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Kommentare zu:
LSVD: Unterscheidung zwischen Trans- und Intersexualität ist verfassungswidrig


#1 FennekAnonym
  • 25.05.2020, 12:39h
  • Richtig. Es sind zwar de facto zwei verschiedene Dinge, aber in der rechtlichen Situation sollte es da dennoch keine Unterschiede geben.

    Dass Union und SPD bei der vom BVerG erzwungenen (!!) Einführung des Dritten Geschlechts wirklich nur das vom BVerfG absolut geforderte umgesetzt haben und sogar allen Ärzten und Standesbeamten, die das großzügiger auslegen, mit juristischer Verfolgung drohen ist ein Armutszeugnis.

    Und ein weiterer Beleg, dass wir von Union und SPD nicht mehr zu erwarten haben...
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#2 JasperAnonym
  • 25.05.2020, 13:06h
  • Antwort auf #1 von Fennek
  • "Dass Union und SPD bei der vom BVerG erzwungenen (!!) Einführung des Dritten Geschlechts"

    Das kann man gar nicht oft genug betonen.

    Denn die SPD versucht ja immer wieder gerne, irgendwelche Maßnahmen, zu denen sie gezwungen wurde, als ihren Erfolg zu verkaufen.

    Dabei ist es ja eigentlich ein Armutszeugnis, dass man erst dazu gezwungen werden muss - eben weil man untätig ist.

    Und dass man Gerichtsurteile (noch dazu des obersten Gerichts) umsetzt, ist ja wohl nichts, was man extra erwähnen oder gar loben muss, sondern das sollte in einem Rechtsstaat selbstverständlich sein.

    Das ist also nichts, wofür die SPD sich loben kann, sondern die sollten sich eigentlich schämen, dass man sie erst dazu zwingen musste. Und dass die dann auch nur das Allernötigste umgesetzt haben.
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#3 NeinAnonym
  • 25.05.2020, 13:17h
  • Antwort auf #1 von Fennek
  • Nein. Es sind eben nicht "de facto" zwei verschiedene Dinge. Damit haust du in genau die gleiche falsche Kerbe wie der BGH, der "Biologie" und "Empfindung" trennt und gegenüberstellt. De facto, wie du so schön schreibst, ist das Wort "empfunden" in der Wortwahl des BGH komplett irreführend. Es handelt sich nicht um eine Empfindung, wie kalt oder warm, die heute so und morgen so ist. Es ist vielmehr eine tiefgreifende Gewissheit über das eigene Dasein. Und diese Gewissheit, und das ist der entscheidende Punkt!, ist erstens absolut gleichwertig mit der Biologie (gemeint ist hier der Phänotyp!) und zweitens ebenso verankert im Körper und Sein eines Menschen wie Geschlechtsmerkmale und damit ebenso Teil seiner Biologie!
    Das Urteil des BGH und die Unterscheidung von trans* und inter* beruhen auf einem trans*- und inter*phoben Verständnis. Sie werten trans* gegenüber inter* ab, weil sie dem trans* Menschen nach wie vor die Einbildung (und damit eine psychische Störung) attestieren. Nichts anderes ist im Übrigen m.E. mit dem Begriff "empfunden" gemeint. Es fällt dem Unwissenden bloß nicht so negativ auf... Da der BGH und die Psychiatrie usw. aber besessen sind vom messbaren und daher vermeintlich! objektivierbaren Befund, weil er ihre Kontrollsucht befriedigt, muss man diesen Befund bei trans* in der psychiatrischen Diagnostik verzweifelt herbeizuführen versuchen.
    Da aber, und das ist wissenschaftlich absoluter Konsens, auch trans* (binär und nicht binär) fester und nicht wegzutherapierender Bestandteil des eigenen Seins sind, ebenso wie sicht- und messbare Körperlichkeiten, bedarf es juristisch auch keiner Unterscheidung=Diskriminierung.
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#4 Ach jaAnonym
  • 25.05.2020, 13:30h
  • Antwort auf #2 von Jasper
  • Ach ja Jasper .... Dich hätte ich ja beinahe vergessen. Du gehörst ja auch dazu.
    Da Ihr ja auch immer so füreinander antwortet, kann ich meine weiteren Ausführungen auch direkt an Dich richten.

    Niemand will Euch dazu bringen SPD zu wählen, aber wenn es einen Regierungswechsel geben soll, der diesen Namen verdient, wird die SPD an diesem beteiligt sein.
    Nämlich auf jeden Fall dann wenn die Union nicht mehr dabei ist.

    Also ihr möchtet gerne dass homofreundliche Parteien gestärkt in die drohende nächste CDU geführte Koalition gehen?
    Hab ich das richtig verstanden?
    Dann sagt doch wenigstens klar und deutlich, dass man dann also Grün wählen soll.
    Denn das ist nämlich die einzige Partei die sowohl für GRR/RRG als auch für schwarz(gelb)- grün zur Verfügung steht.
    Ob die dann, besonders bei der schwarz-grünen Option, genug Rückgrat haben, unsere partikularen Erwartungen zu erfüllen?
    Hoffen wir es gemeinsam.
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#5 LinusAnonym
  • 25.05.2020, 13:46h
  • Wieso kann die Politik nicht einfach mal das umsetzen, was Betroffene, Verbände, Ärzte und die gesamte Wissenschaft fordern? Und was auch eine Mehrheit der Bürger möchte... Und was auch niemandem schadet und niemandem etwas wegnimmt...

