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Fritz Keller

DFB-Präsident: "Rechtes Gedankengut" hat keinen Platz im Fußball

Der Deutsche Fußballbund will "Flagge für Vielfalt" zeigen – auch mit einer klaren Ansage gegen Rechts.


Verbandschef Fritz Keller: "Wer eine rechte Partei wählt, ist im Fußball falsch" (Bild: © Olaf Kosinsky / wikipedia)

DFB-Präsident Fritz Keller hat in einem am Montag veröffentlichten Interview der "Initiative Gesichter der Demokratie" klargestellt, dass der deutsche Fußball mit "rechtem Gedankengut" nichts am Hut habe. "Gegen rechte Parolen schreiten wir mit aller Härte ein. Denn wer rechtes Gedankengut hat oder eine rechte Partei wählt, ist im Fußball falsch", erklärte der Fußballfunktionär aus Freiburg im Breisgau, der seit Herbst 2019 den größten nationalen Sport-Fachverband der Welt anführt.

Keller fuhr fort: "Der Fußball steht für Verständigung – nicht für Ausgrenzung. Für Vielfalt, für Integration, für Akzeptanz und Toleranz. Diese Werte sind mit rechten Positionen nicht vereinbar." Man lade "jeden ein mitzumachen". "Wer sich zu unseren Werten bekennt, den nehmen wir in unserer Gemeinschaft auf. Und die ist viel reizvoller als eine Ideologie, die Hass und Negativität verbreitet", so Keller.

Auf Twitter veröffentlichte der DFB anlässlich des achten Deutschen Diversity-Tages am Dienstag sein Logo in Regenbogenfarben und erklärte: "Macht mit und zeigt #FlaggefuerVielfalt!"

Twitter / DFB

Homophobie derzeit weit verbreitet im Fußball

Allerdings ist Fußball in der Wirklichkeit noch immer ein oft homophober Ort: Erst letztes Jahr attestierte das Gericht des sächsischen Fußballverbandes schulterzuckend, dass Homophobie "fußballtypisch" sei (queer.de berichtete). Auch homophobe Banner sind immer wieder in Stadien zu sehen – etwa wenn Fans des Spitzenteams Borussia Dortmund die Anhänger von Schalke 04 auf einem Transparent als "Schwuchteln" diffamieren (queer.de berichtete).

Zudem hat sich bislang noch nie ein in der Bundesliga aktiver Spieler als schwul geoutet. Coming-outs erfolgen – wie im Fall von Thomas Hitzlsperger – erst nach dem Ende der Spieler-Karriere. Auf Twitter versucht allerdings derzeit ein angeblich schwuler Zweitligaspieler, Kollegen für ein Coming-out zu gewinnen (queer.de berichtete). Dazu sucht er per Stellenanzeige Mitstreiter*innen wie "Coming-out-Berater". (dk)

Twitter / gayBundesligas1



#1 FelixAnonym
  • 26.05.2020, 16:10h
  • Wie oft ich das schon gehört habe...

    Aber solange den großen Worten keine Taten folgen...
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#2 EngelchenSHProfil
  • 26.05.2020, 22:40hKiel
  • Das Bekenntnis ist richtig. Rechtes Gedankengut ist im Fußball leider weit verbreitet.
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