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Kommentare zu:
Die Linke.queer empört über Vorstoß zum Verbot von Sexarbeit


#1 Carsten ACAnonym
  • 19.05.2020, 14:59h
  • Es ist erwiesen, dass es ohne Prostitution viel mehr sexuelle Gewalt gäbe.

    Natürlich muss etwas gegen Zwangs-Prostitution getan werden, aber diesbezüglich tut die Regierung gar nichts.

    Stattdessen kommen die jetzt mit solchen Ideen, die legale Prostitution als Gefahr für die Gesundheit verkaufen soll.
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#2 YannickAnonym
  • 19.05.2020, 15:13h
  • Also, die SPD ist echt nur noch Anhängsel der Union.

    Dass dieser Lockdown nötig war, war nicht Schuld von Prostituierten, sondern lag an der seit Jahren von Union und SPD vermasselten Gesundheitspolitik:

    - es gab und gibt zu wenig Intensivbetten und Beatmungsplätze

    - es gab wochenlang zu wenig Schutzmasken und das Problem ist erst nach fast 3 Monaten behoben

    - dadurch, dass Laborkapazitäten immer weiter wegrationalisiert wurden und mittlerweile nicht mal mehr jedes Krankenhaus ein eigenes Labor hat, sondern die Proben mit Kurier zu anderen Krankenhäusern schicken muss, fehlen jetzt schlichtweg Testkapazitäten.

    Und wenn man sich z.B. mal die neuen Ausbrüche in Schlachthöfen ansieht, wo Unions- und SPD-geführte Ministerpräsidenten über 2 Wochen brauchen, um zu reagieren (und das obwohl schon vor Wochen genau davor gewarnt wurde), dann wird klar, dass Union und SPD einfach nur von ihren Fehlern ablenken wollen, indem sie die Schuld bei anderen suchen.

    Und da nimmt man dann die Menschen, die eh schon ganz weit unten im Ansehen stehen, weil man die am leichtesten zu Buhmännern machen kann.

    Ganz schlechter Stil und sehr durchschaubar. Aber von Union und SPD ist wohl nichts anderes mehr zu erwarten...
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#3 FliegenAnonym
  • 19.05.2020, 15:14h
  • Oh NEIN bitte nicht wieder zurückfallen wie damals zu Gauweilers Zeiten ! Ich habe sie leider miterlebt !!! Wir schreiben doch das Jahr 2020 denkt und lenkt mal fortschrittlicher ihr Politiker-innen !!! DANKE :-)
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#4 Still_IthProfil
  • 19.05.2020, 15:21hHessen
  • Zwei Punkte.

    1. Lauterbach:
    Könnt ihr bitte mal ganz konkret Originalzitate zu Karl Lauterbach bringen, die sein Bestreben mit dem Verbot deutlich machen?
    Also, Sätze, die ganz konkret von ihm stammen, mit politischen Forderungen statt bloß der Situationsbeschreibung. Wäre angemessen, wenn ihr ihn schon dermaßen ins Zentrum rückt.

    Lauterbach mag momentan große Präsenz zeigen und zum Thema viele Einschätzungen abgeben, aber, das muss man so sagen, er ist nunmal von den genannten der Einzige, der einen wissenschaftlichen Hintergrund und eine Ausbildung haben, die Stellungnahmen auf Wissensbasis überhaupt ermöglichen.

    Dass er deswegen, weil er eben die Sache nicht so sehr unterschätzt und sich, ähnlich eine Herr Drosten, nach seinem Fachwissen richtet statt nach den Lobbyisten, denen in CDU und CSU großenteils folgen, betrifft, die gesamte Maßnahmenpolitik zur Corona-Krise.
    Ich würde mich dabei nicht wundern, wenn er Sexarbeit dabei als Risiko einschätzt, das sie ganz klar ist. Entsprechend äußert er sich allerdings auch zu anderen Themen, wie Gastronomie und sonstigen öffentlichen Events, und seine Wortwahl erlebe ich für gewöhnlich als, ich sage mal, gewählt.

    Das soll hier übrigens kein Wissenschaftler-Gekungel sein. Die Sache ist aber die, als Stimme mit dem nötigen Hintergrundwissen fällt Lauterbach Menschen, die ebenfalls eine gewisse Ahnung haben, als jemand auf, der sich gerade insbesondere wegen dieses Fachwissens bei Lobbyisten unbeliebt macht. Und macht sich damit gerade zur beliebten Hass- und Projektionsfigur für alle möglichen Leute, die sich wie die kleinen Kinder von Hygienemaßnahmen gegängelt fühlen, statt mal zu reflektieren, dass an dieser Krankheit Menschen sterben.
    Wenn er sich also verächtlich geäußert haben sollte, macht das bitte kenntlich. Aber wenn ihr schon mit derartigen Vergleichen anfangt wie mit dieser Bildunterschrift, dann belegt das bitte auch konkret mit Zitaten seiner Person, und nicht irgendwelcher Gruppenstatements, auf denen sein Name als einer von vielen mit draufsteht.

    Btw wirken seine Forderungen auch viel weniger radikal, wenn man vorher mal ein paar Berichte von praktizierenden Intensivmediziner*innen gelesen hat. Besonders aus Staaten, die weniger glimpflich davongekommen sind als wir bisher.

