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Kommentare zu:
Spahn will Blutspende-Verbot für Schwule nicht lockern


#1 w3tgsdnoAnonym
  • 26.05.2020, 19:52h
  • "Männer, die Sex mit Männern haben, als Personen eingestuft, "deren Sexualverhalten ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare schwere Infektionskrankheiten birgt""

    Ist doch logisch, wenn zwei monogam zusammenlebende Männer mit Kondom vögeln, dann ist das Infektionsrisiko deutlich höher als wie wenn ein Mann in einer nicht so treuen Beziehung mit seiner Freundin ohne Kondom vögelt. Logisch!

    Doch nicht logisch? Dann wird mir Jensi "Möchtegern-Kanzler" Spahn diese konkrete Ungleichbehandlung doch bestimmt plausibel öffentlichen erklären. Also, Jensi, schieß los, ich bin auf deine Antwort gespannt!
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#2 FliegenAnonym
#3 JasperAnonym
  • 26.05.2020, 21:01h
  • Komisch, dass das in anderen Staaten problemlos geht. Herrschen in Deutschland andere wissenschaftliche Gesetze als im Rest der Welt?
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#4 Carsten ACAnonym
  • 26.05.2020, 21:42h
  • Und was ist mit den Schwulen, die zwar nicht enthaltsam leben, die aber nur Safer Sex (also Nutzung von Kondomen oder ungefährliche Sexpraktiken wie z.B. gegenseitiges wichsen) machen?

    Und was ist mit promisken Heteros, die sich durch die Damenwelt vögeln?

    Und was ist mit Leuten (egal ob hetero oder homo), die schlicht falsche Angaben machen (z.B. weil sie das Geld brauchen oder die Absurdität aufzeigen wollen)?

    Kurz:
    Das ist wieder mal reine Schaufenster-Politik zum Befriedigen der Stammtische.
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#5 HeikoPhAnonym
  • 26.05.2020, 21:43h
  • Vielleicht scheut man die Kosten für zusätzliche HIV-Tests, wenn eine neue Gruppe von Blutspendern dazu kommt?

    Es ist also keine Diskriminierung, wenn heterosexuelle Männer ungeschützten Geschlechtverkehr mit versch. Partnern hatten nur eine Rückstellungszeit von 4 Monaten haben und homosexuelle Männer, die in einer monoganen Beziehung leben, sogar verheiratet sind, pauschal 12 Monate Rückstellung bekommen. Es ist ja auch nicht so, dass es keine Schnelltests gibt.

    Dann würde es mich noch interessieren, auf welche Zahlen er sich beruft. Ob es schon die bereinigte oder noch die, bei denen die Trans*Menschen zu den "Man Sex mit Männern" hineingerechnet wurden. Bis vor einem Jahr, wurde die Gruppe der Tans*Menschen mit in die MSM-Statistik hineingerechnet und erst seit ca 1 Jahr als separate Gruppe gezählt. Sofern ich mich richtig erinnere.
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#6 ColonelAnonym
  • 26.05.2020, 21:51h
  • Antwort auf #3 von Jasper
  • "Problemlos" geht es anderswo auch nicht - sondern zumeist im Zuge von Gerichtsentscheidungen oder mitunter sehr umstrittenen politischen Regelungen.

    Und warum von wissenschaftlichen Gesetzen sprechen? Das ist ein Strohmann, um den es hier doch überhaupt nicht geht. Der BM spricht vielmehr von Risikoerwägungen und die sind nun einmal Abschätzungsfrage, das liegt in der Natur der Sache. Persönlich habe ich als Schwuler damit auch überhaupt kein Problem, solange es wissenschaftlich geboten scheint.
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#7 NevermindAnonym
  • 26.05.2020, 22:26h
  • Antwort auf #4 von Carsten AC
  • >>Und was ist mit promisken Heteros, die sich durch die Damenwelt vögeln?<<

    werden auch für zwölf Monate ausgeschlossen.

