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Homophobe Gewalt

Rafi Rachek von Homohassern bewusstlos geprügelt

Der "Bachelor in Paradise"-Teilnehmer wurde am Dienstagabend in der Nähe des Aachener Weihers in Köln von einer Gruppe Unbekannter erst als "Schwuchtel" beschimpft und dann krankenhausreif geschlagen.


Rafi Rachek wurde durch sein Coming-out bei "Bachelor in Paradise" bundesweit bekannt. Nach dem Überfall zeigte er seine Verletzungen auf Instagram (Bild: TV NOW / privat)

Brutale Attacke in Köln auf einen schwulen Prominenten: Der frühere "Bachelor in Paradise"-Teilnehmer Rafi Rachek wurde am Dienstagabend von Unbekannten beleidigt und bewusstlos geprügelt. Der 30-Jährige machte den Vorfall am Donnerstag als Instagram-Story öffentlich.

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Gegen 23 Uhr sei er nach einem Essen mit Freunden auf dem Weg in die Innenstadt zu seinem Partner Sam Dylan gewesen, berichtete Rachek. "Ich musste pinkeln, bin am Aachener Weiher vorbei und wollte kurz ins Gebüsch." Mehrere Stimmen hätten dann "Schwuchtel" gerufen. Er habe noch seine Hose geschlossen, danach könne er sich an nichts mehr erinnern, so der Fitnesstrainer mit syrischen und kurdischen Wurzeln. "Ich bin da irgendwann im Wald aufgewacht, konnte meinen Arm nicht bewegen und hatte eine Platzwunde am Schienbein."

Gestohlen wurde Rachek nichts. Der Aachener Weiher ist in Köln als schwules Cruisinggebiet bekannt.

"Es waren in jedem Fall mehr als drei Leute"

Unter Schock sei er zu seinen Freunden zurückgekehrt, die ihn sofort ins Krankenhaus gebracht hätten, berichtete der 30-Jährige in der Instagram-Story. Dort zeigte er auch seine behandelten Verletzungen: ein blaues Auge, den rechten Arm in Gips und ein Pflaster auf einer großen Platzwunde am Schienbein.

Anzeige bei der Polizei habe er bereits erstattet. "Es waren in jedem Fall mehr als drei Leute", erklärte Rachek gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Ich hoffe ja noch, dass vielleicht jemand etwas gesehen hat. Ich hoffe, es melden sich noch Zeugen." Die Kölner Polizei hat die Öffentlichkeit bislang nicht über den Vorfall informiert.

Coming-out in der RTL-Primetime

Rafi Rachek mimte 2018 als Teilnehmer der RTL-Kuppelshow "Die Bachelorette" noch einen heterosexuellen Macho. Ein Jahr später kehrte er in "Bachelor in Paradise" auf den Bildschirm zurück und outete sich mitten in der Sendung: "Ich habe akzeptiert, dass ich niemals mit einer Frau glücklich werden kann und dass ich auf Männer stehe", sagte er in der Primetime. Er sei daher in der Show fehl am Platz (queer.de berichtete).

Im letzten Dezember machte Rafi Rachek schließlich seine Beziehung mit "Prince Charming"-Kandidat Sam Dylan öffentlich (queer.de berichtete). Auf Instagram postete er zuletzt mehrere romantische Paarfotos (queer.de berichtete). (cw)



#1 TimonAnonym
  • 29.05.2020, 08:08h
  • Auch wenn es (dank der Blockade von Union und SPD) außerhalb Berlins keine statistische Erfassung homophober und transphober Gewalt gibt, damit man das wahre Ausmaß nicht erkennt, sehen wir hier wieder mal, dass wir in Deutschland nirgends mehr sicher sind.

    Wir brauchen endlich einen kompletten Politik-Wechsel. Besser heute als morgen. Sonst ist es schon bald zu spät.
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#2 gegenGewaltAnonym
#3 FliegenAnonym
  • 29.05.2020, 08:50h
  • So wie in Berlin müsste es die Polizei/ Staatsanwaltschaft die Überfälle erfassen!!!
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#4 Erstmal abwartenAnonym
  • 29.05.2020, 08:56h
  • Noch am Dienstagabend bewusstlos geprügelt und doch schon am Donnerstagmorgen in der Lage, es als Instagramstory zu veröffentlichen und es damit umgehend dem Boulevardmedien-Markt anzubieten...

