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US-Studie

LGBTI-Sichtbarkeit in der Werbung erhöht die Akzeptanz

Eine US-Umfrage zeigt, dass Menschen, die in den Medien mit sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten konfrontiert werden, weniger Probleme mit ihnen haben.


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Die Präsenz von Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- oder Intersexuellen in Werbung, TV- und Kino-Produktionen erhöht ihre Akzeptanz in der Allgemeinbevölkerung. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der amerikanischen LGBTI-Organisation GLAAD und des Konsumgüter-Konzerns Procter & Gamble unter über 2.000 erwachsenen US-Bürger*innen im November und Dezember 2019.

Procter & Gamble, mit Ausgaben von mehr als zehn Milliarden Dollar pro Jahr der größte Werber der Welt, versprach angesichts der Zahlen, seine LGBTI-Werbung noch zu steigern. Der Konzern aus Cincinnati besitzt viele weltweit bekannte Marken wie Gillette, Lenor oder Oil of Olaz.

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Einige Ergebnisse: 48 Prozent von denjenigen nichtqueeren Befragten, die in den letzten drei Monaten in den Medien mit sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten konfrontiert worden sind, gaben an, Schwule und Lesben in den letzten Jahren mehr zu akzeptieren. Unter denjenigen, die in den Medien nichts von dieser Gruppe mitbekommen haben, waren es nur 35 Prozent. Diese Diskrepanz ist auch bei der Frage nach Bisexuellen (45 zu 31 Prozent), nicht-binären Menschen (41 zu 30 Prozent) und Transmenschen (44 zu 33 Prozent) festzustellen.



Diese Unterschieden zeigen sich auch bei vielen Szenarien, die abgefragt wurden. So haben Personen, die queere Menschen in den Medien gesehen haben, weniger Probleme mit händchenhaltenden Homosexuellen, dem gleichgeschlechtlichen Hochzeitsfoto eines Kollegen oder wenn sie herausfinden, dass ihr Arzt homosexuell ist.



"Die Ergebnisse der Studie senden eine starke Botschaft an Marken und Medien, dass es gut fürs Geschäft und gut für die Welt ist, wenn man LGBTQ-Menschen in Werbung, Film und im TV zeigt", erklärte GLAAD-Chefin Sarah Kate Ellis. "Gerade während der Covid-19-Pandemie, wenn der Medienkonsum nach oben schießt und Medien wie ein Rettungsring für LGBTQ-Menschen in Isolation sind, sollten Firmen die Qualität und Quantität von LGBTQ in der Werbung verbessern."

Procter-&-Gamble-Sprecher Marc Pritchard versicherte, dass sein Konzern "das LGBTQ-Marketing" weiter ausbauen werde. Man werde dabei darauf achten, keine Klischees zu bedienen. "Wir alle müssen aber noch viel lernen, weil wir noch sehr am Anfang bei der Frage der LGBTQ-Inklusion stehen", so Pritchard. (cw)



#1 FckAfdAnonym
  • 28.05.2020, 16:31h
  • Dass Unwissenheit Angst (vor dem Unbekannten) und Vorurteile erzeugt, ist nichts Neues. Trotzdem schön, es durch die Zahlen in dieser Studie wieder mal bestätigt zu sehen.
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#2 FinnAnonym
  • 28.05.2020, 20:12h
  • Es ist vielfach nachgewiesen, dass Sichtbarkeit die Akzeptanz erhöht. Mehr als alles Gerede.

    Wenn die Menschen sehen, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind, bewirkt das extrem viel.

    Und Werbung hat halt den Vorteil, dass sie sehr viele Menschen erreicht. Auch Menschen, die man mit Filmen, o.ä. nicht erreicht. Und auch Menschen auf dem platten Land außerhalb urbaner Räume.
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#3 Peck_SProfil
  • 29.05.2020, 00:02hFrankenthal
  • Sagt das blos nicht dem Gabalier. Der bekommt noch einen Herzinfarkt. Das arme Manderl traut sich ja gar nicht mehr mit seinem Weiberl aus der Tür...
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#4 THOMas777Anonym
  • 30.05.2020, 01:29h
  • die Darstellung von schwulen in der Werbung war immer sehr schrecklich. Es gab doch mal 2001 etwas ganz vermeintlich innovatives. Das schwule Pärchen aus der Iglo werbung und 1999 schon die EON Werbung mit Veronica Fernes

    aber immer sehr klischeehaft
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