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Krug & Schadenberg

Lesbischer Verlag erhält Gütesiegel der Bundesregierung

Krug & Schadenberg gehört zu jenen Verlagen, die den Deutschen Verlagspreis und 20.000 Euro vom Bund erhalten. Die Macherinnen des lesbischen Verlages versprechen jetzt "aufregende neue Buchprojekte".


Kulturstaatsministerin Monika Grütters verkündete am Montag in einer Videobotschaft die drei Sieger

Insgesamt 66 kleine und unabhängige Verlage aus ganz Deutschland sind von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet worden. 60 von ihnen erhalten dafür ein Preisgeld von je 20.000 Euro, darunter auch der lesbische Verlag Krug & Schadenberg. Drei Verlage – der Architekturfachverlag DOM publishers sowie die Literatur-Verlage Liebeskind und Matthes & Seitz – dürfen sich wegen besonderer Leistungen sogar über ein Preisgeld von je 60.000 Euro freuen, drei Verlage mit hohem Umsatz erhalten ein undotiertes Gütesiegel.

Twitter / BundesKultur

"Wir singen, tanzen, jubilieren!!!", erklärte Andrea Krug von Krug & Schadenberg angesichts der Auszeichnung. "Schade, dass wir in diesen Zeiten keine große Party für und mit unseren VerlagsfreundInnen und LeserInnen schmeißen können", so Krug weiter. "Aber wir schmieden bereits Pläne für aufregende neue Buchprojekte zur Bereicherung der lesbischen Leselandschaft, die dank Verlagspreis jetzt realisierbar werden."

Der "Verlag für lesbische Literatur" war am 1. Mai 1993 von der Grafikerin Dagmar Schadenberg und der Lektorin Andrea Krug gegründet worden. Das erste veröffentlichte Buch war "Susie Sexperts Sexwelt für Lesben" von der amerikanischen Beraterin Susie Brights (Spitzname: Susie Sexpert). Krug & Schadenberg bieten heute Romane, Krimis, Erzählungen, Porträts, Sachbücher und Ratgeber zu allen Themen rund um das lesbische Leben an. Eine aktuelle Veröffentlichung ist etwa der Roman "Der schottische Bankier von Surabaya" von Ian Hamilton.


Der Verlagspreis wurde dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen. Die Sieger waren von einer unabhängigen Fachjury unter Vorsitz der Germanistin und Literaturkritikerin Dr. Insa Wilke ausgewählt worden. Der Etat für den Preis wurde dabei 2020 von der Bundesregierung um 500.000 auf zwei Millionen Euro aufgestockt. Die ursprünglich für Montag in München geplante feierliche Verleihung musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Stattdessen wurde eine Videobotschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters veröffentlicht. (dk)



#1 FinnAnonym
  • 25.05.2020, 14:49h
  • Schön. So ein kleiner, engagierter Verlag kann mit 20.000 Euro schon viel anfangen.

    Noch schöner wäre es aber, wenn man aus Förderung unabhängiger Verlage keinen Wettbewerb machen würde, sondern wenn alle kleinen, unabhängigen Verlage gefördert würden.

    Denn jeder, der sich auch heutzutage gegen die Großen der Branche, gegen Amazon & Co behauptet und der einen Teil zu kultureller und informatorischer Vielfalt leistet, hat es verdient zu überleben.
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#2 KleinverlegerAnonym
  • 25.05.2020, 15:40h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Statt wenigen Verlagen als Feigenblatt einen Preis zukommen zu lassen, wäre vielen kleinen Verlagen schon ein großer Dienst erwiesen, wenn das Steuerrecht radikal vereinfacht würde.

    Das muss gar nicht mal weniger Abgabenlast bedeuten, aber dass man nicht ständig in irgendwelche Fallen tappt, die dann später Strafen nach sich ziehen. Und alleine dieser bürokratische Aufwand frisst schon enorm viel Zeit und Kraft.

    Und vor allem auch, dass die Großen, die sich eigene Steuerabteilungen leisten können, auch faire Steuern zahlen müssen und nicht ihre Steuern immer weiter "optimieren", während wir Kleinen brav die vollen Steuern zahlen und dann wegen kleiner Form-Fehler auch noch happige Strafen zahlen müssen.

    Das gilt aber auch für andere Branchen.
    In Deutschland hat man immer das Gefühl, der Staat will gar nicht, dass zu viele Leute sich selbständig machen und selbst ihr Glück in die Hand nehmen. Das ist denen ganz recht, wenn sie mit irgendwelchen Großkonzernen kungeln können und alle anderen nur in abhängiger Arbeit sind.

    Anders kann ich mir nicht erklären, dass gerade Selbständigen und Kleinunternehmern immer so viele Steine in den Weg geworfen werden. Das ist in anderen Staaten ganz anders: da freut man sich über so engagierte Leute und unterstützt das sogar noch. Damit sie irgendwann dann auch Arbeitsplätze schaffen.
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