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Schwerpunkt
ARD feiert Diversity-Tag: "Vielfalt ist unser Auftrag"
Die öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten setzen angesichts des achten Deutschen Diversity-Tages ein Zeichen für Vielfalt, Teilhabe, Fairness und Respekt.

Die trans WDR-Journalistin Georgine Kellermann, hier bei ihrem Coming-out in der "Aktuellen Stunde", wird anlässlich des Diversity-Tages in der "Lokalzeit Ruhr" porträtiert (Bild: Screenshot WDR)
- 26. Mai 2020, 08:11h 3 Min.
Die ARD-Sender behandeln angesichts des Diversity-Tages am 26. Mai das Thema Vielfalt in ihren Radio- und TV-Kanälen. Der Diversity-Tag ist ein Projekt der 2006 gegründeten Charta der Vielfalt, der inzwischen alle neun Landesrundfunkanstalten beigetreten sind.
"Vielfalt ist unser Auftrag. Die ARD macht Programm für alle Menschen in Deutschland", erklärte dazu Eva-Maria Michel, die Vorsitzende des Diversity-Beirates des Westdeutschen Rundfunks. "Die Vielfalt unserer Angebote lebt von den unterschiedlichen Perspektiven und Talenten in den Sendern. Es gehört daher zu unserem Selbstverständnis in der ARD, dass wir Vielfalt und Chancengleichheit unserer Mitarbeiter*innen fördern und für eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung einstehen."
Die Sender legen verschiedene Schwerpunkte in ihren Regionalprogrammen. Die Primetime des gemeinsamen Hauptprogramms Das Erste bleibt allerdings mit der Ausstrahlung der üblichen Familien- und Krankenhausserien davon unberührt.
Schwerpunkte in Dritten Programmen
Die "Hessenschau" des HR thematisiert in der Sendung um 19.30 Uhr, vor welchen Herausforderungen Transsexuelle in ihrem Alltag stehen. Der MDR setzt an diesem Tag seine programmlichen Aktivitäten unter das Motto "Stark durch Vielfalt" (queer.de berichtete). In den "Weltbildern", dem Auslandsmagazin im NDR-Fernsehen, geht es ab 23.30 Uhr um einen homosexuellen, buddhistischen Mönch, der als Make-up-Stylist in Japan berühmt wurde.
/ hessenschauTony und Tara aus Darmstadt haben zusammen ein Kind. Doch in der Geburtsurkunde darf nur die Mutter stehen. Der Grund: Tony ist divers. Das Ehepaar hält das für eine Diskriminierung und will rechtlich dagegen vorgehen. #Diversityhttps://t.co/dsFrOqwJ9F
hessenschau (@hessenschau) May 26, 2020
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Im rbb-Fernsehmagazin "zibb" erkennt das Publikum bei einer Mitmachaktion über meinrbb.de, wie vielfältig es selbst ist. Im SR-Fernsehen untersucht um 19.20 Uhr der "aktuelle bericht", welche Rolle das Geschlecht in der Arbeitswelt spielt. Im WDR-Fernsehen berichtet Georgine Kellermann, die Leiterin des WDR-Studios Essen, über ihre Erfahrungen nach ihrem Coming-Out als trans – sowohl online als auch in der Lokalzeit Ruhr um 19.30 Uhr. Das SWR-Fernsehen berichtet unter anderem am Nachmittag um 14.45 Uhr in der Sendung "Eisenbahn-Romantik" über "Pink Rail", eine rote Ferkeltaxe der Baureihe 172, die mit 60 homosexuellen Eisenbahnfans aus ganz Deutschland, aus der Schweiz und sogar aus Norwegen unterwegs ist.
Mehrere Schwerpunkte in Radiosendern
Auch im Rundfunk geht es um Vielfalt: So realisiert Radio Bremen bei Bremen Zwei, dem Kultur- und Informationsprogramm eine Wochenserie namens "Diversity heißt…" Der Bayerische Rundfunk untersucht, wie vielfältig die Stadt München als Arbeitgeber ist. Der Radiosender SR 1 porträtiert unter anderem ein lesbisches und ein schwules Paar, die zusammen zwei leibliche Kinder im Kita-Alter haben und diese in einer Großfamilie aufziehen. Das Wirtschaftsmagazin "Profit" fragt auf WDR 5 um 18.05 Uhr: "Wie divers sind die Vorstände deutscher Unternehmen?"
/ SRKommunikationAnlässlich des #DiversityDay am Dienstag, 26. Mai, berichtet der #SR ausführlich über #Vielfalt im #Saarland. https://t.co/go9C0SKasO pic.twitter.com/VXOjqkREQ8
Saarländischer Rundfunk (@SRKommunikation) May 22, 2020
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Die Charta der Vielfalt haben bereits mehr als 3.300 Unternehmen unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich, alle Beschäftigten die gleiche Wertschätzung und Förderung entgegenzubringen, "unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität". Der Verein zur Charta für Vielfalt steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. (pm/dk)
/ ChartaVielfaltEinen frohen 8. Deutschen Diversity-Tag wünscht auch unsere Geschäftsführerin @ahardenberg Wir freuen uns auf einen Tag voller spannender Inspirationen und toller Aktionen. #Vielfaltverbindet #DDT20 #FlaggefürVielfalt pic.twitter.com/6NuOWF5m0y
Charta der Vielfalt (@ChartaVielfalt) May 26, 2020
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"Vielfalt ist unser Auftrag. Die ARD macht Programm für alle Menschen in Deutschland"
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Die Sender legen verschiedene Schwerpunkte in ihren Regionalprogrammen. Die Primetime vom gemeinsamen Hauptprogramm Das Erste bleibt allerdings mit der Ausstrahlung der üblichen Familien- und Krankenhausserien davon unberührt.
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Wenn die ARD wirklich ein Programm für ALLE Menschen in Deutschland machen will, dann genügt es nicht, LGBTI-Inhalte nur in den Regionalprogrammen zu bringen, sondern dann gehören die auch in den Hauptsender.
Und zwar nicht nur an einem einzelnen "Diversity-Tag" des Jahres, sondern das ganze Jahr hindurch.
Auch LGBTI zahlen GEZ-Gebühren, dann haben wir auch ein Anrecht darauf, dass LGBTI-Inhalte in den öffentlich-rechtlichen Sendern den Anteil haben, den LGBTI auch an der Gesellschaft haben.
Mal ganz abgesehen davon, dass das auch unabhängig von den Zahlungen eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass öffentlich-rechtliche Sender die reale Welt abbilden.