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Kommentare zu:
Württemberg: Erster Segnungsgottesdienst für homosexuelles Paar


#1 Peck_SProfil
  • 21.05.2020, 17:25hFrankenthal
  • Schön, dass denen, denen es wichtig ist, nun möglich gemacht wurde!

    Allerdings verstehe ich bis heute nicht, wie Kirche (nicht Glaube!) und Homosexualität zusammengehen und man das Bedürfnis entwickeln kann, sich in selber von einem Pastor oder einer Pastorin trauen zu lassen, die Repräsentanten einer menschen- und im Besonderen, queerfeindlichen Organisation sind, inklusive Tötungsaufrufe und Volksverhetzung einzelner hochrangiger Mitglieder, die bisher ungeahndet blieben.
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#2 Hoffnung24Anonym
  • 21.05.2020, 17:44h
  • Antwort auf #1 von Peck_S
  • Schade, dass du nie die segensreiche Erfahrung gemacht hast eine Beziehung unter Gottes Segen gestellt zu haben und nur auf das Negative in der Kirche schaust. Mein Mann und ich haben uns 2013 in Hessen trauen lassen. Ich spüre jeden Tag den Segen Gottes in unserer Beziehung und bin froh das ich diesen Schritt gemacht habe.
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#3 Aufklärung2020Anonym
#4 PeerAnonym
  • 21.05.2020, 17:59h
  • Segnung ist keine Hochzeit.

    Und alles, was nicht 100% Gleichstellung ist, ist Diskriminierung. Das ist die Definition des Begriffs. Punkt.
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#5 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 21.05.2020, 18:07h
  • "dass maximal ein Viertel der Kirchengemeinden ihre örtliche Gottesdienstordnung ändern und gleichgeschlechtliche Paare segnen dürfen. Zudem müssen sich drei Viertel aller Pfarrer der jeweiligen Gemeinde sowie drei Viertel des Kirchengemeinderates dafür aussprechen":

    So etwas Perfides kann man sich auch nur im Land der kleinkarierten Diskriminierungsregeln ausdenken - also einerseits müssen 3/4 dagegen sein. Vom verbleibenden Viertel müssen aber 3/4 dafür sein.

    Wer oder was ist hier pervers? Sind es wir, oder sind es solche Regelungen?

    Für mich kann die Antwort gar nicht eindeutiger ausfallen.
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#6 lindener1966Profil
  • 21.05.2020, 18:31hHannover
  • Eine Segnung kann nur ein erster Schritt sein.

    Ich frage mich aber , warum sich das Paar keine Gemeinde vielleicht in einem anderen Bundesland ausgesucht hat, wo richtige Trauungen möglich sind oder sind sie dieser Gemeinde besonders verbunden?

    Ich wünsche den beiden alle Gute und Schöne im Leben.
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#7 lindener1966Profil
#8 ursus
  • 21.05.2020, 18:51h
  • Antwort auf #5 von RuferInDerWueste
  • Einem humanistisch und demokratisch geschulten Geist kann etwas so anti-demokratisches und menschenverachtendes tatsächlich nicht einfallen. Und wer ein klitzekleines Bisschen vom Grundgesetz verstanden und verinnerlicht hat, sollte so etwas Widerliches auch weder zu einem Fortschritt zurechtlügen noch durch eigene Mitgliedschaft unterstützen.

    Mit einem Rest an queerer Selbstachtung ist es aus meiner Sicht unvereinbar, solche vergifteten Brosamen auch noch dankbar aufzuklauben.
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#9 swimniAnonym
#10 Peck_SProfil
#11 kaweAnonym
  • 21.05.2020, 21:08h
  • Mamatschi, einen solchen Segen wollt ich nicht...

    Ein Segen über den abgestimmt werden muss und der kontingentiert ist, ist doch eine Zumutung. Eine weitere ist die sogenannte vertiefte Befassung mit dem Thema innerhalb der Gemeinde vorgeschrieben und meines Erachtens nachgeschoben worden ist. Und mit der die Initative "Regenbogengemeinde" perfide kassiert worden ist. Aber noch nicht schlimm genug. Die Handreichung der Fundamentalisten für Pfarrer, die den Segen nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können , weil sie sich auf die Schrift berufen. Wenn sie das nur mit allen Texten so halten würden...Wem das nicht reicht, soll sich freuen!

