Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=36170
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Die queeren Opfer der Franco-Diktatur


#1 ahmadAnonym
  • 21.05.2020, 12:36h
  • das sollte uns eine lehre sein und nie wieder faschismus
    und keine Chance den rechtspopulisten
  • Antworten » | Direktlink »
#2 56James35Anonym
  • 21.05.2020, 14:33h
  • Ein Dokumentarfilm, den nur wenige Spanier*innen kennen. Aber das heutige Spanien ist eines der tolerantesten, schwulenfreundlichsten Länder Europas und der Welt überhaupt. Sowohl die EU als auch das wirtschaftlich so mächtige Deutschland sollten sich an Spanien ein Beispiel nehmen. Spanien ist nicht nur ein angenehmes Land für Urlauber, sondern auch vor allem ein Land, dessen Einwohner MENSCHEN sind, keine Klonen. In Spanien habe ich wahre Freunde, in Deutschland nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 trans naysayerAnonym
  • 21.05.2020, 16:58h
  • When the pure forms sank in the cri-cri of daisies,

    I knew they had assassinated me.

    They combat the cafes,

    cemeteries and churches,

    they pried open the wine-casks and closets,

    destroyed three skeletons to take their gold teeth.

    Still, they didn't find me.

    (Fábula y Roeda de los tres Amigos)

    Als ich noch ganz jung war, habe ich Lorca nicht gelesen, sondern verschlungen.

    #5, @56James35:
    "Spanien ist (...) vor allem ein Land, dessen Einwohner MENSCHEN sind, keine Klonen."

    Ich habe in Europa nur Freund:innen in Spanien (und Portugal). Dafür habe ich gute Gründe.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 WahlBrandenburgerAnonym
  • 21.05.2020, 17:16h
  • Antwort auf #2 von 56James35
  • Aber das heutige Spanien ist eines der tolerantesten, schwulenfreundlichsten Länder Europas und der Welt überhaupt...Spanien ist nicht nur ein angenehmes Land für Urlauber, sondern auch vor allem ein Land, dessen Einwohner MENSCHEN sind, keine Klonen.

    Komisch, dass ich da jahrelang gelebt habe und das nicht gemerkt habe. Spanien ist ein sehr patriarchalisch geprägtes Land, dass sich zudem, siehe Film, noch fast überhaupt nicht mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Auf dem Papier ist es liberal, aber über (Homo-/Bi-/...Sexualität wird im Alltag außer in Madrid und Barcelona und ein paar anderen größeren Städten überhaupt nicht gesprochen, das Thema wird totgeschwiegen und die Leute leben sehr versteckt.

    Wer so etwas wie du schreibt, der hat sein Wissen möglicherweise aus Schwulenmekkas wie Gran Canaria und Ibiza, aber der hat keine Ahnung davon, wie es Homosexuellen, Transsexuellen, Bisexuellen etc. im wahren Leben in Spanien ergeht, das ist wesentlich grausamer als in Deutschland, da leben wir quasi in einem Paradies.
    Möglicherweise wird auf der Straße niemand angemacht oder überfallen oder geschlagen, aber er/sie wird sozial gemieden und die Leute setzen sich mit fortschrittlichen Themen fast überhaupt nicht auseinander.
    Es bringt niemandem etwas, wenn er auch als Homosexueller Kinder adoptieren kann, aber im Regelfall nicht mal mit seinen Eltern über seine Sexualität sprechen kann, weil er ansonsten verstoßen, gemieden oder unbeachtet bleibt - und genau dieses Totschweigen ist in Spanien der Standard und nicht die Ausnahme!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#5 WahlBrandenburgerAnonym
  • 21.05.2020, 17:49h
  • Antwort auf #1 von ahmad
  • Vielleicht solltest du mal einen Blick darauf werfen, wie in den Ländern in denen es jahrelang angeblich sozialistische Paradiese gab, mit Homosexuellen umgegangen wurde und wird. Venezuela ist das beste Beispiel aktuell, gerne auch mal einen Blick nach China werfen und den Umgang mit Homosexualität dort, einem ja angeblich immer noch sozialistischen/kommunistischen Land.
    Ansonsten einfach mal googeln, was Castro in den Sechzigern und Siebziger Jahren mit Homosexuellen auf Kuba gemacht hat. Wofür er sich im übrigen später entschuldigt hat, aber das ändert nichts an dem Leid der Opfer...