    Das muss der Politik doch selbst auf den Senkel gehen, immer wieder diese unerledigten Dinge aufzuschieben, immer wieder daran erinnert zu werden, immer wieder negative Schlagzeilen zu haben, immer wieder deshalb Wähler zu verlieren, etc.

    Das wäre doch auch für die viel besser und angenehmer, wenn sie diese ganzen LGBTI-Themen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, die eh irgendwann kommen werden und die auch die deutliche Mehrheit der Bürger hinter sich wissen, einfach mal alle erledigt sind. Und wenn man sich dann vollständig und ohne Ablenkung Themen wie Klimawandel, Sozialsystem, Wirtschaftspolitik, etc. widmen kann und sich ganz darauf konzentrieren kann.

    Ich verstehe echt nicht, warum man nicht einfach etwas umsetzt, was alle Betroffenen, alle Experten und die Mehrheit der Bürger will. Und was obendrein auch wirtschaftlich dem ganzen Land nützen würde...
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#6 Carsten ACAnonym
#7 FennekAnonym
  • 25.05.2020, 14:08h
  • Antwort auf #3 von Nein
  • "Nein. Es sind eben nicht "de facto" zwei verschiedene Dinge."

    Doch sind es. Deshalb gibt es zwei unterschiedliche Bezeichnungen mit zwei verschiedenen Definitionen.

    Intersexualität:
    es gibt in einem Individuum die Geschlechtsmerkmale (müssen nicht nur Penis, Vagina, Hoden, o.ä. sein, sondern kann auch auf Gen-Ebene sein), verschiedener Geschlechter. Also z.B. das, was man früher Hermaphroditen nannte.

    Oder auch gar nicht eindeutig zuordnungsbare Geschlechtsteile.

    Transsexualität:
    Es gibt ein biologisch eindeutig zuordnungsbares Geschlecht. Aber das Individuum hat dennoch nicht das Geschlecht, das der körperlichen Ausstattung entspricht, sondern die Person hat dennoch ein anderes Geschlecht oder kann sich keiner binären Einordnung anschließen.

    Das ist auch nicht "empfunden" oder sonstwas, sondern real.

    Es ist z.B. nicht so, dass eine "Transfrau", die als Mann geboren wurde, als Frau "fühlt", "empfindet" oder sonstwas. Und das ist eben auch keine "Transfrau". Sondern das ist eine Frau. Punkt. Die eben zufällig als Laune der Natur mit einem Penis und Hoden geboren wurde.

    Aber dennoch sind Inter- und Transsexualität halt verschiedene Dinge.

    Aber:
    wie gesagt, sollten die rechtlichen Auswirkungen dennoch identisch sein.

    Und noch eine Bitte:
    Du schreibst: "De facto, wie du so schön schreibst, ist das Wort "empfunden" in der Wortwahl des BGH komplett irreführend."

    Das habe ich aber nie geschrieben. Ich sehe das zwar genau wie Du, aber bitte schiebe anderen nicht Zitate unter, die gar nicht von ihnen stammen.
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#8 JasperAnonym
  • 25.05.2020, 14:23h
  • Antwort auf #4 von Ach ja
  • Ohje, da kommt schon wieder die SPD-Propaganda-Truppe mit ihren Verschwörungstheorien. Schon mal als Vorwarnung für alle anderen: als nächstes kommt jetzt die Beteuerung, dass man ja gar nicht in der SPD sei, aber dennoch gegen die Ungerechtigkeit gegen diese arme Partei einstehen müsse. Und so weiter, und so fort...

    Was dieser SPD-Propagandist nicht kapiert oder nicht kapieren will:

    Wenn hier mehrere Leute was gegen die SPD haben, ist das keine Veschwörung oder sonstwas. Sondern es gibt offenbar einfach sehr viele Menschen, die so über die SPD denken. Wie man ja auch an den Wahlergebnissen und Umfragen für die SPD ablesen kann.

    Die SPD ist von ca. 40% +/- x zu einer Partei geworden, die sich aktuell schon freut, dass sie dank der Corona-Krise wieder von den monatelangen 13% auf 15% gestiegen sind. Ist ja schön, dass die sich über 2 Prozentpunkte mehr freuen, aber dabei vergessen, dass sie immer noch 25 Prozenpunkte unter damaligen Zeiten liegen.

    Und dann wundert sich "Ach ja" oder wie auch immer er/sie sich heute nennt, darüber, dass gerade auf einer LGBTI-Seite auch besonders viele Leute nicht gut auf die SPD zu sprechen sind.
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#9 JawohlAnonym
  • 25.05.2020, 14:46h
  • Antwort auf #4 von Ach ja
  • Eigentlich sollte man zwar den SPD-Trollen, die ständig versuchen, inhaltliche Diskussionen auf Meta-Diskussionen abzulenken, damit nicht zu viel inhaltliche Kritik an der SPD im Netz zu finden ist, gar nicht antworten.