    >>Und was ist mit Leuten (egal ob hetero oder homo), die schlicht falsche Angaben machen (z.B. weil sie das Geld brauchen oder die Absurdität aufzeigen wollen)?<<

    Homo- und Heterosexuelle werden hier gleich behandelt. Man vertraut ihnen einfach.
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#8 Carsten ACAnonym
  • 26.05.2020, 22:33h
  • Antwort auf #6 von Colonel
  • "Persönlich habe ich als Schwuler damit auch überhaupt kein Problem, solange es wissenschaftlich geboten scheint."

    Wenn das so wäre, hätte ich damit auch kein Problem. Nur ist es halt nicht wissenschaftlich geboten.

    Denn ob jemand Blutspender sein kann, hat nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun. Ein sexuell aktiver, aber verhütender Schwuler birgt weniger Risiko, als ein promisker, nicht verhütender Hetero, der obendrein aus Geldnot falsche Angaben macht.
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#9 Nur eine FrageAnonym
  • 26.05.2020, 22:38h
  • Ich habe nur eine einzige Frage:

    Wie lange will die SPD diese Partei noch an der Macht halten?
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#10 EngelchenSHProfil
#11 DiskriminierendAnonym
  • 26.05.2020, 22:42h
  • Bei Heteros wird im Fragebogen nur nach häufig wechselnden Sexualpartnern gefragt. (Wieviele das sind, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Ein einzelner Seitensprung kann auch schon eine Infektion nach sich ziehen.)

    Schwule werden dagegen gleich komplett ausgeschlossen, wenn sie die letzten 12 Monate nicht enthaltsam waren. Selbst wenn sie Kondome genutzt haben.

    Das ist nicht nur unwissenschaftlich, sondern diskriminierend.
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#12 CatweazleAnonym
#13 weafgdvfsAnonym
  • 26.05.2020, 23:55h
  • ARBEITSTZEUGNIS für Herrn Jens Spahn:

    "Herr Spahn hat sich zumindest bemüht nach dem Verwerfen des ersten Plans mit zentraler Datenspeicherung einen zweiten Plan für eine dringend benötigte Corona-App zu erstellen, sodass die Corona-App womöglich noch vor der Fertigstellung des Berliner Flughafens BER fertig wird."

    "Herr Spahn zeigte manchmal Interesse am Thema Diskriminierung bei der Blutspende von Männern, die Sex mit Männern haben."

    "Herr Spahn schaffte es in der Corona-Krise schon im dritten Versuch seine Atemschutzmaske richtig aufzusetzen. Die Abstandsregeln im Krankenhausaufzug legte er für sich mit äußerster Kreativität aus."

    "Herr Spahn verfügt in manchen Gebieten über Wissen und legte ein gesundes Selbstvertrauen an den Tag."

    "Herr Spahn zeigte ein großes Ego, wenn es um die Kanzlerkandidatur ging."
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#14 DudelAnonym
  • 27.05.2020, 05:41h
  • Ja ja, das war meine erste diskriminierende Erfahrung die ich gemacht habe: als ich nichts ahnend in unserem Dorf damals zur Blutspende ging und ich zur Seite genommen wurde. Da guckte dann schon jeder, und dann durfte ich nicht weil ich schwul bin.

    Ich will nichts hören von wegen wir hätten zu wenig Blutkonserven! Gar nichts!
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#15 DramaQueen24Profil
  • 27.05.2020, 06:57hBerlin
  • Typisch christliche Argumentation eines Katholiken!
    Dass heterosexuelle genauso fremdpoppen, Drogen nehmen, oder sich den Virus im Krankenhaus holen können, sieht er nicht, will er auch nicht sehen!
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#16 Die WissenschaftAnonym
  • 27.05.2020, 07:37h
  • Antwort auf #8 von Carsten AC
  • MSM haben häufiger STIs als Heterosexuelle, das ist eine epidemiologische Tatsache.

