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Mittelamerika

Ehe für alle in Costa Rica: Erste Hochzeit live im TV

Um Mitternacht trat in Costa Rica die Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare in Kraft. Kurz darauf gaben sich Daritza Araya und Alexandra Quirós live im staatlichen Fernsehen das Ja-Wort.


Daritza Araya und Alexandra Quirós gaben sich in der Nacht zu Dienstag kurz nach Mitternacht das Ja-Wort (Bild: Screenshot TV)

In Costa Rica ist die erste offiziell anerkannte gleichgeschlechtliche Ehe Mittelamerikas geschlossen worden. Die Hochzeit zwischen den beiden Frauen Daritza Araya und Alexandra Quirós wurde live im staatlichen Fernsehen übertragen – nach einer dreistündigen Sendung zur Feier des historischen Schrittes samt Countdown. Die Zeremonie begann kurz nach Mitternacht (Ortszeit) in der Nacht zum Dienstag – ab diesem Moment war die zivile Ehe für alle in Costa Rica möglich.

Facebook / Teletica.com | Die Hochzeit im Livestream

Ehe für alle vom Verfassungsgericht angeordnet

Das Verfassungsgericht des Landes hatte die gleichgeschlechtliche Ehe im November 2018 für legal erklärt und eine Frist von 18 Monaten bis zum Inkrafttreten gesetzt (queer.de berichtete). Vorausgegangen war eine Empfehlung des Interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte, der seinen Sitz in Costa Rica hat und von zahlreichen Ländern Lateinamerikas anerkannt wird (queer.de berichtete).

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Dies sei ein bedeutender sozialer und kultureller Wandel, sagte Staatspräsident Carlos Alvarado in einer Ansprache an die Nation. Dank eines Jahrzehnte langen Kampfes erkenne nun das Land die Rechte an, die die LGBTI-Community schon immer verdient habe. "Mögen die Empathie und die Liebe der Kompass sein, der uns erlaubt, voranzukommen und ein Land aufzubauen, in dem für all uns Menschen Platz ist", twitterte der Sozialdemokrat.

Twitter / CarlosAlvQ

Rund vier Fünftel der Bevölkerung von Nord- und Südamerika leben damit inzwischen in Ländern, in denen die Ehe für alle anerkannt wird – dazu zählen die USA, Argentinien, Brasilien und Kolumbien. Allerdings gibt es auf dem Doppelkontinent noch immer einige Staaten, die gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe stellen, darunter Guyana und Jamaika. (cw/dpa)



#1 FortschrittlichAnonym
  • 26.05.2020, 09:53h
  • Schön, dass jetzt auch Costa Rica der Riege der fortschrittlichen Staaten angehört, wo Grundrechte für alle Bürger gelten.

    Damit ist jetzt Costa Rica weiter als manche EU-Staaten.
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#2 VergleichAnonym
  • 26.05.2020, 10:33h
  • >>>>> Dies sei ein bedeutender sozialer und kultureller Wandel, sagte Staatspräsident Carlos Alvarado in einer Ansprache an die Nation. Dank eines Jahrzehnte langen Kampfes erkenne nun das Land die Rechte an, die die LGBTI-Community schon immer verdient habe. "Mögen die Empathie und die Liebe der Kompass sein, der uns erlaubt, voranzukommen und ein Land aufzubauen, in dem für all uns Menschen Platz ist" <<<<<

    Welche klugen Worte!!

    Mal zum Vergleich:
    welcher Kommentar kam nach der Eheöffnung in Deutschland von Angela Merkel?
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#3 Ralph
  • 26.05.2020, 11:26h
  • Antwort auf #2 von Vergleich
  • Tja, sie gab sofort noch mal zu Protokoll, dass sie dagegen war und ist. Aber auch der Bundespräsident, dessen Sache es zuallererst gewesen wäre, schwulen Bürgern und lesbischen Bürgerinnen zu gratulieren und die Gleichstellung als bedeutenden Akt der Verwirklichung ihrer Menschenrechte zu würdigen, tat nichts dergleichen. Beschämend, wenn man Vergleiche mit manchen anderen Ländern zieht, z.B. Obama in den USA. Akzeptanz von Schwulen und Lesben ist und bleibt in Deutschland ein Pfui-Bäh-Thema, von dem das Staatsoberhaupt sich fernhält und das führende Politiker weiter als Irrweg, ja gar als Angriff auf Volk und Reich - äh... Gesellschaft und Staat (hüstel) diffamieren.
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#4 Girlygirl
  • 26.05.2020, 14:04h
  • Antwort auf #3 von Ralph
  • Ja, das stimmt. In Deutschland sind es überwiegend Angehörige der benachteiligten Gruppe selbst, die sich für ihre Rechte einsetzen. Barack Obama (der ja ein heterosexuell verheirateter Familienvater ist) hat sich bereits am Anfang seiner Amtszeit selbst als Feminist und Befürworter von LGBT Rechten bezeichnet. Sogar bei seiner Rede zur Amtseinführung hat er die Gleichstellung von LGBT als Ziel genannt. In Deutschland dagegen...juckt keinen. Witzigerweise sind die bekanntesten homosexuellen Politiker ja aus dem konservativen und rechtem Spektrum. Ich rede von Jens Spahn und Alice Weidel, die wahrscheinlich bei jedem "Ich bin nicht homophob, ich habe homosexuelle Freunde"-Argument gemeint sind.
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#5 GerritAnonym
  • 26.05.2020, 16:33h
  • Antwort auf #3 von Ralph
  • Ja, nach der Eheöffnung hat Angela Merkel eilig (und immer wieder) klargestellt, dass sie dagegen war und dagegen bleiben wird.

    Aber wie Du schon richtig sagst, haben sich auch andere nicht mit Ruhm bekleckert. Die Minister (sowohl von Union als auch SPD) haben quasi komplett geschwiegen und auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner (SPD) war ganz still.

    Naja. Muss jeder seine eigenen Schlüsse draus ziehen. Ich habe meine gezogen.
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#6 DramaQueen24Profil
  • 26.05.2020, 16:37hBerlin
  • Die Mittelamerikaner wissen, wie man ein bedeutendes Ereignis in Szene setzt, und vom Feiern haben sie auch ne Ahnung. Freu mich auf jeden Fall, dass wieder eine katholische Bastion gefallen ist.
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#7 je mehr desto besserAnonym
  • 27.05.2020, 10:59h
  • Je mehr Staaten die Ehe öffnen, desto besser.

    Denn erstens können dann umso mehr Menschen in den Genuss dieser Gleichstellung kommen.

    Und zweitens sehen mit jedem weiteren Land die anderen Staaten, dass das kein Weltuntergang ist, sondern dass das diesen Staaten sogar nützt.
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