    Merke: Don't feed the trolls.

    Aber zu einer Sache muss ich dann doch auch mal was sagen:

    >>>>> Ob die dann, besonders bei der schwarz-grünen Option, genug Rückgrat haben, unsere partikularen Erwartungen zu erfüllen? <<<<<

    1.

    Menschenrechtsfragen sind keine "partikularen Erwartungen". Ich weiß, dass ihre Untätigkeit innerhalb der SPD gerne so rechtfertigt wird, um die Basis zu beruhigen. Aber nur weil die SPD das immer wieder intern wiederholt, macht es das nicht wahrer.

    Gleichheit ist ein demokratisches Grundprinzip. Da sollte man für eintreten, egal wen und egal wie viele es betrifft.

    Denn wer LGBTI-Themen zu Partikular-Interessen macht, wie die SPD das tut und wie Du das nachbetest, zeigt letztlich nur, dass man der Meinung ist, es gäbe Menschen 1. und 2. Klasse. Für die einen gelten demokratische Grundprinzipien, für andere nicht, weil es zu wenige sind.

    2.

    Ob die Grünen gegenüber der Union bei LGBTI-Themen härter bleiben als die SPD, werden wir sehen müssen. (Falls es überhaupt zu Schwarz-Grün käme.)

    Aber eines ist sicher:
    die SPD hat bereits gezeigt, dass sie es nicht ist. Sondern dass sie alles durchwinken, was die Union ihnen vorsetzt.

    Also wieso sollten dann nicht mal andere Parteien die Chance bekommen, zu zeigen, ob sie mehr Rückgrat haben?!

    Zumal die Grünen bereits in mehreren Landesregierungen mit der Union gezeigt haben, dass sie auch die Union zu Zugeständnissen zwingen können. Und wer mehr Forderungen umsetzen will, muss dann eben die Grünen noch stärker machen.

    3.

    Es geht im ersten Schritt darum, eine erneute Groko zu verhindern. Also sollte man, wenn man keine erneute Groko will, weder Union noch SPD wählen.

    Für welche Koalitionen es dann rechnerisch reicht und wie man sich dann einigt, werden wir nach den Wahlen sehen. Aber dafür muss als erstes mal die Groko weg. Das gelingt aber nur, wenn Union und SPD nicht stark genug werden, dass es wieder für eine Groko reicht. Denn sobald es für eine Groko reicht, wird sie auch kommen. Selbst wenn die SPD wieder mal vorher kategorisch ablehnt (siehe letzte Wahl).
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#10 Ach jaAnonym
  • 25.05.2020, 14:55h
  • Antwort auf #8 von Jasper
  • Mein(e) Lieber/Lieben,

    das ist ja wirklich goldig.
    Verschwörungstheorien!?!?
    Es benötigt keine Verschwörung weder als Theorie noch in Realität um im Online Bereich zu agitieren und als aufmerksamer Beobachter den oder die Agitatoren zu bemerken.
    Schreibstil, Formulierungen, Namensgebung sowie akkumuliertes Auftreten in Blöcken.

    Ich benutze übrigens auch tatsächlich ab und an andere Nicks. Aber nicht zu diesem Thema.
    Da bei Euch ja alle Beiträge, egal in welchem Bereich sie bei Queer.de verortet sind, immer auf Groko und SPD herauslaufen, würde eigentlich ein Nickname genügen.

    Und nochmals auch wenn Ihr/Du die Frechheit besitzt, zu behaupten ich wäre in der SPD.
    Nein: Da bin ich ausgetreten und zwar genau wegen Hartz IV.

    Und das es viele LGBTI gibt die was gegen die Politik der mitregierenden SPD haben, geschenkt.
    Die wenigsten davon sind Online Agitatoren.
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#11 GerritAnonym
  • 25.05.2020, 14:56h
  • "LSVD: Unterscheidung zwischen Trans- und Intersexualität ist verfassungswidrig"

    Leider macht unsere schwarz-rote Bundesregierung so manches, was verfassungswidrig oder auch völkerrechtswidrig ist.

    Z.B. verstößt es gegen Art. 1 GG, dass man nur einen Teil der Opfer von Gehirnwäsche, die wissenschaftlich belegt massive Schäden verursacht, schützt.

    Oder dass man LGBTI in Verfolgerstaaten abschiebt, verstößt gegen Art. 16 GG und gegen die internationalen Asyl-Konventionen.

    Das von Union und SPD in der ersten Merkel-Groko verabschiedete AGG verstößt gegen Art. 3 GG, weil es Kirchen explizite Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung erlaubt.

    Die Vorschriften der Koalitionsdisziplin, dass demokratisch gewählte Abgeordnete so abstimmen müssen, wie es ihre Parteiführung vorgibt, verstößt gegen Art. 38 GG.

    Etc. etc. etc.