    Dazu gab es auch eine Studie. Der Infektionsdruck bei MSM besteht nicht nur aus HIV, auch HBV, HCV, HTLV-1/2 und Syphilis als Klasse-A-Infektionen sind bei MSM, welche man nach dem selbstberichteten Sexualverhalten mit mittleren bis hohem Risiko einstufen kann, signifikant verbreiteter als bei altersgleichen männlichen wiederholten Blutspendern in den Niederlanden, so die Ergebnisse einer in Clinical Infectious Diseases veröffentlichten Studie. Bei MSM mit geringer Risikoklassifikation ergab sich bezüglich Klasse-A-Infektionen kein Unterschied, aber im Vergleich zu den Blutspendern waren menschliche Herpesviren (CMV, HSV und HHV-8) in allen MSM-Gruppen, also auch denen mit geringem Risiko verbreiteter. Die epidemiologische Signifikanz dieses Ergebnisses bezüglich der Empfängersicherheit ist allerdings unklar.
    Quelle dazu:
    academic.oup.com/cid/article-abstract/68/6/1001/5059684
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#17 swimniAnonym
#18 DamienAnonym
  • 27.05.2020, 09:47h
  • Antwort auf #16 von Die Wissenschaft
  • "MSM haben häufiger STIs als Heterosexuelle"
    Das ist eben die grundlegend falsche Herangehensweise. Richtig könnte sein: MSM mit sexuellen Risikopraktiken haben häufiger STIs als Heterosexuelle mit Risikopraktiken"
    MSM, die Safe-Sex haben, dürften garantiert weniger STIs als Heterosexuelle mit Risikopraktiken haben. Kriterium können also nur Risikopraktiken sein, so wie das bei Heterosexuellen auch angelegt wird. Ansonsten: Hat man denn schon geprüft, ob nicht Menschen mit braunen Augen häufiger STIs haben als Menschen mit blauen Augen? Wäre genau so eine falsche Frage.
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#19 DamienAnonym
#20 saltgay_nlProfil
  • 27.05.2020, 10:42hZutphen
  • Ach ja, die liebe schwule community, wo es nur Bestschwestern gibt. Meine Güte, wie naiv oder dumm sind hier einige Foristen. Jens Spahn ist eine Sparkassenschwuppe aus Ahaus. Hendrik Wüst, bekennende Hete, ist eine absolute Nullnummer aus Rhede, ca. 35 km weiter südlich im selben Landkreis Borken. Beide sind dem Taufschein nach katholisch, aber Beide sind Anhänger der Religion: "Die Egomanen". Sie kennen nur einen Gott, der sind sie selbst. Bedauerlichweise verfügt der Kreis Borken über keine Psychiatrie, aber Bedburg-Hau ist ja nicht so weit. Vielleicht wären sie besser dort aufgehoben. Aber, wenn wir diese Maßstäbe auch an andere Politiker anlegen würden, dann würden die Psychiatrien in der BRD aus allen Nähten platzen.

    Jens Spahn benutzt den dumpfen Katholizismus im Münsterland mit seinen Puff- und Stammtischfantasien um sich an die Macht zu boxen. Da kommt es nicht gut an, wenn der hohe Herr mit einem Mal dafür eintritt, dass Schwule Blut spenden dürfen. Es ist irrational und eben typisch deutsch. Tatsachen spielen nur dann eine Rolle, wenn sie völkisch nutzbar sind. In meinem Familien- und Bekanntenkreis sind mehr Menschen an Hepatitis C gestorben, als an AIDS.
    Komischerweise ist das aber kein Thema für die Blutspende - das ist bizarr, denn die Infektion erfolgte durch Blutübertragung.

    Derr merkwürdige Herr Spahn träumt vielleicht davon eines Tages der Bundesvirenkanzler zu sein. Dann sollte er ruhig weiter die Corona-Krise am Kochen halten, die Folgen tragen eh' nur die Ärmsten in diesem Land, während die Mäzene der CDU dadurch gewinnen.

    Ich denke, es muss etwas mit dem saumäßigen Bildungsstand in der BRD zu tun haben, dass es soviele Dämliche gibt, die für diese Marionetten bei den Wahlen stimmen.