    Punkt 2 wird nen Kommentar zu Sexarbeit, aber jetzt brauch ich grad erstmal n Kaffee.
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#5 FilipProfil
  • 19.05.2020, 15:50hHamburg
  • Danke für den Artikel und die gelieferten Informationen!

    Und Danke an Linke.queer über die klaren Worte!

    Auch seine Aussagen wie "Superspreader" passen in das Bild von "Kassandra" Karl Lauterbach, welches er bereits in seinen panikmachenden Kommentaren bei Talkshows gemacht hat. Der Mann sieht mit seinem Tunnelblick den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
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#6 MarianneAnonym
  • 19.05.2020, 15:55h
  • Wir sehen doch schon jetzt, was Verbote bewirken: Frauen arbeiten in Abrisshäusern, auf der Straße, teils ohne Kondom, weil diese teuer sind, wenn Frau so gut wie nichts hat.

    In den Wohnungen wird zu 99% sauberer gearbeitet als beim privaten Verkehr, der nach einer Verabredung auf Tinder stattfindet.

    Wehret den Anfängen, vor 2002 war Illegalität und Gewalt an deer Tagesordnung!
    Schon das neue Gesetz von 2017 brachte für die Frauen nur Verschlimmerungen.
    Zwangsprostitution vor allem ausländischer Frauen und Mädchen mit Loverboy wurde durch das Gesetz NICHT beeinflusst.

    Wer freiwillig, informiert, angemeldet und in der eigenen oder gemieteten Wohnung arbeitet, sollte endlich wieder loslegen dürfen, damit der Dreck und Zwang auf der Straße aufhört!
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#7 Still_IthProfil
  • 19.05.2020, 16:15hHessen
  • 2. Zu Prostitution vs. anderen Risikoberufen und -Themen:

    Würd ich insofern dem Vorwurf der Doppelmoral zustimmen, dass es höchst seltsam ist, wenn diejeinigen, die über die Wiederöffnung von Tourismus, Gastronomie und z.B. Friseurbetrieben hinwegsehen, soweit sie die nicht unterstützen, meinen, ausgerechnet auf eine vergleichsweise marginalisierte Gruppe hacken zu müssen.

    Und die kapitalismus-orientierte, möglichst zügige Wiederöffnung auch von Geschäften mit großer Ladenfläche, hätte ich da als Gegenargument von einer Linken viel eher erwartet und mir gewünscht als das Einfliegen von Erntehelfer*innen, das zumindest epidemiologisch betrachtet tatsächlich ein nachrangiges Problem sein dürfte - gesetzt den Fall isolierter Unterbringung. Inder Praxis ist der Preis menschlich oft nicht gerade okay: Unterbringung und Verpflegung sind offenkundig häufig miserabel (siehe Streiks zu Ritter Spargel).
    Also, ein Problem ist das Einfliegen, wie momentan überhaupt an allen möglichen Ecken und Enden unserer Gesellschaft Probleme sichtbar werden. Infektionsketten in Fleischverarbeitungsbetrieben aufgrund mangelnder Hygienebestimmungen hätte ich da als Vergleichsargument aber stimmiger gefunden, im Hinblick auf die Corona-Krise. Weil das die Orte sind, wo momentan nachweisbares Infektionsgeschehen stattfindet.

    Dazu kommt dann noch, dass der Artikel irgendwie danach aussieht, als würde über krisenbedingte Sexkauf-Verbote zum Infektionsschutz jetzt ganz plötzlich neu oder erstmals diskutiert. Soweit ich informiert bin, wurden Bordelle mit als erstes geschlossen, und zwar gerade weil enger Körperkontakt bei einer via Aerosol und Tröpfchen übertragbaren Krankheit ein Übertragungsrisiko darstellt.
    Dass Sexarbeit oder Sex überhaupt also mit einem Risiko der Ansteckung verbunden ist, und besonders problematisch, wenn Faktoren wie hohe Anzahl an Kontakten dazukommen, die obendrein anonym bleiben (also nicht nachvollziehbar), ist jetzt keinesfalls eine Überraschung. Und soweit ich das zumindest von einer sexarbeitenden Person in meiner TL gesehen habe, wird das Thema auch durchaus ernstgenommen, und nach Möglichkeit auf Alternativen wie Videos o.ä. zurückgegriffen.

    Was die Forderungen nach Isolation von "Risikopersonen" angeht, die leiden und weggesperrt werden sollten, damit die kostbare Wirtschaft nicht kaputtgeht, sowas kommt nationenübergreifend weniger aus dem SPD-Lager, sondern ist eher so FDP-Kanon. Und, wo wir bei CSU schon sind, ich meine, gelesen zu haben, Seehofer wär auch diesmal wieder dafür gewesen. Vllt ist ihm dann aber aufgefallen, dass er in dem Fall dazugehören könnte, und vielleicht hört man deswegen gerade eher wenig von ihm.