    Bei solchen Parteien, die immer wieder gegen das Grundgesetz verstoßen (gerade auch wenn es um LGBTI geht) wird das die herzlich wenig interessieren, wenn sie es noch ein mal mehr tun.
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#12 Ach jaAnonym
  • 25.05.2020, 15:13h
  • Antwort auf #9 von Jawohl
  • Aus dieser Beitrag stammt höchstwahrscheinlich aus der gleichen Feder.

    Für die Mehrheit der Wähler sind diese Forderungen leider Partikularinteressen.
    Sie sehen die Menschenrechtsverletzung in den bestehenden Diskriminierungen überhaupt nicht.
    Gleichwohl sind es für mich genauso wie für Euch Menschenrechtsverletzungen.

    Und:
    "Denn wer LGBTI-Themen zu Partikular-Interessen macht, wie die SPD das tut"

    Wo hat die SPD das gesagt?
    Wer das so ähnlich gesagt hat waren außerhalb von Union und AfD Sigmar Gabriel, Boris Palmer und Sarah Wagenknecht.
    Allesamt bedeutende Vertreter der SPD.
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#13 Carsten ACAnonym
  • 25.05.2020, 15:32h
  • Antwort auf #12 von Ach ja
  • Schon vergessen, dass Sigmar Gabriel mal eine nicht unwichtige Figur der SPD war?

    Schon Herta Däubler-Gmelin vergessen?

    Oder was Gerhard Schröder über LGBTI-Themen dachte, nachdem die Wahl vorbei war?

    Aber lass und einfach in Ruhe mit Deinem Getrolle...

    Und jetzt kannst Du wieder spekulieren, wer hier alles angeblich unter einer Decke steckt. Du machst nur Dich selbst lächerlich und niemanden sonst.
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#14 SosoAnonym
  • 25.05.2020, 15:44h
  • Antwort auf #12 von Ach ja
  • 1. DU hast von "Partikular-Interessen" gesprochen. Andere haben nur darauf reagiert.

    2. Dass unsere Rechte für die SPD tatsächlich nur "Partikular-Interessen" sind, liegt doch auf der Hand. Wenn man das als grundlegende Menschenrechte ansehen würde, würde man nicht eine Koalition eingehen, wo man diesbezüglich einfach mal komplett auf alles verzichtet.

    Sowas ist doch für die SPD nur "Gedöns" (O-Ton Gerhard Schröder).

    Übrigens könnte man neben den oben genannten noch viele weitere nennen: Peer Steinbrück, Wolfgang Clement, etc. die ganz offen gesagt haben, dass es wichtigere Themen als LGBTI-Themen gäbe. (Nicht, dass die bei den angeblich "wichtigeren" Themen bessere Politik gemacht hätten...)
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#15 Ach jaAnonym
  • 25.05.2020, 15:45h
  • Antwort auf #13 von Carsten AC
  • Alle Vögel sind schon da!
    Wer sich hier lächerlich macht, ist gerade durch Eure konzertierte Aktion offensichtlich.

    Dass Sigmar Gabriel bei der SPD ist, ist auch dem ach so dummen "Ach Ja" bewußt.
    Nichtsdestotrotz habe ich ihn erwähnt, eben in Verbindung mit den andren Beiden um die Weitläufigkeit dieser falschen Ansicht zu offenbaren.
    Ich habe auch den Gedönskanzler Schröder, wegen dem ich die SPD verlassen habe und die gute Hertha nicht vergessen.
    Leider ist die Auffassung dass LGBT-Rechte Partikularinteressen sind weit verbreitet.

    Aber die SPD hat das im Gegensatz zu Deiner/Eurer Behauptung nicht als Parteilinie deklariert.
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#16 FaktenlageAnonym
  • 25.05.2020, 15:48h
  • Antwort auf #10 von Ach ja
  • Ist es jetzt schon wie Du sagst "Agitation", wenn man auf die Faktenlage hinweist?

    Fakt ist und bleibt nun mal:

    Wer einen Politikwechsel will, darf nicht die Union und auch nicht die SPD wählen.

    Denn erstens muss eine erneute Groko verhindert werden. Die darf schon rechnerisch gar nicht möglich sein, weil sie sonst sehr wahrscheinlich wieder käme.

    Und zweitens sollten dann LGBTI-freundliche Parteien in eine Koalition (egal ob mit der Union oder der SPD) möglichst stark reingehen.
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#17 ursus
  • 25.05.2020, 16:16h
  • Antwort auf #3 von Nein
  • "auch trans* (binär und nicht binär) fester und nicht wegzutherapierender Bestandteil des eigenen Seins sind,"

    Ich kann nachvollziehen, weshalb das Argument der Unveränderbarkeit und Unverfügbarkeit der geschlechtlichen Identität hier eingesetzt wird.

    Ich persönlich würde aber einen Schritt weiter gehen: Auch dann, wenn wir alle unsere Geschlechtsidentität tatsächlich verändern und frei bestimmen könnten, müssten wir alle das Recht haben, diese so anerkannt zu bekommen, wie wir selbst das wollen. Ich sehe das analog zur Homosexualität: Selbst wenn ich mich entscheiden könnte, Sex mit Frauen toll zu finden (was ich nicht kann), muss ich das Recht haben, Sex mit Männern zu haben.