    Ok dumm ist geil und f... gut, aber dann sollen sich die Leute nicht aufregen, wenn sie entsprechend von solchen Halbseidenen geknechtet werden. Eins kann man nur haben.
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#21 FaktenAnonym
  • 27.05.2020, 10:49h
  • Antwort auf #16 von Die Wissenschaft
  • Nein, das ist keine "epidemiologische Tatsache":
    dass bei promisken Schwulen das Risiko höher ist als bei monogamen Heteros ist klar. Aber genauso ist auch das Risiko bei promisken Heteros höher als bei monogamen Schwulen. Also wieso darf der monogame Schwule nicht spenden, der monogame Hetero aber schon?

    Übrigens:
    in den Staaten, wo das Blutspendeverbot abgeschafft wurde, konnte man nicht feststellen, dass jetzt plötzlich Blutspende-Empfänger sich mit irgendwelchen Krankheiten infizieren.

    So viel zu Deinen "epidemiologischen Tatsachen".

    Aber lass Du Dir nur weiterhin die ideologische Politik eines Jens Spahn als "Wissenschaft" verkaufen...

    Denn das macht diese Groko gerne: Sachen als "Wissenschaft", "alternativlos", etc. verkaufen, damit niemand auf die Idee kommt, man etwas kritisch zu hinterfragen.
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#22 FilipProfil
  • 27.05.2020, 11:17hHamburg
  • Wie die meisten User hier auch feststellten: Es ist und bleibt Diskriminierung!
    Denn es genügt ja schlicht und ergreifend in diesem Zusammenhang nur die Frage nach "häufig wechselnden Geschlechtspartnern" und noch die Definition, was häufig sein soll.

    HIV-Test und Syphillis-Screenings werden bei JEDER Blutspende, egal von wem, gemacht. Und das "diagnostische Zeitfenster" lag und liegt auch bei heterosexuell Promisken vor.
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#23 TamakAnonym
  • 27.05.2020, 12:20h
  • Antwort auf #21 von Fakten
  • Hast du die Studie überhaupt gelesen? Offenbar nicht, sonst würdest du nicht solche halbseidenen Strohmänner verbreiten.

    MSM haben bei GLEICHER Promiskuität ein deutlich erhöhtes Risiko. Darüber hinaus wurde selbst bei "low-risk" MSM ein signifikant erhöhtes Risiko für HSV-Viren festgestellt im Vergleich zu Blutspendern. Also am Besten mal aufhören Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

    Davon abgesehn kann ich das Argument "monogame Beziehung" nicht mehr hören! Wenn man bedenkt, dass ein signifikanter Teil der HIV-Neuinfektionen in monogamen Beziehungen stattfand, kann man über dieses gesinnungsethisch aufgeladene "Argument" nur müde lächeln. Jeder Mensch kann nur für sein eigenes Verhalten gerade stehen, nicht für das seines Partners... "Aber mein Partner würde doch niemals..." das haben auch die Männer gedacht, die sich bei ihrem Partner nach einem Seitensprung angesteckt haben. Also hört auf MSM, die in einer monogamen Beziehung ohne Gummi vögeln als "low risk" einzustufen. Die Fakten lassen sich nicht beschönigen.
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#24 NachfrageAnonym
  • 27.05.2020, 13:13h
  • Antwort auf #23 von Tamak
  • "Darüber hinaus wurde selbst bei "low-risk" MSM ein signifikant erhöhtes Risiko für HSV-Viren festgestellt im Vergleich zu Blutspendern."

    Dazu in der verlinkten Studie:
    "The prevalence of class A infections did not differ between donors and qualified lr-MSM but was significantly higher in qualified hr-MSM and unqualified MSM"

    Das ist genau das Gegenteil von dem, was du schreibst.
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#25 DamienAnonym
  • 27.05.2020, 13:16h
  • Antwort auf #23 von Tamak
  • ""Aber mein Partner würde doch niemals..." das haben auch die Männer gedacht, die sich bei ihrem Partner nach einem Seitensprung angesteckt haben. Also hört auf MSM, die in einer monogamen Beziehung ohne Gummi vögeln als "low risk" einzustufen."