    Mein erster Gedanke zu der "Superspreader"-Idee betrifft übrigens viel eher einen Bereich, der bereits wieder eröffnet wurde, unter Auflagen, und zwar die Gastronomie. In Innenräumen besonders problematisch, aber an der frischen Luft jetzt auch nicht ideal, wenn dafür die Fußgängerzone zugestellt wird, so dass wenig bis gar kein Platz fürs Abstandhalten bleibt. Vom anlaufenden Tourismus, der zu Bewegungen von Menschenmassen beiträgt, ganz zu schweigen.
    Dafür sein, als CDU/CSU oder auch als SPD, lässt tief blicken.
    Aber das ist so ein Punkt, den Lauterbach eben auch nicht mitträgt, und wenn man ihn hier schon so ins Zentrum der Kritik rückt, dann möge ihn betreffend bitte auch das berücksichtigt werden. CSUlern trau ich es ja zu, Sexkauf-Verbot und Tourismus-Befürwortung gleichzeit zu fordern. Und DAS ist verlogen.

    Was Superspreading angeht, mal zurück zur Linken und ihrer Kritik an anderen Parteien, wären da natürlich noch die "Hygiene"-Demos, in denen sich Impfgegner, Linke und Rechte solidarisieren und teils bewusst tanzen und umarmen (ok, Linke umarmen dann wohl eher andere Linke und Rechte andere Rechte, nicht übergreifend), um uns allen zu erklären, dass es ihre Grundrechte einschränkt, wenn sie einen Mundschutz tragen sollen. Aber das wär halt zu ärgerlich, das zu kritisieren, als Linke, weil, damit könnte man ja einige der eigenen Fans und Parteimitglieder verprellen, und das will man dann auch nicht.

    Was Lockerungen betrifft, würd ich das ja so sehen:
    Wenn schon für alle möglichen Bereiche Ausnahmen gemacht werden, wie z.B. Haarschnitt und Gastro, seh ich für meinen Teil es wirklich nicht ein, wieso Sexarbeit das Riesenproblem sein soll.
    Gibt sicher auch da Ideen für Auflagen, sowas wie nur Blasen oder Fisten, Küssen so richtig verboten (und nicht nur theoretisch). Können Sexarbeitende ja mal ausarbeiten, so als Leitfaden. SM-Fachleuten werden bestimmt nen paar Dinge möglichst ohne Speichelaustausch und mit Gesichtsabstand einfallen. Über die professionellen Empfehlungen freuen sich dann sicher auch Leute, die ihre One-Night-Stands vermissen.

    Ansonsten, hier wie auch in anderen Bereichen, einschließlich Spargelernte und Fleischverarbeitung, einfach mal: Bedingungsloses Grundeinkommen. Zumindest bei den Sexarbeitenden, die diesen Beruf ausüben, weil das die einzige, niedrigschwellige Tätigkeit ist, mit der sie einigermaßen über die Runden kommen, wäre das Ergebnis möglicherweise tatsächlich, dass es weniger davon gäbe. Der Traumjob isses in einigen Fällen ja nun auch gerade nicht.
    Kriminalisierung hat noch nie geholfen.
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#8 GerritAnonym
  • 19.05.2020, 16:16h
  • Halten Union und SPD jetzt die Bürger wirklich für komplett verblödet?

    Es sind doch Union und SPD, die auf Druck aus der Wirtschaft, ökonomische Interessen über Menschenleben stellen.

    Aktuelles Beispiel:
    Der Weltärztebund warnt eindringlich vor den aktuellen Lockerungen und betont, dass das ausschließlich aus ökonomischen Interessen geschieht.

    Quelle:

    www.spiegel.de/panorama/coronavirus-weltaerztepraesident-fra
    nk-ulrich-montgomery-warnt-vor-lockerungen-fuer-reisen-in-eu
    ropa-a-c44c7175-d347-44cf-b786-38fa1f392fd7


    Und eben diese Regierung scheint wohl genau zu wissen, was dann passieren wird: nämlich die sog. Durchseuchungs-Taktik, die zwar funktioniert (und die andere Staaten auch schon probieren wollten, dann aber zurückgerudert sind), die aber Millionen Menschenleben kosten wird.

    Und dann suchen Union und SPD wohl vorsorglich schon mal angebliche Schuldige, die sie dann dem Volk präsentieren können.

    Welche Gruppe die sich wohl als nächstes als Sündenböcke aussuchen? Die Schwulen, die ja ach so promisk sind, dass sie das verbreiten?
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#9 Frank LaubenbugAnonym
  • 19.05.2020, 16:30h
  • Antwort auf #4 von Still_Ith
  • Lauterbach hat sich bereits im letzten Jahr deutlich für ein Prostitutionsverbot (oder wie die es immer nennen "Sexkaufverbot") ausgesprochen. Die Position hat er also nicht aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage, diese nutzt er gerade vielmehr, um seine Forderung zu wiederholen. Den Brief, um den es hier gerade geht, haben 16 Abgeordnete gemeinsam unterschrieben, eben auch Lauterbach. Da gibt es also folglich kein "Einzelzitat", das nur ihm zuzuordnen wäre.
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#10 Still_IthProfil
  • 19.05.2020, 16:43hHessen
  • Antwort auf #9 von Frank Laubenbug
  • Naja, er äußerst sich ja viel, wie im Artikel auch schon erwähnt wird, in Talkshows, via Twitter etc.

