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Kult-Sitcom

Lisa Kudrow: "Friends" ist nicht homophob

In ihrer Zeit sei die Erfolgssitcom "sehr progressiv" gewesen, findet die Phoebe-Darstellerin. Sie empfahl Zuschauer*innen, die Sendung wie eine Zeitkapsel anzusehen.


Lisa Kudrow war zehn Jahre lang als Phoebe in "Friends" zu sehen (Bild: NBC)

  • 20. Mai 2020, 13:20h, noch kein Kommentar

Die 56-jährige US-Schauspielerin Lisa Kudrow hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Sitcom "Friends" homo- und transphob und heute nur noch schwer anzuschauen sei. Kudrow spielte zwischen 1994 und 2004 in allen 236 Folgen der Serie die schrullige Phoebe Buffay.

Gegenüber der Londoner Zeitung "Sunday Times" ging Kudrow auf Vorwürfe ein, die Show erzähle transphobe, homophobe und sexistische Geschichten und sei nicht vielfältig genug. Auf die Frage, ob die Sitcom heute noch einmal so gedreht werden würde, antwortete sie: "Oh, dann wäre sie völlig anders. Das Ensemble wäre sicherlich nicht ausschließlich weiß. Ich weiß nicht, was sonst noch anders wäre. Die Serie sollte man sich wie eine Zeitkapsel ansehen, nicht dafür, was man falsch gemacht hat."

Als "Friends" ausgestrahlt wurde, sei die Sendung "sehr progressiv" gewesen, so Kudrow weiter. "Es gab einen Typen, der herausgefunden hat, dass seine Frau lesbisch und schwanger war. Und sie haben ihr Kind zusammen groß gezogen. Wir haben auch Leihmutterschaft behandelt."

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Produzentin bedauerte Transphobie

Nachdem "Friends" 2018 auf Netflix veröffentlicht wurde, machten vermehrt Homo- und Transphobievorwürfe in sozialen Netzwerken die Runde. Kritisiert wird etwa die ständige Angst von Chandler (Matthew Perry), für schwul gehalten zu werden, oder auch seine abwertende Haltung gegenüber einem trans Elternteil, die nie als problematisch dargestellt wurde. Produzentin Marta Kauffman hat vergangenes Jahr diesen Handlungsstrang bedauert (queer.de berichtete). Schauspielerin Jane Sibbett, die eine lesbische Frau spielte, wies jedoch Homophobie-Vorwürfe zurück (queer.de berichtete). Vor einem halben Jahr wurde außerdem bekannt, dass Matthew Perry offenbar einen besonders homophoben Handlungsstrang durch sein Veto verhindert hatte (queer.de berichtete).

"Friends" zählt nach wie vor zu den erfolgreichsten und beliebtesten Sitcoms aller Zeiten. In Deutschland sind derzeit alle zehn Staffeln auf Amazon Prime Video abrufbar.

Lisa Kudrow ist auch heute noch in Hollywood im Geschäft: Ab 29. Mai wird sie in der Netflix-Serie "Space Force" zu sehen sein. Der Zehnteiler macht sich über die reale "United States Space Force" lustig, die 2019 von US-Präsident Donald Trump als sechste Teilstreitkraft des US-Militärs ins Leben gerufen wurde. Damals sorgte vor allem für Erheiterung, dass das Siegel der amerikanischen Weltraumarmee an ein Logo aus der Science-Fiction-Serie "Star Trek" erinnerte. (dk)