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IT.NRW

NRW: 0,7 Prozent der Paare sind gleichgeschlechtlich

Nach neuen Zahlen des statistischen Landesamtes teilen sich 61.000 Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen die Wohnung oder das Haus.


Gleichgeschlechtliche Paare machen derzeit 0,7 Prozent aller nordrhein-westfälischen Paare aus (Bild: IT.NRW)

In Nordrhein-Westfalen leben 61.000 Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen zusammen. Das gab das Statistische Landesamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf bekannt. Den Regenbogenpaaren stehen geschätzt neun Millionen Menschen gegenüber, die in verschiedengeschlechtlichen Beziehungen den Haushalt teilen. Homo- und Bisexuelle, die als gleichgeschlechtliche Paare in Haushalten zusammenleben, machen damit 0,7 Prozent aller Paare im bevölkerungsreichsten Bundesland aus.

Laut den Statistiker*innen sind Männer bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen in der Überzahl: Sie stellen 57,5 Prozent der homosexuellen Paare. Dafür sind sie älter: Schwule in Beziehungen sind im Schnitt 47,1 Jahre, während der Schnitt bei Lesben bei 42,6 Jahren liegt. Damit sind beide Gruppen jünger als vergleichbare verschiedengeschlechtliche Paare: Männer sind in diesen Beziehungen im Schnitt 54,2 Jahre, Frauen sind 51,4 Jahre alt.

LGB-Anteil unter neuen Eheschließungen viel höher

Der Anteil von gleichgeschlechtlichen Paaren bei Eheschließungen liegt viel höher: Bereits vergangenes Jahr erklärte das Statistikamt, dass 2018 insgesamt 8,5 Prozent aller Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren durchgeführt wurden (queer.de berichtete). Der Grund für diese höhere Zahl ist allerdings, dass Ehen erst im Oktober 2017 für Schwule und Lesben legalisiert wurden und viele Paare ihre eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandelten. Die Zahlen schließen auch die letzten drei Monate von 2017 ein.

Ein Hinweis auf den Nachholeffekt von heiratswilligen Schwulen und Lesben bietet auch das relativ hohe Altern der Paare: Gleichgeschlechtliche Partner sind laut Statistik bei der Trauung im Schnitt deutlich älter: Männer 49,2 und Frauen 45,3 Jahre. Bei den gemischtgeschlechtlichen Ehen war das Durchschnittsalter um 11,5 bzw. 10,3 Jahre niedriger.


Mit der Eheöffnung ging das Standesamtfieber unter vielen Schwulen und Lesben erst richtig los

Anlass für die Veröffentlichung der Zahlen ist der Deutsche Diversity-Tag, der am 26. Mai stattfinden wird. (dk)



#1 SingleAnonym
  • 18.05.2020, 11:07h
  • Das ist sehr, sehr wenig.
    Entweder ist die Rate bei den Singles viel höher oder es gibt doch nicht so viele lgbs wie angenommen oder es outen sich nicht alle.
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#2 PiakAnonym
  • 18.05.2020, 11:40h
  • Antwort auf #1 von Single
  • Der Anteil der Paare ohne gemeinsame Wohnung dürfte deutlich höher sein, da weniger Alleinverdienerbeziehungen und vermutlich auch höheres Durchschnittseinkommen und zusätzlich weiche Faktoren. Die Statistik erfasst nur eine spezielle Form der Paarbeziehung.
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#3 Ralph
  • 18.05.2020, 11:40h
  • Antwort auf #1 von Single
  • Nach meiner Erfahrung leben sehr viele schwule Paare voneinander getrennt und ziehen eher nicht zusammen. - Trotzdem: Ich bin erschüttert. Diese 0,7% sind es also, die laut kath. Kirche, AfD und Annegret Kramp-Karrenbauer den Zusammenhalt unserer Gesellschaft der Erosion aussetzen! Boah! Echt super, diese Verschwörungstheorie. Mir wird gerade so recht bewusst, welch überwältigend destruktive Macht von mir ausgeht. Wenn dermaleinst die menschliche Zivilisation zerstört ist, dann kann ich sagen: Ich bin es, der das bewirkt hat. 99,3% der Bevölkerung konnten mich und meine Kumpane nicht aufhalten. Geil.
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#4 KhhGftftgAnonym
#5 IrrtumAnonym
#6 falschAnonym
  • 19.05.2020, 09:50h
  • Antwort auf #5 von Irrtum
  • Ne das stellst du verkürzt da.
    Erst einmal sind nicht alle geoutet. Dann wurde nur eine bestimmte Paarbeziehung erfragt. Daraus Schlüsse zu ziehen, der Anteil der Schwulen, Lesben und Bisexuellen liege unter einem Prozent ist so falsch wie gefährlich. Schließlich negiert man so eine ganze Gruppe an Menschen und macht sie kleiner als sie sind.

    Demnach wären in einer Schule nur in jeder 5. Klasse ein Schwuler/ Lesbe oder Bisexueller. Das heißt, in sehr großen Schulen in jeder Jahrgangsstufe nur einer.
    Selbst wenn man die Ungeouteten nicht mitzählt ( und da gibt es im jüngeren Alter bestimmt nicht wenige, Stichwörter: Comming In, Mobbingangst usw.) entspricht das nicht der Realität. Da höre ich von meiner Nichte dass es doch so einige LGB an ihrer Schule gibt und das ist auch meine Erfahrung an die Schulzeit.

    Ich weiß nicht wieviele Prozent der Bevölkerung LGB sind, durch Umfragen wird man wohl auch nie die richtige Zahl bekommen, aber die meisten werden sich einig sein, dass es definitiv mehr als 0,7 Prozent sind.
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#7 TheDadProfil
  • 19.05.2020, 12:43hHannover
  • Antwort auf #1 von Single
  • ""Das ist sehr, sehr wenig.
    Entweder ist die Rate bei den Singles viel höher oder es gibt doch nicht so viele lgbs wie angenommen oder es outen sich nicht alle.""..

    Äh ?
    Was hat das jetzt mit den im Artikel gegebenen Informationen zu tun ?

    Wer als Lesbische Frau oder als Schwuler Mann verheiratet ist um dann in dieser Statistik erfasst zu werden, muß sich nicht auch noch outen..

    Singles sind hier per se irrelevant, weil nicht verheiratet, und die Annahme es seien nur so wenige verheiratet, weil es so wenige gäbe entbehrt jeder Grundlage, es sei denn man "denkt" es würden jetzt plötzlich alle heiraten wollen, nur weil sie es dürften..

    Es gibt auch unter den Heten jede Menge Singles die das auch niemals ändern werden..
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