    Wenn man schon ihn mit einem Peter Gauweiler vergleicht oder gleichsetzt, hier wirkungsvoll mit Foto, statt darauf z.B. auf einen damals mitbeteiligten Seehofer zu verweisen, der auch damals schond dabeigeweesn ist, sollte sich das auch auf individuelle Zitate stützen.

    Sicher, mit unterzeichnen ist nicht schön, seine Haltung in dem Punkt unterstütze ich nicht. Aber ein Großteil der Kritik an seiner "Radikalität", die ihm momentan von allen möglichen Seiten unterstellt wird, bezieht sich aktuell einfach darauf, dass er aus seinem wissenschaftlichen Grundwissen heraus wissenschaftlich argumentiert.
    Was das angeht, würd ich mir da zumindest eine ordentliche Differenzierung wünschen, auf politischer Ebene. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass es politisch besser funktioniert, die Dinge zu verwischen.

    Sich auf Lauterbach als Ziel einzuschießen, halte ich im Hinblick auf Konzernkritik aktuell schlichtweg für einen Schuss ins eigene Knie, und aus antikapitalistischer Sicht für nicht sinnvoll.
    Wenn er also Internierungswünsche tätigt, möge man ihn dafür kritisieren. Aber sich nicht aus 16 Unterzeichnenden gerade ihn zur Dämonisierung ala Gauweiler herauspicken, bloß weil er sich gerade mit seiner Kritik an übertriebenen Lockerungen unbeliebt macht.

    Wenn schon individuell angreifen, dann bitte auch individuell begründbar.
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#11 VersagenAnonym
  • 19.05.2020, 17:18h
  • Dieselben Politiker, die es nicht schaffen, Menschenhandel und Zwangs-Prostitution zu verhindern, wollen die aktuelle Krise dazu missbrauchen, um Prostitution jetzt komplett zu verbieten.

    Nicht nur, dass das Kriminalität und gerade sexuelle Gewalt steigern wird, sondern es ist auch ein schwerer Eingriff in Berufsfreiheit und andere Freiheitsrechte.

    Wie immer:
    Politiker versagen und wollen dann gleich alles verbieten. Und wollen für solche Maßnahmen dann auch noch andere Krisen missbrauchen.
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#12 Julian SAnonym
  • 19.05.2020, 17:33h
  • Antwort auf #11 von Versagen
  • Ehrlich gesagt:
    bei CDU/CSU und SPD wundert mich gar nichts mehr...

    Die haben doch längst jede Scham verloren, nach Gutdünken zu regieren, statt den Willen des Volkssouveräns umzusetzen, was eigentlich Demokratie bedeutet.

    Gerade im Land des rosa Winkels ist es eine Schande, dass solche Parteien wie CDU/CSU und SPD immer wieder das Land fest im Groko-Griff halten.
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#13 Frank LaubenburgAnonym
#14 AnmerkungAnonym
#15 KawasakiAnonym
  • 19.05.2020, 22:14h
  • Diese Argumente mit Superspreadern sind Quatsch, diese gab es auf Partys und in Diskotheken, wo viele Leute dicht zusammen sind. Mit diesem Verbot wird es illegale Prostitution und Fremdgehen übers Internet geben, was die Nachverfolgung von Infektionsketten noch schwieriger oder unmöglich machen wird.
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#16 BernhardtAnonym
#17 Ralph
  • 20.05.2020, 10:00h
  • Diese Leute missbrauchen die Pandemie als Vehikel zur Durchsetzung von Moralvorstellungen aus dem 19. Jh. Wenn es in Deutschland erwiesenermaßen Supervirenschleudern gegeben hat, dann waren das Karnevalsveranstaltungen, Bierfeste und Schlachthöfe. Wenn die angeblich so besorgten Herrschaften die Teilnahme an Karnevalsveranstaltungen und Bierfesten sowie das Betreiben von Schlachthöfen zu Straftatbeständen erklären, dann können wir gerne noch mal über Prostitution reden. Vorher nicht.

    Noch ein Beispiel aus meiner eigenen Gegend hier. Unmittelbar vor Inkrafttreten der Maßnahmen wurde noch schnell eine große Corona-Party veranstaltet. Ergebnis: Eine Gemeinde, deren Einwohnerzahl ein Zwanzigstel der Einwohnerzahl der benachbarten kreisfreien Stadt beträgt, schaffte es auf eine Zahl von Infektionen, die einem Drittel der Infektionen in der Stadt entspricht. Kreisintern sieht es so aus: Der Landkreis zählt derzeit 107 Infektionen seit Beginn der Pandemie, davon 29 in besagter Gemeinde infolge jenes Saufgelages. Dass in Stadt oder Kreis auch nur ein einziger Fall auf Prostitution zurückginge, ist nicht dokumentiert.
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#18 Still_IthProfil
  • 20.05.2020, 10:31hHessen
  • Nachdem ich dazu heute den ÖR-Artikel von gestern Abend gelesen habe, wundere ich mich ernsthaft, warum in der "Kritik" hier nirgendwo erwähnt wird, dass mit Formulierungen wie "menschenunwürdig, zerstörerisch und frauenfeindlich" als Zuschreibungen zu Sexarbeit gearbeitet wird.
    Dass es hier um eine dauerhafte Einführung des nordischen Modells gehen soll, hätte ich als klare Aussage auch gern erfahren. Oder dass Herr Lauterbach offenbar staatliche Hilfen für Sexarbeitende fordert, die durch die akuelle Situation besonders belastet sind.

