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Vor Pride-Saison

Berlin: Öffentliche Gebäude dürfen zum CSD Regenbogenfahne ohne Antrag hissen

Bei einer Änderung der Beflaggungsverordnung berücksichtigte Innensenator Geisel auch den Christopher Street Day.


Regenbogenflaggen am Roten Rathaus in Berlin 2019 (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg / facebook)

In Berlin dürfen öffentliche Gebäude künftig zum Christopher Street Day (CSD) die Regenbogenfahne ohne gesonderten Antrag hissen. Die Geschichte des CSD erinnere "an die Rolle des Staats und den gesellschaftlichen Umgang des Staats mit Menschen, die selbstbestimmt ihr Leben leben wollen", erklärte Innensenator Andreas Geisel am Dienstag zu einer entsprechenden Änderung der Beflaggungsverordnung.

"Es geht immer um Respekt, Toleranz und die Fähigkeit der Gesellschaft, die Menschen in ihrer Vielfalt zu akzeptieren", so der SPD-Politiker weiter. Die Regelung gilt für alle Dienststellen und sonstige Einrichtungen des Landes Berlin und der seiner Aufsicht unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Die Änderung der Flaggenverordnung berücksichtigt zudem den Frauentag am 8. März, den Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8. Mai und den Jahrestag der Novemberrevolution und der Ausrufung der Republik, der Novemberpogrome und des Berliner Mauerfalls am 9. November. Das Abgeordnetenhaus hatte zuvor diese Tage als Gedenk- oder Feiertage bestimmt.

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Folgt nun der Bund?

Schon in den letzten Jahren hatten viele Stellen in Berlin zum CSD (und zunehmend auch zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai) die Regenbogenflagge gehisst. Bei Einrichtungen des Bundes, etwa Ministerien oder gar der Antidiskriminierungsstelle, gab es hingegen Streit innerhalb der Großen Koalition, oft mit Verweis auf die eigene Flaggenordnung.

Der Christopher Street Day erinnert an den Aufstand in der gleichnamigen New Yorker Sraße rund um die Bar Stonewall Inn im Jahr 1969, als sich Homo- und Transsexuelle mit tagelangen Zusammenstößen gegen Polizeirazzien zur Wehr setzten. Der Berliner CSD wird in der Regel Mitte Juli mit einer Demonstration und Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor begangen und gilt als eine der größten Veranstaltungen der Hauptstadt.

Zusätzliche Regenbogenflaggen im Stadtbild können in diesem Jahr aber nicht schaden: Aufgrund der Corona-Krise wird der CSD Berlin in diesem Jahr hauptsächlich digital begangen: Am 25. Juli soll es unter dem Motto "Don't hide your Pride | Sichtbarkeit – hier und weltweit" mehrere Streams geben (queer.de berichtete). Davon unabhängig haben mehrere Aktivist*innen für den 27. Juni eine CSD-Demo angemeldet (queer.de berichtete). (cw)



#1 VorbildlichAnonym
  • 03.06.2020, 09:31h
  • So sollte es überall sein.

    Eine Flagge, die für Liebe, Offenheit, Respekt, Vielfalt und Freiheit steht, sollte jederzeit und ohne Antrag gehisst werden dürfen.

    Damit würde man ein wichtiges Zeichen setzen, dass Hass und Unterdrückung in Deutschland keinen Platz hat und dass es in Deutschland keine Bürger zweiter Klasse gibt.
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#2 DieterBremenProfil
  • 03.06.2020, 09:54hBremen
  • Guter Plan, das macht ja vieles einfacher. Wir bereiten hier in Bremen gerade einen ähnlichen Antrag an das Landesparlament vor, um eine solche vereinfachte Handhabung mit der Beflaggung zu erreichen!
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