    @6 : Das ist ja die Crux! Man kann sich seine Landeskirche nicht aussuchen! Der Wohnsitz bestimmt über die Mitgliedschaft ! Evangelisch sein ist gar nicht so einfach...
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#12 Hoffnung24Anonym
  • 21.05.2020, 21:27h
  • Antwort auf #10 von Peck_S
  • Es gibt etwas Größeres als die eigenen Anstrengungen. Wer sich bewusst segnen lässt, kann erleben, wie sich Dinge verändern. Manche Menschen spüren den Segen als Schutz oder Ermutigung, andere als Freude oder Kraft in schwerer Zeit. Viele Menschen erleben nach einem Segen eine intensivere Beziehung zu Gott. Die Worte des Segens bewirken etwas Positives, das wir Menschen nicht selbst machen können. Unsere Beziehung hat sich positiv entwickelt in den 16 Jahren. Leier scheinst du nicht gläubig zu sein, und kannst natürlich solche Erfahrungen nicht gemacht haben, was ich Schade finde.
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#13 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 21.05.2020, 22:37h
  • Antwort auf #12 von Hoffnung24
  • "Leier (sic!) scheinst du nicht gläubig zu sein"

    Tja nun... Du bist hier halt nicht auf evangelisch.de oder kath.net - und siehe da: unter queeren Menschen gibt es eine große Anzahl, die "nicht gläubig" sind. Das hat seine Gründe - und wenn es nur die Meldungen sind, die wir hier fast täglich darüber lesen dürfen, was Religionsführer_innen und "Gläubige" so von uns halten. Letztere bspw auch inclusive sogenannter "christlicher" Politiker_innen.

    Wie im aktuellen Artikel berichtet, hat man hier eine besonders perfide Variante der Weiterhin-Diskriminierung ausgetüftelt. Und dann gehen Menschen auch noch dorthin und lassen sich so behandeln.

    Ich bin vor 30 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten, in die ich zunächst hinein-sozialisiert wurde. Zu dem Zeitpunkt, als ich sogar aktiv versucht hatte, mit Kirchenvertreter_innen über gleichgeschlechtliche LIEBE zu reden. Ja: LIEBE. Die sie absolut nicht anerkennen wollten. Auf Biegen und Brechen nicht.

    Ich lasse mir doch von niemandem vorschreiben, wen ich lieben darf und wen nicht. Und das im Lichte eines "Gottes" oder eines "Glaubens".

    Hier wurde und wird nicht Segen, sondern Leid und Diskriminierung verbreitet. Dagegen hilft auch heute noch:

    www.kirchenaustritt.de/

    Ach ja, und bitte komm' damit klar, dass sich hier "Ungläubige", gar "Gottlose" herumtreiben. Gerade viele queere Menschen sind nun mal nicht dazu bereit, sich derart gängeln und abwerten zu lassen.

    Für mich der wichtigste Leitsatz:
    "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

    Dazu brauche ich nicht "gläubig" zu sein - im Gegenteil: diesen Grundsatz wirklich ernst zu nehmen, fällt ohne kirchliche Sonderregelungen und Ausnahmen wesentlich leichter.
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#14 Peck_SProfil
  • 21.05.2020, 22:39hFrankenthal
  • Antwort auf #12 von Hoffnung24
  • Brauchst du nicht schade finden. Mir gehts auch ohne hervorragend. Ganz ehrlich. Wir sind ja alle Gottes Kinder. Deshalb bin ich überzeugt, dass er sich schon was dabei gedacht hat, als er mich als Atheist erschaffen hat. ;-) Außerdem kennt die Menschheit ja 5000 verschiedene. Das heißt, du glaubst an 4999 nicht und ich an einen mehr (nicht). So weit sind wir ja gar nicht auseinander.

    Zudem sprach ich vom Verhältnis von Kirche und Homosexualität. Du sprichst vom Glauben und dem persönlichen Verhältnis zu Gott. Also bin ich genauso schlau wie vorher.
    Und ich fragte, wie eure Segnung eure Beziehung verändert hat. Du sprichst davon, dass sich diese in 16 Jahren positiv entwickelt hat.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass du ausweicht und wir brutal aneinander vorbeireden.
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#15 Ralph
  • 22.05.2020, 10:27h
  • Immer wieder fällt mir auf, dass religiöse Menschen es ganz selbstverständlich finden, religionsfreie Menschen empfinden ein Defizit und sollen danach streben, gleichsam den in ihrer Seele wohnenden Hohlraum auszufüllen. Das ist nicht so. Wer nicht an überirdische Wesen allgemein oder an all die Mysterien, die das Christentum aus allen damals zeitgenössischen Religionen zusammengeklaut hat, insbesondere glaubt, dem fehlt nichts. Im Gegenteil: Er wird nicht belastet von dem Konflikt zwischen Glaube und Vernunft. Da nützt es auch nichts, von vermeintlichen Erfahrungen mit einem Gott oder dessen Segen zu schwärmen. Für säkulare Menschen klingt das bestenfalls skurril. In solch einer vermeintlichen Erfahrung kann sich allenfalls ein Gefühl manifestieren, dass man sich von seiner Gemeinde angenommen fühlt (ist aber in Württemberg durch diese diskriminierenden Regelungen gerade nicht der Fall) oder dass man durch eine magische Handlung von dem ewig schlechten Gewissen erleichtert wird, das einen quält, weil man nach der christlichen Lehre ein Sünder ist. Wie andere hier schon gesagt haben: Auf solche Autosuggestion wird außerhalb religiöser Gemeinschaften kein Wert gelegt.
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#16 AndreasKAProfil
  • 22.05.2020, 11:03hKarlsruhe
  • Antwort auf #12 von Hoffnung24
  • Ich selbst hatte Lebensphasen, in denen ich ebenfalls an Gott geglaubt hatte, und meinte seinen Segen zu verspüren, wenn mir etwas gelang oder ich einfach nur glücklich war.
    In der Rückschau waren das alles für mich klare selbsterfüllende Prophezeiungen.
    Denn wenn ich als Lebensmaxime annehme, dass es einen Gott gibt, der mich liebt und leitet, nehme ich alles, was gut läuft als seinen Segen wahr, und alles was schlecht läuft als seine Prüfung oder führe das auf eigene Regelverstöße/Fehlverhalten zurück mit dem ich evtl. den Gott gekränkt haben könnte, sodass er mir seinen Segen entzieht. Oder eben nach dem gern zitierten Verschleierungsmotto Gottes Wege sind unergründlich mir zunächst schadet, damit ich zu ihm und seinen Regeln zurückfinde.