    Wobei das mit dem nordischen Modell offenkundig nicht federführend von Herr Lauterbach ausgeht, sondern in erster Linie von der CDU-Abgeordneten Lisa Winkelmeier-Becker.

    Die Vermischung von wissenschaftlichen Fakten und Moralzuschreibungen, die da stattfindet, finde ich einigermaßen widerlich. Mit Infektionsschutz hat das einfach nichts mehr zu tun.
    Referenz:
    www.tagesschau.de/inland/prostitution-lockdown-corona-101.ht
    ml


    Unterm Strich bleibt irgendwie der Eindruck, dass ich gestern die Recherchearbeit hätte erledigen müssen, die ich grundlegend schon auch hier erwarte, um über wesentliche Aspekte des Themas informiert zu sein, und fühl mich gerade ein bisschen verkohlt. Schreibt das doch bitte einfach nochmal.
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#19 Wo ist die SPDqueerAnonym
  • 20.05.2020, 19:48h
  • Wo ist die SPDqueer? Geht denen das am Arsch vorbei?

    Im übrigen, wer noch immer meint die so genannte SPD sei eine alternative zur CDU, bei dem muss wohl die Schaukel zu nah an der Wand gestanden haben.

    Als ob sich Prostitution je hat verbieten lassen, selbst in Staaten, in denen es sie offiziell nicht gibt gab und gibt es sie. Und jetzt kommen diese Spezialisten und meinen es verbieten zu wollen?

    Was glauvben die denn was passieren würde? Das selbe wie in schweden oder Frankreich. Prostitution wird illegalisiert und die Freier weichen auf Nachbarländer aus.

    Aber eine Regierung, die lieber Verbrecher unterstützt und schützt und nur Schaufensterpolitik betreibt wird die quittung bei den nächsten wahlen bekommen.
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#20 RichtigstellungAnonym
  • 20.05.2020, 21:10h
  • Es geht um ein "Sexkaufverbot", nicht um ein Verbot der Prostitution. So werden Menschen in Schweden wesentlich weniger in sie gezogen als in den europäischen Hotspot Deutschland.
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#21 Homonklin_NZAnonym
  • 21.05.2020, 02:09h
  • So ein Verbot würde wohl eher den eh schon problematischen Bereich der illegalen Prostitution vergrößern und befeuern.
    es treibt je nach Betonung sowohl die legal arbeitenden sexarbeiter*innen ins Heimliche, als auch Kunden.
    Da jetzt die Coronakrise als Instrument für veraltete Moral-Ideen heranzuziehen ist reichlich schäbig.

    Besser wäre es Sexarbeiter*innen über die Krise hinweg zu unterstützen. Wenn die davon ein Büchlein veröffentlichen sollten, wer da alles schon als Kunde kam, heieiei. Das würde manche Moralübersäuerung der Konservativen neutralisieren.
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#22 Martina12Anonym
  • 21.05.2020, 02:27h
  • Prostitution macht so viele Menschen kaputt. Das zeigt doch gerade die Covid-19 Krise. Viele mussten dort schlafen, wo sie vorher Sex über sich ergehen lassen mussten. Jetzt sind sie obdachlos oder, wenn sie noch ein bisschen Geld habe, konnten einige nach hause fahren. Da werden Menschen in der Sexindustrie zerstört. Ausgerechnet die Queer3Linke, die sonst immer gegen Kapitalismus und Ausbeutung ist, ist gegen das Nordische Modell.
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#23 Ach jaAnonym
  • 21.05.2020, 11:16h
  • Antwort auf #21 von Homonklin_NZ
  • Ein Prostitutionsverbot ist lächerliche Augenwischerei, die nur kriminellen Strukturen nutzt.
    Der überwiegende Teil aller Erwerbsarbeit ist mit persönlichen Opfern und Kompromissen verbunden.
    Wer Prostitution für sich als Erwerbsarbeit gewählt hat, muss das auch dürfen und Kunden bedienen können.
    Zwangsprostitution oder Ausbeutung ist in legalen und kontrollierten Szenarien besser zu verhindern als in der Illegalität.
    Wir sehen doch auch an den katastrophalen Zuständen in Schlachthöfen wie wichtig Vorgaben und staatliche Kontrolle ( die eben gerade dort versagt hat ) für ordentliche Lebens- und Arbeitsbedingungen sind.
    Der Staat hat Gewrbefreiheit bei gleichzeitigem Schutz der Beschäftigten zu gewährleisten und nicht Kunden und oder Gewerbetreibende zu bestrafen obwohl kein Vertrag verletzt wurde.
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#24 Martina12Anonym
  • 21.05.2020, 11:38h
  • Antwort auf #23 von Ach ja
  • Ja genau das glaubten damals vor allem die Grünen, wenn Prostitution liberalisiert wird, dann verschwindet die Kriminalität. Das Gegenteil war der Fall und Menschenhändler und Bordellbetreiber hatten ordentlich investiert. Bei einem Sexkaufverbot werden keine prostituierten Frauen kriminalisiert, sie bekommen Unterstützung beim Ausstieg. Von der Nachfrage-Seite wird das System eingedämmt. In Schweden z.b. gilt ein Mann der Frauen kauft als looser, in Deutschland als Held.
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#25 DankeAnonym
#26 TheDadProfil
#27 RichtigstellungAnonym
#28 AndreasKAProfil
  • 21.05.2020, 13:39hKarlsruhe
  • Antwort auf #5 von Filip
  • Nur mal so angemerkt: Im mythischen Troja hatte Kassandra stets recht, und ihr Schicksal war es, dass ihr niemand glaubte.

