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Podcast

Outest du dich im Interview mit Homohassern, Ines Pohl?

Im neuen QUEERKRAM-Podcast spricht Johannes Kram mit der ehemaligen Chefredakteurin der Deutschen Welle über die Unterstützung von LGBTI in Verfolgerstaaten, persönliche Angriffe, Schuldgefühle und Strategien gegen rechten Populismus.

Podigee-Direktlink | Die sechste Folge (57 Min.)

Welche wichtige Funktion die Deutsche Welle (DW) für LGBTI in anderen Ländern einnehmen kann, haben wir erst Anfang des Monats hier auf queer.de berichtet: Nour, der trans Sohn des bekannten ägyptischen Schauspielers Hesham Selim, gab sein erstes, spektakuläres TV-Interview dem öffentlich-rechtlichen Berliner Auslandssender.

Nour habe sich gezielt an die Deutsche Welle gewandt, quasi als Dank, weil ihn die offene DW-Berichterstattung über queere Themen zu Beginn seiner Transition Mut gemacht habe, berichtet Ines Pohl im neuen QUEERKRAM-Podcast von Johannes Kram. Die offen lesbische Journalistin, Jahrgang 1967, war bis Ende April Chefredakteurin des Senders und wird ab Juli die Leitung des DW-Studios in Washington übernehmen.

Einsatz für LGBTI-Rechte "unverhandelbar"


Ines Pohl war von 2009 bis 2015 Chefredakteurin der "taz" und von 2017 bis April 2020 Chefredakteurin der Deutschen Welle (Bild: Deutsche Welle)

Der Einsatz für die Menschenrechte auch von LGBTI gehöre zu DNA des Senders, sei "unverhandelbar", sagt Pohl im Gespräch mit Kram. Die Diskriminierung und Verfolgung in anderen Ländern mache sie oft "wütend" und "total traurig", berichtet sie von Recherchereisen. "Aber am Ende komme ich zurück, und es bestärkt mich in dem Auftrag, den wir haben und den wir als Deutsche Welle international ausführen können."

Als offen lesbische Senderchefin sorgt die Journalistin weltweit für Aufsehen, wird deshalb angefeindet, dient aber auch gerade jungen Queers als Vorbild. Nicht alle Erwartungen kann sie erfüllen: Offen spricht Pohl im Podcast über Schuldgefühle nach Interviews mit LGBTI-feindlichen Staatschefs wie Pakistans Ministerpräsident Imran Khan: "Ich fühle mich hinterher immer irgendwie dreckig, dass ich mich nicht hingestellt und gesagt habe: 'Und übrigens, ich bin lesbisch, und ich finde es schlimm und verachte dich dafür, dass du mich verachtest'."

In knapp einer Stunde geht es in dem spannenden Gespräch auf hohem Niveau außerdem um den richtigen Umgang mit Verschwörungstheoretiker*innen und rechten Populist*innen, um Journalismus mit Haltung, um Pohls Interview-Überraschung für AfD-Fraktionschef Alexander Gauland, um den bevorstehenden US-Wahlkampf und warum sie Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses keine Frage stellen würde.

Podigee-Direktlink | Die sechste Folge (57 Min.)

Zum Auftakt von QUEERKRAM hatte Johannes Kram Ende Februar Theaterregisseur Falk Richter und Schauspieler Jonas Dassler zu Gast. In der zweiten Folge sprach er mit trans Bundeswehrsoldatin Anastasia Biefang, anschließend mit dem schwulen Comic-Papst Ralf König., den lesbischen Journalistinnen Stephanie Kuhnen und Juliane Löffler sowie zuletzt mit dem "Lindenstraße"-Schauspieler Georg Uecker.



#1 GerricusAnonym
  • 19.05.2020, 05:25h
  • Frau Pohl ist eine Professional.

    Sie kann sich zügeln, wenn es darauf ankommt, aber dann erfährt sie mehr, als es sonst möglich wäre.

    Und sie ist ja nicht alleine. Da hisst die Botschaft der EU im Irak die Regenbogenflagge und man hält kurz den Atem an und dann geht es gedanklich doch wieder zurück nach Düsseldorf, wo mit Joachim Erwin einer homophobsten Oberbürgermeister der Bundesrepublik Deutschland regierte. Und dann brauche ich Tabletten oder sonst was ...

    Sprich: Was habe ich von der Flagge im Irak, wenn in meiner Geburtsstadt der Driss doch schon anfängt?
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#2 Driss und DrassAnonym
  • 19.05.2020, 10:26h
  • Antwort auf #1 von Gerricus
  • "Was habe ich von der Flagge im Irak, wenn in meiner Geburtsstadt der Driss doch schon anfängt?"

    Vielleicht einen Blick über den kleinbürgerlichen Tellerrand hinaus?
    Und woher nimmst du den Anspruch, dass es es bei dir gut sein muss, bevor es anderswo auch nur punktuell mal ein bisschen weniger schlecht sein darf?
    Was ist mit Solidarität? Ach ne, das Credo in Drissdorf lautet ja "zu Hause ist es am schönsten".
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#3 Leo_Anonym
  • 20.05.2020, 20:01h
  • Hallo Johannes und queer.de,

    vielen Dank für diesen Podcast. Ich höre mir mit Interesse jede Folge an.

    Aber, bitte macht das doch ohne diese pseudofröhliche, treibende Musik. Ich weiß, dass es heutzutage wohl so üblich ist, aber: die Fragen sind gut, die Gäste haben was zu sagen. Vertraut einfach dem guten Wort. MIt anderen Worten, macht eine schöne Oldschool-Wortbeitrag-Sendung ohne (gemafreie) Musik. :-)
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