    Wer berechtigterweise gegen Faschismus ist, der sollte berechtigterweise auch gegen linken Totalitarismus sein, denn die unzähligen Toten gibt es auf beiden Seiten zur Genüge.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#6 PeerAnonym
  • 21.05.2020, 17:58h
  • Ein sehr dunkles Kapitel spanischer Geschichte, das noch viel stärker und umfangreicher aufgearbeitet werden müsste.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 dellbronx51069Anonym
#8 56James35Anonym
  • 21.05.2020, 19:39h
  • Antwort auf #4 von WahlBrandenburger
  • Ich bin Franzose und kann nur von den Erfahrungen sprechen, die ich in Spanien gesammelt habe. Nicht alle meine Freunde oder Freundinnen sind schwul oder lesbisch, unter meinen Freunden gibt es auch viele Heteros (Frauen + Männer) und ein Problem mit meinem Schwulsein haben sie nie gehabt, im Gegensatz zu meinem "Heimatland" Frankreich. Ich hatte Spanisch als dritte Fremdsprache. Das macht natürlich vieles leichter. Ich fliege ziemlich oft nach Spanien. Natürlich ist Madrid ein Paradies für Schwule, aber in einem kleinen Ort Andalusiens, wo ich zwei Monate verbracht habe mit meinem Freund (das war 2011) hatte ich überhaupt kein Problem. Als Universitätsstadt ist auch Salamanca eine schwulenfreundliche Stadt. Es ist klar, dass ich nicht ganz Spanien kenne. Vor 2 Monaten hat eine spanische Zeitung von einem Schwulenpaar berichtet, das in einer mittelgroßen Stadt im Süden Spaniens von jungen Homophoben
    übergriffen wurde. Die zwei jungen Männer wollen nie wieder nach Spanien. Aber passieren kann das auch in D, GB oder in F.
    Ich bitte dich um Nachsicht : Deutsch ist nicht meine Muttersprache.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#9 56James35Anonym
#10 WahlBrandenburgerAnonym
  • 21.05.2020, 19:58h
  • Antwort auf #8 von 56James35
  • Mir geht es einzig und allein darum festzustellen, dass liberale Gesetze nicht zwangsläufig bedeuten, dass ein Land auch gesellschaftlich liberal ist.
    Genauso wie es sehr konservative Länder (zum Beispiel Irland, sehr katholisch) gibt, in denen dann aber wiederum z.B. die Ehe für alle im Rahmen eines Referendums von einer Mehrheit bestätigt wurde.
    Statistiken sind schön, aber die Realität ist oft eine andere...und vielen geht es nicht darum, ob es in anderen Ländern wirklich besser ist, sondern vielmehr darum, das eigene Land schlecht zu schreiben - ohne reale Vergleiche zu haben!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#11 KenshiroProfil
  • 21.05.2020, 20:56hBerlin
  • Antwort auf #5 von WahlBrandenburger
  • Was willst du mit dem Kommentar bezwecken, linke Gewalt mit rechter Gewalt gleichsetzen? Hufeisentheorie? Was ändert es daran das es meist linke und echte liberale Parteien, Kräfte und Hummanisten sind die sich für uns einsetzen? Unter einen Artikel zu den Verbrechen des Faschismus kommt einer der ruft: "Ja, aber die linken sind genauso schlimm.."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#12 WahlBrandenburgerAnonym
  • 21.05.2020, 21:50h
  • Antwort auf #11 von Kenshiro
  • Jo! Gewalt gegen Menschen ist Gewalt gegen Menschen. Auf beiden Seitenenden des Hufeisens!
    Und es ist erste Bürgerpflicht die Finger in die braunen UND die roten Wunden zu legen.
    Menschen werden von Radikalen Immer bedroht: einige mehr, einige weniger. Da muss sich keine Seite irgendwie einbilden sie sei die bessere, beide haben Millionen Menschen auf dem Gewissen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 KenshiroProfil
#14 trans naysayerAnonym
  • 21.05.2020, 22:39h
  • Antwort auf #9 von 56James35
  • "Welche Gründe, wenn ich fragen darf?"