    Eben weil ihr die Trojaner nicht glaubten, etwa als sie vor dem berühmten Pferd gewarnt hatte, ist die Stadt, so berichtet die Sage, untergegangen.

    Herr Lauterbach sieht nicht wie Kassandra in die Zukunft; ihn hat Apollon nicht küssen wollen.
    Aber seine Äußerungen fußen sehr wohl auf seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen und inwieweit man sich seinen Forderungen/Folgerungen hier anschließen will ist eine Frage der Balance von dem Risiko einer grassierenden Pandemie und dem Risiko einer in noch mehr Bereichen zusammenbrechenden Wirtschaft und Gesellschaft. Kein leichter Anhieb, wie wir allesamt gerade feststellen. Für mich selbst gilt aber safety first - bezogen auf Leib und Leben, nicht auf den Arbeitsplatz.

    Die Wirtschaft und Verluste der Rechte und legitimen Freiheiten/Gewohnheiten lassen sich wieder aufbauen.

    An COVID erkrankte Menschen tragen oft Langzeitfolgen davon, an COVID gestorbene Menschen bleiben tot.

    Hinsichtlich der Sexarbeiterinnen und -arbeiter habe ich keine wirkliche Vorstellung, wie sie Ihren Job hinreichend risikoarm für eine Verbreitung des Virus ausüben wollen. Vielleicht ist das bei denen, die gewissenhaft damit umgehen durchaus möglich. Allerdings dürften Mundschutz und Kondome hier nicht ausreichen.
    ... und wir wissen alle, das in gewissen Situationen weniger Blut im Kopf als im Schwanz kursiert und Denkvorgänge ausgesetzt sind.
    Na, und wer wird wohl bei einer Erkrankung angeben, dass sein Besuch im Bordell bzw. eines Sexarbeitenden für eine Ansteckung in Frage kommt; Stichwort: schamgeborene "Zunkeldiffer".

    Solange keine Impfstoffe vorliegen, halte ich es für richtig, Sexarbeit zu untersagen - danach freilich sollte dieses Verbot auch wieder aufgehoben werden.
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#29 Ralph
  • 21.05.2020, 14:35h
  • Antwort auf #27 von Richtigstellung
  • Komisch, wie gerne manche Leute auf "nordische Modelle" abfahren, wenn's ihnen grad mal in den Kram passt, sie aber vehement zurückweisen, wenn das nicht der Fall ist. Als für die Ehe gekämpft wurde, da hat es gewisse Politiker nicht interessiert, dass die ein nordisches Modell war. Aber mal andersrum: Der schwedische Sonderweg in Sachen Covid-19 ist auch ein nordisches Modell. Schweden hat ein Achtel so viele Einwohner wie Deutschland und dreimal so viele Tote. Ein Erfolgsmodell sieht anders aus. Und wenn ich recht Bescheid weiß, ist in Schweden Prostitution verboten. Müsste also doch deutlich weniger Tote geben. Das Gegenteil ist der Fall. Damit meine ich natürlich nicht, dass Prostitution gegen Covid-19 hilft (Quatsch), aber ein Prostitutionsverbot hilft jedenfalls nicht dagegen. Und ich vermisse nach wie vor Belege dafür, dass vor Beginn des Lockdowns Prostitution ein ähnlich wesentlicher Übertragungsweg gewesen wäre wie Bierfeste, Karneval und Sektentreffen. Verblüffenderweise nämlich nicht. Trotzdem meine ich, dass größte Vorsicht geboten ist, weil doch eigentlich hohe Gefahr bestehen müsste. Vielleicht hat das ja längst zu freiwilliger Enthaltsamkeit geführt. Mir erscheint solche Enthaltsamkeit jedenfalls sehr empfehlenswert. daraus aber ein dauerhaftes Verbot zu machen, lehne ich ab. Erstens ist es pseudomoralisch intendiert, mögen seine Vertreter noch so sehr von Gesundheitsschutz reden; zweitens ist Prostitution nach allem, was man weiß (warum auch immer, und sei es wegen freiwilliger Zurückhaltung), kein nennenswerter Übertragungsweg.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#30 FilipProfil
  • 21.05.2020, 16:18hHamburg
  • Antwort auf #28 von AndreasKA
  • "Nur mal so angemerkt: Im mythischen Troja hatte Kassandra stets recht, und ihr Schicksal war es, dass ihr niemand glaubte. "

    Das ist mir bekannt! Deshalb habe ich Kassandra auch in Anführungszeichen gesetzt. Ich halte von Herrn Lauterbach Aussagen schlicht und ergreifend Nichts!!!! Und stimme daher auch der Einschätzung des Kommentars #9 von Frank Lauenbug zu.