    Und warum gilt das deiner Meinung nach nicht genauso für Hetero-Beziehungen?
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#26 Girlygirl
  • 27.05.2020, 13:28h
  • Antwort auf #23 von Tamak
  • "Wenn man bedenkt, dass ein signifikanter Teil der HIV-Neuinfektionen in monogamen Beziehungen stattfand, kann man über dieses gesinnungsethisch aufgeladene "Argument" nur müde lächeln."

    Das setzt voraus, dass wenn zwei Leute sich kennen lernen, einer bereits HIV-positiv ist und den anderen sofort beim ersten Sex ansteckt. Wenn aber beide seit Monaten/Jahren nur miteinander Sex haben und am Anfang beide HIV negativ waren, wird sich das auch nicht plötzlich ändern. Und selbst wenn ein Großteil der HIV-Neuinfektionen in monogamen Beziehungen stattfindet, ist es statistisch wahrscheinlicher, dass der HIV-Positive vor der Beziehung mehrere Sexualpartner hatte, mit denen er ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte.
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#27 NachfrageAnonym
#28 Girlygirl
  • 27.05.2020, 14:00h
  • Antwort auf #25 von Damien
  • Das liegt daran, dass bei Heteros die Frau ein doppelt so hohes Risiko hat sich mit HIV anzustecken, da die Vaginalschleimhaut sehr empfindlich sein kann (z.B. kurz vor der Periode). Darüber hinaus nehmen viele heterosexuelle Frauen die Pille und verlangen dann auch mal kein Kondom von ihrem Sexpartner. Da man aber bei der Blutspende Frauen eh nicht nach ihrer sexuellen Orientierung fragt, spielt das keine Rolle. Diese Leute gehen halt davon aus, dass Hetero Männer keine so große Gefahr darstellen. Dass man bei Männern nach der sexuellen Orientierung filtert, ist sowieso lächerlich. Nach dieser Logik müsste man auch heterosexuellen Frauen das Blutspenden verbieten.
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#29 Ralph
  • 27.05.2020, 14:13h
  • Ich empfinde zwei Punkte als skandalös. Erstens werden heterosexuelle Männer gefragt, ob sie ein möglicherweise eher infektionsgeneigtes Verhalten pflegen, während ein solches bei homosexuellen Männern ohne Weiteres unterstellt wird. Zweitens wird der Begriff der Risikogruppe in völlig anderer Weise gehandhabt als gegenwärtig in der Covid-19-Krise. In letzterer gehört der Risikogruppe an, wer aus verschiedenen sachlichen Gründen besonders gefährdet ist, sollte er infiziert werden. Bei der Blutspende hingegen stigmatisiert der Begriff eine ganze soziale Gruppe, von deren Mitgliedern ein Risiko für die Gesamtgesellschaft ausgehen soll. Der Schwule als gemeine Gefahr. Das ist so falsch wie widerwärtig. Dass sich ausgerechnet ein Schwuler an die Spitze dieser Volksverhetzung setzt, macht die Schande noch größer.
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#30 Ralph
#31 TamakAnonym
#32 NachfrageAnonym
  • 27.05.2020, 16:26h
  • Antwort auf #31 von Tamak
  • siehe # 27
    wo steht in der Studie, dass MSM bei gleicher Promiskuität ein deutlich erhöhtes Risiko haben. Laut verlinktem Abstract wurden nur MSM in lr und hr eingeteilt, nicht die übrigen Spender.
    Und in Bezug auf das Thema, um dass es im Artikel geht, weist die Studie sogar darauf hin, dass MSM lr, also MSM mit niedrigem Risikoverhalten, sich in keiner Weise hinsichtlich von A-Infections (also auch HIV) von anderen Blutspendern unterschieden. Der Ausschluss von lr MSM vom Blutspenden mit der Begründung einer höhren HIV-Gefährdung scheint mir also wissenschaftlich widerlegt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 TamakAnonym
  • 27.05.2020, 16:37h
  • Antwort auf #25 von Damien
  • Weil das Risiko "pro Seitensprung" (wenn man so will) bei MSM um Größenordnungen (hundertfach!) höher ist, als bei Männern die (ausschließlich) Sex mit Frauen haben. Das kann man doof finden, ändert aber nichts an der Faktenlage. Potenziert man dieses erhöhte Risiko das mit der zwar hohen, aber eben nicht zu 100% gegebenen Sensitivität von HIV-Tests, ergibt sich ein erhöhtes Risiko. Dieses erhöhte Risiko ist im Rahmen der Verhältnismäßigkeit natürlich abzuwägen. Wenn man bedenkt, dass die einzigen HIV-Neuinfektionen durch Blutprodukte von MSM stammen, halte ich eine Unterscheidung nach wie vor für vertretbar.
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#34 TamakAnonym
  • 27.05.2020, 16:47h
  • Antwort auf #32 von Nachfrage
  • Sorry, ich habe keine Lust mehr unter diesen Bedingungen zu diskutieren. Erst evident falsche Behauptungen aufstellen (siehe #24) und dann behaupten, die Studie würde eine Unterscheidung wissenschaftlich unhaltbar machen... du scheinst offenbar nur Überschriften zu scannen und leidest offenbar unter dem "confirmation bias". Schönen Tag noch!

