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Eistänzer aus Frankreich

Guillaume Cizeron outet sich als schwul

Der mehrfache Welt- und Europameister zeigte sich am 17. Mai kuschelnd mit einem Mann – wenig später erzählte er im Interview erstmals etwas über seine sexuelle Orientierung.


Guillaume Cizeron hat mit seiner sportlichen Partnerin Gabriella Papadakis schon etliche Trophäen gewonnen, darunter auch eine olympische Medaille (Bild: Instagram / Guillaume Cizeron)

Der französische Eiskunstläufer Guillaume Cizeron hat vergangene Woche gegenüber dem Magazin "Têtu" zum ersten Mal öffentlich über seine Homosexualität gesprochen. Anlass für das Coming-out war, dass der 25-Jährige am 17. Mai ein Foto auf Instagram veröffentlicht hatte, das zeigt, wie er gemeinsam mit einem Mann auf einem Bett liegt – dieser Mann ist sein Freund, verriet er jetzt.

Cizeron erklärte, er habe sich nie gefühlt, als ob er versteckt lebe. "Daher ist es für mich kein Coming-out." Er habe vorher eben nie die Notwendigkeit gesehen, über seine sexuelle Identität zu sprechen, "aber nicht, weil ich irgendetwas zu verbergen hätte. Ich finde einfach, wir, die LGBT-Community, sollten uns nicht outen müssen."

Weiter erklärte der Wintersportler: "Ich lebe in Montréal – also einer der Städte, in denen man sich als Mitglied der LGBT-Community am freiesten fühlt. Wir tendieren dazu zu vergessen, dass das nicht überall der Fall ist – nicht in Kanada oder anderen Ländern, nicht einmal in Frankreich. Also hat diese Offenbarung einen Grund." In der Vergangenheit habe er nicht über seine sexuelle Orientierung sportlich definiert werden wollen.

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Wenig Details über Cizerons Liebsten

Über seinen Partner will Cizeron nicht viel verraten: "Wir leben zusammen. Er ist Franzose", so der Eiskunstläufer. Außerdem sei er 33 Jahre alt und seit drei Jahren mit ihm liiert. Weitere Details lehnte er unter Verweis auf die Privatsphäre seines Partners ab.

Negative Reaktionen auf seine Ehrlichkeit habe er nicht erfahren, verriet Cizeron weiter. Er gab zwar an, nach der Veröffentlichung des Fotos 300 bis 400 seiner 84.000 Fans auf Instagram verloren zu haben. Nach Veröffentlichung des "Têtu"-Interviews sprang die Anzahl seiner Fans aber auf über 89.000.

Cizeron gehört zu den erfolgreichsten Eistänzern der Gegenwart. Mit seiner Partnerin Gabriella Papadakis konnte er 2018 nicht nur olympisches Silber gewinnen, sondern wurde zwischen 2015 und 2019 auch fünf Mal in Folge Europameister sowie vier Mal Weltmeister (2015 bis 2016 und 2018 bis 2019). Bis 2014 studierte er in Lyon Kunst und zog anschließend ins kanadische Montréal. (cw)



#1 NevermindAnonym
  • 02.06.2020, 20:25h
  • Er ist einfach megasüß. Und ein Ausnahmeathlet. Ich glaube, outen musste er sich wirklich nicht, ich zumindest habe das vorausgesetzt und soweit ich das beurteilen kann, auch die Kommentatoren im Fernsehen. Ich wünsche ihm mit seiner (sportlichen) Partnerin noch viele Erfolge und natürlich auch privat mit seinem Partner alles Gute.
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#2 WahrheitIstRelativAnonym
  • 03.06.2020, 09:30h
  • Selbst die paarhundert, die abgesprungen sind, müssen nicht homophob sein. Das können auch verliebte Mädels sein, die die Enttäuschung erst einmal verkraften müssen. Wäre umgekehrt auch so.
    Keine negativen Reaktionen ist schon ein tolles Ergebnis, aber da ist die Kunst, Tanz und Theaterwelt auch eine ganz andere...
    Meine heterosexuelle Umgebung geht bei Tänzern eigentlich von vornherein davon aus, dass sie wahrscheinlicher homosexuell sind und wären dann auch nicht überrascht. Ich vermute dagegen, dass " auf dem Bau" auch einige sind und wenn im Bereich Kunst mehr sind, dann u a auch, weil man sich dort als Homosexueller wohler fühlen kann.
    In unserem Theaterumfeld ist das sowieso kein Thema. Sogar beim großen Amatheurtheater, wo ja viele Konservative, Handwerker etc also keine " Künstler" mitwirken.
    Wer sich mit künstlerischem, ob "Künstler" oder nicht, beschäftigt, ist denke ich offener für individuelles!
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#3 buetzchenkuesschenAnonym
  • 04.06.2020, 02:14h
  • Antwort auf #2 von WahrheitIstRelativ
  • Da gab es diesen knudelligen Typen, der tagsüber im Bereich Metallverarbeitung tätig war und in seiner Freizeit als Techniker bei einer Theatergruppe mitmachte. Den zu treffen war genauso wundervoll wie etwas über diesen charmanten Sportler zu erfahren.
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