    Ich habe immer ein komisches Gefühl dabei, mich bei Diskussionen über Freiheitsrechte allzu stark und ausschließlich auf das Argument des unverfügbaren Festgelegtseins zu stützen. Aber ich bin mir der unterschiedlichen Diskussionslage bzgl. trans bewusst, das soll nur ein Gedankenanstoß sein.

    Davon abgesehen: Wir gehen hier mehr oder weniger schon wieder alle davon aus, dass es nur darum geht, wie man welche Geschlechtseinträge bekommen kann. Die Option, auf Geschlechtseinträge staatlicherseits komplett zu verzichten (wie es sogar das BVerfG vorgeschlagen hat) , scheint wohl gar nicht vorstellbar?
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#18 NeinAnonym
  • 25.05.2020, 16:30h
  • Antwort auf #7 von Fennek
  • Vielleicht habe ich mich nicht gut genug ausgedrückt:
    1.) Das "wie du so schön schreibst" bezog sich lediglich auf die Worte "de facto"
    2.) Ob hinter inter* und trans* verschiedene Phänomene stecken, spielt eigentlich keine Rolle für die Beurteilung der Entscheidung des BGH. Da sind wir uns ja einig, dass keine Diskriminierung vor dem Gesetz zulässig ist.
    3.) Es gibt durchaus die Ansicht, dass es sich bei trans* um eine Form von inter* handelt, bei der das Gehirn/die Seele/die innere Gewissheit auf der einen und die Körpermerkmale auf der anderen Seite bezüglich der üblichen Kategorisierung differieren.
    Und selbst wenn man dieser Ansicht nicht folgt, ist es m.E. nach nicht sinnvoll trans* und inter* zu trennen. Wann immer man das versucht zu begründen, geht es nicht ohne trans* Menschen zu unterstellen, sie hätten "eigentlich ein BIOLOGISCH EINDEUTIGES Geschlecht, aber..."
    Das empfinde ich als mehrfach falsch.
    a) das Wissen um das eigene Geschlecht ist Teil der individuellen Biologie. Und da gehört eben nicht nur der Körper dazu. Insofern hat man als trans* Mensch kein von der inneren Gewissheit abtrennbares biologisches Geschlecht. Sondern man hat eben SEIN Geschlecht. Mit allem was dazu gehört. Biologie ist weit mehr als nur Körperlichkeit.
    b) eindeutig= kategorisierbar in eine der beiden tradierten Möglichkeiten männlich oder weiblich. Aber auch trans* Menschen haben ein eindeutiges Geschlecht, genauso wie inter* Menschen. Nämlich ihrs. Bei trans* und/oder inter* von uneindeutigem Geschlecht zu sprechen wertet sie gegenüber dem "eindeutigen=normalen" Cismenschen ab und pathologisiert ihr Geschlecht.
    c)diese Äußerung macht eine Hierarchie auf, wonach Körperlichkeiten (und hier sind dann wieder exklusiv die messbaren Anteile gemeint) mehr zählen als Wissen über die eigene Geschlechtlichkeit. Genau wegen dieser Hierarchie "dürfen" inter*Menschen im Sinne des BGH ja etwas weniger demütigend davon kommen, weil ihr messbar "uneindeutiger" Körper mehr wiegt als die "Uneindeutigkeit" von trans*Menschen.
    d)aus aktivistischer Sicht macht zusammen kämpfen eh mehr Sinn!

    So jedenfalls meine Sicht auf die Dinge.
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#19 NeinAnonym
  • 25.05.2020, 16:37h
  • Antwort auf #17 von ursus
  • Ich stimme dir völlig zu.
    Auf die Unveränderbarkeit zu pochen, erschien mir hier sinnvoll um den Graben, der zwischen inter* und trans* immer wieder aufgemacht wird und zur Begründung herangezogen wird, warum der eine so und der andere so vorgehen muss um seinen Eintrag zu kriegen, etwas zu füllen.
    Und ja: Der Eintrag gehört ganz dringend komplett gestrichen! Nur dürften wir davon noch Lichtjahre entfernt sein...
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#20 Ach jaAnonym
  • 25.05.2020, 17:23h
  • Antwort auf #16 von Faktenlage
  • "Wer einen Politikwechsel will, darf nicht die Union und auch nicht die SPD wählen."

    Wer einen echten Politikwechsel will muss
    "Die Linke" wählen.
    Aufgrund vieler Unstimmigkeiten, Putin, Nato, etc. eigentlich nicht meine Partei.

    Aber wer einen grünen Kanzler möchte ..und den könnte ich mir sehr gut vorstellen... braucht eine starke Linkspartei, denn dass die Grünen nächstes Jahr stärker als die Union werden, ist kaum anzunehmen.
    Dass die Linken oder die SPD stärker als die Grünen werden, ist auch nicht wirklich wahrscheinlich.
    Die SPD kann/muss da nur noch der Mehrheitsbeschaffer für eine Regierung DIESSEITS der Union werden.
    Darum möchte ich der völligen Vernichtung der SPD lieber nicht ins Auge sehen müssen, zumal von deren Anhängern wie Ihr ja selbst wisst nicht alle nach Grün oder Links abwandern werden, wenn die SPD im Orkus ist.
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#21 Ganz einfachAnonym
  • 25.05.2020, 18:54h
  • Für mich ist die Sache ganz einfach:

    Wenn eine Regierung nicht endlich diese Ungerechtigkeit beendet und neue Regeln beschließt, werde ich die Parteien aus dieser Regierung nicht mehr wählen können.