    Mit der Prostitution ist es mit oder ohne Verbot so, dass diese trotzdem stattfinden wird.

    Ich weiß nicht, wie es allen so geht mit (für mich neuen) Begriffe wie "social Distancing"(was eher eine physikalische ist), "Superspreader" oder "neue Normalität"? Gewöhnen möchte ich mich persönlich an keine dieser!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#31 MariaPfaffenbauerAnonym
  • 22.05.2020, 04:06h
  • Ich möchte auch mal etwas für die Planung des Verbots vielleicht nicht ganz unwichtiges erwähnen. Ich bin selbst aus der Branche, also weiß ich wovon ich rede. Nun habe ich versucht, den Lesern und Leserinnen einer Tageszeitung, deren Artikel ein rein negatives Bild der Prostitution zeigt, auch die andere, freiwillige Seite des Berufs nahezubringen. Trotz sachlicher, seriöser Kommentare, mit Artikelbezug und ohne jegliche Kritik, kam kein einziger Kommentar durch der nicht in das Weltbild dieser Zeitung passt. Deshalb muss ich davon ausgehen, dass gezielt versucht wird die Bevölkerung durch nahezu nur einseitige Schilderungen in ihrer Meinung zum negativen hin zu beeinflussen. Ob es die einzige Zeitung mit diesem Vorgehen ist sei dahingestellt, ich wage es aber zu bezweifeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 pro SexarbeitAnonym
  • 22.05.2020, 07:07h
  • Antwort auf #20 von Richtigstellung
  • Zitat #20
    "Es geht um ein "Sexkaufverbot", nicht um ein Verbot der Prostitution."

    Allein der Begriff "Sexkaufverbot" ist schon absurd.
    Prostitution wäre also nicht illegal, der Besuch von Prostituierten schon.

    Im Klartext heisst das: Legale Sexarbeiter*innen bieten etwas illegales an, um existieren zu können, und wer das Angebot annimmt macht sich strafbar.

    Finde den Fehler.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#33 TheDadProfil
  • 22.05.2020, 08:43hHannover
  • Antwort auf #27 von Richtigstellung
  • ""Die ausreichende Erklärung kannst Du nachlesen, in dem Du durch den Link im #18 zum tagesschau-Bericht und dem Kapitel "Das nordische Modell" kommst.""..

    Eine gute Antwort auf eine völlig andere Frage, denn die BRD wird diese Modelle nicht übernehmen, sondern wieder versuchen das Rad neu zu erfinden..

    Der Unterschied ist nicht vorhanden, denn ob man nun Prostitution "erlaubt", aber den "Sexkauf" verbietet, oder anders herum, macht keinen Unterschied in der Betrachtung, es wird jeweils eine Gruppe kriminalisiert, die bei Licht betrachtet Erwachsene Menschen legal ein Geschäft auf Gegenseitigkeit abschließen..

    Und hier betrachten wir mal alles abseits davon !
    Denn alles was außerhalb der Prostitution verboten ist, wie Menschenhandel und Zwangsarbeit wird von einem Verbot von Prostitution oder "Sexkaufverbot" nach wie vor gar nicht berührt..

    Das dahinter verborgene "moralische Verwerflichkeits-Prinzip" bei einem Verbot welcher Seite auch immer steht dem Staat aber nicht zu..
    Gleichzeitig mit dem Sexkaufverbot verbietet man dann auch Prostitution, macht es den Sexarbeitenden unmöglich sich Sozial zu versichern..

    Auch das Ergebnis des "nordischen Modells" ist inzwischen hinlänglich bekannt, man drängt Prostitution in die Illegalität, auch wenn man die Sexarbeiter*innen selber nicht mehr bestraft, wie es früher in der BRD üblich war, sondern nun die Kunden* mit Strafen bedroht, was vermeintlich den "Markt" austrocknen soll, aber nachweislich nicht gelingt..

    Raucher gehen zu ihrem Dealer, der neben Tabakprodukten auch noch diverses andere vertreibt..

    Kiffer gehen zu ihrem Dealer, müssen dort aber befürchten bisweilen auch beschissen zu werden..

    Das sind die Ergebnisse von Verbotenem und Erlaubtem..

    Ein "Sexkaufverbot" versetzt den Kunden* in die Lage der Käufer* von etwas illegalem, die sich selbst beschuldigen müssten, wenn ihnen dann die Anbietenden per Betrug die Kohle aus der Tasche ziehen..

    Und man muß hier nicht etwa denken mit einem "Sexkaufverbot" wären Delikte wie "Beischlafdiebstahl" unmöglich geworden..

