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Corona-Krise

Zoom-Finalshow bei "RuPaul's Drag Race"

Auch Mother Ru bleibt von Corona nicht verschont: Die zwölfte Staffel der Realityshow wird dieses Jahr durch einen Lip Sync via Videokonferenz entschieden.


"RuPaul's Drag Race" entwickelte sich in den USA in den letzten Jahren vom Nischenprogramm zum Kritikerliebling (Bild: VH1)

Die neueste Staffel von "RuPaul's Drag Race" ist in den USA fast zu Ende, die letzte aufgezeichnete Folge wurde am vergangenen Freitag auf VH1 ausgestrahlt. Die traditionelle Finalshow entfällt aber in diesem Jahr. Denn nach 13 bereits vergangenes Jahr aufgezeichneten Folgen können die drei Finalistinnen nicht wie geplant in einer großen Show vor Publikum gekürt werden. Vielmehr müssen sie sich von zu Hause aus über das Videokonferenz-Programm Zoom zum finalen Lip Sync treffen.

Direktlink | Der Trailer der zwölften Staffel

Die Finalshow soll damit am 29. Mai zur Hauptsendezeit um 20.00 Uhr Ostküstenzeit ausgestrahlt werden. Bereits am 22. Mai soll sich die Queens bei einer "virtuellen Pyjamaparty" noch einmal richtig die Meinung sagen. Diese "Reunion-Shows" haben bei "Drag Race" bereits Tradition, allerdings wird dieses Jahr erstmals eine dieser Sendungen via Videokonferenz gezeigt.

Ab diesem Abschnitt folgen Spoiler zur aktuellen Staffel

Dragqueen-Ikone RuPaul hatte die diesjährigen Kandidatinnen in der Show besonders ausgiebig gelobt. Als noch sechs Dragqueens um die Krone kämpften, sagte die 59-Jährige, dass dies die besten Top-Sechs in der Geschichte der Show seien, die ja bekanntlich seit 2009 zu sehen ist.

Allerdings hatte es dieses Jahr – neben der Corona-Krise – ein weiteres Problem gegeben, das bislang in der Geschichte der Realitysendung einmalig ist: Kurz vor Beginn der Ausstrahlung waren Vorwürfe gegen die Kandidatin Sherry Pie aus New York City bekannt geworden. Die 27-Jährige wird beschuldigt, mehrere Männer getäuscht und sexuell ausgebeutet zu haben (queer.de berichtete). Sie wurde daraufhin praktisch aus der Serie herausgeschnitten – man sieht sie lediglich im Hintergrund, als Stichwortgeberin oder in anderen kurzen Einblendungen.


Szene zu Beginn von Folge 13 mit Jaida Essence Hall, Sherry Pie, Gigi Goode, Jackie Cox und Crystal Methyd (Bild: VH1)

Diese Darstellung wirkte eigenartig, da Pie zu den talentiertesten Kandidatinnen gehörte, die ohne den Skandal wohl zu den Favoritinnen gehört hätte. Am Anfang der Folgen blendete VH1 aber stets eine Tafel ein, in der darauf hingewiesen wurde, dass Pie nach Ende der Dreharbeiten disqualifiziert worden sei, man aber aus Respekt vor der Leistung der anderen Kandidatinnen die Show ausstrahlen werde.

Zwei Pie-Siege

Zwei Mal konnte die Dragqueen eine Challenge sogar gewinnen und verdiente damit je 5.000 US-Dollar. Das Produktionsteam kündigte in einer weiteren Tafel am Ende der Show an, 5.000 Dollar an das Trevor Project zu spenden. Die LGBTI-Organisation bietet unter anderem die einzigen USA-weite Krisen- und Suizid-Telefonseelsorge für jugendliche Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transpersonen an, die 24 Stunden am Tag erreichbar ist (The Trevor Lifeline).


(Bild: VH1)


(Bild: VH1)

Da Sherry Pie disqualifiziert worden ist, wird das Finale dieses Jahr erstmals seit 2016 nur aus drei Kandidatinnen bestehen. Sie werden aus drei Teilen des Landes via Zoom zugeschaltet: Die 28-jährige Crystal Methyd stammt aus Springfield (Missouri), die 21-jährige Gigi Goode aus Los Angeles (Kalifornien) und die 32-jährige Jaida Essence Hall aus Milwaukee (Wisconsin). In der 13. Folge ausgeschieden war die 34-jährige Jackie Cox, die wie Pie aus New York City stammt.

Uner den Finalistinnen konnte Crystal Methyd bislang am meisten "Likes" auf Instagram auf sich vereinigen. Sie beeindruckte RuPaul mit besonders kreativen Kostümen und in Männerklamotten mit ihrem Retro-Vokuhila-Haarschnitt. Der Siegerin winkt unter anderem ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Dollar.



In Deutschland sind die ersten elf Staffeln von "RuPaul's Drag Race" bei Netflix erhältlich. Die aktuelle Staffel läuft bislang nicht im deutschen TV.

In den USA hat RuPaul dieses Jahr übrigens einen neuen Ableger seiner Show kreiert: Seit dem 24. April läuft auf VH1 die anderthalbstündige Show "RuPaul's Secret Celebrity Drag Race", in der sich mehr oder weniger bekannte Promis in Drag werfen – darunter auch heterosexuelle Männer. Von der Show wurden bislang vier Folgen gezeigt. Wann und ob diese Sendung nach Deutschland kommt, ist noch unklar.



#1 audeasAnonym
#2 IckeAnonym
  • 19.05.2020, 13:03h
  • Antwort auf #1 von audeas
  • Ich eher Team Chrystal, aber Jaida ist auch okay. Nach der letzten Staffel, die echt mies war ist diese aber sehr gut und zwischen den letzten 6 war es immer sehr eng da da alle extrem viel Talent haben.
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