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Trans-Rechte

Schweiz will Änderung des Geschlechtseintrags für Erwachsene vereinfachen

Ein Parlamentsausschuss hat sich dafür ausgesprochen, künftig auf die Attestpflicht zu verzichten – allerdings nur bei über 18-Jährigen. Für Jugendliche soll es dagegen schwieriger werden, als trans anerkannt zu werden.


Der Ständerat ist die Vertretung der 26 schweizerischen Kantone (Bild: Parlamentarische Dienste / wikipedia)

In der Schweiz soll das Transsexuellenrecht für Erwachsene liberalisiert werden: Im Ständerat, der nationalen Parlamentskammer der Kantone, hat der Rechtsausschuss (Rechtskommission) am Dienstag eine entsprechende Vorlage der Bundesregierung (Bundesrat) mit sieben zu null Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen.

Demnach sollen Transpersonen künftig ihren Geschlechtseintrag auch ohne Zwangsgutachten ändern dürfen. Voraussetzung: Eine Person muss "innerlich fest davon überzeugt [sein], das Geschlecht wechseln zu wollen". Das muss sie schriftlich gegenüber dem Standesamt bestätigen. Derzeit wird für die Anerkennung des eigenen Geschlechts laut der Trans-Organisation TGNS in den meisten Kantonen ein Schreiben von einer medizinischen Fachperson verlangt, in manchen Orten müsse man auch nachweisen, eine bestimmte Zeit in einem bestimmten Geschlecht gelebt zu haben.

Ein Antrag, wonach Jugendliche ohne Zustimmung des Erziehungsberechtigten ebenfalls ihr rechtliches Geschlecht ändern dürfen, wurde knapp abgelehnt. Die Abstimmung im Ausschuss endete fünf zu fünf – Zünglein an der Waage war damit der Ausschssvorsitzende Beat Rieder von der christdemokratischen CVP, der diese Regelung ablehnte. Befürworter*innen der Reform wollten keine Zustimmungspflicht der Eltern, da sich trans Jugendliche oft in schmerzhaften Konflikten mit den Erziehungsberechtigten befänden.

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Trans-Aktivist*innen besorgt um Jugendliche

Die TGNS beklagte, dass sich damit die Lage für trans Jugendliche verschlechtere. "Die Mehrheit will Minderjährigen und Menschen unter Beistandschaft Rechte wegnehmen, die sie heute haben. Sie sollen nicht mehr alleine die Änderung beantragen dürfen", erklärte die Organisation auf Facebook. Man werde weiter für eine bessere Regelung kämpfen. Die Reform für Erwachsene wurde jedoch ausdrücklich begrüßt.

Rechtskommission des Ständerates: Ja, aber nicht für alle Unser Gesetz zur Personenstandsänderung ist von der…

Gepostet von TGNS – Transgender Network Switzerland am Dienstag, 26. Mai 2020
Facebook / TGNS – Transgender Network Switzerland

Der Gesetzentwurf geht nun ins Plenum des Kantonparlamentes. Die 46 Ständerätinnen und Ständeräte sollen nun über die Vorlage abstimmen. (dk)



#1 FinnAnonym
  • 27.05.2020, 11:38h
  • "Demnach sollen Transpersonen künftig ihren Geschlechtseintrag auch ohne Zwangsgutachten ändern dürfen."

    Seht her Union und SPD:
    so einfach ist das.

    Man muss das nur wollen...
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#2 Warum andersoAnonym
  • 27.05.2020, 12:21h
  • Warum ist anderswo immer wieder möglich, was in Deutschland regelmäßig als riesiges Problem verkauft wird?!

    Und auch anderswo geht jeden Morgen wieder die Sonne auf...

    Nur in Deutschland wird immer aus allem ein Riesen-Drama gemacht.

    Hier würde vielen Menschen geholfen und niemandem würde irgendwas weggenommen oder irgendwie geschadet. Und auch die Wissenschaft fordert das. Und selbst die Mehrheit der Bürger ist dafür.

    Wieso kann man das also nicht einfach mal machen?...
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#3 JasperAnonym
  • 27.05.2020, 13:07h
  • Antwort auf #2 von Warum anderso
  • (Auch auf die Gefahr hin, dass die SPD-Propaganda-Truppe jetzt wieder aufschlägt und jede Kritik an der SPD niederbrüllt:)

    Das liegt daran, dass in Deutschland mit der CDU/CSU eine populistische Partei stärkste Kraft ist, die laufend mit Homo- und Transphobie Vorurteile und Ängste schürt, um daraus politisch Kapital zu schlagen.

    Und dass die ein Schoßhündchen wie die SPD haben, die sch zwar gerne LGBTI-freundlich geben, dann aber doch das Gegenteil tun und der CDU/CSU immer und immer wieder die Mehrheiten für ihre homo- und transphobe Politik sichern.
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#4 audeasAnonym
  • 27.05.2020, 17:39h
  • Warum kann Deutschland das nicht auch umsetzen?
    Ach ja, die Regierung hat einen Unterdrückungsfetisch.
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