    Wenn man etwas machen will, muß man bedenken welche Folgen das für ALLE hätte, und das haben die Unterzeichenden dieses Briefes an die Kanzlerin offensichtlich nicht getan..
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#34 MariaPfaffenbauerAnonym
  • 22.05.2020, 08:46h
  • Antwort auf #24 von Martina12
  • Was ist aber, wenn man gar nicht aussteigen will? Ich mache meine Arbeit gerne, so wie viele meiner Kolleginnen. Ich tue diese Arbeit nicht deshalb weil ich keine andere Wahl hätte. Ich habe vorher viele Jahre im Büro gearbeitet, wie andere Leute auch. Genauso wie meine Kolleginnen unter anderem Krankenschwester, Altenpflegerin, Kosmetikerin, Frisörin oder Zahnarzthelferin waren, hatte ich eine Ausbildung und einen festen Job. Der hat mir halt nur nicht so gefallen, deswegen habe ich das geändert. Sollte dann Ihrer persönlichen Ansicht nach jeder verboten bekommen den von ihm gewählten Beruf auszuüben, nur weil es wie in jeder Branche auch hier Verbrecher gibt die Andere ausnutzen?
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#35 Ralph
  • 22.05.2020, 10:50h
  • Antwort auf #33 von TheDad
  • Klar haben sie es nicht getan, ist ihnen nämlich egal, weil es ihnen nur um "Moral" geht. Wir haben doch ähnliche Bemäntelungen erlebt, sogar mit Austausch des vorgeschobenen Motivs. Paradebeispiel § 175! Erst war es das sittliche Empfinden des deutschen Volkes, dem Genüge getan werden musste. Dann erfolgte der Wechsel von der Sittlichkeit zur Bevölkerungspolitik. Die Deutschen liefen Gefahr, sonst auszusterben. Anschließend war dann gar der Untergang der gesamten abendländischen Zivilisation abzuwehren. Als nächstes musste man verhindern, dass Schwule sich zu gemeinschaftsschädlichen Banden zusammenschlossen. Und zuletzt war es dann der Jugendschutz: Die ungestörte Entwicklung der Jungen zu heterosexuellen Männern sollte gewährleistet werden. So wird wegen der Prostitution mal die Würde der Frau (die diesen Herrschaften sonst regelmäßig egal ist) bemüht, mal der Schutz der Jugend, mal die Gesundheitsgefahr. Dahinter steht aber zweierlei: Erstens soll eine verstaubte Moralvorstellung durchgesetzt und zweitens sollen Menschen, die niemandem Böses tun, in die Kriminalität abgedrängt werden.
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#36 TheDadProfil
  • 22.05.2020, 19:55hHannover
  • Antwort auf #35 von Ralph
  • ""Dahinter steht aber zweierlei: Erstens soll eine verstaubte Moralvorstellung durchgesetzt und zweitens sollen Menschen, die niemandem Böses tun, in die Kriminalität abgedrängt werden.""..

    Exakt..
    30 Jahre haben "bekennende Prostituierte" wie Domenica Niehoff für die Legalisierung als Beruf gekämpft, und nun sollen alle diese Veränderungen mit einem Schlag in die Tonne geworfen werden..

    de.wikipedia.org/wiki/Domenica_Niehoff

    Dabei leidet das Sexgewerbe eh schon Not in der Krise, denn :

    ""Der Knackpunkt: Schätzungen nach gibt es in Deutschland bis zu 400.000 Prostituierte, aber nur etwa 33.000 sind bei den Behörden angemeldet. Und nur wer registriert ist, kann auch Hilfe vom Staat beantragen.""..

    www.tagesschau.de/inland/prostitution-lockdown-corona-101.ht
    ml
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#37 Ralph
  • 23.05.2020, 11:05h
  • Während manche Leute ernsthaft glauben machen wollen, Prostitution bilde die allererste Gefahr, hat sich die echte Gefahr bereits verwirklicht. In Frankfurt haben die Baptisten einen Gottesdienst veranstaltet, bei dem zahlreiche Gläubige aus der Stadft und aus umgebenden Landkreisen infiziert wurden. Da haben Sie Ihren Superspreader, Herr Lauterbach. Es sind nicht Prostituierte, sondern christliche Sektierer, die von ihren Umarmungs- und Knutschritualen nicht lassen wollen. Das war spätestens seit dem gleichen Vorfall im Elsass bekannt, aber offensichtlich sind solche Leute unbelehrbar.
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#38 TimzomAnonym
  • 18.06.2020, 16:16h
  • Antwort auf #4 von Still_Ith
  • In dem Statement was Lauterbach unterschrieben hat stand eindeutig drin, dass Sexarbeit verboten werden sollte. Auch nach Corona. Und der ganze Unsinn, den reaktionäre Politiker so herunterbeten wenn sie Sexworker als Opfer diskreditieren wollen.

    Ergo: Der moralinsauer Lauterbach äussert sich hier sehr wohl lautstark zu einem Thema von dem er keine Ahnung hat!

    Was ist nur aus der SPD geworden!?
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#39 TimtoAnonym
  • 18.06.2020, 19:20h
  • Antwort auf #20 von Richtigstellung
  • Lass dich doch nicht veräppeln! Ein kriminalisieren der Kunden von Prostituierten bedeutet gar nichts anderes als Prostituierte mit in die Illegalität zu treiben. Oder meinst du eine Frau ruft dann noch die Polizei an wenn Prostitution wieder geächtet wird?

    Deshalb haben die Schweden jetzt angeblich ach so paradiesische Zustände: Weil Prostituierte sich nicht mehr trauen können über ihre Arbeit in der Öffentlichkeit zu sprechen!

    Sie beschweren sich nicht, also gibt es sie nicht mehr. Sehr clever von den Moralaposteln!
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