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Ankara

Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungen gegen Homo-Hasser Ali Erbas ab

Bei einer Ramadan-Predigt hetzte der Chef der türkischen Religionsbehörde vor wenigen Wochen gegen Homosexuelle. Mit rechtlichen Konsequenzen muss er nicht rechnen.


Religionsführer Ali Erbas erhält die Erlaubnis der Staatsanwaltschaft, gegen Homosexuelle zu hetzen (Bild: Screenshot Diyanet)

Die Staatsanwaltschaft von Ankara hat am Donnerstag nach Angaben von türkischen Medien mitgeteilt, dass sie kein Ermittlungsverfahren gegen den Präsidenten der staatlich-türkischen Religionsbehörde Diyanet einleiten werde. Dem 59-Jährigen war Ende April von der Anwaltskammer in Ankara vorgeworfen worden, Homosexuelle mit Hass herabzuwürdigen (queer.de berichtete). Zuvor hatte er in einer Predigt zu Beginn des Fastenmonats Ramadan gesagt, dass Homosexualität Krankheiten mit sich bringe und Generationen "verrotten" würde. Er rief Gläubige zum gemeinsamen Kampf auf, Menschen vor diesen "Arten des Bösen" zu schützen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft seien die Äußerungen des Religionsführers nicht zu beanstanden gewesen. Allerdings ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Anwaltskammer, weil sie mit der Kritik an Erbas religiöse Werte herabgewürdigt hätte.

"Extrem besorgniserregend"

Die Äußerungen von Erbas waren international auf Kritik gestoßen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) nannte die "hasserfüllte" Predigt "extrem besorgniserregend" (queer.de berichtete). Der SPD-Politiker Michael Roth, seit 2013 Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, bezeichnete die Situation von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten in der Türkei als "gefährlich" (queer.de berichtete).

Erbas hat allerdings die Rückendeckung der autoritären Regierung in Ankara. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte Ende April, ein Angriff auf den Leiter der türkischen Religionsbehörde Diyanet sei ein "Angriff auf den Staat". Was Erbas gesagt habe, sei "absolut richtig".

Bereits 2019 hatte Erbas mit einem homophoben Ausbruch für Aufregung gesorgt. Während der CSD-Saison bezeichnete er Pride-Veranstaltungen als Ketzerei und Propaganda (queer.de berichtete). Mit seinen Äußerungen hat er auch Einfluss auf deutsche Gläubige: Der größte deutsche Moscheeverein Ditib untersteht indirekt der Behörde von Erbas. (dk)



#1 Kein BeitrittAnonym
#2 dellbronx51069Anonym
  • 15.05.2020, 17:25h
  • Hat jemand ernsthaft etwas anderes aus dem Erdolf Land erwartet? Hauptsache billig Urlaub machen !
    Die Frage ist ob wir zu dem eigenen Fascho Gemüse noch Importware benötigen.
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#3 HexenkatzeAnonym
  • 15.05.2020, 18:12h
  • Wer etwas anderes aus diesem Land mit seinem Sultan erwartet, sollte sich fragen müssen, in welcher Welt man lebt. Wann bekommt dieser Menschenverächter endlich seine gerechte Strafe? Ich fürchte es wird noch lange dauern. Zum einen ist die Türkei, DAS Sprungbrett fü die NATO Richtung Nah Ost und zum andern hält seine alleroberste unfehlbare allergrößte (un) Heiligkeit Sultan Erdi I die ach so schlimmen Flüchtlinge von uns fern. Schließlich will der Michel nicht jeden Tag daran erinnert werden, dass es seine Waffen sind, welche dafür sorgen daa die Menschen hierher kommen.
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#4 FliegenAnonym
#5 goddamn liberalAnonym
#6 swimniAnonym
  • 15.05.2020, 22:58h
  • der türkische laizismus ist nur noch schemenhaft erkennbar. attatürk hat bald ausgedient
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#7 seb1983
  • 16.05.2020, 13:32h
  • Das war nicht anders zu erwarten, Schritt für Schritt dürfte die türkische Judikative weiter unter staatliche Kontrolle gebracht werden, wenn sie es denn nicht schon ist.

    Höchste Priorität hat für mich den Einfluss auf Ditib in Deutschland zu kappen, denn so landet dieser Hass Freitags in den Köpfen deutscher Moscheebesucher und dann Montags in den Schulen!
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#9 KoppsiProfil
  • 22.05.2020, 23:32hGarmisch-Partenkirchen
  • Antwort auf #1 von Kein Beitritt
  • Ich gehe einen Schritt weiter: kein Botschafter eines menschenrechtsrechtsverachtendes Landes; kein Botschafter eines menschenverachtendes Landes hat in Deutschland eine Daseins-Berechtigung.
    Botschaften schließen; eigene Botschafter zurück zitieren.
    Aber dann wären 80% der Botschaften leerstehend.
    Wäre mir aber, dezent ausgedrückt, sch...egal.

    Bleibt's g'sund !
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