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Berlin

Trauer um Markus Klaer

Der Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbands, Berliner CDU-Abgeordnete und ehemalige LSU-Landeschef ist am Donnerstag überraschend gestorben. Er wurde nur 51 Jahre alt.


Markus Klaer war langjähriger Vorsitzender des Berliner Landesverbands der Lesben und Schwulen in der Union (Bild: CDU)

Berlin hat einen wichtigen Vorkämpfer für LGBTI-Rechte verloren. Der schwule Berliner CDU-Abgeordnete Markus Klaer ist am Donnerstag "völlig überraschend gestorben", teilte CDU-Fraktionschef Burkard Dregger am Freitag mit. "Ich bin tief erschüttert und ringe um die richtigen Worte." Klaer wurde nur 51 Jahre alt. Zur Todesursache wurde bislang nichts bekannt.

Twitter / Tobias_Schulze

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Markus Klaer wuchs im ostwestfälischen, katholisch geprägten Geseke auf. Er studierte Vermessungswesen an der Bundeswehrhochschule in München und arbeitete anschließend bei der Bundeswehr in Schwerin. 1998 zog er nach Berlin und arbeitete seit 2000 als Geschäftsführer des Verbands für Landentwicklung und Flurneuordnung Brandenburg.

Schon früh für LGBTI-Rechte engagiert

Schon früh engagierte sich Klaer für LGBTI-Rechte. So gründete er während seiner Zeit beim Militär den Arbeitskreis "Schwule Soldaten in der Bundeswehr". In der Hauptstadt war er u.a. im Berliner CSD e.V. aktiv. Von Februar 2015 bis März 2019 war Klaer Landesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Seit einem Jahr gehörte er dem Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Berlin-Brandenburg an. Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses war er von 2011 bis zunächst 2016 und dann wieder seit August vergangenen Jahres.

"In seine Amtszeit fiel die organisatorische Gründung der LSU-Kreisverbände in Berlin und die Verankerung der schwul-lesbischen-bisexuellen-transsexuellen Themen im Abgeordnetenhaus", würdigte ihn die LSU Berlin auf Facebook. "Er war ein großer Kämpfer für die Anerkennung der LSU als eigenständige Vereinigung der Bundes-CDU. Wir werden Markus für seinen unermüdlichen Einsatz und Tatkraft sehr vermissen. Ein besonderes Anliegen war Markus der Einsatz für die Öffnung der Ehe und die Akzeptanz für alternative Lebensentwürfe."

Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod unseres ehemaligen Landesvorsitzenden Markus Klaer erfahren. Markus Klaer war…

Gepostet von LSU Berlin am Freitag, 22. Mai 2020
Facebook / LSU Berlin

Der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner würdigte Markus Klaer auf Facebook mit den Worten: "Er war viele Jahre über Parteigrenzen hinweg ein angesehener Parlamentarier im Abgeordnetenhaus und er hat sich als Landesvorsitzender der Berliner Lesben und Schwule Union unermüdlich dafür eingesetzt, dass Homosexuelle in der Union ihre politische Heimat haben und sich ganz selbstverständlich bei uns engagieren." (cw)

Mit großer Bestürzung habe ich vom Tod von Markus Klaer erfahren, der völlig überraschend und mit nur 51 Jahren viel zu…

Gepostet von Kai Wegner am Freitag, 22. Mai 2020
Facebook / Kai Wegner



#1 AHMADAnonym
#2 Karsten UelzenAnonym
#3 MariposaAnonym
  • 24.05.2020, 11:26h
  • Antwort auf #2 von Karsten Uelzen
  • Ich bin mit der SPD aufgewachsen und für mich wäre die Union absolut undenkbar, vollkommen unabhängig vom Schwulsein. Aber das ist nunmal Demokratie, ich habe auch andere politische Meinungen zu akzeptireren (braiunes Gedankengut gehört nicht dazu).

    Es scheint hier einigen nicht bewußt zu sein, daß die Grünen nächstes Jahr die Union höchstwahrscheinlich zum Regieren brauchen und das wird kein Zuckerschlecken. Stellt Euch schon mal drauf ein !
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#4 AHMADAnonym
#5 WunschzettelAnonym
  • 24.05.2020, 13:01h
  • Antwort auf #3 von Mariposa
  • ...daß die Grünen nächstes Jahr die Union höchstwahrscheinlich zum Regieren brauchen...

    Wenn überhaupt braucht die Union einen Junior - und nicht umgekehrt!
    Und das ist m.E. auch gut so und nicht anders herum...
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#6 MariposaAnonym
#7 MariposaAnonym
  • 24.05.2020, 13:20h
  • Antwort auf #5 von Wunschzettel
  • So ist es wohl und das sage ich als jemand, der ganz klar mal eine Regierung jenseits der Union möchte. Aber mir geht es auch darum, daß die AfD nicht Oppositionsführer sein darf. Bei Schwarz-grün wären dann die Fronten geklärt. auch wenn ich mir persönlich nichts davon verspreche.
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#8 TheDadProfil
  • 24.05.2020, 14:01hHannover
  • Antwort auf #2 von Karsten Uelzen
  • ""Muss man als Schwuler immer nur Links oder Grün sein?""..

    Es gibt gerade eine Shitstorm gegen den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, der in einem verunglückten Radio-Interview den Satz fallen ließ
    "wenn sie noch überlegen müssen ob sie Trump oder mich wählen, dann sind sie wohl kein PoC"..

    Das kann man hier auch gut anwenden, denn wer noch überlegen muß ob er gegen seine Interessen wählt, und dabei dann noch seine eigenen Interessen bezüglich Bürgerrechte ständig anderen Interessen wie etwa Wirtschaft oder ähnlichem unterordnet, der ist dann wohl auch nicht wirklich "Schwul", sondern ganz offensichtlich "Homosexuell"..

    Schwule wählen keine UNION, und auch keine FDP..
    Schwule sind auch nicht "AFD"-Affin oder gar Mitglied bei diesen Faschisten..

    Es spricht nichts dagegen Mitglied in der Union oder der FDP zu sein, oder diese einfach nur zu wählen, aber dann hefte man sich gefälligst NICHT das Etikett "Schwul" ans Revers !

    Denn als Wähler oder Mitglied dieser Parteien ist man kein "Schwuler Mann" mit all seinen Facetten die der Begriff beinhaltet, man ist kein Aktivist, und man setzt sich auch nicht für Andere ein, man drängt nur in Vereine und Gruppen ein um an deren vermeintlichen Privilegien Teil zu haben..
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#9 TheDadProfil
#10 TheDadProfil
  • 24.05.2020, 14:05hHannover
  • Antwort auf #6 von Mariposa
  • ""und wenn, dann weil diese Partei eher reformunwillig ist und nicht aus Gründen der Homophobie.""..

    Ich zweifle hier mal an das man einzig "Reform-Unwilligkeit" als Grund nennen kann, und bezweifle auch ebenso das man diese "Reform-Unwilligkeit" von der Homphobie trennen könnte..

    Das sind kommunizierende Röhren in denen der Wasserstand immer gleich hoch ist, und das Ganze nennt sich dann "Konservatismus"..
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