    Ich bin zwar nicht trans- oder intersexuell, aber solche Parteien, die Menschen grundlos unterdrücken, werden auf meine Stimme nicht mehr zählen können.

    Wenn andere das mit ihrem Gewissen vereinbaren können: bittesehr. Aber ich könnte das nicht.
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#22 NevermindAnonym
  • 26.05.2020, 08:09h
  • Man sollte sich mal mit den Argumenten gegen einen selbstbestimmten Geschlechtseintrag beschäftigen. Irgendwelche muss es da ja geben, könnte das zu Missbrauch führen? ich weiß es nicht, aber Gründe müssten vorhanden sein. Und die muss man widerlegen oder entkräften bzw. einen Kompromiss finden.
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#23 N8EngelProfil
#24 FaktenAnonym
  • 26.05.2020, 09:51h
  • Ob es der SPD-Propaganda-Truppe passt oder nicht:

    Fakt ist, dass die SPD der Union auch hier wieder die Mehrheiten für eine transphobe Politik sichert.
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#25 Ach jaAnonym
  • 26.05.2020, 10:48h
  • Antwort auf #24 von Fakten
  • Wo bitte ist denn hier eine SPD-Propagandatruppe?
    Ich bin doch der Einzige in diesem Thread, der der SPD zumindest nicht das völlige Verschwinden gewünscht hat.
    Dazu stehe ich auch.
    Ich werde sie nicht wählen, aber ich möchte kein Deutschland ohne diese Partei.
    Mag sein das das Sentimentalität gegenüber der Partei von Otto Wels und Willy Brandt ist, aber egal!
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#26 KaiJAnonym
  • 26.05.2020, 11:30h
  • Eine Recherche ist mir jetzt zu zeitaufwendig. Ich meine aber, dass das Bundesverfssungsgericht in nahezu allen Urteilen, wohl zum Partnerschaftsgesetz, wie selbstverständlich die Begrifflichkeit "Variante der Geschlechtsentwicklung" als eine berechtigte autonome Festlegung durch die eigene Person benutzt hat. Damit hat das Bundesverfassungsgericht dies' damals, also schon mehr als 10 Jahre, als Gesetz gesehen bzw. schon längst zum Gesetz gemacht. In seinem Urteil zur 3. Geschlechtsoption konnte sich das Gericht der perfekten verfassungsgemässen Argumentation der Kläger*in nicht entziehen, hat diese ausführlich in seiner Urteilsbegründung aufgenommen und kam zu seinem Kernsatz, dass jeder Mensch das Recht hat, sein Geschlecht frei zu bestimmen. Das Gericht schwankte aber in seiner Urteilsbegründung zwischen dieser selbst festgestellten verfassungsrechtlich richtigen Nutzung der Berifflichkeit und und der medizinisch veralteten,biologistischen hin und her und wies dann eine Woche später sogar noch die Beschwerde eines transsexuellen Menschen mit Verweis auf das Transsexuellengesetzes ab. Wenn meine Erinnerung so richtig ist, wäre es wichtig, diese Widersprüche bei einer jetzt erneuten Beschwerde ausführlich heraus zu arbeiten, so dass das Gericht aufgrund dieser Offensichtlichkeit wieder zu seiner alten Haltung zurückkommen muss und endgültig festlegt, was auch mittlerweile die Wissenschaft sagt, dass jeder Mensch sein Geschlecht selbst bestimmt, und das verfassungsmäßige Recht dazu hat er eben allemal. Eine noch öffentlichkeitswirksamere Herausstellung der Sachverhalte durch den LSVD könnte da nützlich sein.
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#27 KaiJAnonym
  • 26.05.2020, 12:46h
  • Zur Stellungnahme des BVT*:
    Für einen selbstbestimmten Geschlechtseintrag nach dem Pesonenstandsrecht bedürfte es wohl nur der Streichung des Absatzes zur Beibringung eines ärztlichen Attestes und eben der Streichung des Transsexuellengesetzes.
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#28 56James35Anonym
  • 26.05.2020, 12:58h
  • Wer etwas Positives vom Bundesverfassunggericht erwartet, lügt sich in die eigene Tasche. Der neue Chef des BVG soll lgtiphob sein.
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#29 NevermindAnonym
  • 26.05.2020, 13:36h
  • Antwort auf #23 von N8Engel
  • Das würde mir sicher nicht ausreichen um die Benachteiligung von Transmenschen zu begründen, aber über solche Argumente müsste man diskutieren. Was ich meine ist, dass man solche Regelungen nicht aus Freude an der Diskriminierung schafft, sondern weil da auch Gründe dafür oder dagegen sprechen. Die Leute vom LSVD und vom dgti müssten sich mit denen im Justizministerium, die damit befasst sind, zusammensetzen und Lösungen dafür suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das nicht irgendwie hinbekommen kann.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#30 KaiJAnonym
  • 26.05.2020, 14:02h
  • Antwort auf #28 von 56James35
  • Mit der auf Vorschlag der Grünen in den Senat nachrückenden Richterin ist die alte Richterkonstellation mehr als austariert. Und das Gericht muss sich gegenüber den von mir vermuteten und dargestellten Sachlagen stellen, könnte über solche nicht einfach hinweg gehen ohne an Renommee zu verlieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#31 lolaAnonym
  • 26.05.2020, 17:30h
  • Auch ich verurteile den Begriff "empfundene Intersexualität".
    Die Unterscheidung zwischen trans- und intergeschlechtlichen Menschen bei den Verfahren zur Änderung des Geschlechtseintrags ist aber nicht verfassungswidrig. Das ist ein Mangel der Gesetzgebung, was der BGH ja auch bemängelt hat.

