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Berlin Nach der Hängung von zwei Jugendlichen offenbar aufgrund ihrer Homosexualität hat die EU mehrfach im Iran interveniert. Dies geht aus einem Schreiben von Kerstin Müller, der grünen Staatsministerin im Auswärtigen Amt, an den grünen Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck hervor, der eine Intervention des Amtes forderte. Laut Müller habe es es eine öffentliche Erklärung der EU vom 26. Juli 2005 gegeben, die die Hinrichtungen in Mashad scharf kritisierte und "das Ergebnis eines Abstimmungsprozesses innerhalb der EU und Teil der Menschenrechtspolitik der Bundesregierung" gewesen sei. Die britische Ratspräsidentschaft habe zudem im August "im Namen der EU im iranischen Außenministerium wegen dieser Hinrichtungen und wegen zweier weiterer Todesurteile in Arak demarchiert, die ebenfalls mit Homosexualität in Verbindung gebracht wurden." Im September habe es eine weitere Demarche gegeben. Für die Respektierung der Menschenrechte im Iran habe sich die Bundesregierung "bilateral und im Rahmen der Europäischen Union" eingesetzt, so Müller laut Beck. Wie groß der deutsche Anteil an dem diplomatischen Vorgehen wirklich ist, bleibt jedoch unklar. Die EU-Initiative ist eine Folge von parlamentarischen Anfragen zweier Abgeordneter, Proinsias De Rossa aus Irland (Sozialdemokraten) und Marco Pannella aus Italien (Liberale). Beck, der die Pressemitteilung gezielt an Homo-Medien versandte, fordert: "Deutschland und die EU dürfen hier auch in Zukunft nicht locker lassen, sondern müssen dem Iran mit Nachdruck die europäische Position verdeutlichen: Todesstrafe sowie Verfolgung aufgrund der sexuellen Identität sind schwerste Menschenrechtsverletzungen. Menschenrechte sind universell, sie gelten für alle Menschen." (nb)

-w-

#1 JuliaAnonym
  • 15.10.2005, 16:19h
  • Es ist gut dass der Iran unter Druck gestzt wird, denn was geschehen ist, ist wohl die schlimmste Menschenrechtenverletzung die es gibt. In ein Land wo die Scharia das wichtigste Gesetz ist, kann es nicht anders dass die Menschenrecht verletzt werden.
    Die Scharia an sich ist schon eine Verletzung.

    Übrigens, innerhalb der EU gibt es auch genug zu tun was Menschenrechten angeht, im Bezug von Homosexualität. Der neue Polnische Premier und Regierung sind sehr Homo- und Lesbenfeindlich. Auch soll die Menschenrechtkommisssion der
    EU die meisten Christliche Parteien mal mahnen die Gesetzgebung für Gleichberechtigung der Homosexueller Menschen nicht länger zu Trainieren. Dies ist auch Diskrimination und Anti-Demokratisch. Sich berufen auf Religion ist meiner Meinung nicht gerecht und darf auch nicht als Maßstab gebraucht werden. Staat und Kirche sind doch Separat, oder doch nicht, nicht echt auf jedem Fall.

    Gruß, Julia.
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#2 LinkerCacheAnonym
  • 15.10.2005, 16:42h
  • Unter Druck setzen ist gut. Allerdings wäre eine Blockade wie im Irak der falsche Weg, denn dann kann die Regierung in Teheran erst recht ihre Wut an der Bevölkerung auslassen.
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#3 AngelpowerAnonym
  • 15.10.2005, 17:34h
  • Julia is terug , groetjes an julia:-)!

    Im Iran gilt nicht die Scharia, sondern nur teilweise...aber ansonsten hast du Recht.
    Allerdings gibt es Lebens- und Homofeindlichkeit auch in Europa und in der EU. Das von dir genannte Polen ist nur ein Staat, dazu gesellen darf sich Rumänien und Bulgarien ( EU Mitglieder ab 2007),die Bakanstaaten und mehrer Staaten des ehemaligen Ostblocks. Vielleicht sollte die EU ml darauf drängen, daß sich die Rechte angleichen und verbindlich werden , bevor man alle Staaten aufnimmt. Bei einigen ist es zu spät die sind schon Mitglied der EU:-)!
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