    PS: Meine Schlussfolgerung ergibt sich schon daraus, dass Blutspender selbst im Verhältnis zu low-risk MSM ein verringertes Risiko für bestimmte sexuell übertragbare Krankheiten haben (siehe Studie). SELBST WENN man also alle Blutspender konsequent in die low-risk Kategorie für Männer die Sex mit Frauen haben einsortiert (was keinesfalls feststeht), findet man einen signifikanten Unterschied (p<0.001).
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#35 FliegenAnonym
#36 Homonklin_NZAnonym
  • 28.05.2020, 00:18h
  • Nun, der Schachzug ist geschickt, das an die Einschätzungen des RKI zu überantworten. Da müsste dann erst mal eine neue Evaluation her, inwieweit sich das Risikoverhalten verändert hat, dann käme vielleicht eine andere Einteilung zustande, dioe Menschen mit riskantem Sexualverhalten unter Karezzeit stellt, und nicht nach sexueller Orientierung getrtennt, wobei MSM eben auch Bisexuelle oder gelegentlich verarmte Typen, die das Geld brauchen, mit einschließen dürfte.
    Die würden evtl. besser verdienen, wenn sie ihr Blut verticken.

    Da der Bedarf wohl gut gedeckt ist, ist Blut von Schwulen, die mit ihrem BF oder Mann gewöhnlich leben, wohl gar nicht so gefragt. Wozu sich aufdrängen?
    Verkauft das doch lieber da, wo man was dafür kriegt.

    Wozu pauschalisierendes Dafürhalten unterstützen?
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#37 BaerchenProfil
  • 28.05.2020, 10:18hzuhause
  • Na ja, als Positiver wie ich ist es logisch das man nicht spendet, jeder gesunde Mensch sollte jedoch. Ein Herr Spahn "einer von uns" will das Verbot aber nicht lockern... Meine Schwiegermutter hatte da kürzlich das passende Wort für diesen Herrn:"...Nestbeschmutzer..." garnicht so falsch finde ich, mal abgesehen davon dass ich persönlich nicht viel von diesem Kerl halte, mit seinen Aussagen hat er bei mir schon etliche Minuspunkte...
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#38 TheDadProfil
  • 29.05.2020, 12:34hHannover
  • Antwort auf #5 von HeikoPh
  • ""Vielleicht scheut man die Kosten für zusätzliche HIV-Tests, wenn eine neue Gruppe von Blutspendern dazu kommt?""..

    Das ist nur eine Seite der Medaille..

    Würde man "Männer die Sex mit Männern" haben, denn so lautet die Bedeutung von MSM als Risiko-Gruppe den GLEICHEN Regeln unterwerfen wie alle anderen Blutspender, dann gäbe es nicht einmal höhere Kosten, weil keinen zusätzlichen Testaufwand..