    Für uns intergeschlechtlichen Menschen, Menschen mit einer von Geburt an vorliegenden Variation der Geschlechtsentwicklung ist folgendes zu bemängeln:
    Der Begriff "Intersexualität" wird nur noch von einer Minderheit in Deutschland verwendet. Es ist echt verletzend dass ihr diesen Begriff weiterhin verwendet.

    Liebe LSVD: Wieso habt ihr einen solchen Titel gewählt? Wieso redet ihr ohne sprachliche Rücksicht über uns statt mit uns?

    Intergeschlechtliche Kinder werden häufig in der Kindheit verstümmelt weil sie nicht in das biologische Schema "männlich/weibleich" passen.
    Aber aufgrund des Urteils kann nach geltendem Recht jede Person, ob intergeschlechtlich oder trans einen Eintrag "divers" erreichen, als Person mit einer Variation (PSTG) oder als trans Person (TSG).
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red.: Der LSVD verwendet den Begriff "Intersexualität" in seiner Pressemitteilung nicht selbst.
#32 TheDadProfil
  • 26.05.2020, 20:43hHannover
  • Antwort auf #3 von Nein
  • ""Nein. Es sind eben nicht "de facto" zwei verschiedene Dinge. Damit haust du in genau die gleiche falsche Kerbe wie der BGH, der "Biologie" und "Empfindung" trennt und gegenüberstellt.""..

    Natürlich sind das 2 Dinge..
    Das ist aber irrelevant, denn nach dem Gleichbehandlungsgebot in Artikel 3 müssen sie gleich behandelt, respektive muß gleich verfahren werden..

    Das birgt hier nun aber auch die Gefahr in sich, das Intergeschlechtliche und Non-Binäre Menschen künftig den gleichen Verfahren unterworfen werden könnten wie sie jetzt schon Trans*-Menschen aufgezwungen sind..

    Eine Horror-Vorstellung, denn es gilt immer noch das derzeit in Teilen verfassungswidrige TSG abzuschaffen, und neue Regelungen zum Personenstandsgesetz zu schaffen, und nicht Intergeschlechtliche und Non-Binäre zu einer Art "Trans-Mensch 2.0" zu machen.

    ""Es handelt sich nicht um eine Empfindung, wie kalt oder warm, die heute so und morgen so ist.""..

    Vorsicht mit solchen Vergleichen..
    "warm" und "kalt" sind 2 Empfindungen (!) und ein gefühlter Unterschied zwischen beiden Empfindungen definiert eben NICHT die eigene Definition von Geschlechtsidentität, eben gerade weil "warm" und "kalt" als feststehende Begriffe genauso konstant sind wie "mann" oder "frau" oder eben auch "divers"..

    Es geht auch gar nicht um die Frage nach "männlich" oder "weiblich", oder der zusätzlichen Option "divers", sondern um die Frage wieso Staat TROTZ der kürzlich eingeführten Dritten Option immer noch an der Binären Einteilung festhalten will, und allen die die Option "divers" wählen wollen, Steine n den Weg legt ?
    Warum versucht Staat die Gruppe derjenigen die die Dritte Option wählen könnten möglichst gering zu halten ?
    Was genau spricht dagegen neben "weiblich" und "männlich" noch ein weiteres Spektrum an Möglichkeiten einzuräumen und diese ALLEN die das wollen zugänglich zu machen ?

    Weil es die Gesellschaft überfordert ?
    Oder bloß die Politik ?
    Oder bloß die "Religionen" ?
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#33 TheDadProfil
  • 26.05.2020, 20:49hHannover
  • Antwort auf #12 von Ach ja
  • ""Für die Mehrheit der Wähler sind diese Forderungen leider Partikularinteressen.""..

    Das ist einfach falsch..
    Denn der Eintrag in das Geburtsregister betrifft ALLE Bürger*innen, ob sie sich das bewußt machen oder nicht, macht es noch lange nicht zu "Partikularinteressen" !