    Ich finde es absolut richtig, dass die Kölner Polizei sich mit Informationen zurückhält und erst einmal prüft, was wirklich vorgefallen ist. Starlets, die von der Vermarktung ihres Privatlebens geradezu leben, scheinen ja irgendwie überdurchschnittlich oft von Schicksalsschlägen betroffen zu sein. Doch ob dann jedes Mal wirklich was dran ist oder hingegen versucht wird, irgendeine Story mit "viel dichterischer Freiheit" zu erzählen, die dann selbstvermarktungsfördernd Emotionen wie Mitleid auslösen soll, gilt es genau zu überprüfen. Ich erinnere auch nur mal an den Fall Jussie Smollett.

    Homophobe Gewalt ist ein ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft. Jedem Opfer gebührt meine Solidarität. Aber in solchen Fällen wie diesem hier bin ich zunächst skeptisch, ob ein derartiger Hintergrund wirklich vorliegt oder nicht.
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#5 audeasAnonym
  • 29.05.2020, 09:11h
  • Mein Beileid. So kurz nach dem befreienden Coming Out so eine traumatische Erfahrung machen zu müssen ist grausam.
    Und die Regierung macht sich zur Mittäterin.
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#6 swimniAnonym
  • 29.05.2020, 09:19h
  • warum fühlen heten oft nur in der gruppe stark? ist das traurig und feige.
    gute besserung
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#7 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
#8 StatistikAnonym
  • 29.05.2020, 09:29h
  • Antwort auf #3 von Fliegen
  • Ja, was in Berlin dank des Engagements der Polizei stattfindet, sollte eigentlich deutschlandweit der Fall sein.

    Aber obwohl Grüne und Linke schon mehrfach entsprechende Anträge eingebracht haben, wurden diese regelmäßig von Union und SPD abgeschmettert.

    Obwohl in Deutschland sonst jeder Fliegenschiss statistisch erfasst wird, darf die Öffentlichkeit das wahre Ausmaß homo- und transphober Gewalt nicht erfahren. Dann würde man sehen, was Union und SPD mit ihrer Politik anrichten und die wären zum Handeln gezwungen.
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#9 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 29.05.2020, 09:42h
  • Antwort auf #4 von Erstmal abwarten
  • "Noch am Dienstagabend bewusstlos geprügelt und doch schon am Donnerstagmorgen in der Lage, es als Instagramstory zu veröffentlichen und es damit umgehend dem Boulevardmedien-Markt anzubieten..."

    Kaum gibt es einen Bericht über homophobe Gewalt, lesen wir auch schon wieder das klassische Opfer-Blaming. Empathie geht nun wirklich anders. Wie wäre es denn plausibler gewesen? Wenn der Geschädigte erstmal eine ganze Woche im Koma gelegen wäre? Sind wir doch bitte froh, dass die Verletzungen nicht noch schwerer waren.

    Wer in einem queeren Forum die Opfer von Gewalttaten schmäht, sollte sich doch bitte mal überlegen, ob er auf anderen Seiten nicht deutlich besser aufgehoben wäre. Und er_sie war sicherlich auch noch nie selbst Opfer homophober Gewalt, sonst würde er_sie wohl eher nicht so von oben herab daherreden. Ich nenne das unempathisch, unsolidarisch und würdelos. Si tacuisses.
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#10 KritischerInDerWüsteAnonym
  • 29.05.2020, 09:50h
  • Antwort auf #9 von RuferInDerWueste
  • Seit der Jussie Smollett Geschichte, sind viele skeptischer geworden, denn homophobe Gewalt zu faken schadet der Glaubwürdigkeit der wahren Opfern solcher Gewalttaten.
    Und das Influencer und C Promis ein Aufmerksamkeitsbedürfnis haben, allein schon aus beruflichen Gründen, ist ja schon lange bekannt.
    Ich teile die Meinung des Komnentators auch nicht, kann es aber nachvollziehen.
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