    OMG...viele und alle!

    Ich komme aus Brasilien.

    In Spanien (und Portugal) herrscht eine ganz andere persönliche Verbindlichkeit. Mit einer Innigkeit, die ich in Europa nördlich der spanischen Grenze nie erlebt habe. Gleichzeitig äusserst respektvoll. Eine Authentizität der Menschen, wie ich sie auch von zu hause kenne. Ausserdem haben die Spanier:innen einen Körper(!), sind sich ihres Körpers bewusst und wissen damit auch umzugehen.

    Die Mentalität ist kompatibel. Nördlich von Spanien bin ich allen Menschen zu "leidenschaftlich" - auf mich wirken sie hingegen, als wenn sie medikamentös sediert sind. Ich laufe nur mit angezogener Handbremse und sie sind bereits überfordert. Ausserdem haben die Menschen keinen Körper.

    Dass ich trans und bisexuell bin, ist in Spanien in vielen Jahren nicht ein einziges mal ein Thema gewesen. Weder bei meinen (überwiegend) cis-heterosexuellen FreundInnen, noch jemals bei Fremden, die ich über sie kennen gelernt habe. Ich wurde von allen immer als die Frau behandelt, die ich bin. Von Männern wie Frauen. Dumme Fragen habe ich nie gehört.

    Deutschland ist Lichtjahre davon entfernt. Dort haben alle die rückständigen deutschen Trans-Narrative im Kopf (weshalb ich schon länger dazu übergegangen bin, mich dort nicht mehr zu outen). Auch spanische trans Frauen sind mit denen in Deutschland nicht mal vergleichbar.

    Eine Freundin, die in Deutschland lebt, hatte mal einen Brasilianer zu Besuch. Er war aufrichtig erschüttert und sagte zu ihr: "Mein Gott, das sind keine Menschen - das sind Steine."

    (...)

    Es geht einfach nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#15 56James35Anonym
  • 22.05.2020, 13:28h
  • Antwort auf #14 von trans naysayer
  • Dass du aus Brasilien bist, erklärt vieles. Es stimmt, dass die Südeuropäer mit ihrem Körper besser umzugehen wissen als woanders in Europa. Ich bin aus Frankreich, das, obwohl ein lateinisches Land, von kühlen, sich für überlegen haltenden Menschen bewohnt ist. Mein Ex-Freund ist zur Frau geworden.
    Wir haben 8 Jahre lang als Schwulenpaar gelebt.
    Aus Jean-Pierre wurde Angélique. Jetzt sind wir getrennt aber wir bleiben Freunde, mehr als Freunde sogar , denn die Liebe ist nicht tot. Das Problem: wir wohnen in einer Kleinstadt im Zentrum Frankreichs : ich habe Angst um ihn denn dort herrscht eine mittelalterliche Mentalität. Auusziehen kommt für ihn nicht in Frage : er ist und bleibt der ängstliche Mensch, der er immer war. Darum will ich auch bei ihm sein, auch wenn er einen Freund hat. Außerdem bin ich mir sicher, dass die Frauen, die ihn/sie kennen, eigentlich neidisch, ja eifersüchtig auf ihn ist, weil er/sie wirklich schön ist.
    Ich weiß nicht, ob dem so wäre in Brasilien.
    In Brasilien leben die schönsten Menschen der Erde! Ich glaube, nur in São Paulo kann man relativ frei sein. Oder irre ich mich?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#16 56James35Anonym
  • 22.05.2020, 14:00h
  • Antwort auf #10 von WahlBrandenburger
  • OK . Ich verstehe, was du meinst : es gibt einerseits das Gesetz und andererseits die Realität. Und die Realität besteht aus Vorurteilen, die kein Gesetz abbauen kann. Außerdem ist es so, dass wer einem homophoben Übergriff zum Opfer fällt, oft sich scheut, zur Polizei zu gehen. Homophobie ist in Frankreich ein Delikt, ein Verbrechen, aber meistens wird ein homophober Angriff von der Polizei und von den Richtern nicht ernstgenommen. Daher glaube ich, es ist MANCHMAL ratsamer, sich nicht zu outen. Was nicht bedeutet , dass man sich verkriechen soll. Aber immer auf der Hut sein soll das Gebot der Schwulen, Lesben usw. sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#17 trans naysayerAnonym
  • 22.05.2020, 16:00h
  • Antwort auf #15 von 56James35
  • "Ich bin aus Frankreich, das, obwohl ein lateinisches Land, von kühlen, sich für überlegen haltenden Menschen bewohnt ist."