    Allein aus dem Eindruck heraus
    "das interessiert die anderen doch sowieso nicht"
    eine Sache wie Menschenrechte und Bürgerrechte zu solchen "Partikularinteressen" zu erklären ist für die Diskussion darüber einfach nicht hilfreich !
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#34 TheDadProfil
  • 26.05.2020, 20:57hHannover
  • Antwort auf #23 von N8Engel
  • ""Eine Begründung dagegen, die immer wieder angeführt wird, ist das Straftäter sich durch einen Wechsel des Geschlechtseintrages und Namensänderung der Strafverfolgung entziehen könnten.""..

    Es gab da mal einen Fall in dem sich ein "argentinischer Beamter" durch den Wechsel des Geschlechtseintrages" den Zugang zur Rente mit 60 Jahren für Frauen sichern wollte..

    Das klärt dann immer noch nicht das Problem weshalb eigentlich Frauen mit 60, Männer aber mit 65 in Rente gehen dürfen..

    Und dort liegt dann auch die Krux, denn der Geschlechtseintrag führt irgendwann und irgendwo vielleicht zu Benachteiligungen, Diskriminierungen und/oder Unterdrückungen, und da muß die Frage geklärt werden, wieso eigentlich..

    Sich mit der Absurdität befassen zu wollen ob dadurch vielleicht ein Bankräuber ins Ausland flüchten könnte ist der völlig falsche Ansatz, und damit auch nicht Teil der Lösung..

    Der so formulierte Ansatz paßt aber mit Sicherheit in eine Argumentations-Strategie der UNION, das muß man zugeben..
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#35 KaiJAnonym
  • 26.05.2020, 21:09h
  • Antwort auf #31 von lola
  • Deine Auffassung kann ich nicht teilen. Die Verfahren halte ich in ihrer Unterscheidung und jeweils in sich selbst für verfassungswidrig. Ich sehe als gültige Rechtslage, dass spätestens nach dem Urteil zur 3. Geschlechtsoption und Inkraftreten des neuen Personenstandsrechts entgegen dem BGH-Urteil jeder Mensch das Recht hat unter Umgehung der Beibringung eines ärztlichen Attestes seinen Geschlechtseintrag selbst zu bestimmen.
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#36 N8EngelProfil
  • 26.05.2020, 22:38hWenden
  • Antwort auf #32 von TheDad
  • Das birgt hier nun aber auch die Gefahr in sich, das Intergeschlechtliche und Non-Binäre Menschen künftig den gleichen Verfahren unterworfen werden könnten wie sie jetzt schon Trans*-Menschen aufgezwungen sind..

    Da muss ich drauf reagieren. Genau das gab es bereits. Bis 2010 war die Diagnose "Verdacht auf Intersexualität" Ausschlusskriterium in der medizinischen und rechtlichen Behandlung . Als Intersexueller Person stand nur der Weg einen "Irrtum bei der Eintragung des Geschlechts" zweifelsfrei nachzuweisen. Ab 2010 wurde das Ausschlusskriterium gestrichen, Intersexuellen stand plötzlich auch das Verfahren nach TSG offen. Es gab sogar eine Politikerin, die sich dafür feiern lassen wollte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#37 KaiJAnonym
#38 TheDadProfil
  • 29.05.2020, 11:46hHannover
  • Antwort auf #36 von N8Engel
  • Danke für die Info..

    Das sich Intergeschlechtliche einem Verfahren nach dem TSG haben unterwerfen KÖNNEN war mir aber bewußt..

    Die Krux an der Geschichte ist doch hier daß sie sich jetzt quasi dazu gezwungen sehen müssen, mindestens dann, wenn ihre "körperlichen Abweichungen" nach außen hin gar nicht offenbar sind, wie bei vielen Menschen die eine Varianz im Chromosomensatz aufweisen, der unter einfachen Bedingungen nicht weiter auffällt, weil das nie irgendwo getestet wird..

    Es gibt dort z.B die Varianzen XXY, oder XXYY, und das variiert bis hin zu 10 mal X plus YY, und auch anders herum..

    de.wikipedia.org/wiki/XYY-Syndrom

    Bei vielen Menschen mit diesen Polysomien, bekannteste Variante ist das Klinefelder-Syndrom, kann man auch mit solchen Nicht-binären Empfindungen rechnen, obwohl sie rein körperlich als "rein männlich, rein weiblich" gelten, und eine Intergeschlechtlichkeit bei der Geburt eben nicht festgestellt wurde..

    Und diese Menschen könnten jetzt in das TSG -Verfahren gezwungen werden..
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#39 HaelyAnonym
  • 04.06.2020, 15:08h
  • Transgender bezieht sich auf gender. Intersex bezieht sich auf Sex körperliche Geschlechtsmerkmale.
    Diese beiden zum Vorteil der Transpolitik gleich zu machen, ist eine Unsichtbarmachung von Intergeschlecht.
    Die dritte Option ist notwendig, um die Zuweisung intergeschlechtlicher Kinder in ein binäres Geschlecht und die darauffolgenden angleichenden Behandlungen zu stoppen.
    Als nichtbinäre Transperson werde ich lieber ein (wenn auch stark Reformierungsbedürftiges) TsG nutzen, als Intergeschlechtlichen Menschen dieses lebenswichtige Gesetz zu sabotieren.
  • Antworten » | Direktlink »

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