: "Die Studienergebnisse zeigen, wo wir politisch endlich handeln müssen. Auch im Freistaat Bayern ist es längst an der Zeit, dass queere Menschen berücksichtigt werden. Wir brauchen ein finanzielles Fundament, um geeignete Angebote und Strukturen zu schaffen."

Die 42-Jährige forderte daher auch in Bayern einen Aktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Alle 15 anderen Bundesländer haben einen derartigen Plan bereits beschlossen oder geplant. Die bayerische Staatsregierung lehnte derartige Initiativen aber stets ab. 2015 hatte die damalige CSU-Alleinregierung erklärt, dass es für einen Aktionsplan "keine Notwendigkeit" gebe (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 YannickAnonym
  • 15.05.2020, 15:10h
  • Die Hälfte...

    Ein Armutszeugnis...
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#2 Queerer LatexfreakAnonym
  • 15.05.2020, 15:19h
  • Mir kommt es so vor als ob insbesondere in Bayern die Solidarität der letzten 10 jahre eine Einbahnstraße war.

    Mir kommt es so vor als ob bis vor wenigen jahren dankend angenommen wurden daß "wir" gemeinsam für mehr Rechte und Aufmerksamkeit protestiert und demonstriert hatten.

    Aber seitdem es die Homo-Ehe gibt scheinen die "echten Schwulen" alles zu haben was sie wollten und schotten sich ab.

    Aus einem "wir gehen auf den CSD und demonstrieren für Aufmerksamkeit und Anerkennung" wurde ein "wir reden nicht mit Hundemasken"
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#3 JanZAnonym
  • 15.05.2020, 19:21h
  • Für mich nicht relevant. Hab mir die PDF Datei runtergeladen und gelesen. Es gab ausschließlich feststehende Antworten. Jede Ansicht ist wäre eigentlich einzigartig und individuell. Ist nun der kleine Rempler Diskriminierung, " Dummer Jungen Streich" , oder sogar Flirt ? In der Studie wäre die Antwort Diskriminierung. Jeder Begriff ist also eine Sache der Auslegung. Für mich keine relevante Studie sondern hingebogen, wie benötigt. Nicht nur diese Studie. Alle Studien mit vorgefertigten Antworten betrifft das für mich.
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