    In einer solchen Welt kann man sich einrichten - muss man aber nicht.

    Das soll jeder halten, wie er will - aber Mitleidsbekundungen in Richtung Atheisten sind unangebracht. Ich würde einen Gläubigen auch nicht bemitleiden - soll er glücklich sein auf dem Wege den ich nicht mehr nachvollziehen kann und mich mit seinem Krempel in Ruhe lassen - und auch die Kirchen selbst sollten sich der staatlichen Neutralität und säkularen Gesetzte ohne Einschränkung unterordnen und ihre eigenen Pröddel vollständig selbst bezahlen und vor neutralen Gerichten für das einstehen, was sie versaubeuteln. Dass die beiden letzteren Dinge so nicht in Deutschland passieren, ist ein Skandal!

    Belege, dass es einen Gott gibt, auf eigene Erfahrungen zurückzuführen sind m.E. nicht haltbar. Ich könnte mühelos andere Götter dafür einsetzen, oder die Energien eines zugewandten irgendwie lenkenden Universums, oder Elfen, oder sonstwas.
    Das Wirken eines Gottes in einem Menschenleben ist schlicht eine reine Auswertungssache, die (sozialisiert oder angenommen) im Kopf verankert ist und ein Grundgefühl bzw. einen Bewertungsmaßstab anlegt, der eigenen Erfahrungen mit einem Gotteswirken im Einklang bringt.

    Ich habe mich davon gelöst - und bin überzeugt davon, mich zu einer weitaus sachlicheren, dem Welt- und Gesellschaftsgeschehen unvoreingenommeneren Persönlichkeit entwickelt zu haben.
    Das vermeintliche Defizit keinen Glauben, keinen Gott zu haben ist ein echter Zugewinn für mich gewesen. Ich vermisse gar nichts, sondern freue mich an den unfassbaren Facetten, die unser Universum, ganz ohne Denker, Lenker, Schöpfer etc. bietet .... gottlos glücklich eben ...
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#17 SteffiAnonym
#18 TheDadProfil
  • 23.05.2020, 22:23hHannover
  • Antwort auf #17 von Steffi
  • ""Immer wieder fällt mir auf, dass religiöse Menschen es ganz selbstverständlich finden, religionsfreie Menschen empfinden ein Defizit und sollen danach streben, gleichsam den in ihrer Seele wohnenden Hohlraum auszufüllen.""..

    www.queer.de/detail.php?article_id=36176&kommeinzel=5747
    54


    ""Und für Christen ist der Segen eben auch sehr wichtig""..

    Für Nicht-"Christen" aber immer noch nicht..

    Das kann man dann auch einfach mal akzeptieren..

    Aber der "Missions-Motor" ist anscheinend eine Art Perpetuum Mobile welches sich nicht mehr abstellen läßt..
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#19 stromboliProfil
  • 24.05.2020, 11:25hberlin
  • Antwort auf #7 von lindener1966
  • vielleicht hat er angesichts eigener einsicht da einem hokuspus teilzuhaben, einfach kalte füße bekommen...
    Halbherzig wie religiöse nun meist sind, trotzdem sich dem wunsch seines fest auf dem religiösen boden stehenden partner unterworfen.

    Betrachten wir es als stummen schrei der verweigerung...
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#20 stromboliProfil
  • 24.05.2020, 11:40hberlin
  • Antwort auf #12 von Hoffnung24
  • selbstsuggestion oder selbsthypnose ist auch ein weg, dass eigen als unvollkommen gefühlte mit viel unantastbarem ( gefühltes) aufbauschen zu wollen.

    Viel hohle luft, kreisend um scheinphilosopisches, was dahin endet , einen erhöhten stand dank zugehörigkeit zu einer "gemeinschaft zu erhalten, deren vorrangige eigenschaft ist, diesen "stand" ihrerseits als erreicht zu bestätigen...
    Ein jeder bestätigt dem anderen das erhöhte glücksgefühl.

    Zerbricht dann dieser "glückszustand an alltäglichkeiten, ist es das gegenüber, dass durch seine unbeständigkeit ( glaubensabfall ) jene selbsthypnose als selbstbetrug entlarft.
    Womit bewiesen wäre: viel luft um nichts.
    Glaube ist eine blubberblase.
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#21 KlarstellungAnonym
#22 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil

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