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Polizeibericht

Berlin: Drag-Künstler*innen beschimpft und angegriffen

In Neukölln wurden zwei Personen durch zwei Jugendliche homophob beschimpft und dann unter anderem mit einem Gürtel geschlagen.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßliche Hasskriminalität gezielt publik (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

In der Nacht zum Montag haben eine Frau und ein Mann nach einem offenbar queer-feindlichen Vorfall Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung gestellt. Das berichtet die Berliner Polizei.

Die von der Polizei als 40-jährige Travestiekünstlerin und drei Jahre älterer Travestiekünstler beschriebenen Personen erschienen demnach gegen 22.30 Uhr auf dem Polizeiabschnitt 54 in der Sonnenallee und gaben an, dass sie etwa eine halbe Stunde zuvor auf dem Heimweg in Neukölln in der Flughafenstraße in Richtung Karl-Marx-Straße waren, als sie kurz hinter der Reuterstraße von zwei Jugendlichen homophob beschimpft wurden.

Daraufhin habe sich der 43-Jährige umgedreht und die Jugendlichen angesprochen. Diese hätten ihn jedoch weiter beleidigt und ein Jugendlicher habe seinen Gürtel aus der Hose gezogen und mit diesem auf das Bein des Mannes geschlagen. Auch habe er seinen Döner in Richtung der beiden Angegriffenen geworfen.

Flaschenwurf aus Haus heraus

Wie der Polizeibericht weiter vermeldet, sei etwa zeitgleich aus einem Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Flasche in Richtung der 40-Jährigen und ihres Begleiters geworfen worfen. Diese sei auf der Fahrbahn eingeschlagen und zerbrochen. Anschließend seien die beiden Jugendlichen geflüchtet. Der 43-Jährige habe über leichte Schmerzen am Bein berichtet, eine ärztliche Behandlung sei aber nicht erforderlich gewesen.

Wie bei vermuteter Hasskriminalität üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen. Ebenfalls wie bei Erstmeldungen üblich, machte der Bericht keine weitere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern oder zu den Angegriffenen.

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. (cw/pm)