    Ich weiss, ich kenne Frankreich. Diese Eigenschaften teilen sie mit den Deutschen.

    Dass Angélique und Du sich weiterhin lieben ist wunderschön. Wenn sie ein ängstlicher Mensch ist, dann beschütze sie. Werde ihr Beschützer. Liebe ist das Beste, was man dafür mitbringen kann.

    Und cis Frauen waren schon immer neidisch auf schöne trans Frauen, überall auf der Welt - auch in Brasilien. ;-)

    "In Brasilien leben die schönsten Menschen der Erde!"

    Period! - Vor allem die schönsten trans Frauen!

    "Ich glaube, nur in São Paulo kann man relativ frei sein. Oder irre ich mich?"

    Es gibt keinen besseren Ort auf der Welt! Und keinen todbringenderen für Frauen - cis und trans.
    Freiheit hat ihren Preis. Wie alles seinen Preis hat. Man muss bereit sein, ihn zu bezahlen. Dazu sind die wenigsten Menschen bereit.

    Sie wählen lieber die "Sicherheit". Was immer das auch sein soll - das Konzept habe ich nie verstanden.
    Aber wie alles, hat auch "Sicherheit" einen Preis: man bezahlt mit seiner Freiheit.

    Gib Angélique einen Kuss von mir.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#18 AHMADAnonym
  • 23.05.2020, 20:04h
  • Antwort auf #5 von WahlBrandenburger
  • Ihre Antwort ist lächerlich und sagt viel über Sie aus

    das nennt man Whataboutism
    neudeutsch

    Ich sage etwas ist schlecht, dann kommt ein anderer und sagt ,, ja aber die sind auch schlecht'

    UND ich habe an keiner stelle die sozialistischen Diktaturen erwähnt geschweige denn in Schutz genommen

    haha entlarvend
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#19 56James35Anonym
#20 TheDadProfil
  • 23.05.2020, 22:12hHannover
  • Antwort auf #5 von WahlBrandenburger
  • ""Wer berechtigterweise gegen Faschismus ist, der sollte berechtigterweise auch gegen linken Totalitarismus sein, denn die unzähligen Toten gibt es auf beiden Seiten zur Genüge.""..

    Das ist einfacher Unfug, denn er unterstellt hier das sich "ahmad" nicht von "linken Totalitarismus" distanzieren würde..

    Dieser kam hier aber gar nicht zur Sprache, es geht um die spanische Franco-Diktatur, wenn man so will über die Beteiligung der Reichs-Luftwaffe eine direkte Folge des Hitler-Regimes..

    Interessanter noch :
    Woher kommt eigentlich dieser Reflex bei allen möglichen Gelegenheiten immer wieder darauf zu verweisen wie totalitär doch "Linke Regime" wären, und warum wird das immer dann angesprochen wenn es um Rechten Faschismus geht ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »

» zurück zum Artikel