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Schwules Netzwerk NRW

Keshet Deutschland erhält die 20. Kompassnadel

Ein Zeichen gegen Homophobie und Antisemitismus: Die diesjährige Kompassnadel geht an die bundesweit einzige jüdische LGBTI-Organisation – wegen der Corona-Krise muss der Preis erstmals online vergeben werden.


Queere Liebe im Zeichen des Regenbogen-Davidsterns (Bild: Keshet Deutschland)

Die queere jüdische Organisation Keshet Deutschland wird dieses Jahr mit der Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW geehrt. Die Auszeichnung wird dieses Jahr zum 20. Mal vergeben. "Keshet bietet in derzeit einzigartigem Umfang eine Plattform für LSBTIQ-Jüd*innen und ihre Lebensrealitäten, und arbeitet daran, die Koexistenz von jüdischer Religiosität und LSBTIQ-Identität damit sowohl in jüdischen Gemeinden als auch in der Mehrheitsgesellschaft sichtbarer und selbstverständlicher zu machen", so die Begründung des Netzwerks.

"Die Vereinbarkeit von Glauben und queerer Identität ist für viele Mitglieder unserer Communitys ein wichtiges Thema", erklärte Jürgen Rausch vom Vorstand des Schwulen Netzwerks NRW. Queere Menschen gehörten zu allen Bereichen der Gesellschaft, auch zu Glaubensgemeinschaften. "Und wie überall sonst sollten sie her mit ihrer ganzen Identität willkommen sein", so Rausch. Die Aktivisten wollen damit auch ein Zeichen gegen Antisemitismus und LGBTI-Feindlichkeit setzen.

Keshet Deutschland wurde Ende 2018 in Berlin gegründet (queer.de berichtete). Der Verein ist bislang die einzige Anlaufstelle für queere Jüdinnen und Juden in der Bundesrepublik.

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Onlinepremiere für CSD-Empfang


Die Kompassnadel wird seit 2001 vergeben (Bild: Schwules Netzwerk NRW)

Wegen der Corona-Krise wird der Preis dieses Jahr nicht wie üblich bei einem CSD-Empfang in Köln verliehen, sondern im Netz: Am 4. Juli laden das Schwule Netzwerk NRW und die Aidshilfe NRW zur Onlinepremiere. Im Rahmen des digitalen Empfangs überreicht Johannes Kram, der Kompassnadelträger 2019, die Auszeichnung an Vertreter*innen von Keshet Deutschland. Darüber hinaus umfasst das Programm politische Beiträge der Vorstände zu aktuellen Themen der queeren Communityarbeit, Einblicke in die Arbeit der Projekte beider Verbände sowie Kulturprogramm. Durch das Angebot führt Oliver Schubert.

Seit 1993 lädt das Schwule Netzwerk NRW im Juli zu einem CSD-Empfang anlässlich des Colognepride ein – seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW. Dabei werden seit 2001 Persönlichkeiten oder Organisationen ausgezeichnet, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen und Lesben verdient gemacht haben. Besonders oft wurden Politiker*innen ausgezeichnet, unter ihnen etwa Claudia Roth (Grüne), Klaus Wowereit (SPD), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) oder Rita Süßmuth (CDU). Preise erhielten auch "heute show"-Erfinder Stephan Denzer, Sexualwissenschaftler Martin Dannecker oder der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger. (pm/dk)



#1 N8EngelProfil
  • 29.05.2020, 15:02hWenden
  • Herzlichen Glückwunsch zum Preis. Es wurde jemand richtiges ausgewählt. Was viele vergessen, ist das auch intersektionale Menschen Teil des Regenbogens sind. Wir brauchen keine Ausschließlichkeit, nur gemeinsam sind wir stark. Werden Intersektionale ausgeschlossen, schwächen wir uns selbst.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 30.05.2020, 11:34h
  • Antwort auf #1 von N8Engel
  • Ob 'intersektional' oder nicht.

    Wir leben nicht im geschichts- und traditionsfreien Raum.

    Deutschland ist nun mal das Land der Wannsee-Konferenz und ein schlecht getarnter Antisemitismus zieht sich hier durch alle Milieus und politischen Lager.

    Deshalb freue ich mich sehr über diese Auszeichnung.
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