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Kommentare zu:
"Queer Heroes": Das ideale Coming-out-Geschenk


#1 DramaQueen24Profil
  • 01.06.2020, 05:40hBerlin
  • Für mich sind queere Helden solche, die offen ihr Lebensthema (Homosexualität/Bisexualität/Transgender) behandeln. Und nicht solche, bei denen es erst durch die Forschung herauskommt.
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#2 IckeAnonym
#3 Ralph
  • 01.06.2020, 10:43h
  • Ein Queer-Heroes-Buch, in dem Karl Heinrich Ulrichs unterschlagen wird, erfüllt seinen eigenen Anspruch nicht. Wenn statt dessen Michelangelo und Leonardo auftauchen, dann verharrt es doch eher auf dem Niveau früherer Bücher aus alter Zeit, in denen Kurzbiographien homosexueller Künstler, Literaten, Wissenschaftler, Politiker, Militärs aus der Geschichte gesammelt wurden, z.B. Curt Riess' "Auch Du, Cäsar". Darüber sollten wir heute hinweg sein. Dass der deutsche Sprachraum ausgerechnet durch Marlene Dietrich repräsentiert wird, lässt das Buch zum Witz geraten geraten. Ohne deren schauspielerische Leistungen schmälern zu wollen, stelle ich mir unter Queer Heroes doch nicht sog. Schwulenikonen vor, sondern Leute, die ohne Rücksicht auf die eigene Person für Aufklärung, Gleichberechtigung und Akzeptanz gekämpft haben.
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#4 Peck_SProfil
#5 DramaQueen24Profil
#6 Nicht angemeldetAnonym
#7 Ralph
  • 02.06.2020, 10:36h
  • Antwort auf #5 von DramaQueen24
  • Und was hat sie für uns getan und erreicht?

    Nimm mir's nicht übel, und ich will keineswegs beide Personen auf eine Stufe stellen, aber wenn es allein um die sexuelle Orientierung geht, dann können wir auch Ernst Röhm aufnehmen. (Der hat sogar einen Meilenstein gesetzt: Er war das erste offen homosexuell lebende Mitglied einer deutschen Regierung! - Aus bekannten anderen Gründen kommt er selbstverständlich nicht als Queer Hero in Betracht.)
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#8 EulenspiegelAnonym
  • 02.06.2020, 15:01h
  • So jemand wie Leonarde da Vinci gehört auch da rein - aber nicht nur.

    Insbesonders da er ein Künstler war und kein Heerführer, König ..., also so ein antiker Trump. Alexander der große war auch Schwul, - aber die halbe antike Welt in Trümmer zu legen halte ich nicht als ein Vorbild, eher im Gegenteil.

    Natürlich gab es bei geschichtlichen Personen kein Coming out - weil es noch kein Coming out gab, die Definition "Schwul" gab es gar nicht.

    Nur endlose Indizien wie Sodomieprozesse, aufgeschriebene Gerüchte, Tagebücher - etc.

    Natürlich sollte bei so einem Buch für junge Leute der Fokus auf der Gegenwart liegen, aber ein paar der älteren Einträge sollen zeigen: Uns gab es schon immer.

    PS: Die Mona Lise ist so geheimnisvoll, weil sie, ehmm, ein Geheimnis hat:

    news.artnet.com/exhibitions/mona-lisa-leonardos-lover-salai-
    479783


    Ich fand so etwas in meiner Coming-Out-Phase cool. Alte Gewissheiten die sich plötzlich umkehren.
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