    Ein solcher zusätzlicher Testaufwand würde dann auch die Sicherheit ALLER Blutspenden und der daraus hergestellten Produkte erhöhen..
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#39 TheDadProfil
  • 29.05.2020, 12:56hHannover
  • Antwort auf #23 von Tamak
  • ""MSM haben bei GLEICHER Promiskuität ein deutlich erhöhtes Risiko. Darüber hinaus wurde selbst bei "low-risk" MSM ein signifikant erhöhtes Risiko für HSV-Viren festgestellt im Vergleich zu Blutspendern. Also am Besten mal aufhören Äpfel mit Birnen zu vergleichen.""..

    Ein guter Rat..
    Fangen wir damit an und unterlassen die Zuschreibung "Schwul = Promisk", und erkennen an das es Menschen gibt die Promisk sind, was aber nicht ausschließlich auf Schwule Männer zutrifft..

    Machen wir dann weiter mit "erhöhtes Risiko", denn auch das trifft nicht auf Menschen zu die Safer Sex betreiben, und dies dann auch noch in einer Partnerschaft tun..

    Klären wir dann wieso eigentlich bei einem spendewilligen Menschen der MSM betreibt schon EIN Kontakt in 12 Monaten zum Ausschluß führt, bei spendewilligem Hetero aber DREI Kontakte einen Ausschluß erzeugen ?

    Und kommen wir dann mal zu dem Fakt wieso sich hier eigentlich so viele Leute herumtreiben die denken sie müßten bestehende Diskriminierungen immer noch "verteidigen" ?

    Denn genau dort liegt die Grundlage des Problems begraben, das es nämlich Leute gibt die "denken" die Maßnahmen seien gerechtfertigt, obwohl es längst wissenschaftliche Beleg dafür gibt, die zur Überarbeitung dieser Spende-Kriterien zwingen !

    Denn andere Länder haben es BEWIESEN und ihre Spende-Kritierien überarbeitet und entsprechend angepaßt, aber hier gibt es immer noch Leute bis hin zu einem Bundesgesundheitsminister die "denken" dies sei irgendwie unnötig !

    Und hören wir dann damit auf irgendwelche Studien über "erhöhte Risiken" dafür anzuführen eine bestehende Diskriminierung zu rechtfertigen, denn solche Studien taugen vielleicht als Beziehungsratgeber, aber nicht für die praktische Arbeit bei der Blutspende

    ""Jeder Mensch kann nur für sein eigenes Verhalten gerade stehen, nicht für das seines Partners... "Aber mein Partner würde doch niemals..." das haben auch die Männer gedacht, die sich bei ihrem Partner nach einem Seitensprung angesteckt haben. Also hört auf MSM, die in einer monogamen Beziehung ohne Gummi vögeln als "low risk" einzustufen.""..

    Das stimmt..
    Das muß man dann sogar auf einem Formular unterschreiben..

    Doch nun erklär mal wieso ein MSM dann für 12 Monate ausgeschlossen wird, ein Hetero aber nur für 3 Monate ?

    Und erklär mal was das alles mit "Beziehungen und persönlichen Enttäuschungen" zu tun hat ?

    Die man einfach "hochrechnet" und daraus das Mantra entwickelt,
    "wenn der schwule schon zu hause fremd geht, dann lügt er auch bei der Blutspende"..

    Und dann das Ganze mit der Idee garniert Millionen Schwule würden in die Blutspende-Zentren drängen um eine Bevölkerung mutwillig mit allem Möglichem zu infizieren..

    Das ist einfacher verschwörungstheoretischer Unfug !

    Doch weil das von einer Blutspende-Lobby und einem Bundesgesundheitsminister am Leben gehalten wird, wird es dann einfach als "Fakt" hingestellt ?
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  • Anm. d. Red.: Erneut die Bitte, weniger und kürzer zu kommentieren und Diskussionen nicht tagelang zu führen.

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